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Schweden: Rechtspopulismus und Kronen-Fall

Nach dem unklaren Wahlausgang vom Wochenende, der eine Regeriungsbildung in Schweden schwierig macht, ist die Schwedische Krone weiter unter Druck gekommen. Sie ist in 2014 der schlechteste Performer aller 10-G-Währungen (hier der US-Dollar/Schwedische Krone):

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Besonders die starke Zunahme der rechtskonservativen Schweden-Demokraten (12,8%) erschwert die Verabschiedung eines neuen Haushalts – und könnte so die politischen Prozesse auf Jahre hinaus lähmen. Die Schweden-Demokraten profitieren von der Stimmung gegen weitere Immigration: Schweden hat in den Jahren 2009 bis 2013 – relativ zur Einwohnerzahl – die höchste Zuwanderung aller Länder der Welt. 15,9% aller Schweden sind im Ausland geboren – im Jahre 2000 waren es noch 11,3%. Die Zuwanderung aus den Krisengebieten Syrien und Irak erreicht immer neue Rekorde – und gleichzeitig kommt die schwedische Wirtschaft ins Stocken.

Der Sieg der Rechtspopulisten ist ein großer Trend: es ist der Versuch, sich in einer globalen Welt wieder abzuschotten und die Tore dicht zu machen. Der Aufstieg der AfD in Deutschland zeigt, dass sich die politische Tektonik auch in Europa massiv verschieben wird. Es wird autortärer, mehr von Angst als von Optimismus bestimmt. Die Zeit des gewonnenen Kalten Krieges ist vorbei – jetzt geht es weniger um Ideologien wie im Kalten Krieg, sondern um kulturelle Identität und Religion. Auch die westlichen Gesellschaften werden militanter – das ist keine gute Nachricht..



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