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Bitcoin-Future startet Handel am Sonntag – alles anschnallen! Die letzten 7 Tage +7000 Dollar, heute -3400 Dollar

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Nun ist es endlich soweit. Zum ersten Mal überhaupt bietet eine komplett staatlich regulierte Terminbörse einen Future-Kontrakt auf Bitcoins an. Der Bitcoin-Future startet seinen Handel am Sonntag Abend unserer Zeit. Der Kontrakt wird gehandelt an der „Chicago Board Options Exchange“ (CBOE), wo neben Optionen auch Futures gehandelt werden. Die genauen Kontraktspezifikationen können Sie hier einsehen. Der Handelsstart an der größeren und deutlich wichtigeren „Chicago Mercantile Exchange“ soll am Montag den 18. Dezember starten.

Warum schreiben wir in unserer Headline „alles anschnallen“? Weil wir alle Neuland betreten. Es kann sein, dass der Kurs durch diese offizielle Legitimation der Börsennotierung weiter gepusht wird. Aber was passiert, wenn der Kurs im Bitcoin-Future sich so massiv bewegt wie im frei gehandelten Bitcoin auch? Das wird nämlich passieren, weil die Börse sich als Referenzkurs die Bitcoin-Kurse verschiedener Handelsplattformen heranzieht. Dann müsste es eigentlich Handelsunterbrechungen geben, wegen zu hoher Volatilität.

Dann müssten Future-Trader zugucken, wie der Bitcoin vielleicht gerade mehrere tausend Dollar weiter fällt, während der Future nicht gehandelt werden kann für eine gewisse Zeit. Denn die CBOE schreibt in ihren Handelsregeln für Futures vor, dass bei einem Preissturz von mehr als 10% der Handel für 2 Minuten ausgesetzt wird, und sogar 5 Minuten bei einem Minus von 20%.

Mehr zu Kryptowährungen unter https://finanzmarktwelt.de/kryptowaehrungen/

Es kann äußerst spannend werden, wie die Terminhändler mit einem Kontrakt umgehen, dessen Basispreis eine für sie bislang nicht gekannte Volatilität (Schwankungsintensität) aufweist. Der Chart zeigt den Kursverlauf im Bitcoin seit Freitag früh vor einer Woche. Genau letzten Freitag schaffte er es die 10.000 Dollar-Marke zu überschreiten. Was für ein Kraftakt. Jetzt erstmal Gewinnmitnahmen, konnte man meinen. Aber nein, dann ging es mal eben von 10.000 rauf auf heute Nacht 17.000 Dollar in nur 7 Tagen (Kryptowährungen kennen keine Handelspause am Wochenende). Ab heute Mittag dann ging es dann 3.400 Dollar bergab auf bis zu 13.600 Dollar. Unglaublich. Mal sehen, was der Montag bringt…

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Marko

    10. Dezember 2017 14:56 at 14:56

    „Warum schreiben wir in unserer Headline „alles anschnallen“? Weil wir alle Neuland betreten. Es kann sein, dass der Kurs durch diese offizielle Legitimation der Börsennotierung weiter gepusht wird. Aber was passiert, wenn der Kurs im Bitcoin-Future sich so massiv bewegt wie im frei gehandelten Bitcoin auch? Das wird nämlich passieren, weil die Börse sich als Referenzkurs die Bitcoin-Kurse verschiedener Handelsplattformen heranzieht. Dann müsste es eigentlich Handelsunterbrechungen geben, wegen zu hoher Volatilität.

    Dann müssten Future-Trader zugucken, wie der Bitcoin vielleicht gerade mehrere tausend Dollar weiter fällt, während der Future nicht gehandelt werden kann für eine gewisse Zeit. Denn die CBOE schreibt in ihren Handelsregeln für Futures vor, dass bei einem Preissturz von mehr als 10% der Handel für 2 Minuten ausgesetzt wird, und sogar 5 Minuten bei einem Minus von 20%.2

    Richtig, und das kann der Anfang vom Ende werden für diesen Bitcoin-Hype… Weil der Bitcoin eben keine „Währung“ ist… Kassa und Futures Märkten sollten „eigentlich zusammenspielen“, natürlich gibt es Ausnahmen/Sondersituationen, siehe VW… VW Dausend ;D

  2. Avatar

    Marko

    10. Dezember 2017 14:59 at 14:59

    Da werden trotzdem, im Gegensatz zu vielen anderen „Währungen“, massive Margins verlangt werden, bzw. der Spread dürfte interessant sein ?

    Das ist aber normal, mal abwarten, wie es im Jahr 2018 mit den „Kryptos“ aussieht… ?

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„Ponzi schemes can work out great for early adopters. But that doesn’t make bitcoin, in any shape or form, a good investment or even a store of value, especially for those late to the game.“

Weil es als Zahlungsmittel praktisch komplett unbedeutend sei, habe Bitcoin eben im Gegensatz zum Fiat-Geld keinerlei Funktion als Währung:

„Because bitcoin provides neither “safety of principal” nor “an adequate return” it therefore can only be considered speculative. Furthermore, because bitcoin is not used as a medium of exchange nor provides any store of value, I can’t view it as a currency alternative either.“

Bitcoin – alle Fragen bleiben offen

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„Bitcoin believers rely entirely on the idea that bitcoin is limited in supply making it far more attractive than fiat currencies that are being printed like mad by central bankers around the world. However, bitcoin has already hard forked several times, multiplying the number and type of bitcoins in circulation“.

Fakt ist: Das stimmt natürlich, allerdings sind diese Forks eben doch eine Art von Inflation durch die Schaffung stets neuer Kryptowährungen. Bitcoins gibt es nur in begrenzter Menge, aber es gibt potentiell unendlich viele Kryptowährungen.

Fakt ist jedoch ist auch, dass Bitcoin als Zahlungsmittel derzeit praktisch (noch?) keine Rolle spielt. Mithin steht die Frage, ob es sich hier wirklich um eine Währung handeln kann, noch aus. Das sagt Robert Vitye in einem Interview mit Florian Homm – bei Gold sei das dagegen seit vielen Tausend Jahren der Fall, es habe sich als Wertspeicher durchgesetzt. Gleichwohl seien dezentrale Geld-Systeme grundsätzlich gut, aber die „Feuertaufe“ bei Bitcoin stehe eben noch aus, sagt – aus unserer Sicht zurecht – Robert Vitye:

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