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Syrien: Warum es wahrscheinlich gar keinen Giftgas-Angriff gegeben hat!

Gab es wirklich einen Giftgas-Angriff in Syrien – ausgeführt vom Assad-Regime? Das jedenfalls scheint im Westen Konsens zu sein, es ist die Rechtfertigung für den in der Nacht von Freitag auf Samstag ausgeführten Militärschlag der USA, Frankreichs und Großbritanniens auf Ziele in Syrien. Aber in Wahrheit liefen die Dinge mit hoher Wahrscheinlichkeit ganz anders ab..

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FMW-Redaktion

Gab es wirklich einen Giftgas-Angriff in Syrien – ausgeführt vom Assad-Regime? Das jedenfalls scheint im Westen Konsens zu sein, es ist die Rechtfertigung für den in der Nacht von Freitag auf Samstag ausgeführten Militärschlag der USA, Frankreichs und Großbritanniens auf Ziele in Syrien.

Zunächst stelt sich ja die Frage, warum Assad, der gerade dabei ist, die letzte Bastion der Rebellen einzunehmen, ausgerechnet jetzt chemische Waffen einsetzen sollte? Und zweitens stellt sich die Frage nach dem Motiv: das Motiv Assads ist nicht wirklich erkennbar, das der syrischen Opposition, mithin also der aus Sicht des Westens „gemäßigten Islamisten“ dagegen läge auf der Hand: es ist die letzte Chance, den Westen noch einmal zu einem Eingreifen in den Konflikt zu animieren, bevor die Niederlage total ist!

Aber was, wenn es gar keinen Einsatz von Chemiwaffen in Douma gegegben hat? Das jedenfalls legt ein Bericht des wohl angesehensten britischen Kriegsreporters, Robert Fisk, nahe. Fisk war der einzige Mensch aus dem Westen, der sich persönlich ein Bild von der Lage machen konnte und jenen syrischen Arzt (Dr Rahaibani) interviewte, der jenen Menschen behandelte, die vermeintlich das Opfer eines Giftgas-Angriffes waren. Laut Aussagen des Arztes, die Fisk in seinem Artikel im britischen „Independent“ zitiert, starben die Menschen nicht an Giftgas, sondern an Sauerstoff-Mangel!


Robert Fisk
By Mohamed Nanabhay – https://www.flickr.com/photos/mohamedn/4632983122/, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=27609268

Die Menschen versteckten sich in ihren Kellern vor den Luftangriffen der syrischen Armee – und wurden das Opfer von massiven Staubwolken (bedingt durch die Bombardierungen), die in ihre Keller eindrangen – sie erstickten also, wurden aber nicht durch einen gezielten Giftgas-Angriff getötet! Der von Fisk befragte syrische Arzt beschreibt das Geschehen so:

“I was with my family in the basement of my home three hundred metres from here on the night but all the doctors know what happened. There was a lot of shelling [by government forces] and aircraft were always over Douma at night – but on this night, there was wind and huge dust clouds began to come into the basements and cellars where people lived. People began to arrive here suffering from hypoxia, oxygen loss. Then someone at the door, a “White Helmet”, shouted “Gas!”, and a panic began. People started throwing water over each other. Yes, the video was filmed here, it is genuine, but what you see are people suffering from hypoxia – not gas poisoning.”

Mithin spricht also alles dafür, dass es keinen Giftgas-Angriff gegeben hat – aber die Bildaufnahmen der (faktisch erstickten) Opfer echt sind, dann allerdings offenkundig von interessierten Kreisen (sehr wahrscheinlich der syrischen Opposition!) zu propgandistischen Zwecken eingesetzt wurden, um die Westmächte zu einem erneuten Eingreifen vor der sich abzeichnenden totalen Niederlage der syrischen Opposition zu animieren!

Dazu hier noch Aussagen von Robert Fisk (in allerdings schlechter Tonqualität):


Karte von Syrien – Douma liegt unweit der Hauptstadt Damaskus
Creative Commons by-sa-3.0 de

14 Kommentare

14 Comments

  1. Hondo

    18. April 2018 11:39 at 11:39

    Kein Mensch der einigermaßen bei Verstand ist glaubt, dass es einen Giftgasangriff durch das Assadregime gab. Wir werden von unseren Regierenden dermaßem verschaukelt. Die viel entscheidenere Frage ist doch warum bemüht sich keiner wirklich um Frieden? Sie könnten aber sie wollen nicht warum ist das so?

    • Christoph

      18. April 2018 12:51 at 12:51

      Geldpolitik! Aber davon hat unsere Regierung keine Ahnung. Es gibt nur gut und böse… bzw. USA und Russland.
      Ziemlich blauäugig oder tut die Regierung nur so… sind ja ziemlich gut darin im: davon hatten wir ja keine Ahnung!

    • Columbo

      18. April 2018 13:35 at 13:35

      @Hondo, Trumps Angriff war ja eine Friedensmission. Wenn ein US-Präsident ein paar leerstehende Gebäude bombardiert und alle vorwarnt, dann will er doch nichts Böses. Jetzt redet er sogar mit Kim. Trumps Körper-…äh…Twittersprache sagt uns:“Ich will nicht kämpfen, ich hab Angst, laßt mich in Ruhe“. Wenn das keine friedlichen Aussichten sind.

    • sabine

      19. April 2018 13:07 at 13:07

      Vielen Dank für den sauberrecherchierten Artikel mit Nachweisen usw. So sollte Qualitäts-Journalismus sein. Weder auf der einen noch auf der anderen Seite. Einfach nur die Fakten.

  2. Johann Steinhaus

    18. April 2018 13:48 at 13:48

    Das ist das allerletzte was in Syrien abgeht. Da bekommt man den nackten Zorn in den Augen. Ich bin kein Verschwörungs-Theoretiker, beileibe nicht aber uns Normalos werden nur noch Märchen erzählt. Es geht doch nur noch um vorgelagerte Stützpunkte , der gleiche Mißt wie in der Krim . Meine Meinung heute ist : Alle Regierungen in den Sack und mit dem Knüppel drauf . Man trifft immer den Richtigen.
    By the way, hat jemals schon wer daran gedacht Schadensersatz an die beteiligten
    Regierungen zu stellen ? Denn wer ist denn wohl Schuld an der ganzen Flüchtlingskrise ………

    • Andreas

      18. April 2018 14:04 at 14:04

      Was ein geiler Kommentar :-D!
      Die Idee mit dem Sack und dem Knüppel gefällt mir.

  3. Kritisch

    18. April 2018 14:02 at 14:02

    Das wirklich schreckliche daran ist doch, dass sich die Herrschaften TRUMP, MACRON, MAY, MERKEL sich jenseits jeglicher Rechtsstaatlichkeit und damit eines der grundlegenden Menschenrechte stellen. Dem Grundsatz der UNSCHULDSVERMUTUNG! Ohne jegliche Beweise, egal ob nun in Syrien oder in Salisbury wird der „böse, böse Iwan“ attakiert. Man nimmt eine globale Eskalation in Kauf, weil man eben dran glaubt etwas zu wissen. Ablenkungsmanöver von eigener Unfähigkeit auch wenn dies im Extremfall am Rücken von zig-Tausenden ausgetragen wird. Ohne ein wirklicher Fan von Putin zu sein muss ich ihm für seine Weitsicht und sein verantwortungsvolles Verhalten gratulieren. Es zeigt mir aber auch, dass der russische Bär die gesamten Vorgenannten „in der Pfeife raucht“ um es etwas flapsig auszudrücken. Hoffentlich bleibt er dabei!

  4. Bademeister

    18. April 2018 15:01 at 15:01

    Brandgefährlich wirds jetzt richtig, wenn die Saudis, Kuwaitis & Co. jetzt, so wie Trump es will, im Norden Syriens einmarschieren und die Interessen des Westens unbemerkt weiter vertreten. Moslemische Handlanger der USA….das ist und kann niemals gutgehen….die nächste Stufe einer Eskalation in Syrien ist so gut wie vorprogrammiert!

  5. Beobachter

    18. April 2018 15:15 at 15:15

    @Kritisch, Bravo, zudem werden doch unsere super demokratischen Volksvertreter nicht müde den schlauen Putini dauernd als Diktator zu verschreien ,obwohl er gemäss sogar kritischen Journalisten ca. 80% Zustimmung beim Volk hat.Und mit jeder Sanktion oder sonstigen Lüge machen sie ihn noch stärker.
    In der Fussballsprache wäre Putin im Vergleich zu unseren Azubi–Politikern Champions Lige gegen Kreisliga.

  6. Wolf Larsen

    18. April 2018 17:36 at 17:36

    Natürlich gab es keinen Giftgasangriff.
    Aber was spielt der noch für eine Rolle?
    Die abgefeuerten Tomahawks kann man 1. nicht mehr einfangen, 2. der angerichtete Schaden war minimal und 3. die Sieger dieses Krieges heißen so und anders Assad und Putin.
    So what?
    Wenn Trump mit seinen US- Truppen tatsächlich aus Syrien abzieht und die Saudis im Regen, ähm in der Wüste stehen lässt, …..Schwamm drüber.

  7. Gixxer

    19. April 2018 01:50 at 01:50

    In der Mainstreampresse wird man davon natürlich nichts hören. Es kommt auch keine Entschuldigung oder so und irgendwann heißt es dann Assad muss natürlich weg, denn der hat doch damals in Duma Giftgas eingesetzt. Dass dies gelogen ist, interessiert dann nicht, es wird in den Augen des Westens zur Wahrheit.
    Selbstverständlich kann man sich jetzt ja auch nicht entschuldigen, denn dann müsste man zugeben, das Völkerrecht gebrochen zu haben. Eine Untersuchung im UN-Sicherheitsrat wurde ja auch erst abgelehnt.

  8. burberg

    19. April 2018 07:44 at 07:44

    @ Gixxer

    „Selbstverständlich kann man sich jetzt ja auch nicht entschuldigen, denn dann müsste man zugeben, das Völkerrecht gebrochen zu haben“

    Entschuldigen geht gar nicht, niemals. Das mit dem Bruch des Völkerrechts ist doch egal, das hat man schon so oft gebrochen, das ist doch schon Gewohnheitsrecht und außerden waren es ja die Guten.

  9. Nils Holgersson

    19. April 2018 12:51 at 12:51

    Der Radiosender Österreich 1 – Ö1 brachte gestern in der Früh, ein Interview mit einem der behandelnden Ärzte der mutmaßlichen Giftgasattcke. Er bestätigte, die Menschen dachten es wäre Giftgas. Sie wuschen sich und waren in Panik- Er und seine Kollegen hätten jedoch bei keinem der Behandelten Anzeichen für irgendein Giftgas finden können – Ö1 ist auch im Netz empfangbar und das Interview auf Ö1 +7 noch online- Alles Gute Markus von einem alten Fan Nils Holgersson der im Hintergrund noch immer anwesend ist –

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Handelskrieg – nach dreizehn Verhandlungsrunden zurück bei „Phase 1“

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Containerschiffe - Symbole im Handelskrieg

Die hochrangigen Gespräche in Washington endeten gestern Abend mit Absichtserklärungen und weiteren Zeitplänen. Einen Deal gab es im Handelskrieg noch nicht. Alle etablierten Zölle und Sanktionen bleiben vorerst in Kraft. Zentrale Fragen sind weiterhin offen.

Handelskrieg – keine weitere Eskalation

Eine gute Nachricht vorweg: Die für kommenden Dienstag geplante Zollanhebung von 25 auf 30 Prozent auf Importe aus China im Gesamtwert von 250 Mrd. US-Dollar wird ausgesetzt.

Zudem sprachen beide Seiten von „substanziellen Fortschritten“ in den Verhandlungen. Wobei Donald Trump erneut rhetorisch über das Ziel hinausschoss und von einer „substanziellen Einigung“ sprach, die es aber laut chinesischer Nachrichtenagentur Xinhua nicht gab, ebenso wenig wie einen Deal oder einen Teil-Deal. Lediglich den Ankauf von US-Agrarprodukten hat die chinesische Seite verbindlich zugesagt. Eine schriftliche Zusammenfassung der erreichten Verhandlungsergebnisse gab es ebenfalls nicht. Der amerikanische Finanzminister Steven Mnuchin, der zusammen mit Robert Lighthizer die Verhandlungen für die US-Seite führte, äußerte sich daher auch zurückhaltend und sprach davon, dass es noch viel Arbeit zu tun gäbe, auf dem Weg zu einer Teilübereinkunft. Das liegt auch daran, dass bei den wichtigsten Kernthemen keine Kompromisse erzielt werden konnte. Das gilt insbesondere für die Huawei-Sanktionen, den Schutz geistigen Eigentums und für die staatlichen Subventionen an chinesische Unternehmen.

Nach dem Besuch des chinesischen Verhandlungsführers Liu He im Weißen Haus musste der US-Präsident dann auch eingestehen, dass man sich nach 18 Verhandlungsmonaten, sieben Zoll-Eskalationsstufen und diversen Sanktionen gegen Bürger, Unternehmen und Organisationen nun wieder in „Phase 1“ der Verhandlungen im Handelskrieg befinde.

Chronologie der Zoll-Eskalation zwischen den USA und China:

Handelskrieg USA China Verlauf

Zeitpläne und Fortschritte

Die USA halten sich weiter die geplante Zollanhebung für Mitte Dezember offen. So will man den Druck auf die chinesische Seite aufrecht erhalten. Wie glaubhaft diese Androhung neuer Zölle noch ist, steht auf einem anderen Blatt. Dem Präsidenten nahe stehende und mit den Verhandlungen vertraute Mitarbeiter hatten laut Reuters bereits im Vorfeld von dem Wunsch Donald Trumps berichtet, weitere Zollanhebungen nach Möglichkeit zu verhindern. Positive Signale vonseiten der chinesischen Verhandlungsdelegation könnten dafür schon ausreichen. Genau so kam es dann auch. Vermutlich scheut der Präsident mittlerweile eine erneute Eskalation im Handelskrieg mit weiteren Belastungen für die US-Wirtschaft und die Wall Street. Durch den innenpolitischen Druck in der Syrienfrage und das drohende Amtsenthebungsverfahren ist seine Autorität auch im Handelskrieg angeschlagen. Das weiß auch die chinesische Seite. Die kommunistische Führung Chinas ist jedoch ebenfalls mit innenpolitischen Problemen, v. a. in Hongkong, und wirtschaftlicher Eintrübung konfrontiert. Beide Entwicklungen könnten im Reich der Mitte zur Ausbreitung sozialer Unzufriedenheit bis hin zu offenem Protest und Unruhen führen. So scheint es, dass beide Seiten diesmal tatsächlich dazu bereit sind, zumindest eine Teilübereinkunft zu erzielen, die weitere Belastungen für China und Amerika abwendet. Für beide Seiten steht mittlerweile zu viel auf dem Spiel. Damit besteht erstmals seit Anfang Mai die berechtigte Hoffnung, dass zumindest auf Ebene der Zölle keine weitere Eskalation stattfindet. Das schließt gleichwohl Zölle gegen andere Handelspartner der USA und Provokationen auf Ebene von Sanktionen und verbaler Provokation durch den US-Präsidenten nicht aus.

In Anbetracht der noch zu findenden Kompromisse ist der weitere Zeitplan ambitioniert. In den nächsten drei Wochen sollen weitere konkrete Vereinbarungen schriftlich fixiert und finalisiert werden. Bereits in vier Wochen möchte sich Donald Trump nach eigenem Bekunden anlässlich des Asien-Pazifik-Gipfels mit Präsident Xi Jinping in Chile treffen, um ein Teilabkommen zu unterzeichnen.

Bedeutung für Weltwirtschaft und Märkte

Bereits im Mai hatte China einen von den USA ausformulierten Handelsvertrag zusammengestrichen, woraufhin der Handelskrieg weiter eskalierte. Seitdem sind die wirtschaftlichen Belastungen für China, die USA und die gesamte Weltwirtschaft angestiegen und bereits deutlich spürbar. Der Internationale Währungsfonds (IWF) beziffert den möglichen Schaden auf 700 Mrd. US-Dollar. Fast alle Regionen der Welt seien mittlerweile negativ betroffen, so die Direktorin des IWF Kristalina Georgiewa.

Der Welthandel leidet unter dem generellen Trend zum Protektionismus, der sich in weiteren Handelskonflikten zeigt. Von ökonomisch besonderer Bedeutung ist dabei der zuletzt eskalierte Konflikt zwischen Japan und Südkorea sowie den USA und Europa. Aber auch zwischen den USA und Indien gibt es noch offene Streitpunkte. Ob die deutsche Automobilindustrie erneut in den Fokus von Präsident Trump gerät, hängt auch davon ob, ob es für ihn von wahltaktischem Nutzen ist.

Fazit und Ausblick

Die jüngsten Verhandlungen in Washington zeigen eines ganz deutlich: Beide Seiten zeigen im Handelskrieg Ermüdungserscheinungen und sind auf ein Herunterkühlen des Konflikts bedacht. Ein Ende des Kampfes um die globale Dominanz auf verschiedenen Ebenen ist damit aber nicht eingeleitet. Sollte Trump tatsächlich wiedergewählt werden oder seine demokratische Kontrahentin Elisabeth Ann Warren sein Amt übernehmen, sind neue Spannungen zwischen den beiden führenden Machtblöcken vorprogrammiert.

Kurzfristig bedeutet die Deeskalation zumindest eine psychologische Entlastung für die Märkte. Auch der für die Gesamtwirtschaft in den USA so wichtige Konsument kann nun voller Hoffnung in die bevorstehende Weihnachtssaison starten. Was bleibt, ist das Nachrichtenrisiko oder besser gesagt das Twitter-Nachrichtenrisiko, welches man bei Donald Trump auch weiterhin nicht unterschätzen sollte.

Der grundsätzliche Konflikt um den Machtanspruch in der Welt, den Peking bis 2050 realisieren möchte und die USA auf keinen Fall aufgeben wollen, bleibt bestehen. Ebenso wie die grundsätzlichen ökonomischen Herausforderungen. Die Weltwirtschaft befindet sich in einem sehr reifen übergeordneten Verschuldungszyklus, der die weitere Entwicklung geldpolitisch, geopolitisch und ökonomisch dominiert. Diese Erkenntnis steht den Märkten noch bevor, die in Anbetracht der Fortschritte in den Verhandlungen kurzfristig in Verzückung geraten sind. Umso ernüchterter wird man feststellen, dass gar nichts gelöst ist und die eigentliche Krise des künstlich am Leben erhaltenen Finanzkapitalismus noch bevorsteht.

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Aktuell: USA-China-Gespräche im Weißen Haus – Update 22:06 Uhr mit Trump-Aussage

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Vor wenigen Minuten hat die chinesische Delegation das Weiße Haus betreten zu Gesprächen über eine Lösung im Handelskrieg zwischen China und den USA. Hier die wichtigsten Infos in Kurzform. Bitte aktualisieren Sie diesen Artikel für neue Infos.

Angeblich Teil-Deal für „Waffenstillstand“ im Handelskrieg, damit Donald Trump und Xi Jinping später im in diesem Jahr echten Deal vereinbaren können.

Kleiner Deal für Waffenstillstand könne dafür sorgen, dass geplante Zollanhebungen erstmal nicht in Kraft treten.

Update 21:05 Uhr:

Gleich ist es soweit. Presse soll wohl gleich ins Oval Office kommen.

Update 21:38 Uhr:

WH lässt Reporter zappeln. Vermutung: Man wartet bis 22 Uhr deutscher Zeit, bis die US-Aktienmärkte geschlossen haben?

Update 21:41 Uhr:

Trump: Erster Schritt eines Deals mit China, Abschluss Mitte November. Solange dauert es den Deal schriftlich zu fixieren. Deal beinhaltet:

– Geistiges Eigentum
– Finanzdienstleistungen
– Große Käufe von Agrargütern
– Devisenkurse

„Sell on good news“? Dow fällt in letzten 10 Minuten um 120 Punkte.

Update 21:53 Uhr:

Finanzminister Mnuchin: Zölle gegen China werden nächste Woche nicht erhöht.

Update 21.58 Uhr:

US-Handelsbeauftrager Lighthizer: Wir werden einen aufwändigen Konsultationsprozess zur Durchsetzung der Vereinbarungen haben, und sind auf die letzten Details angewiesen, was passiert, wenn es keine Lösung gibt. FMW: Also noch jede Menge offene Fragen und Probleme, und jede Menge Raum für Trump um böse Tweets abzusetzen? Fällt der Dow deshalb vom Top von vorhin aktuell um 150 Punkte?

Trump: Er denkt nicht, dass das Abkommen in den nächsten Wochen bröckeln wird, obwohl das passieren könnte.

Aktuelle Zollanhebungen entfallen, aber für Dezember noch keine Entscheidung (FMW: Na, das kann ja ein heiteres Chaos geben in den nächsten Wochen).

Huawai noch nicht Teil der heutigen Vereinbarung.

Update 22:06 Uhr:

Kurz-Fazit in Frageform: USA tauschen kurzfristig im Oktober Sojabohnen gegen Zollaussetzung? Und dann für November und Dezember bleibt man noch schön unverbindlich? Jede Menge offene Fragen. Dow hat in den letzten 30 Minuten 200 Punkte verloren.

Trump: Ab Mitte November soll dann Phase 2 des Deals mit China folgen usw. Es sei besser so einen Deal in einzelnen Abschnitten umzusetzen. Im Klartext: Man konnte sich einfach in vielen Punkten nicht einigen, und verschiebt die Probleme in die Zukunft?

Weißes Haus in Washington DC

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Deutsche Bank baut ab, Handelskrieg, Apple, Silber

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Diese Woche ist einiges los an den Märkten. Volatilität kommt in die Kurse durch den Handelskrieg. Sissi Hajtmanek und Manuel Koch besprechen im folgenden Video die aktuelle Gemengelage mit ihrer möglichen Auswirkung auf die Börse. Aber auch viele andere Themen bewegen die Börsianer derzeit wie die Deutsche Bank, Commerzbank, Apple und Silber.

Deutsche Bank und Commerzbank

Die Commerzbank schließt 250 Filialen. Die Deutsche Bank hat im Aktiengeschäft viel abgebaut. Wie geht es weiter? Es wird wohl zunehmend mehr weg verlagert von den Filialen ins Digitale. Die DB hatte jüngst nach Medienberichten eine Klarstellung veröffentlicht. Hier nochmal im Wortlaut:

Die Deutsche Bank plant keinen weiteren Stellenabbau über die Pläne hinaus, die der Vorstand am 7. Juli verkündet hat. Damals gab die Deutsche Bank eine neue Strategie bekannt, die mit dem Abbau von weltweit 18.000 Stellen bis 2022 auf dann 74.000 Stellen einhergehen soll. Ziel des Abbaus ist es, die bereinigten Kosten des Deutsche-Bank-Konzerns um mehr als ein Viertel auf 17 Milliarden Euro zu senken. Eine Aufteilung nach Regionen und Bereichen haben wir damals nicht kommuniziert, und wir werden dies auch weiterhin nicht tun. Sobald Entscheidungen über den konkreten Stellenabbau gefallen sind, werden sie zu allererst mit den Kolleginnen und Kollegen in den betroffenen Bereichen besprochen. Wiederholt hat der Vorstand deutlich gemacht, dass alle Teile unserer Bank ihren Beitrag leisten müssen. Selbstverständlich wird auch in Deutschland eine substanzielle Zahl von Stellen wegfallen, da es der mit Abstand größte Standort der Deutschen Bank ist. Dabei ist der schon geplante Abbau von Arbeitsplätzen im Zuge der Integration der Postbank bereits in der Gesamtzahl von 18.000 Stellen enthalten.

Apple und Silber

Die Apple-Aktie wird im folgenden Video ab Minute 3 im Detail besprochen, fundamental wie auch charttechnisch. Ist die Aktie ein Kauf? Im Video werden auch konkrete Kursmarken genannt. Aber auch Silber wird besprochen mit 37% Plus in wenigen Monaten. Auch hier wird für einen möglichen Kauf ein Einstiegsszenario besprochen.

Kursverlauf der Deutsche Bank-Aktie seit Mitte 2018
Kursverlauf der Deutsche Bank-Aktie seit Mitte 2018.

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