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Trump trifft Kim: Ein Hauch von Geschichte liegt in der Luft in Singapur

Der Countdown tickt in Singapur zum ungewöhnlichsten Gipfeltreffen der modernen Menschheitsgeschichte..

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Eine Kolumne von Herbert Bauernebel – direkt aus Singapur, dem Ort des Treffens zwischen Trump und Kim Yong-un

 

Der Countdown tickt in Singapur zum ungewöhnlichsten Gipfeltreffen der modernen Menschheitsgeschichte: Dienstag um 9 Uhr Ortszeit trifft Donald Trump im Luxus-Ressort Capella auf der ehemaligen “Pirateninsel” Sentosa auf Nordkoreas Führer Kim Jong-un.

Die Welt blickt gebannt nach Singapur – und hält den Atem an.

Den südostasiatischen Stadtstaat selbst hat das Gipfel-Fieber gepackt: Tausende Menschen säumten die Straßen mit hochgehaltenen Smartphones, als Kim und Trump in ihren Luxus-Hotels am Montag einzogen.

Trump residiert in der 340 Quadratmeter großen “Präsidenten-Suite” des “Shangri-La”-Luxushotels, Kim und sein Heer an Sicherheitskräften übernahmen mehrere Etagen des “The St. Regis”.

Konturen von Trumps Taktik sickerten durch: Der US-Präsident wolle Kim bei den für zwei Stunden anberaumten Atomverhandlungen “beeindrucken” aber gleichzeitig auch “einschüchtern”, so das Portal Axios.

 

Trump, der sich auf einer “Friedensmission” sehe, wolle seinem Gegenüber verdeutlichen, um viel reicher er und die USA seien – und dass auch Kim Wohlstand für sich und sein Volk erreichen könnte.

Trump gefalle dazu die Idee, Nordkorea könne seinen Markt für Ketten wie McDonalds öffnen. Kim soll dem nicht abgeneigt sein, hieß es: Schon wird von einer “Burger-Diplomatie” geredet.

Und noch eine verrückte Idee kursiert: In Pjöngjang könnte sogar ein Trump-Hotel entstehen.

Für den Beginn einer Normalisierung der Beziehungen mit dem Rest der Welt müsse Pjöngjang jedoch sein Atomwaffenarsenal aufgeben. Trump aber soll sich, so heißt es, nur mit dem Versprechen des Beginns eines Abrüstungsprozesses zufriedengeben. Trump will Kim weiters die Einrichtung einer US-Botschaft in der nordkoreanischen Hauptstadt vorschlagen.

Aber: Die New York Times berichtet, dass es sich vor allem dabei spießen könnte, welche Auffassung beide Seiten in Sachen “Denuklearisierung” haben.

 

Herbert Bauernebel ist freier US-Korrespondent in New York seit 1999. Er leitet dazu das Info-Portal AmerikaReport.de mit Blogs, Analysen und News – von „Breaking News“ bis Politik-Aufregern, von Trends aus dem „Silicon Valley“ bis zur Wall Street. 

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Columbo

    11. Juni 2018 13:31 at 13:31

    „Die Welt blickt gebannt nach Singapur – und hält den Atem an“.
    Was soll den so wichtig sein an einem Treffen DER Supermacht und einem armen, halb verhungerten Land, das mit ein paar klapprigen Raketen versucht Eindruck zu machen. Die Propaganda tut so, als hänge davon der Weltuntergang ab und alle fallen darauf herein. Freut euch auf die Singapur-Rally.

    • Avatar

      Wolfgang M.

      11. Juni 2018 15:19 at 15:19

      Genau so ist es, Columbo. Der „ wahlkämpfende“ Präsident einer 19 Bio. US-$-Ökonomie trifft sich mit dem Führer eines der ärmsten Länder der Welt (BIP 2017 geschätzt zwischen 25-35 Mrd. $, also tatsächlich 1,5 Promille der USA) und die Welt hält den Atem an? Klar, die Raketen Kims sind schon eine Bedrohung für Südkorea, für andere Staaten noch lange nicht (Prof. Schmucker – TU München) und die Abrüstung ist total zu begrüßen. Aber was hat das mit der Weltwirtschaft zu tun? China wird bei einer möglichen wirtschaftlichen US-Expansion sicher ein Wörtchen mitreden.
      Gruß

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Donald Trump in den 1980er-Jahren

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Wie wurde Donald Trump zu dem Donald Trump, den wir heute als den wohl wichtigsten Politiker und Beeinflusser der globalen Finanzmärkte kennen? Entscheidend scheinen für ihn die 1980er-Jahre gewesen zu sein.

In folgendem (damals nicht veröffentlichten) Interview ist Trump 34 Jahre alt – und wird gefragt, ob er denn nicht Präsident der USA werden wolle. Das lehnt er ab, aber es wird gleichwohl klar erkennbar, dass „The Donald“ schon als junger Mann eine klare Vorstellung hat, welche Rolle die USA spielen sollten – und was er unter „guter Politik“ versteht.

Im Jahr 1979 (4.November) hatte der Iran nach der kurz zuvor erfolgreichen islamischen Revolution 54 amerikanische Diplomaten als Geiseln genommen – der Versuch der US-Regierung, diese Geiseln in einer gewagten Aktion zu befreien, war blutig gescheitert (in der Operation Eagle mit acht toten US-Militärs am 24.April 1980). In dem Interview vom 6.Oktober 1980 zeigt sich Trump entrüstet über den Iran – man müsse diesem Land  „das Öl wegnehmen“ und viel schärfer als die aktuelle US-Regierung agieren, so Trump. Schon damals ein zentraler Punkt im Denken Trumps: der Respekt vor den USA als der Supermacht schlechthin:

In den dann folgenden 1980er-Jahren legt Donald Trump den Grundstein für seine spätere politische Karriere, unter anderem durch eine politische Anzeige am 02.September in den damals führenden US-Zeitungen. Was Trump in dieser Anzeige formulierte, liest sich wie das politische Manfest seiner aktuellen Amstzeit: es ist nicht weniger als die Ankündigung des derzeitigen Handelskriegs:

“For decades, Japan and other nations have been taking advantage of the United States. The world is laughing at American politicians as we protect ships we don’t own, carrying oil we don’t need, destined for allies who won’t help. Make Japan, Saudi Arabia, and others pay for the protection we extend our allies. Let’s help our farmers, our sick, our homeless by taking from some of the greatest profit machines ever created—machines created and nurtured by us. ‘Tax’ these wealthy nations, not America. End our huge deficits, reduce our taxes, and let America’s economy grow unencumbered by the cost of defending those who can easily afford to pay us for the defense of their freedom. Let’s not let our great country be laughed at anymore. Make Japan, Saudi Arabia, and others pay for the protection we extend our allies. Let’s help our farmers, our sick, our homeless by taking from some of the greatest profit machines ever created—machines created and nurtured by us. ‘Tax’ these wealthy nations, not America. End our huge deficits, reduce our taxes, and let America’s economy grow unencumbered by the cost of defending those who can easily afford to pay us for the defense of their freedom. Let’s not let our great country be laughed at anymore.”

 

Donald Trump und seine Aussagen in den 1980er-Jahren

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Aktuell: China mit Sanktionen gegen US-Diplomaten

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China hat in Reaktion auf die Einschränkungen von Freiheiten chinesischer Diplomaten in den USA sowie auf die „Bills“ des US-Kongresses über Hongkong und die Uiguren soeben verkündet, dass alle US-Diplomaten in China fünf Tage vor Kontakten mit lokalen chinesischen Verwaltungen oder Bildungs- und Forschungsinstitutionen das Aussenministerium Chinas schriftlich informieren müssen. Einen ähnliche Maßnahme hatte die USA bereits vor Wochen gegen chinesische Diplomaten in den USA erlassen:

 

Es würde uns in diesem Umfeld  stark wundern, wenn nicht schon heute – aber vielleicht sogar schon gestern – der Phase 1 Deal im Handelskrieg unterschrieben wird..

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Konjunkturkrise: Zahlungsausfälle bei Unternehmen – Versicherer müssen 60% mehr ausgleichen!

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Die Konjunkturkrise wirkt sich immer stärker aus

Die Konjunkturkrise trifft viele Teilbereiche der Volkswirtschaft immer deutlicher. Dass Bau und Dienstleistungen als Branchen die massive Krise der Industrie überdecken, hilft dabei das Gesamtbild aufzuhübschen. Wo die Kurzarbeit dabei hilft die offizielle Arbeitslosenquote nicht ansteigen zu lassen, da helfen die Warenkreditversicherer dabei, dass Lieferanten nicht den Bach runtergehen, weil ihre gewerblichen Kunden die Rechnungen nicht bezahlen können.

Aktuell meldet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) nämlich, dass deutsche Unternehmen dieses Jahr mit deutlich höheren Zahlungsausfällen konfrontiert seien als in den Vorjahren. Demnach müssen die Warenkredit- und Kautionsversicherer im laufenden Jahr für Schäden in Höhe von fast 900 Millionen Euro geradestehen – das entspreche einer Steigerung von über 60 Prozent, so der GDV. Auszugsweise im Wortlaut:

„Der Welthandel stagniert, das Wachstum in Deutschland schwächelt und die Zahlungsmoral sinkt“, sagte der Vorsitzende der Kommission Kreditversicherung im GDV, Thomas Langen, am Donnerstag in Frankfurt/Main. Infolge der wirtschaftlichen Probleme könnten viele Firmen ihre Rechnungen nur noch verspätet zahlen – oder gar nicht mehr. „Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen dürfte im kommenden Jahr erstmals seit der Finanzkrise wieder anwachsen“, so Langen.

Dazu sei angemerkt: Die gesamte Deckungssumme der Warenkreditversicherer beträgt für dieses Jahr voraussichtlich 495 Milliarden Euro. In Relation zu dieser Summe sind 900 Millionen Euro Ausfall natürlich immer noch eine kleine Summe. Aber die Steigerung von 60% binnen eines Jahres ist schon ein deutliches Indizes für die tatsächliche Konjunkturkrise! Hier ein paar Zahlen vom GDV.

GDV Daten

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