Devisen

Mißtrauensvotum gegen Yellen

xauusd2006Nein, der Anstieg der US-Verbraucherpreise sei „noise“ – so Janet Yellen auf der Pressekonferenz nach der Fed-Sitzung am Mittwoch. Und in einer ersten Reaktion haben das die Märkte auch geglaubt: der Dollar wurde abverkauft, die Renditen für US-Staatsanleihen fielen auf den tiefsten Stand in 2014.

Aber nun hat sich der Wind gedreht. Gestern bereits die bezahlten Preise im Philadelphia Fed Index mit dem stärksten Anstieg seit fünf Jahren. Und heute dann die Verbraucherpreise aus Kanada, die deutlich stärker gestiegen waren als erwartet – als „kleiner Bruder“ beachtet die Wall Street auch Daten aus Kanada und zieht ihre Rückschlüsse daraus.

Die Folge: die Anleiherenditen für US-Staatsanleihen steigen, die 10-jährige auf 2,65%. Interessant dabei: inflationsgeschützte Anleihen halten sich besser als Anleihen ohne Inflationsschutz. Das zeigt ganz klar: die Märkte halten die Aussage Yellen, wonach die angezogene Inflation „noise“ sei, für ein Ablenkungsmanöver. Es ist eine Art Abstimmung mit den Füßen, die den Dollar stärkt:

 

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Auch der Anstieg des Gold-Preises signalisiert, dass die Märkte nun ihre Inflationserwartung geändert haben:

 

 




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1 Kommentar

  1. Janet Yellen ist eine Luftnummer. Die Märkte brauchen nur ein wenig, bis das verstanden wird. Genau die Aussage Aktien sind nicht zu hoch bewertet. Wären Aktien fair bewertet, hätte Yellen das nicht gesagt.

    Wenn man Yellens Aussagen genau durchleuchtet, sind diese meiner Meinung nach ein gutes Argument langfristige Shortpositionen aufzubauen

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