Devisen

Headlines vom FOMC-Statement: Passus, dass Geldpolitik Konjunktur unterstützt, fällt erstmals weg!

Hier die wichtigsten Aussagen des FOMC-Statements in Schlagzeilen:

– weitere graduelle Zinsanhebungen

– starke Wirtschaft und starker Arbeitsmarkt

– Fed erwartet drei weitere Zinsanhebungen in 2019

– 12 von 16 FOMC-Mitgliedern gehen von weiterem Zinsschritt in 2018 (Dezember) aus

– Passus, dass Geldpolitik Konjunkur unterstützt („akomodierend“), fällt weg (FMW: hawkish!)

– Dot plots: Fed erwartet für 2021 Leitzins von 3,375%

Wenig Änderung zum letzetn Fed-Statement:



Das Statement im Wortlaut:

„Information received since the Federal Open Market Committee met in August indicates that the labor market has continued to strengthen and that economic activity has been rising at a strong rate. Job gains have been strong, on average, in recent months, and the unemployment rate has stayed low. Household spending and business fixed investment have grown strongly. On a 12-month basis, both overall inflation and inflation for items other than food and energy remain near 2 percent. Indicators of longer-term inflation expectations are little changed, on balance.

Consistent with its statutory mandate, the Committee seeks to foster maximum employment and price stability. The Committee expects that further gradual increases in the target range for the federal funds rate will be consistent with sustained expansion of economic activity, strong labor market conditions, and inflation near the Committee’s symmetric 2 percent objective over the medium term. Risks to the economic outlook appear roughly balanced.

In view of realized and expected labor market conditions and inflation, the Committee decided to raise the target range for the federal funds rate to 2 to 2-1/4 percent.

In determining the timing and size of future adjustments to the target range for the federal funds rate, the Committee will assess realized and expected economic conditions relative to its maximum employment objective and its symmetric 2 percent inflation objective. This assessment will take into account a wide range of information, including measures of labor market conditions, indicators of inflation pressures and inflation expectations, and readings on financial and international developments.“

Voting for the FOMC monetary policy action were: Jerome H. Powell, Chairman; John C. Williams, Vice Chairman; Thomas I. Barkin; Raphael W. Bostic; Lael Brainard; Richard H. Clarida; Esther L. George; Loretta J. Mester; and Randal K. Quarles.


The Federal Reserve in Washington D.C. Photo: Dan Smith, Rdsmith4, and another Author / Wikipedia (CC BY-SA 2.5)



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6 Kommentare

  1. Sind Sie sicher, dass der Wegfall des „accomodative“ hawkish ist? Heißt das nicht eher, dass die gegenwärtige Geldpolitik nicht mehr als acomodative gesehen wird, mithin nahe an der neutralen Rate ist, so dass wir nicht mehr allzu viele Zinsschritte erwarten dürften?

    1. @pigeon, das war die erste Interpretation der Märkte, aber das hat Powell eben widerlegt:

      „The useful life of ‚accommodative‘ has passed. We were messaging then that we weren’t hiking to cool the economy. That purpose has been served“.

      Ergo: Powell sagt, wir unterstützen die Wirtschaft nicht mehr (weil sie so stark ist, dass sie dadruch überhitzen würde)

      1. @Markus Fugmann
        vielen Dank! Jetzt habe ich die Pressekonferenz gesehen. Sie haben aus meiner Sicht vollkommen Recht mit Ihrer Einschätzung. Im Dezember wird es dann spannend. Target Range 2,25-2,50%. Im Moment läuft der kurzfristige Zins ja eher die obere Kante an (3 Monate bei 2,20%). Dann reichen also im Dezember die Bills an die zweijährige heran. Entweder das lange Ende steigt dann nochmal deutlich oder die Kurve invertiert. Ich denke, da die Fed so langsam normalisiert, ist eine Inversion der Zinskurve auch wieder aussagekräftig in Bezug auf die tatsächlichen Inflations- und Konjunkturerwartungen des Marktes.

  2. Powell ist doch zuwenig unabhängig um selbständig zu entscheiden.Er hat doch schon vor einigen Monaten erklärt ,dass er nicht auf die Politik Rücksicht nehmen will bei seinen Zinsentscheiden. Bei der nächsten FOMC – Sitzung hat er doch dovish greagiert u. vor Trump in die Hosen geschissen.
    Die nächste Zinserhöhung wird der extrem gewachsene Unternehmens- Anleihenmarkt herbeiführen u. nicht die Notenbankmanipulatoren. ( Ich wiederhole mich) Bitte googeln > der wunde Punkt des Finanzsystems >

  3. Es ist schon sehr befremdlich, wenn Fed-Chef Powell von 5 bis 6 Zinsanhebungen bis 2021 spricht, angesichts eines Umfelds, in dem Präsident Trump mit seinem Hegemonialkampf heftigste Verwerfungen hinsichtlich Wachstum und Inflation in kurzer Zeit auslösen kann? Was würde ein Zinsunterschied von 2,75% der Fed Funds zum EZB-Leitzins bis zum Herbst 2019 mit dem Dollarkurs machen? Ganz zu schweigen von den Schwierigkeiten der Emerging Markets, und der Sogwirkung, die eine solche Zinsdifferenz auf alle Länder mit Niedrigzinsen hätte. Was würde dies für den US-Export und die trumpsche Handelsbilanzreduktion bedeuten? Fragen über Fragen.
    Der Spruch „the dollar is our currency and your problem “, gilt das auch noch in der Ära Trump? Starke Zweifel

  4. Muss noch ein paar Gedanken nachschieben. Haben die internationalen Fondsmanager in der Frühjahrsumfrage nicht als größte Sorge geäußert, dass die Fed die Zinsen zu rasch anhebt? Wäre dies bei Umsetzung des Powell-Plans nicht gegeben? Die Zinsen haben schon mal diesbezüglich reagiert. US-10-jährige fällt auf 3,05%, die 2-jährige nur auf 2.82% – damit flacht sich die Zinskurve weiter ab. Ich schätze aber mal, die Powellankündigung ist einzuordnen unter dem Bonmot: Der Wunsch ist der Vater des Gedanken!
    Donald Trump is watching him!

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