Europa

Im großen Bild Abwärtstrend Autozulassungen in der EU: Nur auf den ersten Blick gute Lage

Die Autozulassungen in der EU haben im Oktober zwar zugelegt. Aber im großen Bild sieht man rückläufige Mengen. Hier dazu aktuelle Detaildaten.

Autos auf großer Parkfläche

Die Autozulassungen in der EU sind im Oktober im Vergleich zum Vorjahr um 12,2 % gestiegen von 664.861 auf 745.855 PkW, so zeigen es die heute veröffentlichten Daten des Europäischen Automobilverbands ACEA. Das hört sich doch gut an? Es geht bergauf? Man beachte hierzu aber den großen aussagekräftigeren Vergleich. Nimmt man den Gesamtzeitraum Januar-Oktober 2022 im Vergleich zu Januar-Oktober 2021, dann ist es ein Rückgang bei den Autozulassungen von 8,1 %.

Und auch wichtig ist folgendes: Mit der Oktober-Zahl liegt man immer noch deutlich unter der Zahl von Oktober 2019, also dem Zeitraum kurz vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Die folgenden Charts zeigen den Abwärtstrend von Europa als Absatzmarkt für PkW. Im ersten Chart sehen wir die Autozulassungen in der EU im Verlauf der letzten fünf Jahre, im zweiten Chart sehen wir den Verlauf der letzten zehn Jahre. Auch wenn man Corona ausblendet, ist es ein seit 2018 eingesetzter schleichender Abwärtstrend. Die Dimensionen sind enorm. Die Mengen haben sich grob gesagt halbiert im Vergleich zu 2018 und vorher.


source: tradingeconomics.com


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ACEA sagt heute als Begleittext zu den aktuellen Daten: Im Oktober 2022 setzten die Pkw-Neuzulassungen in der Europäischen Union ihren Aufwärtstrend (+12,2 %) mit 745.855 verkauften Einheiten fort. Dieses Ergebnis blieb jedoch fast 290.000 Einheiten unter dem Niveau vor der Pandemie im Oktober 2019. Alle wichtigen Märkte in der Region trugen positiv zum Wachstum des letzten Monats bei, wobei drei von vier Märkten zweistellige Zuwächse verzeichneten: Deutschland (+16,8%), Italien (+14,6%) und Spanien (+11,7%). Der französische Markt verzeichnete eine bescheidenere, aber immer noch solide Leistung (+5,5 %).

Im Zehnmonatsvergleich zum Vorjahr blieben die EU-Neuzulassungen im negativen Bereich (-8,1 %). Die jüngsten Verbesserungen reichten nicht aus, um die von Januar bis Juli dieses Jahres aufgelaufenen Verluste auszugleichen. Von den vier größten Märkten der Region verzeichnete Italien den stärksten Rückgang (-13,8 %), gefolgt von Frankreich (-10,3%), Spanien (-5,8%) und Deutschland (-5,5%).



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