Devisen

Euro als Reservewährung weniger gefragt

Der Euro dürfte als Reservewährung für die Zentralbanken der Welt an Bedeutung verlieren – das zumindest deutet eine Umfrage an, die unter Zentralbanken bereits im Juni durchgeführt wurde. Demnach gaben 62% der befragten Zentralbanken an, dass der Euro im Vergleich zum Vorjahr für sie als Reservewährung an Attraktivität verloren habe. Da die Käufe der Zentralbanken ein wichtiger Faktor für die Wechselkursentwicklung sind, könnte dies den Kurs des Euro mittelfristig unter Druck bringen.

Nach Daten des IWF halten die Zentralbanken derzeit 24,5% ihrer Währungsreserven in Euro. Auf den US-Dollar entfallen stattliche 61%, Yen und britisches Pfund jeweils 4%, australischer und kanadischer Dollar jeweils 2%.

Profitieren könnten, laut der Umfrage, neben dem US-Dollar und dem Pfund von dem gesunkenen Interesse am Euro der südkoreanische Won und der Singapur-Dollar, während der brasilianische Real neben dem Euro weiter an Bedeutung verlieren dürfte. JPMorgan empfiehlt daneben die indische Rupie und den mexikanischen Peso und geht davon aus, dass Investoren sich die kaum verzinsten Euros leihen werden, um in diese hochverzinsten Währungen zu investieren – der klassische Carry-Trade.

Da die Renditen nicht nur für deutsche Staatsanleihen, sondern vor allem auch für die Staatsanleihend er Euro-Peripherie weiter fallen, dürften insgesamt hochverzinste Staatsanleihen aus den Schwellenländern wieder attraktiver werden. Die Deutsche Bank sieht daher in den Schwellenländern nach der Krise Anfang des Jahres eine Comeback-Story..



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