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Gold/Silber

Aktuell: Goldpreis fällt weiter – der Druck war zu groß – aktuelle Daten

Claudio Kummerfeld

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am

Adler mit Gold und US-Dollar

Gestern sprachen wir bereits über den starken Druck auf den Goldpreis, der vom immer weiter steigenden US-Dollar ausging. Und so kam es dann auch. Gold konnte nicht mehr stand halten und rutschte das zweite Mal in kurzer Zeit unter die wichtige Marke von 1.900 Dollar. Am Montag noch im Tief bei 1.882 Dollar, so erreicht der Goldpreis heute früh sein Tief bei 1.874 Dollar (aktuell 1.877 Dollar).

Goldpreis weiter unter Druck

Im Chart sehen wir den immer weiter steigenden US-Dollar gegen den erneut geschwächten Goldpreis. Die Korrelation ist klar erkennbar. Vorhin um 9:30 Uhr wurden die Einkaufsmanager-Daten für Europa veröffentlicht. Die Zahl für die Industrie war besser als erwartet, für die Dienstleister schlechter. Der Dax kann seitdem 34 Punkte zulegen, der Dollar-Index (Währungskorb) sinkt von 94,18 auf 94,12 Indexpunkte. Also kaum schwächer. Der Goldpreis bleibt auch nach diesen PMI-Daten geschwächt.

Analystenkommentar zu Fed-Aussagen

Naeem Aslam von Avatrade hat in einem aktuellen Kommentar die gestrigen Aussagen von Fed-Offiziellen im US-Kongress besprochen, die sich auf den US-Dollar und somit auch auf den Goldpreis auswirken. So sagt er, dass Fed-Chef Jerome Powell erneut seine unsicheren Aussichten für die US-Wirtschaft bekräftigte, und bestätigte, dass der Weg der Erholung sehr stark von der Kontrolle des Virus abhänge. Aber er habe auch bestätigt, dass die Fed bereit sei mehr Unterstützung zu leisten, falls Bedarf besteht. Angesichts der Tatsache, dass sich die Coronavirus-Situation mit dem Einsetzen der Grippesaison wahrscheinlich verschlechtern werde, sei es wahrscheinlich, dass die Fed die Liquiditätshähne weiter öffnen müsse.

Gestern sprachen auch andere Ausschussmitglieder der Federal Reserve. Charles Evans habe die Märkte mit seinen Äußerungen überrascht als er sagte, dass die US-Wirtschaft 90 Prozent ihrer Schwäche überwunden habe. Er ist sicherlich nicht der Meinung, dass die Wirtschaft die Hälfte ihrer blauen Flecken zurückgewonnen hat, daher sei es sehr mutig von 90 Prozent zu sprechen. Er glaube auch, dass die USA ihren Zinssatz erhöhen können, ohne die Zielinflation zu erreichen. Seine Bemerkungen lösten eine Rallye des Dollars aus, und der Dollar-Index ist von seinen Tiefstständen gut weggekommen. Währungen wie der Euro und das Pfund Sterling spüren den Schmerz wegen der Dollarstärke, so Naeem Aslam.

Im folgenden Bild sehen Sie seit letztem Freitag den weiter steigenden US-Dollar, und den gegensätzlich fallenden Goldpreis. Im Laufe des heutigen Tages werden wir von Hannes Zipfel eine ausführlichere Analyse veröffentlichen, warum der Goldpreis im größeren Bild betrachtet gute Chancen hat weiter zu steigen.

Chart zeigt im Vergleich Goldpreis-Verlauf gegen US-Dollar

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Columbo

    23. September 2020 11:58 at 11:58

    https://www.zeit.de/wirtschaft/2020-09/goldhandel-geldanlage-gold-preis-umweltverschmutzung-rendite-5vor8

    Nicht meine Meinung. Zeigt aber, was auf Goldinvestoren zukommen könnte.
    Keine Sorgen brauchen sich Zentralbanken machen, ihr Gold wird niemals verboten.

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Gold/Silber

Goldpreis wacklig unterwegs – Achtung US-Dollar und US-Renditen

Claudio Kummerfeld

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am

Ein Barren Gold

Gestern berichteten wir über das größere Bild für Gold, und warum der Goldpreis nach einem Biden-Wahlsieg in den USA eventuell spürbar steigen könnte (hier der Artikel). Heute schauen wir auf die Tagesaktualität. Die Gold-Bullen könnten im Keller verschwinden und stundenlang schreien vor Wut. War der Goldpreis noch vorgestern auf 1.931 Dollar gestiegen, und sah es endlich nach dem großen Durchbruch nach oben aus, so rauschte das Edelmetall gestern mal wieder unter die Marke von 1.900 Dollar, auf bis zu 1.893 Dollar im Tief.

Goldpreis mit Blick auf US-Dollar und Anleiherenditen

Aktuell notiert der Goldpreis bei 1.909 Dollar. Nach fast zweitägigem Ansteigen zeigt der US-Dollar seit heute wieder Schwäche. Der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) fällt heute von 93,08 auf 92,69 Indexpunkte. Kann man ein Niveau im Goldpreis von um die 1.900 Dollar inzwischen als charttechnische Unterstützungsmarke betrachten? Schwer zu sagen. Auf jeden Fall ist es seit Wochen ein elendiges Rauf und Runter um diese runde Marke.

Wichtig für Gold-Bullen ist, dass die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen seit einigen Tagen am Steigen ist. Binnen genau einer Woche steigt sie von 0,73 Prozent auf 0,85 Prozent. Damit werden Anleihen in Relation zum zinslosen Gold also wieder attraktiver, was den Goldpreis anfälliger für Rückschläge macht.

Die Analysten der Commerzbank merken in einem aktuellen Kommentar zu Gold an, dass die steigenden US-Renditen womöglich auch der Grund seien, dass ETF-Investoren gestern den dritten Tag in Folge Positionen verkauft haben. In den letzten drei Tagen summieren sich die Abflüsse auf 7,6 Tonnen. Auch einige spekulative Finanzinvestoren könnten laut CoBa weitere Long-Positionen geschlossen haben. Einen Eindruck hierüber gebe die CFTC-Statistik heute Abend.

Der folgende Chart zeigt seit Dienstag Abend in rot-grün den Goldpreis gegen den Dollar-Index in blau. Der ganz aktuell fallende US-Dollar könnte heute Mittag dem Goldpreis Aufschub verleihen. Aber man vergesse bitte wie gesagt nicht die steigenden US-Renditen. Und es ist weiterhin unklar, wie nun mit dem möglichen Konjunktur-Stimulus in den USA verfahren wird.

Chart zeigt Vergleich zwischen Goldpreis und US-Dollar

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Allgemein

Marc Friedrich mit 5 Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade

Redaktion

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Marc Friedrich

Der Bestsellerautor Marc Friedrich spricht in seinem aktuellen Video „Der größte Vermögenstransfer der Geschichte“ über viele aktuelle Kapitalmarktthemen. Vor allem geht es um die große Anfeuerung von bestimmten Assetklassen, verursacht durch die immer größeren Gelddruck-Orgien der Notenbanken.

Marc Friedrich mit 5 Investment-Ideen

Im späteren Verlauf des Videos spricht Marc Friedrich seine fünf Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade an. Auffällig dabei ist, dass die Kategorien Aktien und Immobilien nicht dazu gehören. Eben diese Assetklassen haben die letzten Jahre massiv von der Geldschwemme der Notenbanken profitiert. Marc Friedrich präferiert Gold, Silber, Bitcoin, Minenaktien und Diamanten. Gut, es sind doch Aktien vertreten, aber nicht als Gesamtkategorie, sondern nur weil es um Firmen geht, die Rohstoffe aus dem Boden holen.

Knappe Güter bevorzugen

Marc Friedrich spricht auch ganz konkret an, warum diese Ideen nach seiner Meinung die besten Investment-Ideen der nächsten Jahre sein sollen. Sie würden andere Assetklassen in der nächsten Dekade des „Vermögenstransfers“ outperformen. Sie seien (und das ist ein wichtiger Aspekt) begrenzt durch die Natur (Edelmetalle) oder durch die Mathematik (Bitcoin). Tja, und in der Tat, andere Assets wie das Fiat-Geld auf Bankkonten kann beliebig stark vermehrt werden. Je mehr Geld, desto stärker der Verwässerungseffekt, und desto stärker womöglich in Zukunft der Vertrauensverlust der Bürger in das Finanzsystem? Und alles was in seiner Menge limitiert ist, wird immer begehrter?

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