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Für 2022 "Überschuss" von 2,1 Milliarden Euro erwartet Rentenversicherung mit Überschuss – groteske Realitätsverweigerung

Die Rentenversicherung will dieses Jahr 2,1 Milliarden Euro Überschuss erwirtschaften. Kein Wort zum tatsächlich deutlich defizitären System.

Älteres Paar

Die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland erwartet laut jüngster Aussage ihrer Chefin Anja Piel für das Jahr 2022 einen Überschuss von 2,1 Milliarden Euro. Mit 356,8 Milliarden Euro Einnahmen überschreitet man also voraussichtlich die Ausgaben in Höhe von 354,7 Milliarden Euro. Letzte Woche fand die Bundesvertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung statt. Weder in der offiziellen Mitteilung noch in der Rede von Anja Piel wird der Bundeszuschuss zur Rentenkasse erwähnt. Alleine in 2021 musste der Bundehaushalt aus Steuermitteln 78 Milliarden Euro an die Rentenversicherung überweisen, damit die überhaupt ihren Verpflichtungen nachkommen konnte.

Rentenversicherung mit Überschuss – kein Wort über gigantischen Bundeszuschuss

Dass Einnahmen und Ausgaben der Rentenversicherung auch nicht annähernd in einem Gleichgewicht sind – kein Wort dazu von Anja Piel. Dass ohne den Bundeszuschuss entweder die Beiträge dramatisch steigen müssten, die Rentenzahlungen dramatisch sinken müssten, oder beides gleichzeitig – kein Wort dazu. Stattdessen wird heile Welt gespielt. Ich habe mir die Mühe gemacht mir den 20-seitigen Redetext von Anja Piel durchzulesen. Es ist quasi der Erguss eines gesunden Rentensystems. Zwar gebe es hier und da Problemchen, aber die Rentenversicherung sei ja anpassungsfähig und könne Probleme bewältigen. Und die Zahlen sehen ja super aus… so kann man ihre Aussagen zusammenfassen.

Dass das System in Wirklichkeit schon seit Jahren kaputt ist und nur durch de facto Notzuschüsse vom Steuerzahler am Leben erhalten wird, darüber spricht man in so einer Veröffentlichung noch nicht mal am Rande. Der Bundeszuschuss wird einfach als Teil der Einnahmen gesehen, und nicht separat erwähnt. Ein Skandal! Aber gut, sie muss dieses Spiel wohl spielen im Sinne der Bundespolitik in Berlin, die heile Welt machen möchte für die Öffentlichkeit.

Hier der wichtigste Abschnitt des Statements der Deutschen Rentenversicherung vom letzten Freitag: „Die Deutsche Rentenversicherung wird das Jahr 2022 voraussichtlich mit einem Plus von 2,1 Milliarden Euro abschließen, sagte Anja Piel, Vorsitzende des Bundesvorstandes der Deutschen Rentenversicherung Bund, bei der heutigen Sitzung der Bundesvertreterversammlung in Berlin. Im Jahr 2022 stünden bei der Rentenversicherung nach den Vorausberechnungen 354,7 Milliarden Euro an Ausgaben Einnahmen in Höhe von 356,8 Milliarden Euro gegenüber.“

FMW: Wie gesagt: Wie viel von den Einnahmen in 2022 aus dem Bundeszuschuss stammen, wird nicht separat erwähnt. Aber auch für 2022 dürfte dies eine gewaltige Summe sein. Durch Nicht-Erwähnung des Bundeszuschusses suggeriert man dem Leser dieser Prognose, dass die Rentenversicherung stabil aufgestellt ist, dass nämlich die Einnahmen so hoch sind, dass sie die Ausgaben abdecken. Wäre man ehrlich, würde man bei Einnahmen nur die Einnahmen aus Rentenbeitragszahlungen erwähnen, und separat eine Zahl für den Bundeszuschuss – das wäre ehrlich. Und wäre man ehrlich und transparent, würde man nicht von einem Jahresüberschuss sprechen, sondern von einem großen realen Defizit, das durch einen massiven Bundeszuschuss ausgeglichen wird!

Eine Rede aus der heilen Welt

Hier haben wir aus der Rede von Anja Piel einzelne kurze Ausschnitte abgedruckt:

Aktuell verzeichnen wir mit 18,6 Prozent den geringsten Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung seit einem Vierteljahrhundert.
Und in diesem Zeitraum schwankte der Beitragssatz fast ausschließlich in einem schmalen Intervall von ca. 18 und 20 Prozent. Ein, wie ich finde, erstaunliches Maß an Stabilität.

Die gesetzliche Rentenversicherung liegt vor unseren Füßen. Sie ist – zusammen mit ihrer Verwaltung – ein stabiles Fundament. Und sie kann in wesentlichen Lebensbereichen die Unsicherheit der Menschen verringern. Sie wird auch in den kommenden Jahrzehnten – wie dies heute der Fall ist – dazu beitragen, das individuelle Risiko zu mindern, im Alter arm zu sein. Und sie bietet durch ihre gesetzlichen Regelungen zur Anpassung der Renten einen vergleichsweise guten Schutz vor Inflation und Kaufkraftverlusten. Die gesetzliche Rentenversicherung ist insofern tatsächlich ein Stabilitätsanker in unsicheren Zeiten!

Das zeigt: Bei allen akuten Problemen und Krisen sollten wir nie die Anpassungsfähigkeit der Systeme aus den Augen verlieren. Sie ist die Basis für eine stabile Entwicklung. Mit Blick auf die Organisation der Alterssicherung ist uns dies bisher gelungen.

Lindner mit Aktienrente

Bundesfinanzminister Christian Lindner hat jüngst dem Börsenexperten Markus Koch ein Interview gegeben zum Thema Aktienrente. Es ist – so merkt man es – bei den Koalitionspartnern Grüne und SPD schwierig dieses Thema in einem nennenswerten Umfang gestartet zu bekommen. Erste Schritte in diese Richtung weg vom aktuell kaputten System sind mehr als mühsam. Die Struktur der Rentenversicherung – so wie sie jetzt ist – bleibt weiterhin bestehen, ohne Aussicht auf Änderung.



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35 Kommentare

  1. Die Deutsche Rentenversicherung hat auch eine Menge Zahlungen zu leisten, die mit einer Altersrente wenig zu tun haben.
    Am Tage der Wende wurden z. B. Millionen DDR-Bürger rentenberechtigt. Wer im Extremfall gerade 65 Jahre alt war, bekam seine Altersrente, als wenn er seine Berufsjahre in das westdeutsche Rentensystem eingezahlt hatte. Natürlich mussten die Menschen auch eine Altersrente bekommen. Aber entweder eine von allen deutschen Steuerzahlern finanzierte Rente, denn dann wäre die Last gleichmäßiger verteilt, oder eben dann hintenrum Zuschüsse durch den Staat in die Rentenkasse.
    Es wurde die Last dem gesetzlichen Rentensystem aufgebürdet.
    Das war jetzt nur ein Beispiel; es gibt noch einige mehr.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. Hallo Helmut
      Nein, die Rentenkase ist doch keine Sparkasse worin ich monatlich meine gesetzliche Rnte einzahle und die mir zum Rentenbeginn dann ausgezahlt wird. Dieser Gedanke spukt immer in den Köpfen rum. In der Rentenkasse ist quasi nichts drin. Da zahlen die ein die arbeiten und aus diesem Topf werden dann die Rentner sofort bezahlt. Also rein – raus. Deswegen stimmt immer dieses populistische Beispiel mit den DDR Rentnern nicht. Die Wurden nach der WV von den damals aktuell in Arbeit gewesenen bezahlt. Also auch von den in der ehe. DDR wohnenden. Nur war eben durch die Übernahme – genannt Wiedervereinigung – der DDR auch die Arbeitsgrundlage von westdeutschen Firmen übernommen worden, die dann ihre ostdeutschen Filialen schlossen und somit mehr Arbeitslose waren die nichts einzahlen konnten sondern sogar noch Geld empfingen. Konkurrenz platt machen kann man auch sagen – natürlich war das nicht generell so. Dies ist auch damals von unseren TV Anstalten recht gut in Dokus dokumentiert worden.
      Bismarck führte eine Rente 1889 ein. Ab 70 Jahren. Viele erreichten dieses Alter erst gar nicht. Ab 1916 wurde es auf 65 Jahre verringert. Dioe Zahlungen waren aber nicht vergleichbar mit den jetzigen.

      1. Hallo Ottonorma, das Umlagesystem und dessen Funktion ist mir schon bekannt.
        Nur, das Heer von neuen Arbeitslosen, die nicht nur mit Arbeitslosengeld versorgt werden mussten, sondern auch dem Gesundheitssystem enorme Kosten aufgebürdet haben, haben aber recht wenig als neue Mitglieder der gesetzlichen Rentenversicherung in diese einbezahlt. Wer aber als Ostdeutscher in Rente ging, bekam alle Jahre aus der DDR voll angerechnet, denn Arbeitslosigkeit gab es da ja angeblich nicht.
        Deshalb wurden ja dann letztendlich die Hartz- Gesetze eingeführt, damit die Kosten gesenkt werden konnten.
        Man sollte auch nicht vergessen, wieviel Menschen aus der DDR, oder Spätaussiedler aus Osteuropa volle Westrenten erhielten, selbst wenn sie erst im Rentenalter kamen.
        Aber nochmal: Natürlich mussten die Menschen aus der DDR oder aus den Ostgebieten auch mit Renten versorgt werden, aber dann bitte aus Steuergeldern oder einem „Rentensoli“ das alle Deutschen tragen müssen, und nicht nur die gesetzlichen Sozialversicherungen.
        Und wenn doch dann bitte nicht jammern, wenn das Geld für die Renten nicht mehr reicht.

        Viele Grüße aus Andalusien
        Helmut

        1. Helmut, nochmal !!
          Wenn Dir das Umlagesystem bekannt ist, hast du es aber nicht richtig verstanden.
          Den Ostdeutschen und auch den Spätaussiedlern, wenn es nicht nur alte Leute waren, wurden von den Beschäftigten bezahlt. Natürlich funktionierte das nur wenn auch die jungen Ossis und die jungen Aussiedler eine Arbeit bekamen bei der sie Sozialversicherung bezahlten.
          Es gab und gibt keinen Rentenspartopf !! aus dem geschöpft wird. Die hohe Arbeitslosigkeit im Osten war Geld vernichtend. Aber dieses Versagen kreide ich Westdeutschland an, daß ja die Führung übernommen hatte. Die Ossis hatten nichts mehr zu sagen, oder auf die wurde nicht gehört, sie wurden beiseite geschoben.
          Wenn es nur alte Leute im Rentenalter waren die kamen, in diesem Fall hast du recht gibt es durch jüngere arbeitsfähige keine Kompensation. Aber das dürften jetzt nicht so viele gewesen sein um ein Fass aufzumachen. Auch kann man als menschenfreundliches Land (mit Werten) nicht sagen „ihr dürft nicht kommen“, hinterher meckern ist auch schlecht.
          Richtig, in der DDR gab es keine Arbeitslosigkeit, die wurden in irgendeinen Betrieb reingestopft und mussten was tun. Bei uns gab es Arbeitslose, die Geld erhielten – deswegen nicht unbedingt glücklich waren – und dann aber gar nichts tun mussten. Was kostet mehr ? Was ist besser für die Arbeitsmoral ?

          1. Hallo Ottonorma,
            ich habe das schon verstanden.
            Hier ist unter Anderem erklärt, wie die Bürger der ehemaligen DDR das westdeutsche Rentensystem belastet haben.

            Versicherungsfremde Leistungen und „Bundeszuschuss“. Rentenreform-Alternative

            https://www.rentenreform-alternative.de/versichfremd.htm

            Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  2. Liegt es vielleicht auch daran, daß die Unternehmer sich seit der Agenda 2010 schrittweise von der ehemals paritätischen Mitfinanzierung verabschiedet haben? Insbesondere bei den international führenden IT-Unternehmen zeigt sich dies zuletzt besonders krass.

    Oder das Beamte und Besserverdienende sich aus der Solidargemeinschaft absondern dürfen?

    Die Geschwindigkeit des Produktivitätsfortschritts ist übrigens deutlich schneller als der demographische Wandel der gerne zitiert wird um den einfachen Leuten die scheinbar unvermeidlicheLeistungsreduzierung glaubhaft zu machen.

    Das eigentliche Problem ist nicht der demographische Wandel (der tatsächlich stattfindet) sondern die zunehmende Privatisierung der Gewinne bei gleichzeitiger Vergemeinschaftung der Kosten.

    Dazu kommt daß wir weltweit auf eine massive Überproduktionskrise zusteuern, die sich dieses Mal mit aller Wucht auf nahezu alle Volkswirtschaften massiv auswirken wird. Dies hat sich bereits 2018 angekündigt und wäre auch ohne CoVid oder dem Krieg in der Ukraine passiert.

    1. Ja, stimmt. Besonders bei der Überproduktion des Geldes sind in den letzten Jahren sehr erstaunliche Fortschritte gemacht worden. Da nun alle mehr Geld in den Taschen haben, sehe ich rundherum nur noch glückliche Menschen.

  3. Ich muss hier Helmut Recht geben. In den Ausgaben sind eine Menge „versicherungsfremder Leistungen“ enthalten. Die Renten für die Bürger aus den neuen Bundesländern würde ich da sogar rausnehmen, da in dem umlagefinanzierten System ja auch die aktuellen Beitragszahler im Osten die Renten bezahlen. Es gibt aber politisch motivierte Leistungen wie „Mütterrente“, Renten für Spätumsiedler aus Russland etc. u.v.m.
    Es wäre mal interessant zu wissen, wie die Statistik zu Einnahmen / Ausgaben aussieht, wenn man das sauber trennen würde.
    Ungeachtet dessen schlägt in den nächsten Jahren die Demografie voll durch!

    1. Mütterrente ist schon richtig. Sie gehen davon aus, daß alle Mütter arbeiten gehen müssten. Das war aber erst in den letzten Jahren so im Westen. Im Osten schon ständig, da mussten die Frauen mit ran und die Kinder kamen in den Kindergarten. Im Westen sind diese Kindergärten aber eher Mangelware oder kosten auch noch gut Geld. Die Mangelware „Facharbeiter“ kann sich sowas nicht leisten. Für die Erziehung der Kinder ist eine Rente schon gerechtfertigt, weil diese Kinder eben auch Ihre Rente mitbezahlen. Deswegen sieht es in Zukunft auch dunkel aus mit der Rente, aber die Regierung tut recht wenig.
      In der Bismarckrente gab es für die Frauen keine Versorgung. Starb der Mann vor Rentenbeginn erhielt die Frau 50%. Starb er nach Rentenbeginn erhielt sie nichts, war somit auf die Kinder angewiesen.

  4. vieleicht war der überschuss, der corona effekt. ( überhöhte todeszahlen unter rentern )

  5. Der Treppenwitz ist, dass dem spanischen Rentensystem vorgeworfen wird, dass es kurz vor dem Kollaps steht, meist in deutschsprachigen Medien.
    Aber— das spanische Rentensystem ist nicht Pleite, sondern die Regierung hat sich sogar 500 Milliarden aus dem System in den letzten Jahren „geliehen“.
    Aber der Michel glaubt es.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. In der Eurozone geht kein Rentensystem Pleite, weil das dasselbe wie eine Staatspleite wäre.
      In einer Haftungsunion gibt`s das nicht, da haftet man…

  6. Ich höre immer, dass die Italiener und Franzosen viel früher und mit viel mehr in Rente gehen. Wir sollten uns also fragen, was machen die anders als wir in Deutschland? Hat da einer Ahnung?
    Weiterhin gebe ich den Auto recht. Es braucht klare Transparenz der Einnahmen und Ausgaben, damit man sich sein eigenes Bild machen kann.

  7. Hallo DirkB,
    es ist alles viel komplexer.
    Wer in Spanien z. B. 15 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat (gleichgültig in welcher Höhe) erhält eine Mindestrente von fasst 10.000 Euro im Jahr, muss keine Krankenkassenbeiträge zahlen, und darf die selbe Summe nocheinmal als Einkommen haben, ohne dass die Mindestrente gekürzt werden kann. Es trifft daher oft zu, dass bei einem Rentner alleine die Mindestrente schon höher ist, als sein vorheriger Verdienst. Da als Arbeitnehmer auch nur unter 6% Beiträge gezahlt werden müssen, für die Rente *und* für die Krankenkasse zusammen, hat man alle gezahlten Rentenbeiträge nach etwa 2 bis 3 Jahren Rentenbezug wieder heraus.
    Sehr praktisch für Rentner, die z. B. in Dinge investiert haben, die nicht bei der Einkommenssteuererklärung erscheinen.
    Das erzähle mal in Deutschland einer Verkäuferin, die für die gleiche Rentenhöhe etwa 40 Jahre arbeiten muss, noch Krankenkassenbeiträge zahlen muss, und etwa 30 x so viele Beiträge zahlen muss.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. Hallo Helmut,

      wie wird das denn finanziert? Genau wie in der BRD, aus Steuergeldzuschüssen?

      Gruß aus Ecuador
      DirkB

      1. Hallo DirkB,
        ganz im Gegenteil, die spanische Regierung hat dem Rentensystem im laufe der Jahre sogar noch 500 Milliarden Euro als Kredit entnommen. Offiziell geliehen, aber …..

        Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  8. Also, ich denke mal, daß die Frau Pril oder wie sie hieß das schon gesagt hätte, wenn das noch ein Bundeszuschuss erfolgt wäre.
    Ich gehe mal davon aus, dass durch die Inflation und den krassen Arbeitsmarkt einfach sehr viel an Beiträgen geflossen sind ;-)
    Also freuen wir uns, daß es der Rentenkasse gut geht.

    Losgelöst von dem absolut stabilen Spanien, das offenbar neuerdings zu den Nettozahlern der Gemeinschaft gehört, frage ich mich, wem denn hier irgendeine Transparenz dienlich wäre. Wir wissen alle, daß für die Altersvorsorge privat mitgesorgt werden muss und ändern würde sich am ganzen System auch nix. Also viel heißer Dampf um nichts.
    Ich möchte aber noch einmal an Griechenland erinnern. Dort haben die Rentner und der Angehörige auch auf Pump lange Zeit Party gemacht. Das Erwachen war dafür umso schrecklicher.

  9. ich sxhliesse mich den vorrednern an, viele länder in europa haben ein besseres rentensystem als wir.
    warum, können diese länder sich das leisten aber wir immer in dem irrglauben gehalten werden
    – kein geld mehr,
    – müssen sparen oder
    ehemals grünen und spd spruch
    – wir wollen den generation in der zukunft im jahr 3500 ein schuldenarmes land überlassen.

    die grünen haben es sich zur aufgabe gemacht die mensxhen finanziell zu zerqurtschen, in dem alles viel teurer wird.

    grünen parteiprogramm,

    – weniger konsum
    – weniger auto fahren
    – weniger fliegen
    – weniger heizen
    – weniger duschen
    – weniger strom nutzen

    es wird das klima thema genutzt um ein DDR system aufzubauen.

    vg md

    wo ist mein freund der @leftutti. leftutti mein guter bitte melde dich mal.

    1. @ MD
      Ich versuche mich mal klar und deutlich auszudrücken.
      Welches giftige Kraut muß man genossen haben, um so einen faktenlosen und unwahren Kauderwelsch hinzurotzen?
      Unfassbar.
      Fakt ist, daß die Grünen mit unserem Rentensystem mal am allerwenigsten zu tun haben.
      Fakt ist, daß die CDU mit Unterstützung der SPD die schwarze Null voran getrieben haben.
      Fakt ist, daß in Deutschland immer noch die Regel gilt: Spare in der Zeit, dann hast du in der Not.
      Das Parteiprogramm der Grünen sieht diese genannten Dinge explizit nicht vor.
      Gleichwohl hängt der Klimaschutz /-wandel schon mit weniger Konsum zusammen bzw. weniger Wegwerfgesellschaft.
      Und wie man auf ein DDR-System schließen kann, ist mir so etwas von schleierhaft. Einfach wild in den Wald begrüllt, vielleicht glaubt einer den Schwachsinn. Herr, lass ……..

      1. Die 79 Milliarden Euro Bundeszuschuss sind die Erstattung der versicherungsfremden Leistungen die der Staat den beitrags
        Zahlenden Versicherten aufbürdet.

      2. Hallo Wilfrid,
        ich bin nicht dagegen, dass die Wohltaten der versicherungsfremden Leistungen erbracht werden. Und wenn es dann wieder durch Zuschusszahlungen an die Rentenkassen zurückfließt, dann geht es ja auch nicht anders.
        Aber man sollte nicht so tun, als wenn die Rentenkasse finanzielle Defizite hat, weil es zu wenige Beitragszahler und zu viele Rentner gibt.
        Mit Arbeitgeberanteil zahlt der typische Eckrentner etwa 45 Jahre 20 % seines Lohnes an Renteneiträge. Also etwa 1/5 von seinem Lohn.
        Und wenn die Rentnerin oder der Rentner dann im Schnitt noch unter 15 Jahre Rente beziehen (also etwa 1/3 seiner Zeit der Erwerbstätigkeit und Beitragszahlungen, dann erhält er nur etwa die Hälfte seines vorherigen Gehaltes.
        Wo bleibt das Geld, wenn nicht in versicherungsfremden Leistungen?

        Viele Grüße aus Andalusien Helmut

      3. @jumpin, für mich sind die grünen halt eine verlogene partei, gründe gibts zu haufe:
        – waren es nicht die grünen mit der spd die gegen die „beendigung des solidarität zusxhlags“ waren.
        wieviel jahre mussten die arbeitnehmer soli weiter bezahlen ? und was waren zu der zeit die gründe gegen eine beendigung.

        – auch gegen eine jämmerliche 5 euro sozi erhöhung haben sich die grünen gestellt.

        – jeder cdu/csu minister wurde wegen 100 mio verfolgt, zb scheuer 600 mio maut thema.
        was wurde ihm alles unterstellt.

        – sie selber kommen an die macht und innerhalb einigen monaten hauen die locker luftig 200 oder 300 milliarden an entlastungspakete raus.
        für sprit das sie selber hochgepusht haben ( wieviel % steueranteil )
        – für strom für das wir bald es doppelte zahlen werden
        – alles wurde teurer, aber nicht weil es überall auf der welt teurer wurde, bei uns wurde es am aller teuersten.

        also wo sind diese 200 oder 300 milliarden hin. haben sie darüber mal einen bericht gesehen oder wurde es von irgendeinem reporter/ journalisten hinterfragt. nee, aber die 200 tausend spende an kohl oder die 600 millionen von scheuer wurde von den journalisten verfolgt. und das sind ja peanuts gegenüber den ausgaben der jetzigen politiker.
        und für uns bürger ohne einen sehbaren vorteil. nichts, wo genau ist der vorteil dieser ganzen entlastungspakete der regierung für den ARBEITER, RENTNER halt einfach fürs gemeine VOLK.

        ich sehe keinen. würde mich freuen wenn die FMW mal einen bericht bringt wo diese abermilliarden gelder hin sind.

        – und die ganzen werbeplakate vor der wahl ( letztens noch von fugi gezeigt ).
        die grünen sind keine partei der ich irgendetwas glauben würde. eher genieße ich sie mit einer grossen portion vorsicht.

        die usa machen grünen politik vor siehe „grüner stahl“.

        vor allem müsste man dieser partei den namen „grünen“ verbieten. grün verbinde ich hoffnung.
        die sollen sich umnennen zb in DKP ( deutsche kommunistische partei ) kommt ihrer politik näher :))

        vg md

    2. Hallo md,

      jetzt ist alles klar! Wenn von Allem weniger, weniger, weniger sein mus, dann muss auch dieRrente bald weniger werden, man nur vergessen, sie zu erwähnen.

      Ich bin aber der Meinung, wenn die Bevölkerung wüsste, wo die Mittel der Rentenversicherung her kommen, das es dann auch den Druck auf die Parteien erhöhen würde, endlich mal über Reformen nachzudenken.

    3. @md, Mahlzeit, mein alter Freund! Da bin ich, was ist denn los?
      Falls du dir Sorgen machst, mir geht es blendend, alles senkrecht!
      War schön, mal wieder mit dir zu plaudern.

      1. @leftutti, freut mich wenns dir gut geht. gehörst für mich im Kommentarbereich zum Inventar, und ich lese deine kommentare sehr gerne.

        vg md

  10. Hatte ich noch vergessen.
    Und heute stehen noch 2 Beitragszahler einem Rentner gegenüber.
    Ich finde das Umlagesystem an sich nicht schlecht, nur man darf es nicht verzerren.

    1. Man muss vorher was tun !! Man kann sich ja schon Jahre vorher ausrechnen wie die Verteilung wird, und sich nicht als Arbeitsminister, wie Herr Blüm, dekorativ an eine Litfasssäule stellen und rufen : „Die Rente ist sicher“, das haben ihm damals nur wenige geglaubt. Und ? was wurde getan, geregelt ?
      Gleiches mit den Schulen. Hier kann man sich auch ausrechnen wie viele Kinder eingeschult werden und danach den Lehrerbedarf regeln. Und nicht plötzlich sagen wir haben zu wenige.
      Zu wenige ? Ja, dann muss man die Schüler in der Klasse erhöhen. Das war vor 50, 60 Jahren normal, eine hohe Schülerzahl.. In der 1. Klasse Volksschule waren wir damals über 60 Schüler. Dann wurde es weniger. Aber noch in der 1. Klasse Gymnasium, bzw. es hieß dann 5. Klasse, waren es über 40, 43. Erst in der Oberstufe reduzierte sich das auf 20, 22. Sind die jetzt alle doof rausgegangen ?? .Ich würde fast sagen umgekehrt gegenüber heute.

  11. Zur Wahrheit gehört auch, daß der Staat die Kohle mit vollen Händen rauswirft.
    Vom Zuschuss für Gummibäumchen für Brasilien bis zur Beseitigung von Atommüll
    in Murmansk, DE ist immer mit 25% dabei, vom Brüsseler Subventionswahnsinn
    ganz zu schweigen. Weitere Beispiele kämen nicht durch die Moderation, also
    Schwamm drüber…

  12. Pingback: *** MUST-READ: Aktuelle Meldungen vom 7.12.2022 *** | das-bewegt-die-welt.de

  13. Hallo Helmut
    danke für den link
    Das Schlagwort der versicherungsfremden Leistungen ist bekannt und zwar schon vor der WV. Normalerweise gehören zu alten Leuten immer Junge die arbeiten und Rente einzahlen und damit die – ihre Alten – ernähren. Sind nur Alte in das System aufgenommen und werden trotzdem Renten bezahlt aus der Rentenkasse und nicht aus Steuergeldern sind das versicherungsfremde Leistungen.
    Renten an Kriegsteilnehmer müssen gezahlt werden, so oder so,die können jetzt nach dem Krieg nicht unten durch fallen („Pech gehabt warst im Krieg“) obwohl es da auch Knder gibt, wie in meinem Fall die durch Arbeit die Rente für ihre kriegsteilnehmenden Eltern erwirtschaften. Natürlich hätte man auch hier korrekterweise eine Steuerübernahme in Betracht ziehen können. Aber ich denke mal zu Beginn sprudelten die Renteneinnahmen recht stark und da war man eben verführt diesen Topf zu leeren damit der Haushalt besser aussah. Sind alles Trickser.
    Warum sollen Mütter keine Rente erhalten ? Ist eine Definitionssache aus welchem Topf. Ansonsten wären die Familien die geprellten. Ihre Kinder sollen dann für die arbeiten und erwirtschaften die keine Kinder in die Welt gesetzt haben. Wie wär es da mal anzusetzen, inwieweit die berechtigt sind ?
    Eins ist aber klar die Regierung (der Staat sind wir alle) hat es sich einfach gemacht und einfach in die Rentenkasse gegriffen und muss dafür wild in die Steuerkasse greifen um auszugleichen. Eine korrekte Trennung hat eben nie statt gefunden. Somit waren vorher auch Wurstler am Werk und nicht nur jetzt.

  14. Hallo Ottonorma,
    1986 bin ich aus dem gesetzlichen Rentensystem ausgestiegen. Damals lebten schon alle Menschen die heute Rente beziehen, und die Geburtenrate hatte sich auch eingependelt. Und jeder konnte sich ausrechnen, dass es so mit dem Rentensystem nicht funktionieren kann; ich meine Rente als Einkommensersatz für Arbeitslohn.
    Die Versuche die Menschen dann für die zusätzliche Altersversorgung in die Arme der Versicherungsgesellschaften zu treiben, hat den bekannten „Erfolg“ gebracht.
    Bei den Direktvetsicherungen z. B. merkten die Menschen erst bei der Auszahlung, dass sie über den Tisch gezogen worden sind, obwohl vorher zugesagt wurde, dass die Auszahlungen frei von Sozialabgaben sind, wie bei der klassische Lebensversicherung. Bei Riester bedurfte es Klagen bis zum Bundesgerichtshof, damit sie überhaupt weitergezahlt wurde, wenn der Rentenbezieher ins Ausland ging. Und viele Seiten weiter, wie die Rentenbeitragszahler verarscht/betrogen wurden; z. B. auch mit der 9/10 Regelung.
    Da ich mich ganz intensiv mit der Materie beschäftigt hatte, kam für mich nur eine private Altersversorgung in Betracht, die ich anonym erwerben und auch anonym verwenden kann; zumal ich mir nicht sicher war, ob die 9/10 Regelung noch verschärft/verändert werden würde.
    Hinzu kam später noch die geradezu komfortable Regelung im spanischen Rentensystem, was sogar dazu führte, dass wir bis heute unsere private Versorgung noch nicht angreifen mussten.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  15. Ja Helmut, dann hast du es richtig gemacht.
    So genau habe ich mir damals die gesetzl. Rente noch nicht angesehen. Die Direktversicherung, die hatte ich drei Jahre, dann beitragsfrei gestellt, war schon i.O.. Nur wurde 2004, glaub ich, ein Gesetz erlassen, dass die Auszahlung später Krankenversicherungspflichtig wird. Und zwar der gesamt Betrag wird der KV unterworfen und man muss 10 Jahre monatl. „abbezahlen“ Und ! der Arbeitgeberanteil entfällt den muss man auch selber bezahlen. Das gemeine an dem Gesetz ist, daß es rückwirkend !! gegolten hat. Also man wurde schlichtweg geprellt. Und das Gesetz wurde stillschweigend ohne mediale Begleitung verabschiedet. So das es keiner mitbekam. Daran erkennt man die hinterfo… unserer Regierung und der Sozialinstitute.
    Riester und Rürup sind sowieso Betrug am Volk und haben nur der Versicherungsgesellschaft neue Einnahmen beschert. Immerhin hatte sogar mein damaliger Versicherungsmann von der Allianz (Kfz. Vers.) mir von Riester abgeraten. Fand ich gut.

  16. Hallo Ottonorma, und jetzt ist schon lange die Zeit, und es wird immer wichtiger, dass die angesparte Altersvorsorge niergendwo als Einkommen erscheint. Zur Zeit wird ja in Deutschland nur nach Einkommen und Vermögen gefragt, wenn es um die Grundsicherung und um das Wohngeld geht. Aber wenn die Kassen sich weiter leeren, dann wird auch bei den gesetzlich versicherten Rentnern auch der volle Beitrag für die Krankenkasse erhoben, und Beiträge von jeglichem Einkommen. So wie es heute schon ist, wenn die 9/10 Regelung greift.
    Und was die Regierungen dann von Versprechen halten, hat die Direktversicherung gezeigt.
    Und Krankenkassenbeiträge von der Auszahlung der Direktversicherungen mussten natürlich nur die gesetzlich Versicherten zahlen.
    Da wird einiges auf uns zukommen.
    Und wenn die Ideologen am Ende sind, dann halten sie es auch für gerecht, dass nur noch diejenigen eine gesetzliche Rente bekommen, die nicht von anderem Vermögen leben können.
    Deshalb schreibe ich ja auch oft: „Volle Deckung“.
    Aber nicht nur deshalb.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. ja, oder die sagen „Ihr habt doch Kinder, sollen die für Euch sorgen“,
      o.k. dann ist es Zeit freiwillig abzutreten.-

  17. Von meiner Generation (Jahrgang 52) konnte man noch den meisten Menschen vorlügen, dass sie mit 65 in Rente gehen können, und dann von ihrer Rente (als Lohnertsatz) leben können.
    Wer das geglaubt hat, und auch noch die staatlich geförderten privaten Zusatrenten abgeschlossen hat, weiß heute, was sie ihm gebracht haben.
    Diejenigen, die auf die staatlich geförderten Versicherungen fürs Alter verzichtet haben, und lieber in möglichst anonym gehaltene Vermögenswerte investiert haben, können als Rentner jeden Euro plus den Kapitalertrag nun dazu verwenden, so früh wie möglich in Rente zu gehen. Und das, ohne das von der „Zusatzrente“ Sozialversicherungen oder Steuern bezahlt werden müssen.
    Das wird in der Zukunft der Rentenversicherung immer mehr zu schaffen machen.
    Mal sehen was den Regierenden einfällt, wie sie die Renten weiter reduzieren können, damit die Menschen auch als Rentner arbeiten müsse.
    Kaum Jemand der ein Handwerk ausübt, wird ein Renteneintrittsalter erreichen können. Aber man wird ihm dann die Rente kürzen können.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    Scholz will mehr Menschen bis zum Renteneintrittsalter arbeiten lassen – WELT

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article242620547/Scholz-will-mehr-Menschen-bis-zum-Renteneintrittsalter-arbeiten-lassen.html

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