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Devisen

Aktuell: Bank of England belässt Leitzins unverändert, aber weitere Zinsschritte stehen an

Redaktion

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Die Bank of England hat soeben ihre Zinsentscheidung verkündet. Nach der Leitzins-Erhöhung bei der vorigen Sitzung vor einem Monat von 0,50% auf 0,75% bleibt der Leitzins heute unverändert.

Der Notenbankrat hat diese Entscheidung mit 9:0 Stimmen getroffen. So war auch die allgemeine Erwartung für die heutige Entscheidung.

Das britische Pfund vs USD reagiert mit -13 Pips. Euro vs Pfund reagiert mit +17 Pips. Also fast nicht erwähnenswert!

Wichtig: Mit 2,5% Inflation im Juli plant man einen vorsichtigen und schrittweisen Weg einer weiteren Zinsanhebung um die Inflation auf 2,0% zu bekommen. Aber derzeit ist kein Schritt notwendig, so die Notenbank sinngemäß. Man hatte ja gerade erst vor einem Monat den Zins angehoben. Also lässt man sich wohl zwischen den Schritten immer ordentlich Zeit, um den Übergang auf höhere Zinsniveaus erträglicher zu gestalten.

Hier das Statement der Bank of England im Wortlaut:

In the MPC’s most recent economic projections, set out in the August Inflation Report, GDP was expected to grow by around 1¾% per year on average over the forecast period, conditioned on the gently rising path of Bank Rate implied by market yields at that time. Although modest by historical standards, the projected pace of GDP growth was slightly faster than the diminished rate of supply growth, which averaged around 1½% per year. With a very limited degree of slack remaining, a small margin of excess demand was therefore projected to emerge by late 2019 and build thereafter, feeding through into higher growth in domestic costs than has been seen over recent years. The contribution of external cost pressures, which has accounted for above-target inflation since the beginning of 2017, was projected to ease over the forecast period. Taking these influences together, and conditioned on the gently rising path of Bank Rate, CPI inflation remained slightly above 2% through most of the forecast period, reaching the target in the third year.

Recent news in UK macroeconomic data has been limited and the MPC’s August projections appear to be broadly on track. UK GDP grew by 0.4% in 2018 Q2 and by 0.6% in the three months to July. The UK labour market has continued to tighten, with the unemployment rate falling to 4.0% and the number of vacancies rising further. Regular pay growth has risen further to around 3% on a year earlier. CPI inflation was 2.5% in July.

The global economy still appears to be growing at above-trend rates, although recent developments are likely to have increased downside risks around global growth to some degree. In emerging market economies, indicators of growth have continued to soften and financial conditions have tightened further, in some cases markedly. Recent announcements of further protectionist measures by the United States and China, if implemented, could have a somewhat more negative impact on global growth than was anticipated at the time of the August Report.

The MPC continues to recognise that the economic outlook could be influenced significantly by the response of households, businesses and financial markets to developments related to the process of EU withdrawal. Since the Committee’s previous meeting, there have been indications, most prominently in financial markets, of greater uncertainty about future developments in the withdrawal process.

The Committee judges that, were the economy to continue to develop broadly in line with the August Inflation Report projections, an ongoing tightening of monetary policy over the forecast period would be appropriate to return inflation sustainably to the 2% target at a conventional horizon. As before, these projections were conditioned on the expectation of a smooth adjustment to the average of a range of possible outcomes for the United Kingdom’s eventual trading relationship with the European Union. At this meeting, the Committee judged that the current stance of monetary policy remained appropriate. Any future increases in Bank Rate are likely to be at a gradual pace and to a limited extent.

Bank of England
Die Zentrale der Bank of England in London. Foto: Diliff / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Devisen

Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Anleihen

Woher die aktuelle Euro-Stärke kommt – ein Analyst gibt Hinweise

Claudio Kummerfeld

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Das Euro-Symbol

Der Euro steigt seit genau zwei Tagen gegen den US-Dollar spürbar an von 1,1700 auf aktuell 1,1865. Dafür könnte es einen interessanten Grund geben. Man schaue auf den gestrigen Tag. Quasi unbemerkt von der breiten medialen Öffentlichkeit hat die EU ihre erste eigene Anleihetranche am freien Anleihemarkt platziert. Laut Berichten (siehe beispielsweise Bondguide) sei die Attraktivität dieses Angebots an EU-Anleihen schwer zu übersehen gewesen. Denn Moody’s habe die EU-Anleihen mit „Aaa“ bewertet. Und der Emissionspreis sei so festgesetzt worden, dass die Emission vom Markt gut aufgenommen wurde. Eine Nachfrage von 233 Milliarden Euro traf auf gerade mal 17 Milliarden Euro Angebot! Das zeigt, wie groß die Nachfrage der Institutionellen nach den Anleihen der EU war. Und wo soll da noch das Risiko sein, wenn Brüssel selbst die Anleihen ausgibt, und nicht ein Einzelstaat?

EU-Anleihen als Grund für aktuell steigenden Euro?

Eben dieser Drang in ein neues Anleihevehikel, nämlich eine zentrale Emission von EU-Anleihen, könnte bei den großen global agierenden Investoren (Fonds, Versicherungen, Pensionskassen etc) einen verstärkten Drang in den Euro verursachen. Der Deutsche Bank-Analyst George Saravelos hat ganz aktuell einige sehr interessante Aussagen zum Euro veröffentlicht mit der Headline „Someone likes Europe“, also übersetzt „Irgendwer mag Europa“. Über das große Auftragsbuch im Vorfeld der Emission sei ausführlich berichtet worden, aber weniger über die große Nachfrage seitens der Notenbanken, so seine Aussage. Nahezu 40 Prozent der gestrigen zehnjährigen Emission der EU wurden laut George Saravelos von den Notenbanken aufgenommen, was fast doppelt so viel sei wie die durchschnittliche Inanspruchnahme bei früheren europäischen Emissionen.

Warum das wichtig sei? Erstens seien Notenbanken in der Regel nicht abgesicherte Investoren, so dass eine starke Nachfrage von dieser Seite nach den neuen EU-Anleihen eine direkte Nachfrage für den Euro gegenüber dem US-Dollar bedeute, so George Saravelos. Zweitens sei die hohe Nachfrage von Notenbanken für diese neuen EU-Anleihen ein Vertrauensvotum für den Euro als Reservewährung, insbesondere in einer Zeit, in der die dominierende Rolle des Dollars in Frage gestellt werde.

Aber George Saravelos sagt auch, dass dieses aktuelle Ereignis nicht als alleiniger Grund für die aktuelle Euro-Stärke gesehen werden soll. Es solle auch in den Kontext größerer struktureller Verschiebungen gestellt werden. Es gehe um einen extrem starken negativen Policy-Mix für den US-Dollar. Die großes US-Haushaltsdefizite, eine sehr lockere Geldpolitik der Fed und sich verschlechternde Außenhandelskonten der USA. Schon vor den Wahlen in den USA verschlechtern sich diese Trends, so George Saravelos. Schauen wir an dieser Stelle mal auf den Chart. Er zeigt Euro gegen US-Dollar im Verlauf der letzten 30 Tage. Ist das neue „Aufnahmevehikel“ der EU (meine Wortkreation) für internationale Investorengelder aktuell ein zusätzlicher Impuls, der den Euro-Anstieg befeuert? Gut möglich.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

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