Folgen Sie uns
jetzt kostenfrei anmelden für das Die Einstiegs-Chance

Devisen

China hat sich entschieden: Schuldenblase wird weiter aufgepumpt, um Trumps Handelskrieg zu trotzen!

China hat angesichts des Handelskriegs die Entscheidung getroffen, seine Schuldenblase weiter aufzupumpen – und es wird, wie alle Schuldenblasen, irgendwann ein böses Ende nehmen..

Veröffentlicht

am

Was tun, wenn man von den USA mit einem Handelskrieg attackiert wird? Pekings Antwort lautet: dann werden wir eben die Wirtschaft stimulieren, indem wir wieder massiv in die Infrastruktur investieren! Das hat der stellvertretende Leiter der National Development and Reform Commission (NDRC), Meng Wei, bei einer Pressekonferenz klar gemacht:

“A batch of new transportation infrastructure projects are expected to start and to ensure financing for those projects, in which private capitals are encouraged to join through private-public-partnership projects.”

Peking war alarmiert durch die jüngsten Daten zu den Investitionen (fixed-asset investment): diese waren zwischen Januar und August nur um 5,3% gestiegen, so gering wie seit Beginn der Daten-Aufzeichnung (also seit 1992) nicht mehr. Also soll nun wieder der Motor angeworfen werden, und das in einem Zusammenspiel zwischen dem Staat und privaten Investoren. Zur Finanzierung will Peking neue Anleihen emittieren und fordert gleichzeitig die Finanzinstute des Landes dazu auf, diese Projekte finanziell zu unterstützen. Nicht überrraschend daher, dass Aktien von Bauunternehmen, Zementherstellern etc. deutlich zulegen konnten.

 

Aber Peking geht damit einen riskanten Weg: die ohnehin immens hohen Schulden werden dadurch noch größer:

 

(Grafik durch anklicken vergrößern)

 

Die Verschuldung der (meist) staatlichen Unternehmen Chinas liegt bei unvorstellbaren 160% des chinesischen BIPs – und sie wird durch die geplanten großflächigen Maßnahmen nicht geringer werden.

 

Und schon jetzt ist die private Kreditschöpfung in China höher als im gesamten Rest der Welt:

 

(Grafik durch anklicken vergrößern)

Faktisch wird damit die Schuldenspirale in China weiter aufgebläht, werden damit also auch mehr neue Yuans als Kreditgeld geschaffen. Wenn aber mehr Geld geschöpft wird, verliert der einzelne Yuan logischerweise an Wert zu einer anderen Währung, in der diese Kreditausweitung nicht so stark passiert. Logischerweise – aber China will das politisch nicht zulassen, wie heute Ministerpräsident Li Keqiang klar machte: eine einseitige Abwertung bringe mehr Schaden als Vorteile für China, so Li Keqiang. Man werde nicht den Weg gehen, die Exporte durch einen schwächeren Yuan befeuern zu wollen und jage nicht dem schnellen Geld hinterher.

 

Klingt hübsch. Aber: China kann sich eine Abwertung auch nicht wirklich leisten! Erstens weil man damit die Kapitalflucht verstärken würde. Und zweitens weil sich dadurch die Importe verteuern würden mit dann steigender Inflation und Kaufkraftverlusten für Chinas Bürger. Und es sind die Importe, die dramatisch wachsen, nicht die Exporte: so stiegen die Importe im August zum Vorjahresmonat nur um 9,8%, die Importe jedoch um 20,0% zum Vormonat – folgender Chart in dem Tweet zeigt die steile Aufwärtskurve der Importe:

 

China jedenfalls hat angesichts des Trumpschen Handelskriegs die Entscheidung getroffen, seine Schuldenblase weiter aufzupumpen – und es wird, wie alle Schuldenblasen, irgendwann ein böses Ende nehmen..

 

By Australian cowboy (talk) – Own work (Original text: I (Australian cowboy (talk)) created this work entirely by myself.), GFDL, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11970448

3 Kommentare

3 Comments

  1. Steve

    19. September 2018 10:33 at 10:33

    Je höher die Schulden von China desto harmloser sehen die der USA aus.

    Das ist wohl das eigentliche Ziel dahinter.

  2. Wolfgang M.

    19. September 2018 11:17 at 11:17

    @Markus F. Danke Markus für Ihre aussagekräftige Chinarecherche, aufgrund meines Hinweises zum 160%-Schuldenproblem Chinas, entstanden aus einem Hochgeschwindigkeitsaufschwung – mit den möglichen Kurzzeit- und Langzeitfolgen. Für mich gibt es jetzt zwei ganz wesentliche Punkte.
    1. Wie äußert sich die Fed nach dem Zinsentscheid am 26. September zur weiteren Zinspolitik, gerade im Hinblick auf das Zollthema (Inflation)?
    2. Belässt es Donald Trump bei der 10%- Variante auf die 200 Mrd. $ oder geht er bis zu den Wahlen in die Vollen (25% auf über 500 Mrd.$)?
    Wenn es zu keiner Zuspitzung in beiden Fragen kommt, könnte das von Ihnen erwähnte chinesische Konjunkturprogramm zu einem nochmaligen Strohfeuer führen – und die Bären werden mich für diesen Gedanken mental steinigen – zu einem kleinen Börsenaufschwung. Aber wie gesagt. Weder In der Zinspolitik noch im Zollstreit darf es zur Verschärfung kommen, sozusagen als „Conditio sine qua non“.
    Gruß aus Oberbayern

  3. jora

    19. September 2018 17:45 at 17:45

    Für China könnte ein langfristiges Ziel wie folgt aussehen:

    Auf das Platzen der nächsten Blase warten und diese unterstützen sowie befeuern.

    Jetzt alles daran setzen, dass beim Zusammenbruch die Anderen mehr verlieren als China.

    In der Zwischenzeit (also jetzt) alles daran setzen,das China nach dem Platzen der Blase als die nächsten Supermacht hervorgehen kann.

    Anders ist der jetzigen Supermacht nicht beizukommen und ein Platzen der Blase kann nicht ewig hingehalten werden.

    Wenn China to big to fail ist oder wird, dann wird China diese Position zu ihrem Vorteil zu nutzen wissen.

    MfG

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

„Frankreich befeuert Elend in Afrika“ – hat Italiens Di Maio recht?

Veröffentlicht

am

Italiens Vize-Premier Di Maio sorgt aktuell für einen diplomatischen Eklat zwischen Frankreich und Italien. So hat er gesagt, dass Frankreich kräftig mit verantwortlich ist für das Elend in Afrika. Denn Frankreich würde für 14 Länder in Afrika Geld drucken. Damit würde Frankreich die wirtschaftliche Entwicklung in diesen Ländern behindern, und sei letztlich auch mit verantwortlich für das Flüchtlingsdrama auf dem Mittelmeer (um es mal verkürzt zusammenzufassen).

Frankreich mit verantwortlich für Elend in Afrika?

Nur was meint Di Maio damit eigentlich? Es ist kein großes Geheimnis, dass zahlreiche Länder vor allem in Afrika oft nicht das technische Know How besitzen um relativ fälschungssichere Banknoten zu drucken. Auch fehlt wohl das Vertrauen der dortigen Bürger und Institutionen in ein Geld, das von einem möglicherweise korrupten Regime im eigenen Keller beim Präsidenten gedruckt wird (polemisch und vereinfacht ausgedrückt).

Hinter der Kritik von Di Maio steckt aber mehr. Seit Ende des zweiten Weltkriegs hat Frankreich angefangen für zahlreiche seiner ehemaligen Kolonien eine eigene Währung zu drucken, den sogenannten „CFA Franc“. Der ist in diesen 14 Ländern immer noch Zahlungsmittel. Ursprünglich war er an den französischen Franc gekoppelt. Aufgrund der wirtschaftlichen Ungleichgewichte zwischen Frankreich und diesen afrikanischen Staaten wurde der CFA-Franc abgewertet. Das war natürlich gut für die Exporte dieser Länder.

An Euro gebunden bleiben oder abwerten?

Seit der Euro-Einführung ist der CFA-Franc an den Euro gekoppelt, und wurde seither aber nicht abgewertet. Das bedeutet: Diese Länder wie zum Beispiel die Elfenbeinküste, Mali, Niger, Togo und Senegal können ihre Exportwirtschaft nicht wettbewerbsfähig machen, in dem sie ihre Währung abwerten. Sie haben also rein technisch gesehen das selbe Problem wie Griechenland und Italien, wo die Volkswirtschaften durch eine schwächere Währung ihre Erzeugnisse im Ausland billiger anbieten könnten. Aber die starre teure Währung verhindert dies. Frankreich garantiert nach wie vor den festen Wechselkurs.

Und so geschieht es auch in diesen afrikanischen Ländern wie in Griechenland oder Italien (aus währungstechnischer Sicht gesehen). Von daher ist die Kritik von Di Maio nicht ganz falsch. Man kann aber auch sagen: Diese Länder können ja die Währungsbindung zum Euro einfach verlassen. Das läge schließlich in ihrer eigenen Zuständigkeit. Nur wissen viele dieser Regierungen wohl, dass die Menschen von da an nur noch schwarz bezahlen in US-Dollar oder Euro, weil das Vertrauen in eine frei fallende Währung fehlenwürde. Aber immerhin, den Schritt raus aus dieser Währungsbindung könnten diese Länder eigenständig gehen. Also kann man letztlich sagen: Zu einem gewissen Teil hat Di Maio recht mit seiner Kritik an Frankreich, aber eben nicht zu 100%.

Frankreich mit verantwortlich für das Elend in Afrika?
Befeuert Frankreich das Elend in Afrika? Hier die Karte von Ländern mit CFA-Franc in Afrika. Grafik: User:Glentamara CC BY-SA 3.0

weiterlesen

actior AG

Langsamer Abgang beim EURUSD

Veröffentlicht

am

Das Währungspaar EURUSD geht langsam aber stetig weiter bergab. Selbst die ZEW-Konjunkturerwartungen, die überraschend besser ausgefallen waren als erwartet, konnten daran nichts ändern. Nun, besser als erwartet heißt auch noch lange nicht, dass sie gut sind. Und so scheint es auch vom Markt aufgenommen worden zu sein. Zudem liegt der Brexit den meisten auch noch auf dem Magen. Die Marschrichtung für den Euro scheint jetzt vorgegeben, und eine deutliche Erholung ist derzeit nicht in Sicht. Doch wie geht es heute erstmal weiter?

Jetzt sparen mit FairPrice-Broker, einer der allergünstigsten Broker überhaupt

Handeln Sie mit einem der günstigsten Broker Weltweit. Mit geringsten Spreads wie zum Beispiel den Dax mit nur 0,5 Punkten, oder den EURUSD ab nur 0,1 Pip spread. Haben wir Sie überzeugt? Eröffnen Sie jetzt ein Konto bei Fair Price Boker.

Heutiger Handel beim EURUSD

Aktuell hat der Euro die 1,1360 Dollar unterschritten. Eine Trendumkehr ist laut Chart eher nicht zu erwarten. So könnte es heute Nachmittag sogar bis auf 1,13 Dollar runter gehen, wenn die Amerikaner wieder beginnen zu handeln.

EURUSD

Haftungsausschluss

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

weiterlesen

Devisen

May´s unglaublicher Brexit-Plan B und die unverständliche Hoffnung der Devisenhändler

Veröffentlicht

am

Vielen Abgeordneten im britischen Parlament war das Entsetzen gestern ins Gesicht geschrieben, als sie der Rede von Theresa May zuhörten. Sie „präsentierte“ gestern nämlich ihren „Plan B“ für den Brexit, da das Parlament ja letzte Woche ihren ersten Plan A zurückgewiesen hatte. Also musste nun eine neue Idee her, damit die Parlamentarier ihr die Zustimmung für den Brexit geben.

Werbung: Gratis in Aktien und ETFs investieren. Null-Provision, Null-Aufwand! Erhalten Sie eine Gratisaktie im Wert von bis zu 100€

Brexit Plan B

Tja, alle Welt hatte sich gefragt, wie Theresa May binnen einer Woche einen Plan B aus dem Hut zaubern könne, zumal ihr Handlungsspielraum in alle Richtung gleich Null war. Und so kam es, wie es kommen musste. Ihr Plan B lautet: An Plan A festhalten und auf Zeit spielen. Sie brachte nichts, rein gar nichts Neues vor. Sie wolle weiterhin mit Brüssel verhandeln, so sagte May. Tja, nur was soll dabei rauskommen außer ein nettes Mittagessen mit Jean-Claude Juncker und Donald Tusk?  Denn sie hat ja keinerlei neue Fakten oder Angebote im Gepäck.

Wie gesagt… vielen Parlamentariern war das Entsetzen ins Gesicht geschrieben angesichts von May´s Floskeln gestern Nachmittag. Sie spielt ganz klar auf Zeit. Je näher der Brexit-Termin 29. März rückt, desto mehr Angst haben wohl zahlreiche Abgeordnete vor einem harten kalten Brexit, der dann automatisch in Kraft treten wird – das ist wohl das Kalkül hinter ihrem Spiel auf Zeit. Und wer weiß, vielleicht geht ihre Rechnung auf?

May hat in den letzten Tagen klar gemacht, dass es mit ihr keine zweite Volksbefragung in Sachen Brexit geben wird. Also gibt es nur den harten Brexit, oder eine Art Brexit-Deal mit der EU. Und da gibt es bisher nur den Deal, den sie mit Brüssel schon ausgehandelt hatte. Nun bleiben nur noch zwei Monate Zeit, und die einzig verbleibende Hoffnung scheint in der Tat zu sein, dass nach und nach Abgeordnete aus beiden Lagern umkippen aus Angst vor dem harten Brexit.

Devisenmarkt unverständlich ruhig

Aber ob dieses Szenario wirklich so eintreten wird? Das ist mehr als unklar, denn die Fronten sind verhärtet. Daher ist die Hoffnung des Devisenmarktes mehr als unverständlich, so möchten wir es meinen. Wir haben in den letzten Tagen schon mehrfach darauf hingewiesen, und tun es heute erneut. Das Pfund hätte in den letzten Tagen (eigentlich!?) kräftig durchsacken müssen gegen US-Dollar und Euro, weil es in der Londoner Politik keine Lösung zu geben scheint.

Normalerweise wären andere Währungen bei diesem Chaos und dem bevorstehenden Ereignis (harter Brexit) massiv unter Druck geraten – aber nicht das Pfund. Es bleibt ein merkwürdiges Phänomen. Die Masse der Devisentrader in London hofft also auf irgendetwas. Nur worauf? Nochmal… wir wollen nicht zu einer Short-Wette gegen das Pfund raten. Aber dass das Pfund bisher nicht kräftig abgesackt ist, bleibt ein Mysterium der Forex-Geschichte, um es mal so hochtrabend auszudrücken!

Im Chart sieht man die (unterm Strich) stattfindende Seitwärtsbewegung von Pfund vs USD seit 10. Januar. Auch von gestern früh bis gestern Abend gab es keinerlei Schwäche!

Pfund vs USD im Brexit-Chaos

weiterlesen

Anmeldestatus

Online-Marketing

Online-Marketing hier bei uns! Ihr Unternehmen / Pressefach auf finanzmartwelt.de = Effektives Online-Marketing
Höchst personalisierbare Strategien
Faire Preise
Pressefächer und Meldungen
Content relevante Artikel und mehr
Jetzt informieren

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen