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Devisen

Aktuell: EZB-Aussagen schwächen den Euro

Redaktion

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EZB-Ratsmitglied Olli Rehn bringt mit aktuellen Aussagen den Euro zum Fallen. So sagte er, dass die EZB bei ihren anstehenden Maßnahmen (im September wohl Zinsen senken und/oder neue Anleihen kaufen) besser zu viel als zu wenig machen solle. Wenn man mit den Finanzmärkten zu tun habe, sei das besser. Und zack, der Markt reagiert. Euro vs US-Dollar fällt aktuell von 1,1141 auf 1,1100 (Chart seit gestern früh). Will die EZB über Rehn, der nicht gerade in der allerersten Reihe bei der EZB steht, den Markt schon mal auf eine Bazooka vorbereiten, auf kräftigere Maßnahmen, als es bislang viele erwarten?

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    BrettonWood

    15. August 2019 16:38 at 16:38

    Jetztt sieht man wieder ganz gut wie die SNB interventiert, zum Euro KEINE Veränderung im CHF auf Tagesbasis und zum Dollar säuft der Franken ab, untypisch für das aktuelle Umfeld

  2. Avatar

    Torsten

    15. August 2019 17:07 at 17:07

    Ich würde den gesamten EZB-Rat wegen Untreue verhaften. Was 0% Zinsen bringen zeigt sich in Japan. Es bringt NICHTS!!
    Was will die EZB erreichen?
    1. Zerstörung des Euro?
    2. Schwächung Deutschlands um die Beendigung der Schwarzen Null zu erzwingen?
    3. ausländischen Investoren einen billigen Einstieg in den Euroraum ermöglichen?

    Warum wird so einen Meldung ausserhalb der Sitzungen lanciert? Wer profitiert davon?

    • Avatar

      BrettonWood

      16. August 2019 07:28 at 07:28

      Die EzB ist für Preisstabilität in Europa und nicht nur für Deutschland zuständig. Daher ist Ihre Aussage falsch, dass 0 Zinsen nichts bringen, man kann eine Währungsunion mit viele verschiedenen Wirtschaftsräumen & Mentalitäten auh nicht isoliert mit Japan also einem einzelnen Land vergleichen.

      Die 0 Zinsen bringen alle Südeuropäischen Ländern sehr viel, den ohne 0 Zins wären sie Bankrott, dies hätte einen Einfluss auf die Eurozone, den Euro und damit auch auf Deutschland, heute mehr den je mit den Target 2 Salden.

      Insofern ist die Aussage es bringt nichts falsch. Ohne 0 Zins bricht das System Euro sofort zusammen, viele Leute in der Eurozone würden viel verlieren, ist das in Ihrem Interesse, würde man diesfalls nicht noch viel eher nach Verhaftungen schreien, die Frage die sich stellt ist was ist die Alternative.

      Ich meine der Point of no Return ist längst überschritten und es wird keine Lösung ohne grosse Schmerzen geben, darauf sollte man minimal vorbereitet sein.

      Märkte sind wie Politiker, man mag es nicht wenn man Sie mit Tatsachen überrascht, daher werden meist bevor Tatsachen präsentiert werden die Märkte vorbereitet darauf was folgen kann bzw wird, das nützt also allen wenn solche Meldungen zeitig erfolgen, den erfolgen direkt Tatsachen sind die Marktauschläge extrem, kann man auch gut in Markus Kochs Video nachvollziehen, macht die Fed einen Emergency Cut (also unvorbereitet) gab es in der Vergangenheit 52% Kursgewinn, unvorereitete Aktionen führen also zu extremen Kursreaktionen & solche möchte man nicht einfach provozieren sondern nur in Ausnahmen einsetzten um gezielt gegenzuwirken.

      Man kann auch sagen das so Auslöndischen Investoren ein billiger Eintritt in den Euroraum ermöglicht wird, dann bleendet man aber viel von der Realität aus, die EZB kauft ja Staatsanleihen auf, das tut Sie weil diese sonst niemand will zu den Konditionen, es ist also nicht so das der Euroraum sonst von attraktivität strotzen würde, es braucht offensichtlich den Käufer EZB um Angebot und Nachfrage am laufen zu halten, es ist fraglich ob ohne den Käufer EZB überhaupt jemand im Euroraum noch investieren würde, insofern kann man es auch als die Sicherstellung der Investitonen überhaupt sehrn und nicht dem billigen Einstieg.

      • Avatar

        Torsten

        16. August 2019 09:01 at 09:01

        Wenn 1-2% über Pleiten von Ländern entscheidet stimmt etwas grundsätzliches nicht. Ich würde kein Geld in eine Firma investieren wenn die Strukturen der Firma und die Produkte nicht zukunftsfähig sind und der Wasserkopf zu groß ist.
        Man muss eingefahrene Strukturen zerschlagen, Vetternwirtschaft und Korruption bekämpfen.
        Wenn sie EZB z.B.500 Mrd Euro für die Aufforstung in ganz Europa zur Verfügung stellen würde, das würde Arbeitsplätze und einen Wert für zukünftige Generationen darstellen.

  3. Avatar

    Marcus

    15. August 2019 17:07 at 17:07

    Also das zeigt doch, das wir im September mehr erwarten dürfen als bisher gedacht. Ich persönlich gehe von drei Möglichkeiten aus: 1.) Senkung Einlagenzins um mindestens 0,20% 2.) Senkung des Hauptrefisatzes in den Negativbereich 3.) Ankündigung Wiederaufnahmne Wertpapierkäufe in Höhe von 100 Mrd. Euro.

    Von der nuklearen Option (Senkung des Hauptrefi) gehe ich mal noch nicht aus, ich schätze aber das es den Einlagensatz treffen wird auf dann -0,60% und die EZB wie erwähnt mit 100 Mrd. Euro pro Monat in die Käufe wieder einsteigen wird.

  4. Pingback: News: ECB statements weaken the euro

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt 30 Dollar nach guten US-Daten

Claudio Kummerfeld

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Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis fällt in den letzten Minuten von 1.867 auf 1.837 Dollar. Gleichzeitig springt der US-Dollar nach oben. Der Dollar-Index (Währungskorb) steigt von 92,10 auf 95,49 Indexpunkte. Der Grund dahinter ist zu finden in den vorhin veröffentlichten Einkaufsmanager-Daten aus den USA, die deutlich besser ausfielen als erwartet (hier die Details). Die veröffentlichten Preise zeigen einen Rekordanstieg – dadurch, so die Logik, entsteht Inflations-Druck, was wiederum die US-Notenbank perspektivisch zu Zinsanhebungen zwingen könnte!

Im Chart sehen wir den Goldpreis-Verlauf seit Freitag in rot-grün gegen den US-Dollar in blau. Die negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar ist mehr als eindeutig. Beim Klick an dieser Stelle finden Sie unsere Bericherstattung von heute Mittag über Gold, und welche Faktoren bis 15:45 Uhr den Goldpreis bewegt hatten.

Chart zeigt Verlauf von Goldpreis gegen US-Dollar

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Devisen

Türkische Lira verliert spürbar – warum das kein gutes Zeichen ist

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira verliert heute spürbar gegenüber US-Dollar und Euro. US-Dollar vs Lira steigt gegenüber Freitag Abend von 7,62 auf 7,78. Euro vs Lira steigt von 9,02 auf 9,24. Das entscheidende bei diesen Kursbewegungen ist: Die Kursgewinne für die türkische Lira, die seit letztem Donnerstag entstanden, sind jetzt wieder verpufft. Denn wir erinnern uns: Am letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank den Leitzins um gigantische 4,75 Prozentpunkte auf 15 Prozent angehoben, um endlich die Inflation in der Türkei einzudämmen. Gut, genau diese Höhe der Zinsanhebung war erwartet worden – aber sie war durch die steigende türkische Lira in den beiden Wochen vorher schon gut eingepreist worden. Dennoch dürfte es aktuell für die Lira-Bullen am Devisenmarkt deprimierend sein, dass diese drastische Zinsanhebung nicht in einer schnell weiter aufwertenden Lira mündet.

Im folgenden Chart sehen wir den Kursverlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen. Die aktuelle Lira-Abwertung ist derzeit auch deswegen so auffällig, weil gerade heute der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) im Chartverlauf ganz klar verliert, und ein Tief aus den letzten Tagen nach unten durchbrochen hat. Also: Der US-Dollar ist heute ganz eindeutig der Verlierer, kann aber gegen die türkische Lira klar gewinnen. Daran sieht man, dass es sich wohl um eine eigenständige Schwäche der Lira handelt!

Türkische Lira immer noch unter Druck durch physische Verkäufe im Inland?

Das andere schlechte Zeichen für die türkische Währung ist, dass türkische Bürger und Unternehmen die Lira-Stärke der letzten Tage offenbar dafür nutzen um ihre Bestände in US-Dollar und Euro weiter aufzubauen, wofür natürlich die türkische Lira verkauft werden muss. Denn nur mit Markttechnik und Gewinnmitnahmen aus den letzten Tagen ist diese aktuelle Lira-Abwertung nur schwerlich zu erklären. Laut aktuellen Berichten bestehen jetzt 57 Prozent aller Bankguthaben in der Türkei aus Fremdwährungen – im Juli seien es noch 50 Prozent gewesen. Und die türkischen Sparer würden immer noch relativ geringe Zinserträge in Lira erhalten in Relation zur hohen Inflation.

Das würde natürlich erklären, dass man die Flucht in Fremdwährungen weiter bevorzugt. Die Umsätze in der Lira am internationalen Devisenmarkt waren heute Vormittag eher dünn. Von daher liegt die Vermutung nahe, dass Bürger und Unternehmen in der Türkei eben diese Lira-Stärke seit letztem Donnerstag nutzten um auch heute am Montag türkische Lira gegen US-Dollar und Euro zu tauschen. Ist kaum großes Volumen am internationalen Devisenmarkt in der Lira vorhanden, kann so ein physischer Kaufdrang den Kurs spürbar beeinflussen. Es ist gut möglich, dass die Lira deswegen heute diese Abwertung vollzieht.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Allgemein

Brexit-Einigung? Wie das Pfund letztlich auch auf den Goldpreis abstrahlen kann

Claudio Kummerfeld

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Das Brexit-Wort über dem Union Jack

Auch wenn die Brexit-Verhandlungen jüngst wegen einem Corona-Fall in der EU-Delegation unterbrochen wurden, so legt ein ganz aktueller Artikel im „The Guardian“ nahe, dass der Brexit-Deal zwischen Großbritannien und der EU doch noch ein Erfolg werden könnte. Über die wichtigsten Punkte gäbe es bereits Einigungen. Also, nehmen wir jetzt mal an, dass wirklich dieses kleine Wunder geschieht, und man sich in den nächsten Tagen wirklich noch auf einen Brexit-Deal einigt.

Brexit-Deal bringt Pfund spürbar nach oben?

Dann, da ist sich die Analystengemeinde relativ einig, sollte dies für das britische Pfund eine spürbare Aufwertung gegenüber US-Dollar und Euro bedeuten. Denn bei einem geregelten und relativ zollfreien Handel mit dem Kontinent wäre das ein kräftiger Pluspunkt für die britische Wirtschaft! Aber kommen wir zu den möglichen Folgewirkungen, die sich bis zum Goldpreis erstrecken können.

Der Dollar-Index ist ein Währungskorb des US-Dollar gegenüber anderen weltweit wichtigen Währungen wie dem Euro, Pfund, Schweizer Franken, Yen usw. Der Euro stellt in diesem Korb gegenüber dem US-Dollar das Schwergewicht dar mit 57,6 Prozent Gewichtung. Das britische Pfund ist in diesem Korb mit 11,9 Prozent Anteil vertreten. Dennoch: Sollte das Pfund dank Brexit-Einigung plötzlich kräftig aufwerten, könnte dies den Dollar-Index spürbar runterziehen.

Fallender US-Dollar bringt Goldpreis zum Steigen

Und ein fallender US-Dollar bedeutet grundsätzlich eine Aufwertung für alle Assets, die global hauptsächlich in US-Dollar gehandelt werden, wie der Ölpreis und auch der Goldpreis. Letzterer ist seit Monaten äußerst sensibel in Bezug auf Bewegungen im US-Dollar. So kann eine kräftige Aufwertung im britischen Pfund daher über einen schwächeren US-Dollar zu einem steigenden Goldpreis führen. Soweit das Szenario. Ob es so kommt, und ob das mit dem Brexit-Deal überhaupt etwas wird… das kann Stand jetzt wohl nicht mal die beste Glaskugel sagen. Im Chart sehen wir den Verlauf des Pfund gegen den US-Dollar seit Mitte 2017.

Chart zeigt Pfund gegen US-Dollar seit dem Jahr 2017

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