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Obama mit Initiative auf Bush-Trip: „Competition is good“ (The free Market is the best way…)

Redaktion

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FMW-Redaktion

Leicht überdreht die Headline? Immer noch, wenn Sie mehr über die heute veröffentlichte neueste Initiative von US-Präsident Barack Obama gelesen haben? In den nächsten Monaten sollen sämtliche US-Behörden alle Veordnungen und Gesetze umkrempeln und den Wettbewerb in der US-Wirtschaft so stark anheizen wie nur möglich! Das ist gut für den Verbraucher, so Barack Obama. Auf den ersten Blick ja – nur irgendwer muss die Preisspirale nach unten auch bezahlen…

Obama
US-Präsident Barack Obama. Foto: White House / Gemeinfrei.

Wie sagte George W Bush in den letzten Monaten seiner Amtszeit mehrmals? „The free Market is the best way…“ usw. Obama setzt Bush´s Aussprache heute noch die Krone auf und verkauft sie als Dienst am Bürger. Sämtliche US-Behörden haben laut Obama´s heutiger Direktive von jetzt an 60 Tage lang Zeit konkrete Vorschläge zu machen wie die US-Wirtschaft so stark wie möglich dereguliert werden kann – dann soll eine rasche Umsetzung von Maßnahmen erfolgen. Man merkt: Der gute Mann ist in Eile, bald muss er sein Büro verlassen. Nur warum jetzt diese Initiative? Das bleibt offen.

Plakativ dargestellt wird das am Beispiel von TV-Dekodern. Praktisch jeder Amerikaner habe inzwischen einen TV-Dekoder und zahle dafür jährlich im Schnitt 231 Dollar (laut Weißem Haus). Die Produktionskosten der Geräte seien dramatisch gefallen, aber die Kabel-Betreiber würden den Konsumenten ständig steigende Mietkosten in Rechnung stellen – die seien um 185% gestiegen (welcher Zeitraum?). Im Gegensatz dazu seien die Preise von Computern, Fernsehern und Handys dramatisch gesunken. Wir meinen: Da ist was dran, kennt man ja so auch aus Deutschland mit den ganzen schönen Mietverträgen für Decoder. Was im Einzelfall schön und verführerisch für Verbraucher aussieht, weil man hier und da ein paar Dollars spart, kann volkswirtschaftlich gesehen in großem Umfang Löhne drücken und zu Arbeitsplatzverlusten führen. Wie war das z.B. mit Uber als Taxi-Ersatz? Gab es da nicht schon mal irgendwo (weltweit?) Befürchtungen, dass Taxifahrer, die von ihrem Beruf jetzt noch halbwegs leben können, durch Freizeit-Uber-Fahrer ersetzt werden, die deutlich weniger verdienen? Nur mal so ein Beispiel…

Laut Weißem Haus soll diese Initiative jedenfalls den Wettbewerb anregen, Innovationen fördern und vor allem zum Vorteil der Verbraucher sein durch sinkende Endpreise für Produkte und Dienstleistungen aller Art. Hier der Originaltext, wie man sich das vorstellt:


Summary:
Learn how President Obama’s new efforts are spurring competition to make life better for consumers.

Today, building on efforts over the last seven years, the President is launching a new initiative to stoke competition across our economy, so that no corporation can unfairly squeeze their competitors, their workers, or their customers at everyone’s expense. Stronger competition matters because it can deliver lower prices, higher quality, and better customer service for consumers. It gives workers more of a voice and can help strengthen wage growth. And it’s what entrepreneurs need to get a fair shot at growing their businesses and creating jobs.
Before There Were Cable Boxes

Before getting into the details, a little historical context (and more on a specific action we’re taking today).

Millenials are often defined as the generation born after 1980. But they could also be described as the generation that doesn’t remember what it’s like to be forced to rent a big, overpriced, basic phone from the phone company.

Until the early 1980s, the phone company had a monopoly—not just on the wire to your house but, in many cases, on the phone you plugged into that wire.

And the result wasn’t pretty.

Phones had little variety, evoking the famous Henry Ford quote — „You can have any color, so long as it’s black” — and only the most basic functionality. Worse yet, households had to pay a fee each month to rent these phones that added up over time to many multiples of what they would have paid to purchase a similar (or fancier) phone themselves.

Then, all that changed when the Federal Communications Commission (FCC) and others took action to open up phones to competition. This competition and the technological progress it helped drive, led to a proliferation of digital dialing, built-in answering machines, a panoply of styles, cordless phones, and other innovations.

A similar dynamic has taken hold elsewhere in American homes today: According to a recent study, 99 percent of all cable subscribers lease a set-top box to get their cable and satellite programming.

It sits in the middle of our living rooms, and most of us don’t think twice about it. But that same study found that the average household pays $231 per year to rent these often clunky boxes. And, while the cost of making these boxes is going down, their price to consumers has been rising.

Like the telephones in 1980s, that’s a symptom of a market that is cordoned off from competition. And that’s got to change.
How We’re Taking Action To Fix It

That’s why today the President announced that his Administration is calling on the FCC to open up set-top cable boxes to competition. This will allow for companies to create new, innovative, higher-quality, lower-cost products. Instead of spending nearly $1,000 over four years to lease a set of behind-the-times boxes, American families will have options to own a device for much less money that will integrate everything they want — including their cable or satellite content, as well as online streaming apps — in one, easier-to-use gadget.

But we’re not stopping there. In many ways, the set-top box is the mascot for a new initiative we’re launching today. That box is a stand-in for what happens when you don’t have the choice to go elsewhere—for all the parts of our economy where competition could do more.

Across our economy, too many consumers are dealing with inferior or overpriced products, too many workers aren’t getting the wage increases they deserve, too many entrepreneurs and small businesses are getting squeezed out unfairly by their bigger competitors, and overall we are not seeing the level of innovative growth we would like to see. And a big piece of why that happens is anti-competitive behavior—companies stacking the deck against their competitors and their workers. We’ve got to fix that, by doing everything we can to make sure that consumers, middle-class and working families, and entrepreneurs are getting a fair deal.

That’s why today, the President announced a broader new initiative through an Executive Order that calls on departments and agencies to make further progress through specific, pro-competition executive actions that empower and inform consumers, workers, and entrepreneurs. In 60 days, agencies will report back on specific areas where we can make additional progress.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    rote_pille

    15. April 2016 17:58 at 17:58

    Das gibt nur noch mehr Regulierung und noch weniger freie Märkte.

  2. Avatar

    Benedikt

    16. April 2016 14:30 at 14:30

    Obama hat ja auch verlangt, dass die Banken die Vorgaben bei der Vergaben von Immobilienkredite senken sollten. Wenige Tage später wurde dann eine US Bank für zu lasche Vergaben von Immobilienkredite in der Vergangenheit bestraft. Obamas Nachfolger, vor allem wenn es ein Demokrat wird, wird dann wieder die Banken bei höheren Ausfällen bestrafen, die auf Obama gehört hatten. Den ganzen Kabelanbietern geht es auch nicht mehr so gut, weil Neflix und anderen ein billigeres Programm bieten und die etliche Kunden ihren Kabelanschluss kündigen. Wettbewerb gibt es und der dürfte weiter zunehmen.

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Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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EZB: Auf der Spur der wahren Gründe für das große Gelddrucken

Claudio Kummerfeld

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Die EZB-Zentrale in Frankfurt

Wir alle hören es seit Jahren und nehmen es zur Kenntnis. Offiziell betreibt die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik (Zinsen und Anleihekäufe), um die Inflation von der Null-Linie in Richtung 2 Prozent zu bekommen. Und Bürger und vor allem Unternehmen sollen durch die Banken in der derzeitigen Krise günstige Finanzierungsbedingungen erhalten. Daher flutet man alles und jeden mit Notenbank-Euros, und die Banken können dem braven Mittelständler noch günstigere Kredite anbieten? So kommt die Wirtschaft in Schwung, und letztlich auch die Inflation? So geht natürlich die offizielle Story. Und tatsächlich?

Viele Beobachter der EZB-Politik behaupten oder meinen erkannt zu haben, dass es Frau Lagarde und vorher Mario Draghi in Wirklichkeit darum ging, mit günstigen Finanzierungskonditionen und mit massiven Anleihekäufen die Südländer in der Eurozone am Leben zu erhalten. So wolle man die Eurozone als Konstrukt zusammenhalten. Auch wir bei FMW haben uns in den letzten Jahren diverse Mal zu diesem Thema geäußert. Nach der gestrigen PK von Christine Lagarde ist uns der Kommentar von Dr. Jörg Krämer aufgefallen, dem Chefvolkswirt der Commerzbank. Man kann ihn also ruhig als seriöse Quelle bezeichnen.

EZB hält Bedingungen für Südländer günstig

Er hat seinen Kommentar betitelt mit der Headline „Was Günstige Finanzierungsbedingungen wirklich bedeuten“. Er zielt auch auf die oberflächlichen Gründe der EZB ab, nämlich Kreditkunden in der Wirtschaft zu günstigen Konditionen zu verhelfen. Es sei interessant zu beobachten, wie stark Christine Lagarde das Konzept der „günstigen Finanzierungsbedingungen“ betont habe. Sie folge dabei einem „holistischen Ansatz“ und habe verschiedene Zinsen im Blick – etwa die für Kredite an Unternehmen oder private Haushalte. Tatsächlich aber (so Jörg Krämer) dürfte es der EZB aber vor allem darum gehen, die Renditeaufschläge der Anleihen der besonders hoch verschuldeten Staaten zu begrenzen. So lasse sich beobachten, dass die EZB im Rahmen ihres PEPP-Programms immer dann mehr Staatsanleihen kaufe, wenn die Risikoaufschläge steigen (siehe Grafik). Zitat Jörg Krämer:

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg habe ein EZB-Vertreter gesagt, dass die EZB sogar bestimmte Höchstwerte für die Risikoaufschläge einzelner Staatsanleihen bestimmt habe. Offenbar sieht es die EZB als ihre Aufgabe an, die Währungsunion zusammenzuhalten, solange die hoch verschuldeten Staaten nicht ihre Hausarbeiten machen und damit latent die Existenz der Währungsunion gefährden.

Endet diese Politik der EZB, wenn das Corona-Aufkaufprogramm PEPP Anfang 2022 endet? Nein, Jörg Krämer glaubt, dass das Aufkaufen auch danach weitergeht, optisch eben nur über ein andere Vehikel. Die EZB werde dann das „normale“ Kaufprogramm namens APP aufstocken, und zwar von 20 auf 30 bis 40 Milliarden Euro pro Monat. Begründen dürfte sie dies unter anderem mit einer merklich unter zwei Prozent liegenden Inflation. Und ja, so möchten wir von FMW anmerken: So läuft es schon seit Jahren. Die Inflation, die ist einfach zu niedrig, deswegen muss man Billionen an Euros drucken und immer weitere Teile der Anleihemärkte aufkaufen. In Wirklichkeit will man, so nehmen wir es auch an, nur weiterhin gewährleisten, dass Italien, Griechenland, Spanien und Co sich so günstig wie nur irgend möglich immer weiter verschulden können.

EZB kauft mehr Anleihen um Spreads zu senken

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So sichern Sie Ihr Depot optimal ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktienmärkte eilen von einem Rekord zum nächsten. Das Virus wühlt zwar weiterhin, und tatsächlich eilt auch die Anzahl der Covid-Neuinfektionen weltweit von einem Rekord zum nächsten. Wir vertrauen allerdings auf die Kraft des Impfstoffes und sehen die Volkswirtschaften dieser Welt nächstens befreit.

Bei so viel Euphorie beschleicht allerdings den ein oder anderen Börsianer ein ungutes Gefühl. Sie haben also das Bedürfnis Ihr Depot, Ihre Buchgewinne einmal zumindest teilweise abzusichern. Im Folgenden erkläre ich Ihnen, welche drei goldenen Regeln Sie berücksichtigen müssen, damit die Absicherung auch wirklich greift.

Das Absichern oder Shorten eines Depots ist kein Hexenwerk. Allerdings sind wir als Börsianer natürlich eher geeicht auf steigende Kurse und Chancen. Mit anderen Worten: Shorten zählt bei den meisten von uns nicht zur ersten Begabung.

Das sind die drei goldenen Regeln:

– Fassen Sie immer punktuell und kurzfristig zu!
– Definieren Sie Ihren Depotschwerpunkt und vergessen Sie Einzelaktien!
– Legen Sie eine prozentuale Absicherungsquote fest!

Was sagen uns diese Regeln konkret?

Zu 1. Ein Short – ganz gleich ob als Optionsschein, Short-ETF oder Zertifikat – ist kein Pkw-Anschnallgurt, den wir fortwährend zur Anwendung bringen. Erfolgreiches Shorten verlangt eine kurzfristige Marktmeinung. Solche Instrumente kaufen wir immer punktuell und lediglich für wenige Wochen oder Monate. Andernfalls verzichten wir auf Geld und Rendite. Dabei sind weniger die laufenden Kosten eines Short-ETFs oder eines Optionsscheins das Problem. Sondern: Shorts – egal in welcher Form – bringen uns Verluste, wenn der Markt entgegen unserer Prognose doch steigt. Zudem fehlt uns das Kapital für den Short auf der Aktienseite. Zu Deutsch: Ein unsauber gesetzter Short wird schnell zum doppelten Renditekiller.

Zu 2. Das ist offensichtlich: Wenn von 20 Ihrer Depotpositionen 15 aus dem DAX stammen, sichern Sie nicht gegen den S&P 500 oder NASDAQ-Index ab, sondern natürlich gegen den DAX. Als kluger Börsianer kennen Sie den Schwerpunkt Ihres Depots und erwerben dazu passend einen Short. Ganz wichtig: Vergessen Sie…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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