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Automatisiertes Handeln – können es Computerprogramme besser als Menschen?

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Der automatisierte Handel mit Wertpapieren wird schon seit Jahren betrieben. Lohnt sich der Handel über Algorithmen? Was sind die Vorteile und Nachteile vom automatischen Handeln mit einem Algorithmus? Computer bestimmen heute einen großen Teil des Ablaufs. Die englische Universität Oxford hat sich sogar dazu entschlossen, einen eigenen Kurs zum Thema anzubieten.

Automatisiertes Handeln
Bild: Pixabay

Programme, die Muster erkennen

Algorithmen können selbstständig Muster erkennen, die zu profitablen Ergebnissen führen können. Es heißt, dass diese Computerprogramme die menschlichen Fähigkeiten beim Handeln übertreffen und effizienter und viel schneller arbeiten können als es manuell möglich wäre. Im Großen und Ganzen würden dem wohl viele Menschen in der Finanzwelt zustimmen, wäre da nicht der Trillionen-Dollar-schwere “Flash Crash” am 6. Mai 2010 gewesen, bei dem der Dow Jones innerhalb von Minuten sehr stark verlor. Der Crash dauerte nur etwa 36 Minuten, doch in dieser Zeit richtete er erheblichen Schaden an. Innerhalb von wenigen Minuten stürzte der Dow Jones um die 9 % (998,5) und erholte sich daraufhin sehr schnell. Dem Aktienindex S&P 500 und auch Nasdaq Composite ging es ähnlich. Nach dem Schock nahm die Aktivität an der Börse enorm zu und es brach Chaos aus. Es wurde vermutet, dass automatisiertes Handeln Schuld daran war.

Abgesehen von diesem Extremfall wird das Handeln mit Algorithmen allerdings als weitgehend positiv angesehen. Das Handeln findet bei enormer Geschwindigkeit statt und es können große Datenmengen sehr schnell ausgewertet werden. Ein weiterer Unterschied sind die Emotionen, die beim Handeln über den Computer fehlen. Normalerweise spielen bei den meisten Menschen eine Menge Emotionen eine Rolle, wenn sie beim Handeln eine Entscheidung treffen. Beim Computer fehlt dieser Aspekt vollkommen. Ist das eine gute Eigenschaft oder ein Nachteil? Das bleibt jedem selber überlassen. Fakt ist, dass das algorithmische Handeln mit dem Computer schon seit den 1970er Jahren ausgeübt wird und heute ein fester Teil davon sind. Automatisierte Trading Programme können schnell und effizient arbeiten und können auch nach eigenen Vorstellungen angepasst werden.


Bild: Pixabay
Oxford University bietet den ersten Kurs zum automatisierten Handel an.

Voraussetzungen für den automatisierten Handel

Kenntnisse von Programmiersprachen ist die erste Voraussetzung für den automatisierten Handel, so die offizielle Website von Nasdaq. Als Alternative kann eine Software erworben werden, in die die Algorithmen schon vorprogrammiert wurden.

Im Grunde geht es darum, so viele Zwischenschritte wie möglich überspringen zu können und schneller zum Ziel zu kommen. Computergesteuerte Programme helfen dabei in vielen Lebenssituationen. Egal ob ein virtuelles Programm für die Steuern eingesetzt wird oder ein CDN dazu verwendet wird, eine Website dramatisch zu beschleunigen – oder eben der Handels-Prozess effizienter gestaltet wird, indem eine Software die Zwischenschritte übernimmt. Das Programm wertet komplexe Indikatoren automatisch aus, analysiert sie und setzt sie direkt ein, ohne jedes Mal beim Händler nachfragen zu müssen.

Somit kann der Prozess effizienter und um ein Vielfaches schneller ausfallen als das beim manuellen Handeln der Fall ist. Es ist auch möglich, Programmierer anzustellen, die die Programme nach Kundenwunsch individualisieren. Somit ist noch das persönliche Handelserlebnis gegeben.

Es kann sich lohnen, sich mit solchen Computerprogrammen vertraut zu machen. Das Angebot bei Oxford zeigt, dass die Nachfrage besteht.

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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