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Aktuell: EZB-Aussagen schwächen den Euro

EZB-Ratsmitglied Olli Rehn bringt mit aktuellen Aussagen den Euro zum Fallen. So sagte er, dass die EZB bei ihren anstehenden Maßnahmen (im September wohl Zinsen senken und/oder neue Anleihen kaufen) besser zu viel als zu wenig machen solle. Wenn man mit den Finanzmärkten zu tun habe, sei das besser. Und zack, der Markt reagiert. Euro vs US-Dollar fällt aktuell von 1,1141 auf 1,1100 (Chart seit gestern früh). Will die EZB über Rehn, der nicht gerade in der allerersten Reihe bei der EZB steht, den Markt schon mal auf eine Bazooka vorbereiten, auf kräftigere Maßnahmen, als es bislang viele erwarten?



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6 Kommentare

  1. Jetztt sieht man wieder ganz gut wie die SNB interventiert, zum Euro KEINE Veränderung im CHF auf Tagesbasis und zum Dollar säuft der Franken ab, untypisch für das aktuelle Umfeld

  2. Ich würde den gesamten EZB-Rat wegen Untreue verhaften. Was 0% Zinsen bringen zeigt sich in Japan. Es bringt NICHTS!!
    Was will die EZB erreichen?
    1. Zerstörung des Euro?
    2. Schwächung Deutschlands um die Beendigung der Schwarzen Null zu erzwingen?
    3. ausländischen Investoren einen billigen Einstieg in den Euroraum ermöglichen?

    Warum wird so einen Meldung ausserhalb der Sitzungen lanciert? Wer profitiert davon?

    1. Die EzB ist für Preisstabilität in Europa und nicht nur für Deutschland zuständig. Daher ist Ihre Aussage falsch, dass 0 Zinsen nichts bringen, man kann eine Währungsunion mit viele verschiedenen Wirtschaftsräumen & Mentalitäten auh nicht isoliert mit Japan also einem einzelnen Land vergleichen.

      Die 0 Zinsen bringen alle Südeuropäischen Ländern sehr viel, den ohne 0 Zins wären sie Bankrott, dies hätte einen Einfluss auf die Eurozone, den Euro und damit auch auf Deutschland, heute mehr den je mit den Target 2 Salden.

      Insofern ist die Aussage es bringt nichts falsch. Ohne 0 Zins bricht das System Euro sofort zusammen, viele Leute in der Eurozone würden viel verlieren, ist das in Ihrem Interesse, würde man diesfalls nicht noch viel eher nach Verhaftungen schreien, die Frage die sich stellt ist was ist die Alternative.

      Ich meine der Point of no Return ist längst überschritten und es wird keine Lösung ohne grosse Schmerzen geben, darauf sollte man minimal vorbereitet sein.

      Märkte sind wie Politiker, man mag es nicht wenn man Sie mit Tatsachen überrascht, daher werden meist bevor Tatsachen präsentiert werden die Märkte vorbereitet darauf was folgen kann bzw wird, das nützt also allen wenn solche Meldungen zeitig erfolgen, den erfolgen direkt Tatsachen sind die Marktauschläge extrem, kann man auch gut in Markus Kochs Video nachvollziehen, macht die Fed einen Emergency Cut (also unvorbereitet) gab es in der Vergangenheit 52% Kursgewinn, unvorereitete Aktionen führen also zu extremen Kursreaktionen & solche möchte man nicht einfach provozieren sondern nur in Ausnahmen einsetzten um gezielt gegenzuwirken.

      Man kann auch sagen das so Auslöndischen Investoren ein billiger Eintritt in den Euroraum ermöglicht wird, dann bleendet man aber viel von der Realität aus, die EZB kauft ja Staatsanleihen auf, das tut Sie weil diese sonst niemand will zu den Konditionen, es ist also nicht so das der Euroraum sonst von attraktivität strotzen würde, es braucht offensichtlich den Käufer EZB um Angebot und Nachfrage am laufen zu halten, es ist fraglich ob ohne den Käufer EZB überhaupt jemand im Euroraum noch investieren würde, insofern kann man es auch als die Sicherstellung der Investitonen überhaupt sehrn und nicht dem billigen Einstieg.

      1. Wenn 1-2% über Pleiten von Ländern entscheidet stimmt etwas grundsätzliches nicht. Ich würde kein Geld in eine Firma investieren wenn die Strukturen der Firma und die Produkte nicht zukunftsfähig sind und der Wasserkopf zu groß ist.
        Man muss eingefahrene Strukturen zerschlagen, Vetternwirtschaft und Korruption bekämpfen.
        Wenn sie EZB z.B.500 Mrd Euro für die Aufforstung in ganz Europa zur Verfügung stellen würde, das würde Arbeitsplätze und einen Wert für zukünftige Generationen darstellen.

  3. Also das zeigt doch, das wir im September mehr erwarten dürfen als bisher gedacht. Ich persönlich gehe von drei Möglichkeiten aus: 1.) Senkung Einlagenzins um mindestens 0,20% 2.) Senkung des Hauptrefisatzes in den Negativbereich 3.) Ankündigung Wiederaufnahmne Wertpapierkäufe in Höhe von 100 Mrd. Euro.

    Von der nuklearen Option (Senkung des Hauptrefi) gehe ich mal noch nicht aus, ich schätze aber das es den Einlagensatz treffen wird auf dann -0,60% und die EZB wie erwähnt mit 100 Mrd. Euro pro Monat in die Käufe wieder einsteigen wird.

  4. Pingback: News: ECB statements weaken the euro

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