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Als würden die Zinsen bei Null sein.. Jamie Dimon: „Vor jedem Crash fühlt es sich besonders gut an!“ Videoausblick

JP Morgan-Chef Jamie Domin hast davor gewarnt, dass die Dinge sich vor jedem Crash immer besonders gut anfühlen – so wie derzeit: die Aktienmärkte auf Allzeithoch, der allgemeine Konsens einer weichen Landung der Wirtschaft, die überbordende KI-Euphorie, dazu aktuell noch der starke Anstieg der Kryptos (vor allem Bitcoin). Und das alles trotz der immer geringeren Aussichten für sinkende Zinsen – die Märkte verhalten sich derzeit vielmehr so, als würden die Zinsen bei Null sein und die Fed durch QE Liquidität ins System schütten. Aber im März wird in Sachen Liquidität genau das Gegenteil passieren durch Auslaufen des Banken-Rettungsprogramms BTFP und das absehbare Ende der Reverse Repo-Aktionen der Fed. Vielleicht sollte man also die Aussage von Jamie Dimon ernst nehmen, dass es sich vor einem Crash immer besonders gut anfühlt. Etwas zu gut vielleicht..

Hinweis aus Video:

1. Zinsen: Senkt die Fed nicht mehr vor US-Wahlen im November?

2. Apple gegen Tesla 0-1 – iCar-Traum wird offenbar aufgegeben



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19 Kommentare

  1. kürzlich konnten wir lesen, dass die Profis verkaufen und nur die Kleinanleger kaufen noch. Man will also nach dem nächsten Kurseinbruch billig kaufen.

  2. „Jeder Kommentar eines Großbankers hört sich irgendwie falsch an“

    1. „Vor jedem Crash fühlt es sich besonders gut an“

      Dann müßte sich ein schöner warmer Sommertag vor einem Gewitter besonders gut anfühlen.
      Tut er aber nicht, er fühlt sich immer gleich an.
      Oder die Autofahrt müßte sich vor dem Unfall besonders gut anfühlen.
      Tut sie nicht.
      Man sieht wie irrational und emotional Menschen sind. Auch berühmte Banker.

    2. manchmal finde ich es auch eigenartig wie sich hier diese leute äussern. man könnte schon fast meinen, dass sie sich vor den geistern die sie riefen inzwischen selbst fürchten. der vorteil ist, dass dumb money das tut was es soll – dumb money bei höchstbewertungen auszugeben. das will man natürlich solange wie möglich laufen lassen.

      kann es sein, dass man hier opfer der mechanik wird und der ausstieg aus dieser aufwärtsspirale einfach aufgrund der mechanik schwierig ist ohne sich selbst der gefahr auszusetzen in eine fomo position zu gelangen? man muss sich nur indikatoren wie put/call ratio o.ä. ansehen.

      alle sitzen im boot auf derselben seite aber das wasser (vix) ist noch zu ruhig, damit es reinschwappt. es wird aber eine ordentliche welle reichen um es unschön zu machen.

  3. Ja, der Jamie hat eigentlich immer recht, außer wenn er halt daneben liegt. Die Parallelen zu Herrn Fugmann sind unübersehbar ;-) Ich erinnere mich noch sehr gut an die fugmannesken Aussagen von Dimon vor einem Jahr oder so, als er meinte, dass ein ganz schlimmer Sturm auf die US-Wirtschaft zukommt und man sich bloß wappnen solle, um nicht davongeweht zu werden. Und was war das Ergebnis?! Nicht mal ein laues Lüftchen, irgendwas zwischen soft-landing und no-landing bei nahezu Vollbeschäftigung. Tja, nur weil man der Chef der größten Bank ist und das eine oder andere Milliardchen verdient, muss man nicht automatisch immer richtig liegen. Bei Dimon würde ich wegen Befangenheit sowieso jede Aussage „with a grain of salt“ betrachten, wie bei letztendlich allen Großbanken oder Hedge Fonds, wenn es um die Finanzmärkte geht!

  4. Herr Fugmann hatte vor ziemlich genau einem Jahr ein gutes Gefühl als er Nasdaq, Dax und Nvidia geshortet hat…da hört sich jeder Kommentar irgendwie falsch an.

    1. …mein Kommentar bezog sich auf die Aussage von Dimon…nicht auf Fugmann…Sie müssen immer unterscheiden wer die Aussage tätigt…der Chef der größten Bank ist etwas anderes als der Chef eines journalistisch tätigen Finanzkanals in Deutschland…im Endeffekt sollte man Dimon verbieten Kommentare abzugeben die nicht im Rahmen von offiziellen ad hoc mitteilungen durchgeführt werden

  5. für mich gibt es inzwischen keine andere erklärung als die begründete vermutung einem crackup boom live beizuwohnen.

    das EINZIGE was die sache am laufen hält ist das ki-märchen, dass irgendwann produktivitätsgewinne verspricht. aber sicher nicht in den nächsten monaten. ALLES was bisher als (fake)rallye begründung angeführt wurde, löst sich zunehmend in luft auf.

    zwar steigt vermutlich das bip wieder stärker als erwartet, aber wie schon von fugmann antizipiert wird man sich die preiskomponente ansehen müssen. somit ergibt sich das bild, dass es nur wegen zu hoher inflation und der biden-schuldenorgie „wächst“. und das wird dann in den bidenomics mit getürkte zahlen zum zustand der (us) wirtschaft garniert. hier nach den eigenartigen arbeitsmarktdaten hier die consumer:

    https://www.zerohedge.com/personal-finance/wtf-going-conference-boards-consumer-confidence-data

    und von geopolitischen spannungen, die medial auch gut tot geschwiegen werden wie den nahost-krieg und deren nun wachsende auswirkungen auf zb. den ölpreis mal ganz zu schweigen.

    aber auch ein crackup boom hat ein ende.

    1. Das soll ein Crackup-Boom sein? Mit 7 Prozent plus seit Jahresanfang beim S&P 500. Da haben Sie wohl noch keinen erlebt! Boom ja, aber Crackup?

      1. nun ja, ich unterstelle mal, dass eine der probleme in diesem unbegründeten boom viele vertreter der jüngeren generationen (also dumb money) sind, die eine eher sehr kurze aufmerksamkeitsspanne (ca. tiktok video – länge) und dementsprechenden (anlage)horizont haben.

        diese aufwärtswelle hat mit einer unterbrechung in q3 2023 im oktober 2022 begonnen. der dax kommt von ca. 12.000 punkten und der s&p von ca. 3.600. und nun dürfen sie nochmal nachrechnen – ich behaupte allerdings vorsorglich schon mal, dass diese steigerungen nicht fundamental -, also weder durch das allgemeine wirtschaftswachstum noch durch das gewinnwachstum der unternehmen – in diesem zeitraum begründbar ist auch wenn es seinerzeit durch die ukraine situation eine schwer quantizierbare übertreibung nach unten gab.

  6. @ost

    Diese Crackup-Boom-Geschichten hören wir seit Jahrzehnten.
    Der Nichtinvestierte war jedenfalls der Dumme.

  7. dem widerspreche ich auch nicht.

    allerdings lassen sich solche phasen erst seriös im nachgang beurteilen. wenn man mittendrin steckt, neigt der mensch zu einem starken bias – insb. wenn es zu seinem vorteil erscheint.

    rational betrachtet ist es so:
    1. alle bisherigen medial servierten begründungen für einen inzwischen 40% anstieg beim s&p (45% beim dax) seit oktober 2022 haben sich in luft sukkzessive in luft aufgelöst. ich darf an den nicht stattfindenden boom in china als erste begründung erinnern, danach ist man auf die sinkenden inflations/zinsraten umgeschwenkt.
    2. es bestehen weiterhin gigantische aber durch bilanzierungstricks verdeckte falschbewertungen von gigantischen assetklassen wie anleihen und immobilien. die kreditausfallsrisiken durch die schuldenorgien von staaten und auch privaten steigen praktisch täglich.
    3. wir haben ausser der geschönten us wirtschaft (die mit einer schuldenorgie nie gesehenen ausmaßes) leidlich im verhältnis zum eingesetzten volumen stimuliert wird, praktisch alle wesentlichen volkswirtschaften in einer stagflation/rezession/deflation.

    nun ja, rational ist das nicht was an den finanzmärkten und insb. den hauptindizes passiert – aber da geht es ohnedies hauptsächlich darum die gigantische msci-etf-blase nicht kollabieren zu lassen. wenn da die luft rausgeht haben wir eine rezession und einen crash der wohl ziemlichen lang nach beispielen in der historie wird suchen müssen.

  8. @Columbo

    Richtig. Langfristig haben sich Aktien schon in der Vergangenheit (im Mittel) als unglaublich stabil erwiesen. In starkem Kontrast zu den Renten (Festverzinsliche) und Währungen. Gold mag die große Ausnahmen sein. Durch die Vernetzung sollten die Aktienmärkte sogar noch zusätzlich stabilisiert werden. Dazu kommt, dass sich die umlagefinanzierte Altersrente in den Industrie und Schwellenländern auf Schrumpfungskurs befindet und die Investition in die Aktienmärkte einen der wenigen für alle greifbare Ausweg darstellt.

  9. @AE-Conrady

    Ich denke auch, dass die Wertentwicklung von Gold in den letzten Jahren eher die Ausnahme ist.
    In der Regel war und ist Gold riskanter als Aktien.
    Außer man glaubt an den unmittelbar bevorstehenden „größten Crash aller Zeiten“.
    Aber das gehört dann mehr in die Abteilung Religion.

  10. „Fühlen“ und „glauben“ genügt nicht, um einen Crash auszulösen, sondern erst das Handeln erzeugt diesen Effekt, wenn eben viele Anleger verkaufen und keiner mehr oder nur noch wenige kaufen.

    Was können Gründe dafür sein, dass viele Anleger zwar das „Gefühl“ haben, dass die derzeitigen Kurse hoch sind, aber dennoch investiert bleiben bzw. sogar noch nachkaufen?

    – der Bequeme bzw. Optimist: „Ist mir egal, es wird schon alles gut“
    – der Vermögende: „Kapital wird nicht benötigt, normales Einkommen genügt für alles“
    – der Stratege: „ich bin breit und langfristig investiert kaufe regelmässig nach (cost average Effekt)“
    – der Spieler: „es läuft gerade so gut und ich werde es schon schaffen, rechtzeitig abzuspringen“
    – der Ideologe: „den Permabären werde ich es schon zeigen“
    – u.v.a.m

    Um o. g. Leute von der momentanen Erfolgsspur abzubringen, müssen erstmal nachhaltig Schmerzen entstehen, denn die ersten Börseneinbrüche werden wie im Rausch nachgekauft, bevor sämtlicher Cash weg ist und die Erkenntnis reift, dass es jetzt mal länger und weiter nach unten gehen kann. Oft sind es relevante Ereignisse, die so einen Prozess in Gang setzen, in der Regel grössere Kreditausfälle, Betrügereien usw., wodurch das Vertrauen schlagartig verloren geht. Solange aber der US-Wahlkampf läuft, wird man mit aller Macht, sämtliche Löcher stopfen, um das „Vertrauen“ im System zu behalten. Nur echte schwarze Schwäne könnten die Börsen auch schon vorher erschüttern. Darauf zu wetten ist Harakiri.

    1. Alleine weil monatlich passiv über ETFs so viel Geld in die Märkte gefeuert wird, wird es in meinen Augen nicht zu dramatischen Rückläufen kommen. Solange die Menschen Jobs und dadurch eben auch das Geld für solche regelmäßigen Investments haben, gibt es ohne einen externen, extremen Schock eigentlich keinen Grund negativ auf die Börsen zu schauen (außer man ist halt in seinem Narrativ gefangen)!

      1. Die ETFs haben sicherlich eine stabilisierende Wirkung und sind durch den Anleger-Typ repräsentiert, der breit und langfristig investiert ist. Allerdings könnte dies auch dazu führen, dass es nicht zu einem abrupten Crash kommt, sondern irgendwann mal zu einer ewig langen Korrektur a la Japan (Crash auf Raten).

  11. Schon zu Ötzis Zeiten hing das eigene Überleben und Wohlergehen von der Einschätzung von Wahrscheinlichkeiten ab.
    Wer sich verrechnete, wurde entweder auf der Jagd getötet (die Draufgänger) oder er verhungerte in der Höhle (die Crashpropheten).
    Die erfolgreichen Jäger hingegen wußten, dass (Jagd-)Crashs eher seltene Ereignisse waren.

  12. Fallhöhe macht Freude

    Columbo hat anscheinend den Sinn der Aussage von Dimon nicht verstanden,nämlich dass Abstürze immer unverhofft kommen.Junge Teilnehmer haben noch Zeit zu lernen, besser ist es aus Erfahrungen alter Hasen zu lernen und sie ernst zu nehmen als selbst blutige Nasen zu holen.Warum hat denn das grosse Idol von Columbo soviel Bares wie nie zuvor?

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