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Nicht existierende Immobilienblase: Immobilienpreise steigen noch stärker als im Vorjahr

Die laut Politik und Notenbankern nicht existierende Immoblilienblase in Deutschland wächst weiter. Die Preise für Wohnimmobilien steigen im laufenden Jahr sogar noch stärker als im Vorjahr…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die laut Politik und Notenbankern nicht existierende Immoblilienblase in Deutschland wächst weiter. Die Preise für Wohnimmobilien steigen im laufenden Jahr sogar noch stärker als im Vorjahr, wie ganz aktuelle Daten zeigen. Was noch alarmierender ist: Während das Wachstum der Immobilienpreise auf hohem Niveau bleibt, legen vor allem die Preise in kleinen Städten stärker zu, und holen somit auf. Für Immobilienkäufer wird das Ausweichen auf kleinere Städte oder Vororte von großen Städten somit immer schwieriger. Im Schnitt steigen die Wohnimmobilienpreise gegenüber dem Vorjahr um 6,56%. Im Vorjahr wuchsen sie gegenüber 2015 noch um 6,03%, so der Immobilienverband „IVD“ heute.

Anders als im Vorjahr hat die Preisdynamik im Bestand in den Metropolen jedoch nachgelassen. Betrug sie in den Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern 2016 noch 9,71 Prozent, hat sich das Wachstum 2017 auf 7,75 Prozent verringert und bewegt sich nun wieder auf dem Niveau von 2015. In den Großstädten mit 250.000 bis 500.000 Einwohnern stagnierte das Preiswachstum in diesem Jahr, allerdings ebenfalls nach einem kräftigen Anstieg im Vorjahr. In allen anderen Städteklassen hat das Preiswachstum dagegen zugelegt. Insbesondere in den kleineren und mittleren Städten ist ein stärkerer Anstieg zu verzeichnen. Trends: Großstädte mit Preiswachstum auf einem sehr hohen Niveau, jedoch nicht grenzenlos nach oben. Kleine und mittlere Städte noch mit Luft nach oben, stärkere Preisdynamik.

In Großstädten sieht es bei Eigentumswohnungen so aus: Bei Bestandsimmobilien liegen Köln mit +21% und Frankfurt mit +18% an der Spitze der Preisentwicklung. Bei Neubaupreisen legt Berlin am Stärksten zu mit +21%, dann folgen Köln, Frankfurt und Essen mit Steigerungen um die 18% herum.

Und wie die folgende Grafik zeigt, sind die Preissteigerungen breit verteilt auf bestehende Immobilien, Neubauten, Reihenhäuser, Einfamilienhäuser etc.

Die folgende Grafik zeigt: In teuren Städten wie Hamburg und Düsseldorf steigen die Preise für Baugrund nur minimal um maximal 5%. Dagegen explodieren die Preise für Baugrund regelrecht in Städten wie Berlin mit bis zu 39%, München und Frankfurt mit 19%. Preise für Baugrund in „normalen“ Lagen steigen in Leipzig sogar um 26%, in nur einem Jahr. Wahnsinn! Zu Berlin bemerkt der IVD, dass dort im Vergleich zu den nächsten sechs größten Städten die Grundstückspreise immer noch am Günstigsten sind. Also sind die jetzt stark steigenden Preise wohl eine Art Nachholeffekt. Aber nein, laut Bundesbank gibt es in Deutschland keine Immobilienblase!

Wie löst man das Problem? Natürlich hat der Immobilienverband seine subjektive Sicht auf die Dinge, die aber deswegen nicht komplett verkehrt sein muss! Zitat auszugsweise:

„In den Ballungsregionen klafft eine enorme Lücke zwischen Angebot und Nachfrage, wodurch ein Wohnraummangel herrscht, der die Kaufpreise in die Höhe treibt. Zu lösen ist dieses Problem nicht durch Regulierungen wie die Mietpreisbremse, sondern ausschließlich durch ein größeres Angebot an bezahlbarem Wohneigentum und bezahlbaren Mietwohnungen. Das kann nur erreicht werden, wenn sich die Bedingungen für private Investoren verbessern – denn diese tragen den weitaus größten Anteil an der Entstehung von neuem Wohnraum“, kommentiert Schick.

„Der Trend zu höheren Kaufpreisen ist seit 2010 ungebrochen. Der Grund ist nach wie vor die Wohnraumknappheit. Die neue Bundesregierung muss reagieren und die Förderung von Wohneigentum wieder in ihr Blickfeld rücken. Nach zehn Jahren reiner Mietenpolitik ist es endlich an der Zeit, den Erwerb von Wohneigentum zu unterstützen“, erklärt Jürgen Michael Schick, Präsident des IVD.

„Eine breitere Ausweisung von Bauland ist dringend nötig“, unterstreicht Schick. „Die Grundstücksreserven der Kommunen müssen mobilisiert werden – bei kontinuierlich steigenden Grundstückpreisen kann die eine oder andere Kommune damit ein gutes Plus erwirtschaften. Aber auch eine Beschleunigung der Baugenehmigungsverfahren und mehr Flexibilität beim Thema Nachverdichtung in den Innenstädten sind notwendig, damit innerstädtische Wohnprojekte nicht in den Mühlen der Bürokratie versanden.“

Was das für Wohnungsmieter bedeutet, wenn die Käufer und Erbauer neuen Wohnraums immer mehr Geld investieren müssen, ist ja wohl klar…

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Gerd

    4. September 2017 15:42 at 15:42

    „In den Ballungsregionen klafft eine enorme Lücke zwischen Angebot und Nachfrage, wodurch ein Wohnraummangel herrscht, der die Kaufpreise in die Höhe treibt.“

    Die Entwicklung finde ich doch ausgesprochen gut – allerdings auch nur so lange bis es auch wegen der Wohnungen zum Hauen und Stechen kommt.
    Vielleicht überlegt ja schon vorher mal der eine und andere Geringverdiener, ob es tatsächlich vorteilhaft für ihn ist, die Linken zu unterstützen.
    Bei der Wohnungssuche konkurriert er nämlich mit den Menschen, für welche die Linken ein bedingungsloses Bleiberecht fordern.
    Humanität hat halt ihren Preis – für die kleinen Leute. Recht so, kann ich da nur sarkastisch sagen.

    Immobilienverband: “ Zu lösen ist dieses Problem …ausschließlich durch ein größeres Angebot an bezahlbarem Wohneigentum und bezahlbaren Mietwohnungen“.
    Absolute Volks- und Wählerverdummung: Die Formel „Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis“ besteht ja wohl aus zwei Parametern. Mehr will ich dazu jetzt nicht ausführen – außer dass es gar nicht möglich ist, das Angebot in dem Maße zu erhöhen, wie sich der zweite Parameter im Höhenflug befindet.

  2. Avatar

    Enka Latineg

    4. September 2017 17:08 at 17:08

    Wie so oft hinken die Statistikwerte der Wirklichkeit hinterher. Eigentumswohnungen in guten Lagen in München sind auch in gebrauchtem Zustand gerade dabei 5stellige Quadratmeterpreise nachhaltig zu testen . Darauf kommen noch Makler-, Notar-, und Steuerausgaben, also etwa 10%.
    Beim gekauften Baugründstück, übrigens auch nicht mehr so billig, wie in der Tabelle, beginnt der spannende Teil erst nach der Verbriefung. Den Behördenmarathon sollte sich nur ein zertifizierter Masochist antun.
    Selbst für Einkommen der oberen Mittelschicht ist das alles inzwischen unerschwinglich.

    • Avatar

      Bademeister

      4. September 2017 17:16 at 17:16

      Cooler Name…

      • Avatar

        Michael

        4. September 2017 21:18 at 21:18

        Was ist an Genital Akne von hinten gelesen so cool? Hoffentlich verbreitet sich das nicht im Nriheg und Dnatsrev.

  3. Avatar

    Jan

    4. September 2017 21:57 at 21:57

    Die Zahlen für Düsseldorf stimmen leider überhaupt nicht. Neubauwohnungen kosten selbst in Schrottlagen ab 4000 EUR/qm, Grundstücke in normaler Lage ab 500 EUR/qm und in guter Lage ab 800 EUR/qm. Alles andere ist Fehlinformation.

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Zinskosten: So gigantisch sind die Ersparnisse für Kreditnehmer im Langzeitvergleich

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Dass Kreditnehmer in einem jahrelangen Umfeld immer weiter fallenden Zinsen die großen Gewinner sind, das ist kein Geheimnis. Aber es ist mal interessant zu sehen, wie viel Zinsen ein Häuslebauer vor 20 Jahren gezahlt hat, im Vergleich zu einem heutigen Abschluss, bei selber Kreditsumme und Tilgungshöhe. Die Interhyp AG hat aktuell einen Vergleich veröffentlicht, der die tatsächliche Dimension aufzeigt, wie viel Geld man heutzutage spart.

Hat man im Jahr 2000 abgeschlossen, entstanden bei einer Darlehenssumme für einen Immobilienkredit über 300.000 Euro und 2 Prozent Tilgung in 10 Jahren insgesamt 172.000 Euro an Zinskosten. Damals lagen die Zinsen bei 6,5 Prozent. Mit heute nur noch 0,8 Prozent hat man gerade mal noch 22.000 Euro Zinskosten! Das lohnt sich natürlich besonders für Häuslebauer, weil die Darlehenssummen hier so hoch sind, so möchten wir anmerken – aber die Sache hat einen Haken. Wo man als Kreditnehmer für Häuschen oder Eigentumswohnung extrem stark bei den Zinskosten spart, da zahlt man auf der anderen Seite drauf bei den in den letzten Jahren explodierten Immobilienpreisen.

Sicherlich sind die aktuellen Informationen der Interhyp AG auch eine schlecht versteckte Eigenwerbung, aber sei es drum. Die Experten sagen, auszugsweise im Wortlaut:

Auch wenn vielerorts die gestiegenen Immobilienpreise höhere Darlehenssummen erfordern, bleiben die Raten für viele Menschen leistbar. Der Zinsvorteil ermöglicht in vielen Fällen eine höhere Tilgung als früher. Die Expertin rät Eigenheimbesitzern, die Sparchancen für ihre Anschlussfinanzierung zu nutzen und sich schneller zu entschulden. Bauherren und Käufer sollten die Finanzierung wohlüberlegt angehen. Wichtig sei, bei der Finanzierung einen möglichen Zinsanstieg in Zukunft einzukalkulieren und mit langen Zinsbindungen und hohen Tilgungen vorzusorgen.

Hier auszugsweise weitere Aussagen von Interhyp. Zitat:

Im März 2020 sind die Zinsen auf ein neues Allzeittief von rund 0,7 Prozent im Mittel gefallen und auch jetzt liegen sie nur knapp darüber, berichtet Interhyp. Zum Teil sind sogar Bestzinsen von unter 0,5 Prozent möglich. Die Monatsrate für einen Musterkredit über 300.000 Euro (0,8 Prozent) beträgt im Herbst 2020 bei einer zweiprozentigen Anfangstilgung nur noch 700 Euro. Die Zinskosten über 10 Jahre liegen dafür heute nur bei 22.000 Euro – einem Bruchteil der Kosten bei Abschluss im Jahr 2000.

Rat der Experten: Sparchancen für schnelle Entschuldung nutzen

Um die Zinsersparnis zu verdeutlichen, hat Interhyp in der Beispielrechnung immer mit der gleichen Anfangstilgung gerechnet. Der Rat der Finanzierungsexperten ist jedoch, heute eine höhere Tilgung zu wählen. Das sei möglich mit Raten, die nicht wesentlich über denen früherer Jahre liegen. Mirjam Mohr: „Unsere Daten zeigen, dass Kreditnehmer ihre Entschuldung im Blick behalten. Die anfängliche Tilgung bei Bauherren und Käufern ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten von unter zwei im Mittel auf über drei Prozent gestiegen. Bei der Anschlussfinanzierung ist sie sogar von unter drei Prozent auf rund sechs Prozent gestiegen.“ Viel sparen im Vergleich zu früher könnten vor allem Eigenheimbesitzer mit Bedarf für eine Anschlussfinanzierung. Bauherren und Käufer sollten mit Blick auf hohe Kaufpreise und Darlehenssummen auf Sicherheit achten, zum Beispiel, indem sie günstige Zinsen mit langen Zinsbindungen festschreiben oder viel tilgen. „Der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass sich das Zinsniveau über die Jahre deutlich ändern kann“, sagt Mirjam Mohr.

Grafik zeigt im Langfristvergleich sehr stark gesunkene Zinskosten

Chart zeigt langfristig extrem stark sinkende Zinsen

Grafiken und Daten: Quelle Interhyp

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Marc Friedrich mit 5 Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade

Redaktion

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Marc Friedrich

Der Bestsellerautor Marc Friedrich spricht in seinem aktuellen Video „Der größte Vermögenstransfer der Geschichte“ über viele aktuelle Kapitalmarktthemen. Vor allem geht es um die große Anfeuerung von bestimmten Assetklassen, verursacht durch die immer größeren Gelddruck-Orgien der Notenbanken.

Marc Friedrich mit 5 Investment-Ideen

Im späteren Verlauf des Videos spricht Marc Friedrich seine fünf Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade an. Auffällig dabei ist, dass die Kategorien Aktien und Immobilien nicht dazu gehören. Eben diese Assetklassen haben die letzten Jahre massiv von der Geldschwemme der Notenbanken profitiert. Marc Friedrich präferiert Gold, Silber, Bitcoin, Minenaktien und Diamanten. Gut, es sind doch Aktien vertreten, aber nicht als Gesamtkategorie, sondern nur weil es um Firmen geht, die Rohstoffe aus dem Boden holen.

Knappe Güter bevorzugen

Marc Friedrich spricht auch ganz konkret an, warum diese Ideen nach seiner Meinung die besten Investment-Ideen der nächsten Jahre sein sollen. Sie würden andere Assetklassen in der nächsten Dekade des „Vermögenstransfers“ outperformen. Sie seien (und das ist ein wichtiger Aspekt) begrenzt durch die Natur (Edelmetalle) oder durch die Mathematik (Bitcoin). Tja, und in der Tat, andere Assets wie das Fiat-Geld auf Bankkonten kann beliebig stark vermehrt werden. Je mehr Geld, desto stärker der Verwässerungseffekt, und desto stärker womöglich in Zukunft der Vertrauensverlust der Bürger in das Finanzsystem? Und alles was in seiner Menge limitiert ist, wird immer begehrter?

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Aktuell: Pelosi schürt wieder Stimulus-Optimismus, Aktienmärkte mit Erholung

Markus Fugmann

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Soeben Nancy Pelosi auf ihrer Pressekonferenz: man habe Fortschritte gemacht bei den Gesprächen mit den US-Repubikanern, man sei fast am Ziel („progress has been made this week“; „we are just about there“).

Und die Aktienmärkte wieder mit einer Erholung, nachdem der Leitindex S&P 500 das Tief vom Montag unterschritten hat..

Aber Vorsicht: möglich ist, dass sich Pelosi nicht auf das gesamte Stimulus-Paket bezieht, sondern nur auf einen kleinen Teil davon:

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