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Deutsche Bank-Quartalszahlen: Ertrag und Gewinn unter Erwartung

Die Deutsche Bank bleibt im letzten Quarta bei Ertrag und Gewinn unter den Erwartungen. Aber die Ziele werden angehoben.

Deutsche Bank-Filiale in Berlin. Foto: Krisztian Bocsi/Bloomberg

Die Deutsche Bank hat ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen und Aussagen. Der Ertrag (Umsatz) liegt bei 6,66 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 6,32 / für heute erwartet 6,79). Der Gewinn vor Steuern liegt bei 698 Millionen Euro (Vorjahresquartal 775 / für heute erwartet 864). Die Aktie reagiert vorbörslich noch fast unverändert mit -0,07 % auf Tradegate. Die harte Kernkapitalquote steigt im Jahresvergleich von 13,4 % auf 13,7 %.

Blick auf aktuelle Deutsche Bank-Finanzdaten

Deutsche Bank hebt nach durchwachsenem Schlussquartal Ziele an

Hier aktuelle Aussagen von Bloomberg zu den aktuellen Quartalszahlen: Die Deutsche Bank hat nach einem durchwachsenen Schlussquartal 2023 ihr Ertragsziel für 2025 angehoben und will die geplanten Ausschüttungen von 8 Milliarden Euro in den kommenden Jahren noch übertreffen. Das größte deutsche Geldhaus wird in der ersten Hälfte dieses Jahres 1,6 Milliarden Euro an die Aktionäre ausschütten, unter anderem durch einen Aktienrückkauf im Umfang von 675 Millionen Euro, wie sie heute früh mitteilte. Bis 2025 sollen die Erträge auf 32 Milliarden Euro steigen.

Schon zuvor angekündigte Kosteneinsparungen werden zum Abbau von rund 3.500 Stellen führen, vor allem im Backoffice-Bereich, so die Deutsche Bank weiter. Die Ergebnisse für das vierte Quartal veranschaulichen die Herausforderungen für Vorstandschef Christian Sewing. Die Erträge stiegen zwar um etwa 5%, blieben aber dennoch hinter den Schätzungen der Analysten zurück.

Vor allem die Performance des festverzinslichen Handelsgeschäfts fiel schwächer als erwartet aus. Hier stiegen die Erträge nur um etwa 1% stiegen. Allerdings übertraf die Deutsche Bank dennoch ihre Konkurrenten an der Wall Street, die einen durchschnittlichen Rückgang von 9,7% hinnehmen mussten.

Aussagen der Bank

Hier zeigen wir ausgewählte aktuelle Aussagen der Deutschen Bank:

Im vierten Quartal sank der Vorsteuergewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10% auf 698 Mio. Euro. Dies liegt im Wesentlichen an den nicht-operativen Kosten im Zusammenhang mit der Umsetzung der Strategie. Die Wertminderungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert stiegen von 68 Mio. Euro im Vorjahresquartal auf 233 Mio. Euro, wobei der volle Betrag im Zusammenhang mit der Akquisition von Numis stand. Zudem war im Vorjahresquartal ein Gewinn von 305 Mio. Euro aus dem Verkauf des Finanzvertriebs in Italien angefallen.

Die Deutsche Bank plant, im Jahr 2024 sowohl die Dividende als auch die Aktienrückkäufe um mindestens 50% im Vergleich zum Vorjahr zu erhöhen. Die Bank hat die aufsichtsrechtliche Genehmigung für einen weiteren Aktienrückkauf von 675 Mio. Euro erhalten, den sie im ersten Halbjahr 2024 abschließen möchte. Im Jahr 2023 hatte sie ein Aktienrückkaufprogramm von 450 Mio. Euro abgeschlossen. Die Bank schlägt der im Mai 2024 stattfindenden Hauptversammlung vor, für das Jahr 2023 eine Dividende von 900 Mio. Euro oder 0,45 Euro je Aktie zu zahlen. Für das Jahr 2022 hatte sie eine Dividende von 0,30 Euro je Aktie ausgeschüttet. Dank des im Oktober 2023 um 3 Mrd. Euro angehobenen Kapitalausblicks ist die Bank gut positioniert, ihr Ziel einer Ausschüttung von 8 Mrd. Euro für die Jahre 2021 bis 2025 zu übertreffen – diese gelangt in den Jahren 2022 bis 2026 zur Auszahlung. Die Bank strebt für das Geschäftsjahr 2025 eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie an, abhängig von der Erreichung der Finanzziele und entsprechend einer Ausschüttungsquote von 50%.

„In wichtigen Bereichen haben wir einen Wendepunkt erreicht. Wir haben Wachstum erzielt, unsere Kapitalbasis weiter gestärkt und gleichzeitig eine doppelte Belastung aus weiteren Investitionen und höheren regulatorischen Kapitalanforderungen verkraftet. Da wir diese Belastungen nun zunehmend hinter uns lassen, sind wir gut positioniert, um auf dem Weg zu unseren Zielen für 2025 noch schnellere Fortschritte zu machen“, sagte Finanzvorstand James von Moltke.

HIER finden Sie den aktuellen CEO-Brief an die Angestellten der Bank im Zuge der Quartalszahlen.

FMW/Bloomberg



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1 Kommentar

  1. „Globale Hausbank“ ist schon einmal eine Hausnummer. Unkompliziert ist unkompliziert: Holger angenehm, Christian (Sewing), Grüß Dich, hallo und guten Morgen.

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