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Abschaffung der Rundfunkgebühr in der Schweiz? So argumentiert die ARD gegen die „bösen radikalen“ Abschaffungsgegner

Wer gegen Rundfunkgebühren ist, der ist auch grundsätzlich gegen die Solidarität mit seinen Mitmenschen. Wer gegen Rundfunkgebühren ist, der verweigert sich grundsätzlich seiner Mitverantwortung gegenüber dem Allgemeinwohl. Wer gegen Rundfunkgebühren ist, der hat genau so wenig Lust…

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FMW-Redaktion

Wer gegen Rundfunkgebühren ist, der ist auch grundsätzlich gegen die Solidarität mit seinen Mitmenschen. Wer gegen Rundfunkgebühren ist, der verweigert sich grundsätzlich seiner Mitverantwortung gegenüber dem Allgemeinwohl. Wer gegen Rundfunkgebühren ist, der hat genau so wenig Lust solidarisch Renten- und Krankenkassenbeiträge zu zahlen, von denen auch andere Menschen profitieren. Im Klartext: Wer gegen Rundfunkgebühren ist, ist damit de facto auszugrenzen als unsozialer gefühlskalter Mensch, und ist übrigens wohl eh AfD-Sympathisant. So sieht offenbar die Argumentation der ARD aus, wenn es darum geht, wie man den Abschaffungsargumenten vom zwangsfinanzierten öffentlichen Fernsehen begegnet.

Glauben Sie nicht? Das ARD-Frontmagazin „Panorama“ hat jüngst den Initiator der Abschaffungsinitiative interviewt, und die Argumentation genau so aufgebaut. Der Herr ist Journalist einer rechtskonservativen Zeitung, und argumentiert, dass es nicht angehen kann, dass man für etwas bezahlen soll, dass man nicht bestellt hat, und auch gar nicht konsumiere. Genau so würden auch Millionen Linke oder Millionen politik-ferne Menschen argumentieren, die für eine Gebührenabschaffung stimmen würden – aber das würde nicht in die Argumentation von Panorama passen.

Wenn nun knapp mehr als die Hälfte der Schweizer wirklich für eine Abschaffung der Gebühr stimmen würden, wären demnach all diese Menschen in die Schublade des hier gezeigten Herrn Hofmann zu stecken. Es läuft darauf hinaus: Die in Straßen-Interviews gezeigten Schweizer sind entweder auch „böse Rechte“, oder sie sind dumm und uninformiert, wissen also nicht was sie da tun. So einfach kann die Welt offensichtlich im Argumentationsbild von Panorama sein.

Schauen Sie einfach das unten gezeigte Video ab Minute 13:50. Aufgreifen tut Panorama das Thema, weil Anfang März in der Schweiz die Bürger darüber abstimmen, ob die Zwangsgebühren für das Schweizer Fernsehen abgeschafft werden. Wohl gemerkt: Niemand redet davon die Sender abzuschaffen. Es geht nur darum die zwangsweise erhobenen Gebühren abzuschaffen! Die deutschlandweit allseits beliebte Anja Reschke (Scherz?) steigt wie immer betont neutral und ohne tendenziöse Betonung in das Thema ein. Wie unverzichtbar das öffentliche Fernsehen doch ist, wie die Demokratie leiden würde. Wie kann man nur die Abschaffung dieser Gebühren fordern? Ist das nicht schlimm?

Wenn dieser von Panorama befragte Gebühren-Gegner allgemein gegen das Solidarprinzip ist, dann kann man daraus schließen, dass alle Gegner grundsätzlich gegen alle Zahlungen sind, die der Allgemeinheit zu Gute kommen? Ja, so einfach kann man es sich bei der ARD machen. Die Gebühren-Gegner sind einfach böse Menschen, die sich nicht am Allgemeinwohl beteiligen wollen – ja, so muss es sein? Diese Fragen zur grundsätzlichen Bereitschaft sich am Allgemeinwohl beteiligen zu wollen, hat man bei den Straßen-Interviews der Bürger offenbar weggelassen.

Der Bericht von Panorama endet mit der Wahl der Schweizer Bürger zwischen dem „freien Markt“ und der „Solidarität“. Wer also gegen die Gebühr stimmt, gehört zu den bösen gefühlskalten Menschen, die marktradikal, rechts, und nicht solidarisch mit ihren Mitmenschen sind. So bastelt man sich ein wunderbares Argumentationsbild.

Keine Rede ist von folgendem Szenario. Mit einer gewissen Anzahl freiwillig zahlender Bürger und dazu Werbeeinnahmen kann ein kleines begrenztes Angebot an Bildungsbeiträgen, Talkshows und Nachrichten produziert werden. Und das ist doch angeblich das Kernthema der Öffentlich Rechtlichen. Und sollte wirklich niemand bereit sein freiwillig für Öffentlich Rechtliche zu zahlen, und sollte auch wirklich niemand bereit sein ein kostenloses werbefinanziertes öffentlich rechtliches TV zu konsumieren… ja dann sollten die Macher der Programme sich mal fragen, ob sie vielleicht etwas falsch machen.


ARD Panorama-Moderatorin Anja Reschke baut sich die Welt, wie sie ihr gefällt. Foto: Erik-Holm Langhof – Schülerzeitungskongress 2016 (CC BY 2.0)

32 Kommentare

32 Comments

  1. Jana

    31. Januar 2018 15:38 at 15:38

    Das Thema mus ganz klar auf den Tisch – ich wundere warum in Deutschland nur die AfD bereit ist, zu sagen, dass diese Zwangsabgabe abgeschafft gehört. Es soll sich jeder selber seine Informationquellen aussuchen können.
    Zum Glück verweigern immer mehr Leute diese Zahlung.

    • Gixxer

      31. Januar 2018 16:07 at 16:07

      Wie bitte kann diese Zahlung verweigert werden, ohne dass nachher der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht?

      • Nachlebnik

        31. Januar 2018 17:06 at 17:06

        Verlassen Sie dieses Scheissland und Sie sind den Zwang los.
        Machen dieses Jahr schon hunderttausende.

        • leftutti

          31. Januar 2018 17:58 at 17:58

          …Asylanten, die in ihre Heimat zurückkehren 😉

      • FaxenDick

        31. Januar 2018 18:55 at 18:55

        Das ist ganz einfach! Der korrekte, offizielle Tiel des RBStV lautet: „Rundfunkbeitragsstaatsvertrag im vereinten Deutschland“. Hierzu ist zu sagen, daß ein „vereintes Deutschland“ nicht existiert!!! Nachweise lassen sich im I-Net leicht finden.
        Wer mich nun für einen „Reichsbürger“ hält, dem sei gesagt, daß alle authochtonen Deutschen in der BRD „Reichsbürger“ sind, denn das Deutsche Reich ist nach durchgehender Rechtsprechung des BVG niemals untergegangen, sondern besteht heute weiterhin fort!

      • Jana

        31. Januar 2018 19:23 at 19:23

        Dazu gibt es sehr viele Ausführungen im Internet. Ich habe mir viel dazu angeschaut und zahle seit ca. 1,5 Jahren nicht mehr. Wie das am Ende ausgeht ist unklar. Das Geld hebe ich nebenbei schon auf. Aber ich habe denen (Beitragsservice GmbH) geschrieben, dass ich auf die juristischen Ungeklärtheiten gerne erst eine klare Antwort hätte bevor ich weiter zahle. Nun haben die mir seit meinem letzten Brief vor über einem Jahr auch nicht mehr zurückgeschriben – vielleicht habe ich Glück und die Sache ist für mich tatsächlich erledigt.
        Kurzer Auszug zu den erwähnten Unklarheiten:
        Auf der Internetseite der Beitragsservice GmbH unter „Impressum“ steht eindeutig, dass die „nicht rechtsfähig“ sind. Per Definition gilt: wer nicht rechtsfähig ist ist nicht Träger von Rechten und Pflichten. Daraus ergibt sich, dass man gar keinen rechtsgültigen Vertrag mit denen schließen kann. Man kann kein Vertragsverh. zu denen haben. Anders als z.B. Vodafone oder Telekom – also diese Firmen, mit denen man einen Vertrag abschließt völlig legetim. Also was bitte hat man dann für ein Verhältnis zu denen? Und warum zahlt man irgendetwas an irgendeine Firma?……..Steuern sind es auch keine, denn es gab dazu kein Steuergesetzgebungsverfahren über den politischen Weg und es steht in keinem Steuergesetzbuch drin…………also für mich eben die Frage: was hat man zu denen für ein Verhältnis?..

        Das ist nur ein Punkt. Angeführt wird dann immer dieser Rundfunkbeitragsstaatsvertrag – aber das ist ja kein Gesetz, dass für eine Privatperson gültigkeit hat. Mal ganz davon abgesehen, dass Verträge zu Lasten Dritter (also mir) nicht gültig sind per Gesetz.

        https://www.rundfunkbeitrag.de/impressum/index_ger.html

    • ieter

      31. Januar 2018 16:32 at 16:32

      Das stimmt nicht dass es dann Schneerauschen gäbe sondern es gäbe noch mehr Private und die kosten bekanntlich nix.
      In Wirklichkeit würden sie ihre fette zweite Rente vemissen, die ebenfalls mit den Gebühren bezahlt wird

      • ieter

        31. Januar 2018 16:37 at 16:37

        Wieso nennt man eigentlich die AfD immer „die rechtspopulitische Partei AfD“.
        Dann müsste man doch die Grünen auch mit „die Rauschgift-Partei Grüne“ benennen oder Die CDU „die Waffenschieberpartei CDU/CSU“ usw.

    • Reiner Zufall

      31. Januar 2018 20:24 at 20:24

      Absolut lesenswert:
      Rundfunkbeitrag kommt vor EuGH
      Neue Hoffnung für „GEZ“-Gegner

      https://www.n-tv.de/20021008

  2. Gixxer

    31. Januar 2018 16:03 at 16:03

    Wenn das öffentlich-rechtliche Fernsehen wirklich frei und unabhängig berichten würde, könnte ich mit der Zwangsabgabe sogar noch leben. Es ist aber Fakt und das sieht man auch in diesem Bericht von Panorama wieder, wie immer wieder Stimmung gegen bestimmte Gruppen gemacht wird. Und in dem Fall bin ich dann nicht mehr bereit, für was zu zahlen, was mich mit fragwürdigen Inhalten versorgt bzw. versucht meine Meinung derartig zu beeinflussen.
    Abschließend sei noch gesagt, dass ich kein AfD-Wähler bin, hier aber voll und ganz auf ihrer Seite stehe.

  3. Bodo Schranke

    31. Januar 2018 16:33 at 16:33

    Zu den üppigen Gehältern und Pensionsansprüchen der Leute in den „GEZ-Sendern“ (mir egal, wie die sich jetzt gern benannt sehen wollen) natürlich kein Wort in dem Beitrag! Soviel zum Handwerk dieser Dame.

    Zu Frau Reschke fällt mir inzwischen gar nichts mehr ein.
    Ich frage mich nur, ob jemand wie sie überhaupt von ihrer „Arbeit“ leben könnte, wenn es keine mit Polizeiknüppel und Beugehaft eingetriebenen Zwangsgebühren gäbe.

  4. Gernot

    31. Januar 2018 16:34 at 16:34

    In so einer großen Leidpresse nur zwei Kommentare?

  5. Gernot

    31. Januar 2018 16:48 at 16:48

    Korrektur…..
    meine Zeile oben ist NICHT für dieses Medium gedacht gewesen.
    So schnell schießt man schon, wenn man Qualitätsmedien nur wittert.

    Aus meiner Sicht sind das keine Gebühren, sondern eine Zwangssteuer, die von nobody erhoben ist. Denn wenn man forscht bekommt man immer etwas von einem Staatsvetrag zu hören. Zu einem Vertrag gehören aber mindestens zwei Beteiligte. Mit wem hat nun der Staat einen Vertrag? Mit mir nicht. Ergo; was geht mich das an? Laut Grundgesetz bin ich sogar verpflichtet dagegen vorzugehen, dass Medienkonzerne mittels überall gleichlautenden Agenturmeldungen Kriegshetze und zielgerichtete Desinformation betreiben.

  6. Lossless

    31. Januar 2018 17:10 at 17:10

    Unerträglich dieser ÖR Journalismus und dann noch die impertinente Behauptung man braucht das viele Geld für einen Bildungsauftrag. Wessen Auftrag?

    Die Lautstärke bei Buhrufen wird hochgedreht. Über die Verfehlungen von Kika …wollen wir gar nicht erst sprechen. Bei Anne Will, wird das gesprochen Wort, einfach rausgeschnitten da es nicht ins Bild passt.

    Die Sendung Panorama erinnert an den Schwarzen Kanal.

  7. asyoulike

    31. Januar 2018 17:13 at 17:13

    Moin, moin,
    ohne Zwangsgebühren wird es wohl nicht gehen bei den öffentlich-rechtlichen Meinungsverkündern. Wer sonst sollte deren Dolce-Vita bezahlen? Gerade für kleiner Einkommen wäre das eine echte Entlastung. Denn 210,00 Euro p.a. sind unterschiedlich hoch im Prozentsatz vom Einkommen. Mich wundert nur, dass die offiziellen Retter der kleinen Arbeitnehmer (SPD) nicht für die Abschaffung ist. Also, ich denke in der BRD bleibt alles wie es ist. Mut zu Veränderungen hat hier niemand.

  8. leser

    31. Januar 2018 17:15 at 17:15

    Ich wünsche den Schweizern viel Erfolg!

  9. U.Krudwig

    31. Januar 2018 17:17 at 17:17

    Unser Staats TV geht so langsam den A… auf Grundeis, kann ich verstehen wenn es noch Parteien gibt die die Stimme des Volkes hört.

    Was die Rundfunkgebühren angeht, so habe ich da eine recht einfache Meinung zu, der die Musik bestellt bezahlt sie auch und fertig….

    Wünschen allen Lesern einen noch eine Diskussionsreiche runde.

  10. V

    31. Januar 2018 17:36 at 17:36

    Ganz einfach. Weil grüne und linke bei den Öffentlichen Programm und Meinung machen (und den Meinungsraum zu beschränken versuchen). Würden ARD/ZDF neutral journalistisch aktiv sein, so wäre auch die Diskussion einer Abschaffung nicht da.

  11. frank

    31. Januar 2018 17:44 at 17:44

    ganz klar, wer gegen Rundfunkgebühren ist, ist ein knallrechter Nazifaschist und schlimmer wie Hitler…

  12. Klimbimm

    31. Januar 2018 17:54 at 17:54

    Ich kann sowieso nicht verstehen, warum die meisten Zwangsbeitragszahler dieser Mafia-Organisation ARD/ZDF ohne Not den Zugriff auf ihr Konto erlauben ! Vermutlich weil es sooooo bequem ist, genau falsch. Sofort den Lastschrifteinzug untersagen und nur nach Zusendung des sogenannten Beitragsbescheides zahlen, verspätet zahlen oder gar nicht zahlen ! Wenn viele mitmachen wars das bald für diese Bratzen.

  13. Michael

    31. Januar 2018 18:24 at 18:24

    Würde mich freuen, wenn auch einmal so ein Sturm der Entrüstung wegen der Zwangsabgabe an die Künstlersozialkasse entfacht würde. Während man für die Rundfunkgebühren zumindest noch irgendetwas bekommt, mag es noch so ein Mist sein und viele nicht interessieren, ist die KSA (Künstlersozialabgabe) die pure Abzocke in Reinstform. Hier werden Zwangsabgaben in Höhe von etwa 5% des gesamten Umsatzes einer Dienstleistungsbranche erhoben, die mit Künstlern nichts zu schaffen hat, deren Mitglieder sich zumeist noch nicht einmal in dieser Kasse versichern können bzw. dürfen.

    • Reiner Zufall

      31. Januar 2018 21:19 at 21:19

      …immerhin scheint es noch Künstler zu geben, die über Einnahmen verfügen. Dem Musikernachwuchs wie auch den angehenden Piloten wird jetzt Geld abverlangt, damit sie überhaupt auf die Bühne bzw. in’s Cockpit dürfen. Das nennt sich dann ganz modisch „pay-to-play“ oder im Fall der Piloten „Germania“.

      • Michael

        1. Februar 2018 12:09 at 12:09

        @Reiner Zufall, das haben Sie missverstanden: Nicht die Künstler, Musiker, Autoren usw. müssen blechen, sondern jeder andere, der Werbung macht, eine Internetseite in Auftrag gibt oder sich auch nur eine Hochzeits- oder Einladungskarte gestalten lässt. Vereinfacht gesagt, also jeder Kunde einer Werbeagentur, eines Grafik- oder Webdesigners, Texters oder Programmierers. Und das, obwohl sich die genannten Angehörigen dieser Berufe gar nicht in der KSK versichern dürfen. Also wird nicht deren Kranken- und Sozialversicherung von anderen bezahlt, sondern die einer völlig fremden Berufsgruppe.

  14. Columbo

    31. Januar 2018 19:33 at 19:33

    Was für eine Kommentarlawine wegen der Rundfunkgebühr! Das hatte ja nicht einmal Kim Jong in seinen besten Raketen-Zeiten geschafft.

    • Segler

      31. Januar 2018 20:00 at 20:00

      Da kannste mal sehen, was die Leute wirklich interessiert – Rundfunkgebühren für ein paar Euros im Monat. Solche Leute zählen auch die Popel in der Nase
      Ich sag Dir was wirklich sensationell ist :
      Das Wunder von Bad Säckingen !
      Im neuen Edeka gibt es Einkaufswagen ohne Münze !

      Habe sofort fünf Stück genommen und zehnmal den Parkplatz umrundet.
      Immer von LIDL über ALDI und zurück.
      Meine Begeisterung kannte keine Grenzen !
      Dann kam ein Auto mit weissen Männern.
      Heute warfen sie mich zurück ins öde Leben und zwangen mich, unten das Dip im ES kaufen. Schlimm.
      Bin aber jetzt raus und durfte ein paar lumpige Dollar behalten.
      Das Leben ist grausam.
      Ob die Volumenlücke bis 2810 noch aufgefüllt wird ? –
      Geld verdienen ?
      Interessiert keine Sau
      Gruss aus der Anstalt

      • Jana

        31. Januar 2018 20:23 at 20:23

        Bei der GEZ/ Beitragsservice -Geschichte gibt es auch viele denen geht es nicht ums Geld sondern um die Ungerechtigkeitdieses Systems (bei mir z.B.). Das das ganz streng genommen auch gegen unserer Grundrechte verstößt sollte auch klar sein – nennen Sie mich ruhig spießig oder aus der Zeit gefallen – aber mir sind die Gesetze tatsächlich noch etwas wert.

        • Reiner Zufall

          31. Januar 2018 20:46 at 20:46

          …es ist kein Beitrag (der wäre freiwillig), es ist keine Gebühr (die nur das notwendigste und schon gar keine üppigen Pensionen finanzieren muss), sondern es ist eine STEUER, der man sich nur durch Tod oder Auswanderung entziehen kann.

          • Jana

            31. Januar 2018 20:54 at 20:54

            Ja wenn es denn juristisch so klar geklärt wäre, dass es eine Steuer ist. Das ist es aber nicht. Es gab kein Gesetzgebungsverfahren und es steht demnach auch in keinem Steuergesetzbuch drin. Sie nennen es „Beitrag“ – was natürlich eindeutig eine freiwilligkeit suggeriert. Das habe ich denen auch im meinen ganzen Schreiben so dargelegt. Keine Antwort erhalten.

      • Columbo

        31. Januar 2018 20:33 at 20:33

        👍😂

        • Maik Hoang

          1. Februar 2018 02:28 at 02:28

          Die Rundfunk Gebür,mus abgeschafft werden, was die im Fernsehen zeigen ist der groster blözin, alles wirkt immer wiederholt .die zeigen nur schrot .Ich habe kein Vertrag abgeschlossen,mus bezahlen nur weil ich in einer Wohnung wohne, das ist der größte Betrug aller Zeiten, das ist ausbeutung und Betrug, die solten bestraft werden , also sofort abschafen, ARD und ZDF Deutschland Rundfunk mus sofort ein ende gemacht werden das die keinen mehr ausbeuten können, oder braucht die Regirung, Geld für die Bonzen, das die besser Leben können als normale Bürger die zu wenig Geld zum Leben haben.

  15. Frank

    1. Februar 2018 01:12 at 01:12

    bisher war ich für die Privatisierung der Öffentlich Rechtlichen, aber nach diesem Beitrag ist wohl doch eher die Zerschlagung das Mittel der Wahl damit die Unverschämtheiten ein Ende finden.

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70 Jahre Bundesrepublik: Das große Bild bei Preisen, BIP, Bevölkerung

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Zu 70 Jahren Bestehen der Bundesrepublik Deutschland hat das Statistische Bundesamt einen Überblick über das große Gesamtbild veröffentlicht. Wie haben sich Preise, Wirtschaftsleistung und Bevölkerung im Lauf von 70 Jahren entwickelt? Hier mit jeweils kurzer Besprechung unsererseits die wichtigsten Aussagen der Statistiker im Original-Wortlaut.

Bevölkerung

Gerade in den frühen Jahren der Bundesrepublik gab es ein starkes Bevölkerungswachstum. Dann kam der zweite Schub durch die Wiedervereinigung. Auffällig ist natürlich auch die Zunahme des Altersdurchschnitts in der Bevölkerung von 34,4 auf 44,4 Jahre! Zitat auszugsweise:

Ende 1950 lebten knapp 51 Millionen Menschen in der damaligen Bundesrepublik (früheres Bundesgebiet). Die Bevölkerungszahl stieg bis 1990 um 12,8 Millionen auf 63,7 Millionen und mit der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 um weitere 16 Millionen Menschen aus den neuen Bundesländern und Berlin-Ost. Ende 1990 hatte das vereinigte Deutschland somit 79,8 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Danach ist die Bevölkerungszahl bis Ende 2017 weiter um 3 Millionen auf 82,8 Millionen Menschen gestiegen. Kurz nach der Gründung war die Bevölkerung der Bundesrepublik mit einem Durchschnittsalter von 34,8 Jahren sehr jung: 30,5 % der Bevölkerung waren Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren (15,5 Millionen) und nur 9,4 % der Menschen waren 65 Jahre und älter (4,8 Millionen). 2017 war die gesamtdeutsche Bevölkerung mit einem Durchschnittsalter von 44,4 Jahren deutlich älter. Kinder und Jugendliche haben nur noch einen Anteil von 18,4 % an der Gesamtbevölkerung (15,3 Millionen), während der Anteil der über 65-Jährigen mittlerweile 21,4 % beträgt (17,7 Millionen).

Wirtschaftswachstum

Das Wirtschaftswachstum (BIP) ist gekennzeichnet durch die Wirtschaftswunderjahre nach dem Krieg. Für die Rezessionen danach haben die Statistiker größtenteils konkrete Gründe genannt. Von 1950 bis 2018 lag das durchschnittliche Wachstum pro Jahr bei 3,4%. Zitat auszugsweise:

Nach einer Zeit ungebrochener Hochkonjunktur seit 1950 mit Wachstumsraten bis zu 12,1 % im Jahr 1955 endete 1967 das deutsche „Wirtschaftswunder“ im früheren Bundesgebiet mit der ersten Rezession. Die folgenden Wachstumsphasen bis zur deutschen Wiedervereinigung wurden nur durch die Rezessionen 1975 und 1982 unterbrochen, ausgelöst durch die beiden Ölkrisen. Nach dem Fall der Mauer erlebte das vereinigte Deutschland seine erste Rezession im Jahr 1993. Die Weltwirtschaft war infolge des ersten Golfkriegs in einen globalen Wirtschaftsabschwung gedrängt worden, der in Deutschland durch die Sondersituation der Vereinigung erst verzögert ankam. Eine weitere Rezession zeigte sich im Jahr 2003 nach dem Platzen der sogenannten Internetblase und durch die Auswirkungen der Terroranschläge vom 11. September 2001. Der stärkste wirtschaftliche Einbruch seit der Gründung der Bundesrepublik war der massive Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 5,6 % im Jahr 2009 im Rahmen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Beginnend mit dem beachtlichen konjunkturellen Aufholprozess in den Jahren 2010 und 2011 ist die deutsche Wirtschaft in den letzten neun Jahren wieder stetig gewachsen. Im Jahr 2018 betrug das preisbereinigte Wirtschaftswachstum in Deutschland 1,4 %.

Preise

Insgesamt sind die Preise in Deutschland seit 1950 um 440% gestiegen. Im Jahresdurchschnitt waren es 2,5%. Für einzelne Phasen deutlich höherer Teuerungsraten nennen die Statistiker konkrete Gründe. Zitat auszugsweise:

Besonders hohe Inflationsraten von häufig über 5 % herrschten in den 1970er bis zu Beginn der 1980er Jahre während der ersten und zweiten Ölkrise vor. Auch Anfang bis Mitte der 1990er Jahre waren Verbraucherinnen und Verbraucher mit außergewöhnlich hohen Preissteigerungen von bis zu 5 % konfrontiert, als im Zuge der deutschen Wiedervereinigung die Wohnungsmieten in den neuen Bundesländern stark anzogen. Nach der Jahrtausendwende war die Entwicklung der Verbraucherpreise zunächst moderat. Insbesondere steigende Preise bei Mineralölprodukten sorgten dafür, dass die Inflationsrate in den Jahren 2007 und 2008 deutlich über 2 % angestiegen ist. Infolge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise gingen ab Mitte des Jahres 2008 die Rohstoffpreise deutlich zurück, woraufhin im Jahr 2009 eine für das vereinte Deutschland historisch niedrige Inflationsrate von 0,3 % gemessen wurde. Im Jahr 2011 lag die Inflationsrate aufgrund gestiegener Energiepreise wieder bei über 2 %. Seit dem wurde die für die europäische Geldpolitik wichtige 2%-Marke nicht mehr überschritten, zuletzt stieg der Verbraucherpreisindex im Jahr 2018 um 1,8 %.

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Nach Bankfilialen verschwinden nun auch die Geldautomaten

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Alle Statistiken und vor allem die Aussagen der Banken-Vereinigungen zeigen es. Die Banken (auch Sparkassen und Volksbanken) schließen seit Jahren in großem Umfang Filialen. Die Nullzinspolitik der EZB (geschrumpfte Zinsmarge), der allgemeine Kostendruck und das veränderte Konsumverhalten der jungen Generation (weniger bis gar keine Filialbesuche mehr) sorgen dafür, dass die Banken reihenweise Filialen schließen. Und gerade kleine Sparkassen und Volksbanken auf dem Lande fusionieren vermehrt um Kosten zu sparen, womit noch mehr Standorte dicht gemacht werden. Da verbleiben mancherorts nur  noch die Geldautomaten für die Nahversorgung.

Am Wichtigsten ist ja die Bargeld-Versorgung der Bevölkerung. Und dafür gibt es ja die Geldautomaten, richtig? Richtig! Aber auch dort geht es nun steil bergab. Natürlich verschwinden nicht alle Geldautomaten über Nacht. Aber auf dem Land, wo es in zahlreichen kleinen Ortschaften gar keine Bankfiliale mehr gibt, sondern als Ersatz nur noch Automaten – dort ist es mehr denn je ein Desaster, wenn nun auch noch diese Automaten verschwinden.

Eine aktuelle Statistik der Barkow Consulting bezieht sich auf Daten des Verbands BVR (Volks- und Raiffeisenbanken). Man betont aber, dass die Daten nur geringfügig von den offiziellen Daten der Bundesbank abweichen. In den letzten drei Jahren ist demnach bereits jeder 20. Geldautomat in Deutschland verschwunden. Seit drei Jahren in Folge ist die Zahl der Geldautomaten rückläufig. Das Minus betrug letztes Jahr 1,0%, davor 2,8%, und davor 1,8%.

Aber wie verdammt noch mal, wie soll das denn zukünftig funktionieren, ohne Bankfilialen und ohne Geldautomaten, wenn der Trend so weitergeht? Ja, die Finanzindustrie möchte noch weiter runter mit den Kosten. Und so soll der Konsument gefälligst zukünftig sein Barabhebungen und auch Einzahlungen (!) an der Supermarktkasse beim Bezahlen der alltäglichen Einkäufe erledigen. Das kann ja ein Spaß werden. Wenn das in großem Umfang zunimmt, kann das für alle Verbraucher durchaus (nett formuliert) zu längeren Wartezeiten an der Supermarktkasse führen?

Weniger Geldautomaten
Daten und Grafik: Barkow Consulting GmbH

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YouTube transparent: Ab sofort erkennen Sie, welche Inhalte tatsächlich alle von ARD und ZDF bezahlt werden

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Vor fünf Monaten hatten wir das Thema „FUNK“ besprochen. Lesen Sie den Artikel beim Klick an dieser Stelle gerne in voller Länge. Es ist nämlich bislang extrem schwer erkennbar, welche Inhalte, die man in deutscher Sprache auf YouTube anschauen kann, tatsächlich alle von ARD und ZDF bezahlt werden. Die Produzenten der Kanäle sind zwar offiziell unabhängig und können Inhalte herstellen und online stellen, wie und was sie wollen.

YouTube schafft Transparenz

Aber die Macher der FUNK-Kanäle auf YouTube mussten sich vor dem Start ihrer Formate ja bei FUNK, einer Tochter von ARD & ZDF mit einem inhaltlichen Grundsatzkonzept bewerben, von dem sie wohl kaum abweichen dürfen. Und so droht (darf man das vermuten?) der Entzug der Beitragszahler-Gelder, wenn ein FUNK-Kanal vom Konzept abweicht? Natürlich wollen wir an dieser Stelle kein Fass aller Verschwörungstheorie aufmachen. Bestimmt nicht immer derjenige die Musik, der auch das Geld in die Jukebox wirft? Aber nein, nochmal… dass die „böse Kanzlerin“ oder der ARD-Intendant anruft und dem YouTuber nun wortwörtlich ins Ohr flüstert, welche Vidoes er/sie zu produzieren hat, ist natürlich Quatsch.

Aber grundsätzlich wäre es schon gut zu wissen, wer auf YouTube frei nach Schnauze Videos postet, und wer innerhalb eines festgelegten Konzepts Videos hochlädt. Es war bisher fast unmögich zu bemerken, welche Kanäle auf YouTube aus Rundfunkbeiträgen finanziert wurden, wo sich die Kanalbetreiber letztlich an ein von ihnen einmal eingereichtes Format-Grundkonzept halten müssen. Nur wer die Videos wirklich bis zur allerletzten Sekunde durchschaut und jede Sekunde mit offenen Augen auf den Schirm guckt, konnte bislang ganz am Ende der Videos einen kurzen Hinweis auf FUNK finden, und dass dies ein Format von ARD und ZDF ist. So wissen bis heute wohl die allermeisten Follower zahlreicher „hipper“ Formate gar nicht, dass hier ein Channel-Betreiber mit festen Drehkonzept zu ihren spricht, und kein unabhängiger YouTuber, der einfach so frei drauf los dreht, was ihm/ihr gerade in den Sinn kommt.

Hier eine Übersicht aller FUNK-Kanäle auf YouTube.

Seit Tagen und Wochen vor allem im Zuge der anstehenden Wahl zum EU-Parlament versprechen die großen Plattform-Betreiber für mehr Transparenz zu sorgen, damit der Wähler über Social Media-Kanäle möglichst nicht durch böse ausländische Mächte etc beeinflusst werden kann. Und YouTube hat nun eine einfache Maßnahme umgesetzt, die aber wirklich grundsätzlich für Transparenz sorgt. Das erste große „Opfer“ dieser Maßnahme ist FUNK, also die Channels von FUNK auf YouTube. Unter den Videos steht nun ein gut sichtbarer grauer Balken mit dem Text „Funk ist Teil des deutschen Öffentlich Rechtlichen Rundfunks“. Schauen Sie zum Beispiel hier das Video von Rayk Anders (bitte anklicken und neuen Browser nur mit dem Video öffnen).

Aber die neue Transparenz bei YouTube beschränkt sich natürlich nicht auf die Öffentlich Rechtlichen Medien in Deutschland. Auch beim Sender „RT Deutsch“ und seinen Videos auf YouTube verweist man mit einem Hinweis unter den Videos darauf, dass RT Zitat „ganz oder teilweise von der Regierung Russlands finanziert wird“. Sehen kann man den Hinweis wie gesagt erst, wenn man die Videos anklickt und es im Browser direkt auf YouTube schaut. Direkt unter den Videos sind die Hinweise nicht übersehbar. Ein guter Beitrag in Sachen Transparenz, so finden wir!

Aber auch diese ganz neue Hinweis-Funktion von YouTube ist wohl noch nicht perfekt umgesetzt. Denn einige FUNK-Kanäle wie zum Beispiel das extrem hochwertige (Scherz) FUNK-Format namens „Auf Klo“ wurden noch nicht mit diesem Hinweis versehen. Oder unterlässt YouTube den Hinweis bei solchen mit dem Rundfunkbeitrag finanzierten Trash-Formaten, weil sie politisch in keinster Weise relevant sind? Das ist durchaus möglich.

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