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Europa

Autozulassungen in Deutschland: Es geht weiter deutlich bergab!

Claudio Kummerfeld

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Autozulassungen fallen deutlich - Parkplatz mit neu hergestellten Autos

Wie ist das mit der Rezession, dem tollen Konsum der deutschen Verbraucher usw? Wenn der deutsche Michel weiterhin so fleißig konsumiert wie es die Daten und Meinungen an vielen Stellen anzeigen, müsste er doch eigentlich auch weiterhin Autos kaufen? Irgendwie kommt da was nicht hin. Oder haben wir Kleingeistigen bei FMW etwas übersehen? Jedenfalls zeigen aktuelle harte Fakten, dass es mit der Autoindustrie in Deutschland derzeit weiterhin bergab geht, aber kräftig. Nachdem die Autozulassungen im Januar im Vergleich zu Januar 2019 bereit um 7,3 Prozent rückläufig waren, so gehen sie für Februar im Jahresvergleich um 10,8 Prozent zurück. So hat es aktuell das Kraftfahrtbundesamt vermeldet. Gerade die deutschen Hersteller trifft es im Vergleich zu einigen ausländischen Marken hart. Hier das Amt im Wortlaut:

Mit Ausnahme von Porsche (+19,1 %) erstreckten sich die rückläufigen Zulassungszahlen im Februar über alle deutsche Marken. Zweistellige Rückgänge zeigten sich bei Smart (-81,2 %), Opel (-20,6 %), Audi (-20,3 %), Ford (-18,5 %), Mini (-15,4 %) und VW (-11,1 %). Einstellige Einbußen verzeichneten lediglich BMW (-1,2 %) und Mercedes (-3,3 %). Mit 18,5 Prozent erreichte VW den größten Neuzulassungsanteil.

Bei den Importmarken zeigte sich das deutlichste Zulassungsplus bei der Marke Lexus (+71,2 %). Zweistellige Zuwächse gab es bei Volvo (+25,4 %), Seat (+23,4 %), Nissan (+14,9 %), Fiat (+13,1 %) und DS (+12,1 %). Rückgänge von mehr als 30 Prozent verzeichneten Honda (-39,4 %), Tesla (-37,3 %), Dacia (-36,6 %), Mazda (-34,9 %) und Suzuki (-34,7 %). Die größten Neuzulassungsanteile bei den Importmarken entfielen auf Skoda (6,2 %/-11,3 %), Seat (4,7 %/+23,4 %), Renault (3,9 %/-2,2 %) und Hyundai (3,6 %/-7,7 %).

Die Autozulassungen bei alternativen Antrieben sind im Kommen, wenn auch noch auf sehr geringem Niveau. Das Amt im Wortlaut:

Zulassungssteigerungen zeigten sich bei den alternativen Antriebsarten. Im Februar wurden 8.154 Elektro-Pkw neu zugelassen – ein Plus von +75,8 Prozent. Ein Plus von +98,1 Prozent bescherten 30.000 Hybride und damit einen Neuzulassungsanteil von 12,5 Prozent, darunter 8.354 Plug-ins (+279,4 %).

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Europa

Verbraucherpreise Eurozone: Fünfter Monat Deflation – Osteuropa koppelt sich ab

Claudio Kummerfeld

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Taschenrechner und Münzen

Die Verbraucherpreise in der Eurozone für Dezember wurden soeben endgültig bestätigt mit -0,3 Prozent. Damit hängt man nun den fünften Monat in Folge in der Deflation. Die Energiepreise fallen weniger stark mit „nur noch“ -6,9 Prozent im Jahresvergleich nach -8,3 Prozent im November. Die Preissteigerung bei Lebensmitteln fiel mit +1,3 Prozent geringer aus als in den Vormonaten mit +1,9 Prozent. Auffällig bleibt wie in den Vormonaten, dass Osteuropa ganz klar nicht in der Deflation hängst, sondern ganz klar positive Preisentwicklungen hinlegt. Dadurch ist der Schnitt für die gesamte EU bei +0,3 Prozent. Gut sichtbar ist der Unterschied zwischen West- und Osteuropa in der ersten Grafik.

Verbraucherpreise je nach Ländern im Detail

Grafik zeigt Dezember-Verbraucherpreise im Detail

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Europa

ZEW Index etwas besser als erwartet – Exporterwartungen verbessert

Redaktion

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Von

Jeden Monat wird der ZEW Index vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung erhoben. Der Index gilt daher als ein wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Die gerade veröffentlichten Daten sind wie folgt ausgefallen:

Der ZEW-Index (Konjunkturerwartungen Januar) ist mit +61,8 Punkten etwas besser ausgefallen als erwartet (Prognose war +60,0; Vormonat war +55,0).

Die Einschätzung der aktuellen Lage aber liegt bei -66,4 (Prognose war -68,5; Vormonat war -66,5) – damit sehen wir weiterhin eine starke Divergenz zwischen Erwartung und der Einschätzung der aktuellen Lage.

Laut ZEW sind es vor allem die verbesserten Exporterwartungen, die den Index nach oben gezogen haben!

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Europa

Autozulassungen in EU: Dezember-Zahlen glänzen, vor allem in Deutschland – warum wohl…

Claudio Kummerfeld

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Autos auf Parkplatz

Was für ein Schritt nach vorne. Wie der europäische Automobilverband ACEA heute früh meldet, haben die Autozulassungen im Dezember einen kräftigen Satz nach oben gemacht mit 1.031.070 PkW. Im November waren es noch 897.692 gewesen. Im Jahresvergleich zu Dezember 2019 ist es nur noch ein Minus von 3,3 Prozent! Und dieser Vergleich zum Vorjahr ist wohl der Entscheidende bei den Autozulassungen. Damit scheint die Krise optisch überwunden zu sein, nachdem der Autoabsatz in den letzten Monaten dank Corona brutal zusammengebrochen war.

Gesenkte Mehrwertsteuer half Deutschland im Dezember bei den Autozulassungen

Vor allem die Autozulassungen in Deutschland stechen positiv hervor. Von Dezember 2019 zu Dezember 2020 sehen wir sogar einen Zuwachs von 9,9 Prozent, von 283.380 auf 311.394 PkW. Gerade für Deutschland ist die Lösung dieses Rätsels sehr einfach. Im Dezember galt noch letztmalig die reduzierte Mehrwertsteuer. Gerade Käufer von hochpreisigen Produkten konnten somit nochmal auf den letzten Drücker nette Summen bei der Mehrwertsteuer sparen. Und so haben wohl zahlreiche Kunden ihre für 2021 geplanten Autokäufe noch schnell in den Dezember 2020 vorgezogen, und haben die Absatzzahlen nach oben gedrückt. Vermutlich dürften in Deutschland dann die Zahlen in den ersten Monaten 2021 mau ausfallen, weil diese Käufer dann fehlen?

Italien und Frankreich haben mangels Sondereffekten im Dezember nicht so geglänzt wie Deutschland. Hier waren die Autozulassungen im Jahresvergleich rückläufig mit -14,9 Prozent und -11,8 Prozent. Schauen wir mal auf den Gesamtjahresvergleich von 2019 auf 2020. Da lag die Gesamt-EU mit 23,7 Prozent im Minus. Deutschland lag bei -19,1 Prozent, Italien bei -27,9 Prozent, und Frankreich bei -25,5 Prozent.

Grafik zeigt Autozulassungen in der EU im Dezember 2020 und Gesamtjahr

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