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FXCM-USA benennt sich um – was ist da los?

Der rechtlich eigenständige US-Broker FXCM Inc, der aber Teil der FXCM-Firmenfamilie ist, war durch Aufsichtsbehörden gezwungen worden sein Kerngeschäft (Forex-Kunden) an seinen großen Konkurrenten…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Wir hatten erst vor Kurzem darüber berichtet. Der rechtlich eigenständige US-Broker FXCM Inc, der aber Teil der FXCM-Firmenfamilie ist, war durch Aufsichtsbehörden gezwungen worden sein Kerngeschäft (Forex-Kunden) an seinen großen Konkurrenten „GAIN Capital“ zwangsweise zu verkaufen. FXCM hatte in den USA vorgetäuscht, dass man Kundenorders direkt in den Interbankenmarkt weiterleitet, ohne am „Market Making“ zu verdienen. Das stimmte so aber nicht. Daher gab es diese drastische Maßnahme.

Aber jetzt nur wenige Tage später verkündet die US-Firma „FXCM Inc“, dass man sich umbenennt in „Global Brokerage“. Das Tickerkürzel für die in New York notierte Aktie soll ab nächster Woche nicht mehr FXCM lauten, sondern GLBR. Aber warum? Man ist doch gerade jetzt dabei sein Geschäft an GAIN zu verkaufen, warum also dieser Namenswechsel? FXCM Inc in den USA ist nach eigener aktueller Aussage mit 50,1% an der FXCM-Gesamtgruppe beteiligt. Zitat FXCM:

FXCM Inc. (NASDAQ:FXCM) is a publicly traded company which owns 50.1% of FXCM Group, LLC (FXCM Group).FXCM Group is a holding company of Forex Capital Markets LLC, (FXCM US), Forex Capital Markets Limited, inclusive of all EU branches (FXCM UK), FXCM Australia Pty. Limited, (FXCM AU), and all affiliates of aforementioned firms, or other firms under the FXCM group of companies [collectively „FXCM“]. FXCM Group is owned by FXCM Inc. (NASDAQ:FXCM) and Leucadia National Corporation (NYSE:LUK). Leucadia National Corporation is a multi-billion dollar diversified holding company engaged through its consolidated subsidiaries in a variety of businesses.

Also ist die US-Depandance mit 50,1% an der Gesamtgruppe beteiligt. Und die erwirtschaftet vor allem in Europa über die rechtlich eigenständige FXCM Ltd in London gute Umsätze. Der Rest der FXCM-Gruppe gehört dem Investor Leucadia, der FXCM nach dem Schweizer Franken-Desaster Anfang am 15.01.2015 nur einen Tag später mit 300 Millionen Dollar Cash zur Seite sprang. Aber warum benennt sich FXCM in den USA nun um, obwohl man dort sein Kerngeschäft nicht mehr betreibt? Zitat FXCM dazu:

„Global Brokerage, Inc. will become the new name of the former FXCM Inc., which will be changing its name expected to be effective February 27, 2017, to avoid any possible confusion among customers or others. Global Brokerage, Inc. owns an equity interest in FXCM Group.“

Man will also einer möglichen Verwirrung von Kunden vorbeugen, so drückt man es aus. Der Skandal um das Geschäftsverbot in den USA soll also neben der rechtlich eh vorhandenen Trennung auch rein optisch vom aktuell laufenden Geschäft in Übersee getrennt werden. Weil der alte Chef in der Gesamtgruppe immer noch mitwirkte, wird er auch dort ersetzt. Der Investor Leucadia steigt dort auch verstärkt ein. Leucadia-Chef Jimmy Hallac wird bei der Gesamtgruppe Aufsichtsratschef. Der alte FXCM-Gesamtchef Drew Niv, der für das US-Desaster verantwortlich ist, wird zukünftig als „Berater“ der Firma weiter mit an Bord sein.

In Europa ändert sich nichts. Der Brokername FXCM bleibt bestehen, wie auch die rechtlich eigenständige UK-Firma „FXCM Ltd“, die Tochter der FXCM Group ist. An der wiederum hält die „neue“ Global Brokerage einen 50,1%-Anteil. Die Aktie von FXCM (bald Global Brokerage) hat sich seit dem kräftigen Einbruch nicht mehr erholt und tendiert weiter eher schwach. Der grundsätzliche Vertrauensverlust dürfte nachwirken, wie auch die Ungewissheit, was noch an eventuellen zusätzlichen Prüfungen auf einzelne FXCM-Unternehmen zukommt. Da ist besonders die britische Behörde FCA zu erwähnen, die ja jüngst sehr aktiv bei Finanzskandalen war, wenn es um Prüfungen ging. Und das Europageschäft mit der FXCM Ltd sitzt ja in Großbritannien…


Der Kursverlauf der FXCM-Aktie (USA) seit Oktober 2016. Seit dem Lizenzentzug in den USA geht es nach dem großen Absturz auch jetzt langsam weiter bergab.

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SAP meldet Quartalszahlen – Aktie fällt dramatisch! Übertrieben? Kaufchance?

Claudio Kummerfeld

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Frau arbeitet an Schreibtisch in Büro

SAP hat heute seine Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen. Der Umsatz liegt bei 6,53 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 6,79). Der Gewinn nach Steuern liegt bei 1,65 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 1,26 Milliarden Euro).

Während die Finanzdaten des letzten Quartals halbwegs ok sind, scheint die Börse regelrecht geschockt zu sein von einem anderen Aspekt der Veröffentlichung von SAP. Denn die Aktie verliert heute dramatische 20 Prozent, wegen der Aussichten für das laufende Gesamtjahr 2020. Umsatz- und Gewinnerwartungen werden nur ganz leicht nach unten revidiert, aufgrund der zweiten Corona-Welle und den damit einhergehenden neuen Restriktionen, die sich auch auf Unternehmen und ihre Aufträge auswirken. Und dafür gleich 20 Prozent Bestrafung im Aktienkurs? Ist das nicht zu viel? Hier könnten sich die Anleger mal überlegen, ob das eine Kaufchance für die Aktie ist (das ist keine Kaufempfehlung unsererseits, sondern nur ein Gedankenspiel).

SAP auszugsweise im Zitat zur Gesamtjahresaussicht:

Der bisherige, am 8. April 2020 veröffentlichte Ausblick der SAP für das Gesamtjahr 2020 spiegelte die bestmögliche Schätzung der SAP hinsichtlich des Zeitpunkts und der Geschwindigkeit einer Erholung von der Corona-Krise wider. Dieser Ausblick
ging davon aus, dass die Länder ihre Wirtschaft hochfahren und die Einschränkungen für die Bevölkerung gelockert würden,
sodass sich die Nachfrage im dritten und vierten Quartal allmählich verbessert.

Auch wenn weiterhin ein stabiles Interesse an den Digitalisierungslösungen der SAP besteht, da Kunden widerstandsfähiger
und agiler aus der Krise hervorgehen möchten, wurde kürzlich in manchen Regionen das öffentliche und wirtschaftliche Leben erneut eingeschränkt, und die Belebung der Nachfrage fiel verhaltener aus als erwartet. Des Weiteren geht die SAP aus
denselben Gründen nicht mehr davon aus, dass sich die SAP-Concur-Erlöse aus Geschäftsreisen in den verbleibenden Monaten des Jahres 2020 deutlich erholen werden.

Die SAP aktualisiert deshalb ihren Ausblick für das Gesamtjahr 2020 und erwartet nun, dass:

• die Clouderlöse (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 8,0 Mrd. € und 8,2 Mrd. € liegen werden (zuvor
zwischen 8,3 Mrd. € und 8,7 Mrd. €).
• die Cloud- und Softwareerlöse (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 23,1 Mrd. € und 23,6 Mrd. € liegen werden (zuvor zwischen 23,4 Mrd. € und 24,0 Mrd. €).
• die Umsatzerlöse (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 27,2 Mrd. € und 27,8 Mrd. € liegen werden
(zuvor zwischen 27,8 Mrd. € und 28,5 Mrd. €).
• das Betriebsergebnis (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 8,1 Mrd. € und 8,5 Mrd. € liegen wird (zuvor zwischen 8,1 Mrd. € und 8,7 Mrd. €).

CEO-Kommentar im Wortlaut:

Aufgrund der Corona-Krise befinden sich unsere Kunden an einem Wendepunkt. Für Unternehmen ist der Umstieg in die Cloud, verbunden mit einer echten Neuausrichtung ihres Geschäfts, unerlässlich geworden. Denn nur so können sie widerstandsfähiger werden und die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sie gestärkt aus der Krise hervorgehen können. Gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern werden wir Innovationen entwickeln und Unternehmen neue Möglichkeiten für die Abwicklung von Geschäftsprozessen in einer digitalen Welt bieten. Die SAP wird ihr Wachstum in der Cloud auf über 22 Mrd. € im Jahr 2025 steigern und den Anteil der besser planbaren Umsätze auf etwa 85 % ausbauen.“

Details der Quartalszahlen von SAP

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona und SAP

Redaktion

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Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Corona-Anstiege in den USA und Europa sind heute ein Thema. Aber auch die aktuelle Revision der Aussichten von SAP sind in New York aktuell Thema.

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Tesla krempelt die Autoindustrie um – Werbung

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Lieber Börsianer,

Tesla hat gerade den fünften Quartalsgewinn in Folge gemeldet. Während die Gewinne in der Vergangenheit vor allem den Erlösen aus dem Zertifikatehandel zu verdanken waren, erwirtschaftet Tesla mittlerweile auch im operativen Geschäft einen Überschuss. Der Elektropionier straft damit die Kritiker Lügen.

Bisher musste sich Tesla die Kritik gefallen lassen, dass der Autobauer zwar die Mobilität revolutioniert, jedoch unprofitabel arbeitet. Tatsächlich fielen in der Aufbauphase des Unternehmens horrende Verluste an, die manchen Beobachter auf einen baldigen Untergang von Tesla wetten ließ. Mittlerweile hat sich das Blatt jedoch gewendet. Tesla ist der höchstbewertete Autobauer der Welt.

Tesla treibt eine ganze Branche vor sich her

Die Zeit des klassischen Verbrennungsmotors ist vorbei. Tesla präsentiert sich als Vorreiter einer neuen Zeit. Sicher ist, dass die Automobilbranche vor einer beispiellosen Transformation steht. Tesla hat die technische Entwicklung maßgeblich vorangetrieben und beim Elektromotor und der Batterietechnik mittlerweile einen Vorsprung von mehreren Jahren vor der Konkurrenz. Deshalb pumpen die Anleger viel Geld in Tesla.

Ob sich der Vorsprung verteidigen lässt, ist allerdings noch lange nicht ausgemacht. Klar ist jedoch schon jetzt, dass einige etablierte Konzerne auf der Strecke bleiben werden, wenn sie sich nicht schnell genug anpassen. Gleichzeitig kann aber auch einer der alteingesessenen Autohersteller durch seine enormen Finanzreserven plötzlich zum Marktführer im E-Auto-Segment werden. Entsprechende Strategien gibt es mittlerweile nicht nur bei den Volumenherstellern wie Volkswagen oder Renault, sondern auch im Luxussegment bei Daimler und BMW.

Der Elektromotor ist nicht das einzige Erfolgsgeheimnis von Tesla

Tesla hat nicht nur bei der Entwicklung des Antriebs für seine Fahrzeuge Neuland betreten. Die gesamte Organisation des Unternehmens stellt die Branche auf den Kopf. Es ist verrückt, dass dies die meisten Analysten übersehen.

Üblicherweise ist die Autoindustrie sehr stark von Zulieferbetrieben abhängig. Die Produktion der Einzelteile ist auf der ganzen Welt verteilt. Im Autowerk eines klassischen Konzerns wie BMW, Volkswagen oder Daimler werden die Teile, die aus aller…..

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