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Der beste Euro-Prognostiker

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So ist das, wenn sich alle einig sind: es kommt dann doch anders, als man denkt. So auch beim Euro, der trotz zahlreicher Unkenrufe einfach nicht so recht das tun möchte, was ihm zahlreiche Analysten vorhersagen: zu fallen. Im Gegenteil: trotz aller Prognosen bleibt der Euro stark, heute zeitweise über der 1,39.

Einer der wenigen, die diese Entwicklung vorausgesehen haben, ist der deutschstämmige Amerikaner Jason Schenker mit seiner Analysefirma Prestige Economics LLC mit Sitz in Austin, Texas. In einem Ranking von Bloomberg liegt Schenker mit seiner Firma auf dem ersten Platz für die Währungspaare Euro-Dollar, Pfund-Dollar sowie Dollar-Franken.

Der 37-jährige Schenker hat einen Bachelor-Abschluss in Deutsch und Geschichte, ist also nicht wie die meisten Analysten BWL-er oder Volkswirtschaftler. Und das macht sich auch an der Begründung bemerkbar, die Schenker für die Euro-Stärke hat: Vor allem Deutschland sei durch die Erfahrung der Hyperinflation geprägt, daher werde die EZB davor zurückschrecken, wie die Fed durch massive Anleihekäufe die Büchse der Pandora zu öffnen. Die Zielvorstellungen für die Inflation lägen in Europa deutlich tiefer als in den USA, und daher werde die europäische Notenbank vor Maßnahmen zurück schrecken, die ohnehin wenig populär seien.

Im Gegensatz zu anderen Analysten versucht Schenker immer, mit den Hauptverantwortlichen direkt zu sprechen, so etwa mit Vertretern der EZB und der Bank of England, um Informationen aus erster Hand zu erhalten. Schenker prognostiziert den Euro bis Ende 2014 bei 1,41 – der durchschnittliche Marktkonsens liegt derzeit etwa bei 1,30..

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Aktuell: Neuer Corona-Fall in USA – Goldpreis rauf, Aktien runter

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Gold Barren Beispielfoto

Vor wenigen Minuten wurde bekannt, dass es in den USA einen weiteren bestätigten Fall einer mit dem Corona-Virus infizierten Person gibt. Es geht um eine Frau in Chicago. 63 weitere Personen werden beobachtet. Was hatten wir gestern und heute in einem Marktüberblick zu verschiedenen Assetklassen noch erwähnt? Der Schweizer Franken steigt zwar, und Öl fällt immer weiter (wie es in so einem Angst-Szenario sein sollte). Aber der Goldpreis, der kam nicht aus den Puschen. Aber jetzt, mit dieser Veröffentlichung des zweiten Falls in den USA, da scheint der Knoten ganz frisch geplatzt zu sein.

Der Goldpreis springt seit einer Stunde von 1.562 Dollar auf bis zu 1.575 Dollar in der Spitze (aktuell 1.573 Dollar). Der Markt ist nervös. Parallel dazu fällt der Ölpreis immer weiter. WTI-Öl notiert aktuell nur noch bei 54,37 Dollar. Der Dow 30 sackte vorhin zur Bekanntgabe des zweiten Corona-Falls um 125 Punkte ab, Tendenz weiter fallend. Der Dax verliert parallel dazu 35 Punkte. Also, kurz vor dem Wochenende steigt die Nervosität. Noch schnell fliehen (Risk Off Trade) in die Sicheren Häfen namens Gold und Schweizer Franken? Ganz aktuell wirkt es so. Im Chart sieht man den Goldpreis vs Dow 30 seit heute früh.

Goldpreis vs Dow 30 seit heute früh

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Rüdiger Born: Dax, Dow, S&P 500 und Euro am Chart besprochen

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Dax und Dow schaue ich mir im folgenden Video direkt am Chart an. Sprechen die Charts für Long oder Short? Bei Euro vs USD jetzt noch short zu gehen, könnte zu spät sein. Wollen Sie abgesehen von meinen täglichen Analysen im Trade des Tages noch viel mehr und vor allem aktuellere Trading-News von mir erhalten, auch aufs Handy? Nutzen Sie dazu gerne meinen neuen Service „Trade to Go“  (einfach hier anmelden). Auch dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei!

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Ölpreis und Schweizer Franken reagieren auf Virus, Gold und Aktien nicht

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Ölpreis Quelle Beispielfoto
Wir wollen an dieser Stelle kurz darauf eingehen, wie sich Ölpreis, Goldpreis, Schweizer Franken und die Aktienindizes im Zuge des Corona-Virus nun unmittelbar vor dem Wochenende verhalten. Und da fällt uns schon etwas Komisches auf. Da gibt es nämlich eine merkwürdige Zweiteilung.

Ölpreis weiter mit Abwärtstendenz, Schweizer Franken weiter bergauf?

Ölpreis und Schweizer Franken reagieren nämlich „mustergültig“ im Sinne von zunehmender Angst vor einer Ausweitung des Corona-Virus. Wird es schlimmer, dann dürften Reisefreudigkeit und Konsum stark nachlassen. Das betrifft die gesamte Volkswirtschaft eines Landes. Ganz aktuelle Meldungen zeigen, dass in China nun 13 Städte mit 43 Millionen Menschen abgeriegelt sind, um zu versuchen den Virus zu isolieren. Der Ölpreis reagiert dementsprechend schon die ganze Woche mustergültig (Angst vor sinkender Öl-Nachfrage). WTI-Öl zeigt sich mit aktuell 55,46 Dollar weiter in einer Abwärtstendenz, wie es der folgende Chart zeigt (Linie in rot-grün). Parallel dazu haben wir das Währungspaar Euro vs Schweizer Franken eingebaut. EURCHF notiert aktuell bei 1,0718 (gestern absolutes Tief 1,0702). Der Schweizer Franken wertet also auf, besonders seit Mittwoch. Es ist also eine gewisse Bewegung in den „Sicheren Hafen“ namens Schweizer Franken vorhanden.

WTI Ölpreis und Euro vs Schweizer Franken seit 10 Tagen

Goldpreis tritt auf Stelle, Aktien frohen Mutes?

Während Öl und Franken sich im Sinne der Angst vor dem Corona-Virus verhalten, scheint der Goldpreis immer noch in einer Art Warte-Modus zu laufen. Will der Markt erst warten, ob es mit dem Virus noch viel schlimmer wird, bevor der Goldpreis kräftig steigen könnte? Gestern nahm er einen kleinen Anlauf von von 1.557 auf 1.567 Dollar. Aber bis heute Mittag ist er wieder auf 1.558 Dollar zurückgekommen. Im Gold ist aktuell kein Risk Off-Szenario erkennbar. Wie bereits gestern unsere Frage heute erneut: Verschärft sich die Virus-Krise, holt der Goldpreis dann die Reaktion nach, die andere Märkte wie Öl schon (auf der Abwärtsseite) gezeigt haben? Geht es dann ruckartig nach oben im Gold? Nun steht das Wochenende vor der Tür, und niemand weiß jetzt, ob es bis Montag besser oder schlechter wird mit dem Corona-Virus.

Die Aktienmärkte hatten im Verlauf dieser Woche einen Schwäche-Anfall bezüglich des Virus. Heute aber, da schauen die Aktienmärkte auf die Einkaufsmanager-Indizes, die heute Vormittag für viele europäische Länder veröffentlicht wurden. Sie waren besser als erwartet. Auch die deutschen Auftragseingänge am Bau waren sensationell gut. Die Aktienkurse steigen seit 9:30 Uhr daher an. Der Dax konnte mehr als 100 Punkte gewinnen, der Dow gut 60 Punkte. Noch nicht die Welt. Aber während Franken und Öl sich vom Corona-Virus beeinflussen lassen, schauen die Aktienmärkte offenkundig eher auf die Konjunkturdaten. Bis jetzt zumindest.

Goldpreis im Verlauf der letzten zehn Tage
Der Goldpreis im Verlauf der letzten zehn Tage.

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