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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Verbraucherstimmung Uni Michigan – Amerikaner so euphorisch wie seit 2004 nicht mehr!

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Die US-Verbraucherstimmung Uni Michigan 102,4 (1.Veröffentlichung für Mai) ist mit ausgefallen als erwartet (Prognose war 97,8; Vormonat war 97,2). Das ist der beste Wert seit Januar 2004!

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei 112,4 (Prognose war 112,2; Vormonat war 112,3)

Die Konjunkturerwartung liegt bei 96,0(Prognose war 86,8; Vormonat war 87,4)

 

Aber die Daten wurden vor der Eskaaltion des Handelskriegs zwischen China und den USA erhoben, wie Richard Curtin klarstellt (siehe unten!)

 

Dazu schreibt Richard Curtin, der die Umfrage betreut:

 

„The Index of Consumer Sentiment surged in early May to its highest level in fifteen years. All of the May gain was in the Expectations Index, which also rose to its highest level since 2004, while the Current Conditions Index was virtually unchanged and well below the cyclical peak set in March 2018. Consumers viewed prospects for the overall economy much more favorably, with the economic outlook for the near and longer term reaching their highest levels since 2004. The gains were recorded mostly before the trade negotiations with China collapsed and China responded with their own tariffs. As shown in the chart, unaided references to tariffs peaked in July 2018 at 35% and have generally declined to just 16% in early May 2019. The July peak corresponds to the initial imposition of tariffs. To be sure, negative references to tariffs rose in the past week and are likely to rise further in late May and June. Those who held negative views about the impact of tariffs on the economy and pricing had values on the Expectations Index that were 25 points lower, and expected the year-ahead inflation rate to be 0.6 percentage points higher. Even apart from the direct impact of tariffs on prices, rising tariffs could cause a more general loss of confidence which could further diminish the pace of consumer spending. At present, the data point toward moderate spending growth in the year ahead. Nonetheless, the data indicate the corrosive impact of an escalating trade war.“

 

 

 

Von Andreas Faessler – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=50681126

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Europa

Bauboom hält an, aber: Genehmigungen neuer Wohnungen rückläufig

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Der Bauboom in Deutschland läuft insgesamt weiter auf vollen Hochtouren, wie vor wenigen Tagen frisch veröffentlichte Daten zum gesamten Baugewerbe zeigen. Aber schaut man nur auf den Wohnungsbau, so scheint das Wachstum einzuschlafen. Ist die Kapazitätsgrenze der Branche inzwischen wirklich erreicht, und nach oben geht einfach nichts mehr?

Oder schlafen private und öffentliche Wohnungsbauunternehmen ein bei dem Bemühen ihre Neubauzahlen immer weiter zu steigern? Das ist schwer zu sagen. Vielleicht ein Mix aus beiden Faktoren? Schon vor einem Monat berichteten wir über einen Rückgang der Genehmigung neuer Wohnungen für den Zeitraum Januar-Februar im Jahresvergleich. Da gingen die Genehmigungen für „normale Wohnungen in Wohnblöcken“ (Wohngebäude mit 3 oder mehr Wohnungen) um 3,2% zurück.

Heute vermelden die offiziellen Statistiker für Januar-März im Jahresvergleich einen Rückgang von 4,4% bei den Wohnblocks mit 3 oder mehr Wohnungen. Alle Baugenehmigungen für Wohnungen gehen um 2,8% zurück. Aber da sind zum Beispiel auch Flüchtlingswohnheime enthalten (-29,8%). Mit +2,3% legen aktuell nur die Genehmigungen für Einfamilienhäuser noch zu. Sonst sind alle anderen Kategorien im Minus. Der Bauboom geht weiter, nur halt nicht mehr beim Wohnungsbau.

Zum Vergrößern bitte die folgende Grafik anklicken.

Die Statistiker im Wortlaut:

Von Januar bis März 2019 wurde in Deutschland der Bau von insgesamt 75 600 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 2,8 % weniger Baugenehmigungen als im Vorjahreszeitraum. Die Genehmigungen galten sowohl für neue Gebäude als auch für Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden. In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden von Januar bis März 2019 rund 65 700 Wohnungen genehmigt. Dies waren 3,4 % oder 2 300 Wohnungen weniger als im Vorjahreszeitraum. Gestiegen ist ausschließlich die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser (+2,3 %). Die Zahl der Baugenehmigungen für Zweifamilienhäuser sank dagegen um 4,0 % und die Zahl der genehmigten Mehrfamilienhäuser um 4,4 %.

Bauboom in Deutschland
Foto: High Contrast Creative Commons Attribution 3.0 Germany

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Europa

Erzeugerpreise: Ohne Öl und Stromerzeugung mehr als mau

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Die deutschen Erzeugerpreise sind im April im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,5% gestiegen. Damit bleibt die prozentuale Steigerungsrate nun seit fünf Monaten sehr stabil mit Werten zwischen 2,4% und 2,7%. Das Statistische Bundesamt weist darauf hin, dass die Erzeugerpreise für Energieprodukte maßgeblich zu der Steigerungsrate beitrugen (also wie bereits in den Vormonaten). Sie stiegen um 6,6% – ohne sie wären die Erzeugerpreise nur um 1,3% gestiegen.

Was im Headline-Text der Statistiker nicht explizit erwähnt wird: Innerhalb der Erzeugerpreise für Energie steigen die Preise für Strom sogar um 10,8%. Also: Ohne Stromerzeugung hätten wir vermutlich eine Gesamtsteigerung von unter 1% gesehen? Die Grafik (seit 2014) zeigt es doch recht deutlich, wie sehr die Preissteigerungen des produzierenden Gewerbes vom Energiesektor abhängen. Die Strompreise sieht man als dunkelblaue Linie, die Mineralöl-Preise als blaue Linie. Ohne die beiden läge der Schnitt (rot) wohl deutlich näher an der Null-Linie.

Erzeugerpreise

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Europa

Eurozonen-Verbraucherpreise jetzt auf 1,7% gesprungen

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Die endgültigen Eurozonen-Verbraucherpreise für den Monat April wurden soeben veröffentlicht. Im Jahresvergleich steigen sie um 1,7% nach 1,4% im März. Die „Kernrate“ ohne Lebensmittel und Energie liegt bei 1,3%.

Die Energiepreise steigen mit +5,3% unverändert zum März. Die Dienstleistungen steigen aber stark an mit +1,9% nach +1,1% im März. Sie ziehen den Schnitt nach oben.

Hier Eurostat mit weiteren Details:

Die niedrigsten jährlichen Raten wurden in Kroatien (0,8%), Dänemark und Portugal (je 0,9%) gemessen. Die höchsten jährlichen Raten wurden in Rumänien (4,4%) und Ungarn (3,9%) gemessen. Gegenüber März 2019 ging die jährliche Inflationsrate in sechs Mitgliedstaaten zurück, blieb in zwei unverändert und stieg in neunzehn an. Im April 2019 kam der höchste Beitrag zur jährlichen Inflation im Euroraum von Dienstleistungen (+0,86 Prozentpunkte, Pp.), gefolgt von Energie (+0,51 Pp.), Lebensmitteln, Alkohol und Tabak (+0,29 Pp.) sowie Industriegütern ohne Energie (+0,06 Pp.).

Supermarkt - Eurozonen-Verbraucherpreise
Beispielfoto für Supermarkt-Einkauf. Foto: Tiia Monto CC BY-SA 4.0

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