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Die EZB läßt die Katze aus dem Sack – und zeigt, worum es ihr wirklich geht!

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am

FMW-Redaktion

Die EZB läßt die Katze aus dem Sack – und feiert ihre angeblichen QE-Erfolge. In einem heute veröffentlichten Text mit dem Titel „The transmission of the ECB’s recent non-standard monetary policy measures“ preist die Notenbank ihre ultralaxe Geldpolitik. Aber wer erwartet hätte, dass darin etwa von einem Wirtschaftsaufschwung die Rede sei, oder von einer steigenden Kreditvergabe an Unternehmen, irrt sich.

Dabei geht es der EZB vor allem um folgende Bereiche:

– das QE der EZB habe die langfristigen Inflationserwartungen nach oben gebracht. Davon ist aber in der Realität nicht so wirklich viel zu sehen, wie folgende Grafik verdeutlicht:

https://twitter.com/Schuldensuehner/status/652055791973888000/photo/1

– das QE habe den Euro „geschätzt“ 12% zum US-Dollar fallen lassen. Na wenn das mal nicht eine Erfolgsmeldung ist!

– das QE habe die Renditen für 10-jährige Staatsanleihen der Eurozone um 70 Basispunkte (0,70%) nach unten gebracht. Wunderbar! Inzwischen dominiert bei kürzer laufenden Anleihen selbst von Staatsanleihen der Euro-Peripherie (etwa Italien) eine Negativrendite. Was soll das alles bewirken? Die Zinsen sind ohnehin schon am Boden, der Markt für Staatsanleihen komplett nach unten manipuliert. Und damit entfällt ein altes und traditionelles Spar-Modell: der Kauf von soliden Staatsanleihen. Davon profitieren faktisch nur die Banken, die diese Staatsanleihen in ihrem Depott hatten und der EZB verkaufen durften zu Mondpreisen.

– das QE der EZB habe die Aktienmärkte um 4% nach oben gebracht. Auch das ist natürlich wahnsinnig schön. Aber sorgt dafür, dass sich die Finanzmärkte immer weiter von der Realwirtschaft entkoppeln.

All das zeigt, warum es der EZB wirklich geht: sie manipuliert Devisenmärkte zur Schwächung des Euro, den Markt für Staatsanleihen, die Aktienmärkte etc. Nur von der Realwirtschaft ist praktisch nicht die Rede!

10 Kommentare

10 Comments

  1. Chris

    3. November 2015 12:07 at 12:07

    Ist die EZB die Reinkarnation der SED?In Sachen „Manipulieren um jeden Preis!“hat sie das Original schon überholt.

  2. Jerome

    3. November 2015 12:51 at 12:51

    Das Problem ist das es die EZB einfach nicht kümmert. Die Folgen dieser Politik sind meiner Meinung nach eh noch nicht abzuschätzen. Aber positiv kann noch mehr Geld sicherlich nicht sein.

    • joah

      3. November 2015 13:58 at 13:58

      Doch, allerdings nur für denjenigen, der es auch abbekommt – das ist nicht der/die kleine Mann/Frau.

  3. Chris

    3. November 2015 17:25 at 17:25

    Kommentar,nur zur Überschrift,nicht zur Meldung&deren eventuellem Inhalt! Was die EZB da aus dem „Sack“gelassen hat,kann momentan keiner einschätzen.Eine Katze/Kätzchen,war es sicherlich nicht,verbinden doch Millionen Deutsche mit einer Katze eher symphatische Gefühle.P.s.Ich gehöre nicht dazu&empfinde den provokanten Satz:Hunde haben Herrchen,Katzen Personal,sowas von daneben!

    • joah

      3. November 2015 22:09 at 22:09

      „P.s.Ich gehöre nicht dazu&empfinde den provokanten Satz: Hunde haben Herrchen, Katzen Personal, sowas von daneben!“

      Das bezieht sich aber mit nichten mehr auf den Artikel (Off-Topic), oder? Außerdem ist mit diesem Sprichwort auf das Wesen der Tiere angesprochen: der Hund ordnet sich eher bereitwillig unter (oder lässt sich als solches trainieren), die Katze hingegen ist eher etwas eigenwillig und erwartet mehr Führsorge, betrachtet daher das Herrchen beziehungsweise Frauchen mehr als Bedienung (quasi: Personal). Es stimmt schon so, daher hat dieses Sprichwort schon seine wahre Bedeutung, stellt hingegen keine Abwertung oder Feindhaltung gegenüber den Tieren dar.

  4. Christian

    3. November 2015 20:09 at 20:09

    Die ultralaxe Geldpolitik kann die wirtschaftlichen Probleme nicht lösen. Die Unmengen von Geld decken nur die Wunden, wie ein Pflaster, ab. Unter dem Pflaster ist die Hölle los. Das Ergebnis von niedrigen bis negativen Zinsen ist, dass die Altersvorsorge durch Lebensversicherungen nicht mehr möglich ist. Wir bekommen nur eine riesige Altersarmut. Und nebenbei befinden sich die großen Notenbank in einem Währungskrieg, jeder will seine Währung drücken, um den Außenhandel zustärken. In einem Krieg gibt es „immer“ einen Gewinner und einen Verlierer; im Währungskrieg nicht.

    • joah

      3. November 2015 23:11 at 23:11

      „In einem Krieg gibt es „immer“ einen Gewinner und einen Verlierer; im Währungskrieg nicht.“

      Glaube mir: auch beim Krieg sind alle die Verlierer – nicht zuletzt moralisch.

      • Christian

        4. November 2015 08:59 at 08:59

        Ich habe das mit dem Krieg auch so gemeint wie Sie. Deshalb nie wieder Krieg auf der Welt.

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So sehr weichen Preise in der EU ab – vier EU-Partner mit riesigen Unterschieden

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Die Preise für private Konsumausgaben innerhalb der EU weichen dramatisch voneinander ab. Das ergibt eine heutigen Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes. Die Preise in Dänemark sind 37,9% höher als der EU-Durchschnitt (Spitzenwert!). In Bulgarien liegen die Preise 49,4% unter dem Schnitt (schlechtester Wert). Auch Polen und Tschechien sind mit -42,6% und -29,2% relativ günstige Länder!

Deutschland liegt 4,3% über dem EU-Schnitt. Die Grafik zeigt es. Skandinavien ist grundsätzlich eben ein sehr teures Pflaster, dazu natürlich auch Luxemburg. Erstaunlich ist, dass Irland mit +27,3% das zweit teuerste Land im Vergleich ist (Insel-Lage + Wirtschaftsboom?). Aber jetzt kommt der Oberhammer. Man schaue auf vier Länder außerhalb der EU, in direkter Nachbarschaft. Zitat Statistisches Bundesamt:

Bei den europäischen Staaten außerhalb der EU war das Preisniveau im Vergleich zum EU-Durchschnitt in Island (+56,1 %), in der Schweiz (+51,9 %) und in Norwegen (+47,7 %) am höchsten. Sehr viel niedriger war es in der Türkei (-56,6 %), bedingt durch den stark veränderten Wechselkurs der türkischen Lira zum Euro.

Preise innerhalb der EU

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Demografiewandel bremst Wirtschaft bis 2035, drei Bundesländer große Verlierer

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Der Demografiewandel bringt laut ifo-Institut (heutige Veröffentlichung für die Bertelsmann-Stiftung) einen massiven Arbeitskräftemangel. Untersucht hat man einen Zeitraum bis zum Jahr 2035. Am Schlimmsten betroffen sein sollen die Bundesländer Saarland, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Das jahresdurchschnittliche Wirtschaftswachstum der Bundesländer in den Jahren 2018 bis 2035 werde bei diesen drei Bundesländern sogar ein Minus aufweisen, und zwar -0,2%, -0,1% und -0,2%.

Dass zum Beispiel ostdeutsche Bundesländer auch nur zu den strukturschwachen westdeutschen Regionen aufschließen können, wird von der Studie arg bezweifelt. Ganz vorn erwarte man beim Wirtschaftswachstum bis 2035 die Stadtstaaten Berlin und Hamburg sowie Baden-Württemberg und Bayern. Die regionalen Unterschiede bei der Wirtschaftskraft sowie beim Lebensstandard würden in den kommenden Jahren somit deutlich zunehmen. Man müsse sich von der Vorstellung verabschieden, dass regionale Wohlstandsunterschiede in überschaubarer Zeit abgebaut werden können. Auch die Schere zwischen Ostdeutschland und Westdeutschland werde sich deswegen nicht weiter schließen, so die Aussage der Studie.

Selbst wenn die ostdeutschen Flächenländer lediglich bis zu den strukturschwachen westdeutschen Ländern aufholen wollten, bräuchten sie Produktivitätssteigerungen, die in einigen Ländern zwei- bis dreimal so hoch ausfallen müssten wie in den vergangenen zehn Jahren. Das ist wohl als nicht realistisch einzuschätzen, so die Studie. Erforderlich wäre auch langfristig eine deutlich stärkere Ausrichtung der Politik auf die Stärkung des Wachstums, insbesondere durch vermehrte Innovationen. Ob die Politik hierfür die Kraft aufbringen kann, sei allerdings fraglich.

Hier finden Sie die vollständige Studie auf 72 Seiten.

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Aktuell: Trump nennt konkreten Grund für Absage des Iran-Angriffs

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Ganz aktuell hat Donald Trump (nach dem Aufstehen kommt die aktive Twitter-Phase) verkündet, warum er gestern Abend die schon gestartete Militär-Aktion gegen den Iran in letzter Sekunde gestoppt hat. Und ja, soll man ihm die Begründung glauben? Entscheiden Sie selbst. Denn es klingt mehr als honorig.

Denn Trump sagt der Iran habe ja nur eine unbemannte Drohne der USA abgeschossen. Dann während des Angriffs (man sei bereit zur Rache gewesen) habe er seine Generäle gefragt, wie viele Iraner dabei ums Leben kommen würden. 150 war die Antwort. 10 Minuten vor der Ausführung des Angriffs habe er ihn dann abgeblasen. Denn, so Trump, 150 Menschenleben seien nun mal nicht verhältnismäßig im Vergleich zu einer unbemannten Drohne.

Wie wahr, möchten wir da sagen. Ist Donald Trump also ein mehr als honoriger Oberbefehlshaber, der mit klarem Kopf und Sinn für Gerechtigkeit Menschenleben verschont? Bilden Sie sich dazu gerne selbst Ihre Meinung. Auch sagt Trump, dass er es mit einem Angriff nicht eilig habe. Denn das US-Militär sei nun (dank ihm?) wieder erneuert, neu, und bereit einzugreifen. Es sei das beste Militär in der Welt. Die Sanktionen würden den Iran hart treffen, und letzte Nacht seien sie noch mal ausgeweitet worden. Der Iran könne niemals eine Atomwaffe haben, nicht gegen die USA, und nicht gegen die Welt.

Donald Trump
Donald Trump. Foto: James N. Mattis – 180528-D-SV709-0123 CC BY 2.0

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