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Zwei aktuelle Beispiele: Der große Umbruch vom stationären zum Onlinehandel

In den letzten drei Monaten sind die Umsätze beim Modegiganten H&M gegenüber dem selben Zeitraum vor einem Jahr um 4% gesunken. Das ist eine dramatische Zahl. Die Firma legt in ihrer…

Redaktion

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FMW-Redaktion

In den letzten drei Monaten sind die Umsätze beim Modegiganten H&M gegenüber dem selben Zeitraum vor einem Jahr um 4% gesunken. Das ist eine dramatische Zahl. Die Firma legt in ihrer heutigen Veröffentlichung eindeutig dar, dass sich das Kundenverhalten vom stationären Einzelhandel hin zum Onlineshopping verlagere. Deswegen werde man Filialen schließen, und mehr auf den Onlinehandel setzen. Auch werde man auf eine Kooperation mit dem Onlinehändler Alibaba setzen. Zitat H&M:

The H&M group continued to grow during the year. However, the growth was dampened by the fact that the sales development in the fourth quarter was significantly below the company’s own expectations. The H&M brand’s online sales and sales of the group’s other brands continued to develop well. Meanwhile, the quarter was weak for the H&M brand’s physical stores, which were negatively affected by a continued challenging market situation with reduced footfall to stores due to the ongoing shift in the industry. In addition, there have been imbalances in parts of the H&M brand’s assortment composition. In order to correct this, a number of actions have been taken. Moreover, the management team of the H&M brand has recently been strengthened. In order to respond even quicker to customers’ fast-changing behaviour the company’s ongoing transformation journey is being accelerated. Among other things, this includes continued integration of the physical and digital stores, and intensifying the optimisation of the H&M brand’s store portfolio – leading to more store closures and fewer openings.

Die Aktie lag im Jahr 2015 noch bei 366 schwedischen Kronen, gestern dann noch bei 200. Heute nach Veröffentlichung dieses Umsatzrückgangs und der Info über Filialschließungen liegt die Aktie bei 173,40 Kronen – ein Minus von 13,4%.


Die H&M-Aktie seit Juli.

Beate Uhse

Auch massiver Konkurrenz aus dem Internet sah sich in den letzten Jahren der Erotikanbieter Beate Uhse ausgesetzt. Dass der Laden schon länger den Bach runterging, war schon längst kein Geheimnis mehr. Und heute folgt nun die Insolvenz. Das war´s. Offenbar ist es gerade für Kunden in diesem Bereich deutlich angenehmer online zu shoppen! Die Firma hatte mit rückläufigen Umsätzen und Verlusten zu kämpfen – ein strukturelles Problem! Dennoch will man sich jetzt in der Insolvenz sanieren, wie es der Firmenchef heute sagte. Man habe einen guten Weg eingeschlagen, und hoffe die Gruppe als Ganzes retten zu können. Viel Glück dabei!

Da wären noch zwei Fragen

Zwei Fragen bleiben offen, wenn diese Transformation im Einzelhandel so weitergeht. Wohin mit all den Mitarbeitern? Denn all die arbeitslosen Mitarbeiter in Klamotten-Läden werden in den Hochregallagern bei Amazon nicht gebraucht – nur ein Bruchteil dürfte dort neue Jobs finden. Und zweitens: Was wird aus den leerstehenden Geschäften in den Innenstädten? Die Vermieter müssten in den völlig überteuerten Innenstadtlagen deutlich runter mit ihren Mieten, damit derart interessante inhabergeführte Geschäfte „wieder“ zurückziehen können in die Innenstädte, so dass die Kunden auch wieder zurückkommen. Spätestens dann bemerken die Vermieter das Problem, wenn sie weiterhin auf enorm überhöhten Mieten beharren, aber einfach keine Mieter finden.

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Aktien

Netflix-Quartalszahlen: Erwartungen verfehlt, Aktie fällt

Claudio Kummerfeld

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Netflix auf TV

Die Netflix-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 6,44 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 5,24/letztes Quartal 6,15/für heute erwartet 6,4).

Der Gewinn liegt bei 1,74 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,47/letztes Quartal 1,59/für heute erwartet 2,13).

Die Nutzerzahl ist im dritten Quartal um 2,20 Millionen gewachsen. Die Erwartungen lagen bei 2,5 Mio durch Netflix selbst – der Markt erwartete 2,5-3,2 Mio.

Wie man aktuell verkündet, erwartet man 6,0 Millionen neue Nutzer im laufenden 4. Quartal.

Free Cash Flow +1,14 Milliarden Dollar (Vorquartal +899). Operative Marge 20,4 Prozent nach 22,1 Prozent im Vorquartal.

Die Netflix-Aktie reagiert nachbörslich mit -4,7 Prozent.

Kurz-Fazit: Gewinn pro Aktie und die Zahl neuer Abos verfehlen die Erwartungen. Das wird nun nachbörslich abgestraft.

Datenblatt mit aktuellen Quartalszahlen von Netflix

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – die Stimulus-Hoffnung stirbt zuletzt

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Heute soll angeblich der entscheidende Tag sein. Kommt noch auf den letzten Drücker eine Einigung zwischen Demokraten und Donald Trump über einen neuen Stimulus? Das dürfte kurzfristig die Kurse bewegen.

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Kaufverbot für die Nikola-Aktie – Werbung

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Lieber Börsianer,

am Firmensitz der Nikola in Phoenix (Arizona) glühen schon seit Wochen die Telefonleitungen. Das junge Unternehmen kämpft hart um seine Reputation. Man kämpft um die letzten Investoren, die noch nicht gegangen sind. Und vor allem, man kämpft um seine Partner wie General Motors, Bosch oder Iveco. Denn wenn die abspringen, wird die Nikola-Zentrale in Phoenix zugesperrt.

Aber der Reihe nach! Was ist zuletzt passiert bei Nikola?

Der charismatische Firmengründer Trevor Milton wurde aufs Abstellgleis geschoben und seitdem geben trockene Technikertypen den Ton bei Nikola an. So trat der Technik-Chef Jesse Schneider zuletzt vor die Presse und referierte betont sachlich über Patente, Chassis-Zeichnungen und andere Dokumente. Er legte haarklein auseinander, welcher Bestandteil des Nikola-Trucks fremd eingekauft, welcher extern entwickelt wurde.

Die Veranstaltung war langweilig, aber wichtig. Wenn Nikola überleben will, muss es das Vertrauen des Marktes und der Industrie wiederherstellen. Dafür wollen die Investoren jetzt keine Visionen hören, sondern Fakten und Details sehen.

Diese Fakten und Details entscheiden in den kommenden Wochen über den Kursverlauf der Aktie. Denn am 30. November läuft die Sperrfrist (lock-up-period) für die vorbörslichen Investoren der Nikola ab. Wenn diese Investoren bis dahin nicht von der Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells überzeugt werden können, werden sie an diesem Tag mit großem Volumen aus der Aktie aussteigen und ein erneutes Kursmassaker herbeiführen.

Aber denken wir positiv! Unterstellen wir einmal, Jesse Schneider und CEO Mark Russell können die Investoren überzeugen, dann dürfte auch General Motors an Bord bleiben. Das ist aktuell der wichtigste Nikola-Partner. Mehr noch: Der US-Autobauer entscheidet wahrscheinlich über die Zukunft des Lkw-Bauers Nikola.

Nur zur Erinnerung: General Motors (GM) hat zugesagt, für Nikola die Werkbank zu machen und insgesamt Produktionsleistungen im Wert von 2 Milliarden USD für das Startup zur Verfügung zu stellen. Konkret war oder ist geplant, dass GM den…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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