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Lauterbach meldet – ab 2023 Krankenkassenbeitrag mit Rekordhoch

Karl Lauterbach meldet die Erhöhung im Krankenkassenbeitrag ab 2023 auf ein neues Rekordhoch. Der Druck für höhere Bruttolöhne steigt dadurch nur noch mehr.

Freuen Sie sich als Arbeitnehmer schon auf die sensationelle (Ironie) Energiepreispauschale von 300 Euro, die Ihnen im September auf ihr Bruttogehalt oben drauf geschlagen wird, und die sie noch versteuern müssen? Und wäre eine steuerfreie Sonderzahlung ihres Arbeitgebers nicht toll, sofern Olaf Scholz diese Idee nächste Woche durchgesetzt bekommt? Aber all das können Sie getrost in die Tonne treten. Denn nicht nur, dass Ihnen nächstes Jahr die Heizkostenabrechnung um die Ohren fliegt. Nein, unser aller Gesundheitsminister Karl Lauterbach verkündet aktuell für nächstes Jahr einen steigenden Krankenkassenbeitrag für die 57 Millionen gesetzlich Versicherten.

Der Zusatzbeitrag für die gesetzlichen Krankenkassen erhöht sich um 0,3 Prozentpunkte auf 1,6 Prozent. Zusammen mit dem allgemeinen Beitragssatz von derzeit 14,6 Prozent müssten dann von den Arbeitnehmern statt bisher insgesamt 15,9 Prozent ab 2023 16,2 Prozent vom Bruttolohn für die Krankenversicherung gezahlt werden. Das ist ein Rekordhoch. Rechnen wir das mal schnell und einfach durch. Sie verdienen 4.000 Euro brutto im Monat. Damit bekommen Sie ab nächstem Jahr im Monat 12 Euro weniger von ihrem Arbeitgeber als Nettolohn überwiesen – im Jahr sind das immerhin 144 Euro weniger. Karl Lauterbach begründet die Erhöhung mit einem Defizit von rund 17 Milliarden Euro, das sonst den Gesetzlichen Krankenkassen im nächsten Jahr droht.

Und wo die glorreiche einmalige (!) Energiepreispauschale oder sonstige einmalige Zahlungen schnell verfeuert werden für höhere Lebensmittelpreise oder Heizkostennachzahlungen, da wird diese Erhöhung der Krankenkassenbeiträge wohl dauerhaft bleiben, und Monat für Monat am Nettolohn fressen. Auch wenn es nicht nach viel aussieht. Aber auch so eine Anhebung ist ein weiterer Baustein für die Anfachung der Lohn-Preis-Spirale. Dauerhaft noch weniger Netto für die Arbeitnehmer bedeutet, dass die Gewerkschaften auch im nächsten Jahr noch stärker auf noch höhere Löhne als in diesem Jahr bestehen werden – damit das weniger an Netto durch ein höheres Brutto ausgeglichen wird. Zahlen die Arbeitgeber dann diese höheren Löhne, schlagen sie diese Mehrkosten auf die Preise für ihre Kunden auf, was die Inflation anheizt.

Karl Lauterbach
Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0



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5 Kommentare

  1. Hungern ist schließlich gesund.
    Der Deutsche tut das gerne.
    Maske, Spritze, Lohnabzüge, frieren im Winter, Bezinpreise auf Rekordhoch, Verbrenner-Aus, Gendern:
    Ja, bitte quält mich – Fifty Shades ist meine Lieblingslektüre!
    Ich wähle auch morgen „grün“ deswegen und finde Klimakleber gut!
    Ich finds prima, die Leute für ihre Wahleentscheidungen zu bestrafen!
    Ein wenig mehr dürfte man noch holen bei den überbezahlten Excel-Schiebern in den White Collar-Abteilungen von BMW, Siemens und SAP.
    Aber das kommt noch und dann sind von völlig überbezahlten 200 K im Jahr nur noch reelle/leistungsgerechte 80 k brutto übrig.
    Putel dreht das Gas ab, Lauterbach greift ins Portemonnaie, Lagarde verteilt in den Süden um:
    Und schon lässt der deutsche Herrenmensch mal Luft ab.
    Bin mittlerweile überzeugt: Für D-Land hilft nur noch die Abrissbirne.
    Hart, brutal, nachhaltig.
    Reden versteht die durchschnittliche D-Möbe nicht…
    Also: Lauter, weiter so, bitte 1 Prozent mehr holen.

  2. Naja, und nach den deutschen Gesetzten, die natürlich die Politiker selbst beschlossen haben, dürfen sie auch ganz legal, z. B. von den Produzenten medizinischer Produkten Gelder annehmen, wenn sie diese nicht gefordert haben; also „aufgenötigt“ bekommen haben.
    So per „Zwangsüberweisung“ aufs Konto, oder per nachgeworfenem Geldkoffer.
    Diese Summen müssen ja auch irgendwo herkommen.
    Da wird wohl schnell eine Millonenvilla zusammenkommen.

    Viele Grüße aus Andalusien
    Helmut

  3. Deppen, Kriminelle, Scheiß-mir-in-die-Hosen, Judenvergleiche mit Russlandbashing, Lauterschwach-Jugend ersetzt Hitler-Jugend…
    Das ist ohne jedes Niveau, volksverhetzend, ohne Erkenntnisgewinn. Mit Meinungsfreiheit hat das nichts mehr zu tun.

  4. Naja, eine Menge Medikamente kosten eben eine Menge Geld.

    Woran liegt es denn z. B., wenn weltweit in allen Ländern ja wohl so viele Thrombosen auftreten, dass die Medikamente knapp werden?
    Ein Tipp:
    Was wurde denn weltweit veranstaltet, was Thrombosen erzeugen kann?
    Ich meine natürlich nur seeehr vereinzelt, in gaaaanz seltenen Fällen (!?)

    Lieferengpass und Lieferstopp für Thrombose-Medikamente „wegen gesteigerter Nachfrage“

    https://report24.news/lieferengpass-und-lieferstopp-fuer-thrombose-medikamente-wegen-gesteigerter-nachfrage/

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