Devisen

Rubel: jetzt greift Putin ein!

Wie sehr der Sturzflug die russische Führung besorgt, haben die letzten Tage gezeigt: Politiker und Notenbanker hatten in der Vorwoche erklärt, dass böse Spekulanten die russische Währung unter Druck gebracht habe. Wer sonst, könnte man augenzwinkernd fragen?

Jetzt aber steigt der Chef persönlich in den Ring. Am Rande des Asien-Pazifik-Gipfels (Apec) in Peking sagte Putin:

„Die aktuellen spekulativen Marktschwankungen des Wechselkurses werden in der nahen Zukunft stoppen, unter Beachtung der Schritte, die die Zentralbank gegen die Spekulanten unternimmt“. (zitiert nach DOWJONES Newswires).

Aha, da haben wir es: es sind die bösen Spekulanten! Dass der Abverkauf auch etwas mit dem gefallenen Ölpreis, dem Dahinschmelzen der Devisenreserven des Landes sowie der Kapitalflucht zu tun haben, blieb unerwähnt – geholfen hat es dem Rubel trotzdem:

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(Dollar-Rubel)

Unterdessen hat die russische Notenbank in ihrem Bericht über die Geldpolitik 2015-2017 die Erwartung geäussert, dass die westlichen Sanktionen bis mindestens Ende 2017 in Kraft bleiben dürften. Daduruch, sowie durch geopolitische Unsicherheiten bestünden erheblich Risiken für die russische Wirtschaft. Die Notenbank erhöhte ihre Prognose für die Kapitalabflüsse aus dem Land in 2014 auf 128 Milliarden US-Dollar (von zuvor 100 Milliarden).



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