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Unfassbar! So erklärt das ZDF Kindern den Begriff „Kommunismus“

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Einfach unfassbar. Schon seit vier Jahren erklärt das ZDF kleinen Kindern folgendermaßen das Wort Kommunismus. Die Überschrift der entsprechenden Erklär-Webseite gibt schon die rosa-rote Marschroute des folgenden Textes vor, denn dort steht „Im Kommunismus gehört allen gleichviel“. Ähhhh, wie bitte? Hat da jemand nicht ganz aufgepasst? Hat der Bürger in kommunistischen Systemen denn jemals demokratisch Zugriff auf „seinen Anteil“ am Volkseigentum? Ach ja, es war ja alles Kollektiveigentum. Allein gehört gleich viel? Nein, allen gehört gar nichts! Aber das ZDF dreht die Fakten mal eben um.

Hier gelangen Sie zur Original-Seite des ZDF mit dem Erklärtext.

Man kann es wirklich kaum glauben. Mit einfachen und netten Worten wird beschrieben, dass laut Karl Marx in damals für die einfachen Arbeiter wirklich katastrophalen Zeiten die Lebensbedingungen verbessert werden sollten. Das war von der Grundidee natürlich auch eine löbliche Absicht, so möchten wir es ausdrücken. Alles Eigentum sollte „gerecht unter den Menschen verteilt werden“, so schreibt es das ZDF. Das Problem dabei ist nur: Das ZDF verschweigt, dass bei dem Konzept „alles soll allen gehören“ am Ende des Tages niemandem irgendwas gehört, und nur eine kleine Führungsklicke ganz oben in der Pyramide im Luxus schwelgt.

Und da gibt es auch einen ganz dicken einen Widerspruch. Während das ZDF im Titel über den Kommunismus schreibt, dass im Kommunismus allen gleich viel gehören sollte, so schreibt man weiter unten im Text, dass es nach der Vorstellung von Karl Marx privates Eigentum gar nicht geben sollte. Unsere Frage: Also, was denn nun? Alles oder nichts?

Und erwähnt das ZDF irgendwas von Millionen Toten, die der Kommunismus verursachte? Von Gulags, Entrechtung, Armut? Von Staaten, die ihre Bürger einsperren und verfolgen, wenn sie sich nicht in das Bild des kommunistischen Einheitsmenschen fügen wollten? Kein Wort dazu vom ZDF. Man erwähnt lediglich, dass der Kommunismus Zitat „aus verschiedenen Gründen“ zum Beispiel in der Sowjetunion gescheitert sei. Aha… auch kein Wort zu den grundlegenden Konstruktionsfehlern des Kommunismus. Und so erklärt das Öffentlich Rechtliche Fernsehen kleinen Kindern den Kommunismus? Prost Mahlzeit…

Karl Marx Kommunismus
Der „Vater“ des Kommunismus Karl Marx

25 Kommentare

25 Comments

  1. Avatar

    sabine

    20. August 2019 20:55 at 20:55

    Der Fisch stinkt vom Kopf her. Und das tut er bei uns gewaltig.
    Darum haße ich aus ganzem Herzen die Diktatur des GEZ!
    Ich bezahle damit oft den Teufel.

    • Avatar

      Claudia

      21. August 2019 23:46 at 23:46

      AFD statt ARD. Mit dem rechten Auge sieht man besser 😜

      • Avatar

        Hans Wurst

        22. August 2019 10:12 at 10:12

        GEZ statt IQ?

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    joah

    20. August 2019 20:58 at 20:58

    Kinder sind unser aller Zukunft: wie wir sie behandeln, bilden und aufklären entscheidet darüber. Genau deswegen ist die Zukunft gerade dem Vollangriff ausgesetzt. Auf allen Ebenen.

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    Fünf

    20. August 2019 21:30 at 21:30

    Danke FMM Redaktion, die Kinder heute wissen nicht was in einem Kommunistischen Land passieren kann und passiert, in Xinjiang werden Millionen anders Denkende (Uiguren) in KZ ähnliche Umerziehungslager inhaftiert und dort krassesten Brainwash unterzogen und gefoltert, muslimische Frauen werden mit Substanzen verabreicht die die Fruchtbarkeit der Frau dauerhaft schädigt. Das Ganze gleicht ein Genozid. Für die Lobbiesten und deren Untertanen in Berlin alles kein Problem Hauptsache VW öffnet pünktlich dort die neuen Werke.

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    Thomas

    21. August 2019 00:26 at 00:26

    Gott bewahre…Kommunismus, nie wieder auf dem europäischen Boden! Ist wenn man für die Nazis und Co. Werbung machen würde. In einigen Länder, in denen man unter Kommunismus litt wäre so eine Entgleisung strafbar.
    GEZ 😂😂😂 ist mittlerweile nur das Sprachrohr der Geisteskranken und lächerlicher Schatten von sich selbst.
    Ich kenne aber wirklich niemanden der die Öffentlichen nur ansatzweise ernstnimmt. Sogar die Oma schaltet um 😂

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      Claudia

      21. August 2019 13:21 at 13:21

      Nicht zum ersten Mal könnte man hier den Eindruck gewinnen, dass das Leben keine anderen Themen als Politik und Geld bereithält. Es steht außer Zweifel, dass es an den öffentlich-rechtlichen Sendern vieles zu kritisieren gibt. Aber eben nicht nur.

      Wer sich für Wissenschaft, Kultur, Geschichte und Dokus interessiert, findet hier unbestreitbar so manches kleine Schätzchen. Da gibt es Harald Lesch und Terra X oder die äußerst sehenswerte Miniserie Bad Banks. Da gibt es interessante und kritische Verbrauchersendungen oder den Sender ZDF info mit vielen sehenswerten Beiträgen. Da gibt es Dokus über den gelebten Realsozialismus in der DDR:
      https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/mysterioese-kriminalfaelle-der-ddr-staatsmacht-im-visier-102.html
      Dkus über den Missbrauch der Wissenschaft durch Politik und Wirtschaft:
      https://www.zdf.de/wissen/scobel/190411-sendung-scobel-wahrheit-100.html
      Und auch den nach meinem Ermessen in großen Teilen sehr hochwertigen Sender 3sat:
      https://www.zdf.de/dokumentation/3sat-wissenschaftdoku

      Das sind nur ganz wenige Beispiele einer Reihe, die sich noch lange fortsetzen ließe. Wer natürlich von vornherein verschlossen und voller Vorurteile ist, weil die Rundfunkgebühren sauer aufstoßen, wird den positiven Aspekten auch nie eine Chance geben. Der darf auch gerne Big Brother oder Dschungelcamp und die informativen 30% an Sendezeit auf den Freien glotzen, die gemeinhin auch als Werbeunterbrechung bezeichnet werden.

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        Leon

        21. August 2019 19:19 at 19:19

        Im DDR Staatspropaganda-Fernsehen gab es auch sehenswerte Sachen
        😂😂😂
        Ich bin sehr froh, dass Ende des Kommunismus im Kampf um Freiheit vom deutschen Boden ausging!

        • Avatar

          leftutti

          21. August 2019 22:28 at 22:28

          @Leon, Ihre Argumentation ist eher dünn und wenig tragfähig. Zum einen vergessen Sie, dass Gorbatschows Konzepte von Perestroika und Glasnost die Triebfedern für den Wandel und letztendlichen Zusammenbruch des Realsozialismus waren. Zum anderen, dass es aus heutiger Sicht ironischerweise gerade Ungarn (und im weiteren geografischen Verlauf Österreich) war, das die Schleusen für eine unkontrollierte Massenflucht geöffnet hatte. Auf deutschem Boden wurde in der Folge lediglich das massenmedial taugliche Spektakel von Wiedervereinigung und Mauerfall vollzogen und zelebriert.

          Was die öffentlich-rechtlichen Medien betrifft, fällt es mir schwer zu verstehen, warum eine derart grundsätzliche und völlig undifferenzierte und unreflektierte Blockade und Ablehnung wegen 17,50 p.m. besteht. Wie Claudia und auch Sie selber schreiben, gibt es bei den Öffentlichen auch zahlreiche sehenswerte und fundierte Beiträge, ebenso auch hinterfragende Kritik zu politischen und gesellschaftlichen Themen. Was mich betrifft, möchte ich noch ironisch-satirische Beiträge wie „Die Anstalt“ ergänzend hinzufügen, die keine politische Färbung verschonen und sehr unverblümt die Dinge auf den Punkt bringen.
          Für öffentliche-rechtliche Sender besteht die Verpflichtung zu einer breiten Streuung von Themen und Ansichten für möglichst viele „Kunden“. Leider pickt man sich immer die Anteile heraus, die gerade nicht genehm sind und übersieht dabei die enorme Vielfalt in einer immer komplexer werdenden Welt. Vermutlich liegt in dieser Komplexität und der damit verbundenen kognitiven Überforderung auch Ihr Problem, was in letzter Konsequenz zur Reduzierung auf „GEZ- oder Propaganda-Fernsehen“ führen muss.

          Zu meinem Erstaunen wurde noch nie etwas über die Qualität von privaten Sendern wie Sat.1, Pro7, RTL geschrieben. Was sagt die zappende Oma dazu? Nichts?!Eigentlich gibt es da auch nicht viel zu sagen, selbst Kinder und Jugendliche schalten von dort gleich wieder um 😂

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    Frank

    21. August 2019 03:16 at 03:16

    Aber irgendwie verwechselt Ihr da auch etwas!
    Kommunismus hat es nie gegeben.
    Vielleicht soltet Ihr Euch mal mit den Gesellschaftsformen auseinandersetzen.
    Bisher existierten sozialistische Staaten und der Kommunismus würde die Vollendung sein.
    Ob wie,und was existieren wird oder würde ist niemals bewiesen worden.
    Also arbeit Ihr genauso propagandistisch wie die öffentluch rechtlichen und verdreht oder vereinfacht Tatsachen.

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    Shong09

    21. August 2019 05:46 at 05:46

    Sieht hier doch nicht viel anders aus.
    Die Kommunisten in China haben einen ganz gewaltigen Fehler begannen, sie haben die Intellektuellen ermordet und vertrieben. Wie kann man eigl so blöd sein?!? Wenn sie stattdessen im Kommunismus auf die Mächtigen abzielen, könnte diese Staatsform evtl. funktionieren.

    Wie nennt sich eigl die Staatsform, unter der wir im Moment in D und EU leiden?

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    Frank

    21. August 2019 05:51 at 05:51

    Jetzt werden bei Euch Kommentare rezensiert.
    Na soweit zu Eurer eigenen Dummheit!
    Kommunismus existierte noch nicht und somit sind Eure Beispiele unangebracht und die Erklärung im Theoretischen RICHTIG.

    • Avatar

      Thomas

      21. August 2019 10:44 at 10:44

      @Frank
      Es gab/gibt kommunistische Parteien, es gab/gibt kommunistische Regierungen, es gab/gibt kommunistische Staaten. Es gab/gibt aber den Kommunismus nicht?
      Wie lange muss man das noch durchkauen?
      Es gab/gibt in Namen der kommunistischen Partei, Millionen Ausgeggrenzte, Gefolterte und Tote. Grund- und Menschenrechte sind im Kommunismus nur eine Fassade, dafür ist die Verfolgung der Andersdenkenden eine alltägliche Realität. Oder haben Sie ein Beispiel, wo es nicht der Fall ist oder war?
      Wie kann nur man das alles gut heißen? Wie kann man das alles wieder wollen und dafür noch in GEZ-TV Werbung machen?
      Was will der Deutsche überhaupt? China, Laos, Vietnam, Kuba, Nordkorea oder gar die Sowjetunion für ganz Europa unter deutschem Oberkomando? Oder denkt der Deutsche in seiner Überheblichkeit wieder Mal alles besser zu können und schlauer zu sein als der Rest dieser Welt?
      Viele Länder haben hier eine klare Position bezogen und Kommunismus zu Recht mit Nazismus gleichgesetzt und unter Strafe gestellt sowie deren Verherrlichung und Symbolik.
      Wenn ich nur dran denke, dass das erklärte Ziel der deutschen Linken (die all diese Gräueltaten, die in Namen von Marx, Lenin, Stalin, Mao etc. begangen wurden, verharmlost und relativiert) der Kommunismus ist und GEZ als „Erziehungsorgan“😂 noch Hilfe leistet, dann habe ich noch mehr Angst als vor der AFD.

      • Avatar

        Fetttony

        22. August 2019 10:07 at 10:07

        @Thomas
        Kompliment! Das beste, was ich hier zum Thema gelesen habe!
        Weiss auch nicht so recht, vor was ich mehr Angst habe, vor „Deutschland ist scheiße“ oder vor „Deutschland den Deutschen“
        Und die Öffentlichen kann man sich getrost sparen. Guckt je kein Mensch und so wie es aussieht braucht auch kein Mensch.

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    Mulo

    21. August 2019 11:36 at 11:36

    Haltungsjournalismus a la ZDF!

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    leftutti

    21. August 2019 12:25 at 12:25

    Hat eigentlich einer den Text auf der ZDF-Seite auch gelesen? Oder wurde hier nur wieder mal reflexartig beim Begriff „Kommunismus“ drauf losgeschrieben?

    Ich kann mit dem Autor dieses Artikels hier aus diversen Gründen nicht ganz konform gehen. Und ich sehe auch keinen Widerspruch, was das Thema Eigentum angeht. Wenn alles Gemeineigentum ist, gibt es kein Privateigentum. Jeder hat Anspruch auf die gleichen Ressourcen und Anteile an diesem kollektiven Eigentum. Er ist dann eben Besitzer oder Nutzer gewisser Ressourcen, aber kein Eigentümer.

    Die Sendung logo! spricht eine Altersgruppe an, bei der man vielleicht besser noch nicht konkret und anschaulich von Mord und Gulags berichten sollte. Die kognitiven Fähigkeiten erlauben zudem noch keine komplexen, hoch differenzierten Abhandlungen (bei vielen bleibt das bis ins hohe Erwachsenenalter so). Außerdem beschreibt der Artikel unter dem Begriff des Kommunismus die gesellschaftstheoretischen Ideen und Utopien von Marx, und nicht die gescheiterten Versuche real umgesetzter Herrschaftssysteme, die im Gegensatz dazu mit Realsozialismus betitelt werden müssen. Die grundsätzlich alles andere als verwerflichen Theorien von Marx wurden in der Realität von diktatorischen Revolutionsführern bestenfalls missbraucht, um einen machtpolitischen Umsturz herbeizuführen. Von Beginn an wurden Machtstrukturen von den Oberen etabliert, die so von Marx nie vorgesehen und beschrieben waren. Der Realsozialismus hat mit Kommunismus also nicht allzu viel gemein.

    Korrekt ist andererseits natürlich, dass die grundlegende Schwäche dieser Ideen keine Berücksichtigung findet: Die menschlichen Charaktereigenschaften.

    Da gibt es auf der einen Seite die Antriebslosen mit fehlender Eigeninitiative und Kreativität, diejenigen, die einen starken Führer brauchen, der sie in den Allerwertesten tritt und jeden Schritt vorgibt, der zu tun ist. Bestes Beispiel sind die rechten Bewegungen, die in ihrer individuellen Hilf- und Orientierungslosigkeit Hierarchien und Ungleichheit als natürlich und wünschenswert betrachten. Diese Gruppe ist der ideale Pool für Polizei und Staatssicherheit und die Durchsetzung missbräuchlicher Machtstrukturen, die von der Grundidee eigentlich gar nicht vorgesehen sind.

    Auf der anderen Seite stehen die Unersättlichen. Engagement tritt nur zutage, wenn die unendliche Gier befriedigt wird und die zufällig genetisch vorhandenen überlegenen Fähigkeiten sich auch in massiver, zumeist völlig überzogener Entlohnung in Form von Reichtum und Macht widerspiegeln. Aus dieser Gruppe rekrutieren sich natürlich die politischen Führungskräfte, welche dann konsequenterweise die Form einer herrschaftsfreien und klassenlosen Gesellschaft mit der Idee von sozialer Gleichheit und Freiheit aller Gesellschaftsmitglieder konterkarieren und ad absurdum führen.

    Dazwischen finden sich die Heerscharen derer, die sich am liebsten von allem heraushalten, die gerne blass und unauffällig ihren Stiefel in gemütlicher Routine abspulen und keine Partei für irgendeine Seite ergreifen wollen: Die Opportunisten, denen Solidarität und Teamwork ein Greuel sind. Bürokraten und Beamte, die den idealen Pool für eine ineffektive, überbordene und in dem erlebten Ausmaß völlig unnötige Planwirtschaft bilden.

    Ohne die sozialistischen bzw. kommunistischen Ideen und Bewegungen, die sich erstmals übrigens im Land der Gelbwesten entwickelten, hätte es nie einen effektiven Gegenpol zu dem ungehemmten Kapitalismus gegeben, der zu der Zeit weit verbreitet war. Vermutlich wären 80- oder 100-Stunden-Wochen bei minimalstem Mindestlohn und eine extreme Ungleichverteilung von Vermögen und Einkommen noch immer Normalzustand. Die Tendenzen gehen ohne das fehlende Gegengewicht ohnehin bereits wieder genau in diese Richtung (massenweise unbezahlte Überstunden, Minimallöhne, zunehmende Armut uvm.)

    Wie bereits ein Kommentator so treffend beschrieben hat, gab es den Marx’schen Kommunismus noch nie als real existierende Gesellschaftsform. Interessant festzustellen ist jedoch, dass zu Zeiten des Realsozialismus im Osten in den westlichen Ländern eine erfreuliche Entwicklung hin zu einer tatsächlich sozialen Marktwirtschaft stattfand. Nach dem Zerfall des Ostblocks hat sich diese Entwicklung im Westen massiv umgekehrt. Sollte sich diese Tendenz ungehemmt fortsetzen, dürften zwei Jahrhunderte voller gesellschaftspolitischer Experimente verschwendet gewesen und bestenfalls als gescheiterter (r)evolutionärer Versuch menschlichen Zusammenlebens zu bezeichnen sein. Im Osten, wie im Westen.

    • Avatar

      Hans Wurst

      22. August 2019 10:18 at 10:18

      @leftuti. Sehr gut beschrieben! GEZ statt IQ! Bravo!

  10. Avatar

    barthez72

    21. August 2019 13:12 at 13:12

    bliblablub. Es gibt nur zwei Möglichkeiten ausserhalb von Anarchie.
    1. Judikativ abgesicherte individuelle Freiheit (gewaltlos) -1 Klassig

    2. Sozialismus (der Grad der benutzten Gewalt definiert seine Ausprägung)
    mind. 2 Klassen

    Ich wähle die Freiheit.

    Ist der erstgenannte Punkt nicht deckungsgleich mit dem § 1 der Verfassung deines Landes befindest Du dich im Sozialismus. Mein Tip : RENN !!

    • Avatar

      Jan

      21. August 2019 13:44 at 13:44

      RENN !! Und wohin? In die USA? Nach Großbritannien? Thailand? In dem Fall wäre ich ein ideologischer, nicht politisch verfolgter Flüchtling. Und die sind bekanntlich nirgendwo gerne gesehen.

  11. Avatar

    leftutti

    21. August 2019 14:31 at 14:31

    @Redaktion, der Beitrag von logo! spricht sehr wohl unter dem weiterführenden Link zu „Sowjetunion“ von Staaten, die ihre Bürger einsperren und verfolgen, wenn sie sich nicht in das Bild des kommunistischen Einheitsmenschen fügen wollten.

    Dort ist das Thema auch wesentlich besser aufgehoben, weil es die tatsächlichen Zustände des Realsozialismus beschreibt. Diese waren aber sicherlich nicht die Intentionen der Ideen und Theorien des Kommunismus von Karl Marx, um die es in dem Beitrag ausschließlich geht. Eher das blanke Gegenteil. Welcher Philosoph und Ökonom mit prinzipiell honorigen Utopien und Entwürfen gesellschaftlichen Zusammenlebens lag denn bisher richtig mit seinen Antizipationen hinsichtlich der realen Umsetzung?

    Wie ich weiter oben schon erwähnt habe, hat Karl Marx den evolutionären Entwicklungsstand der menschlichen Charaktereigenschaften völlig falsch eingeschätzt oder außer Acht gelassen. Vielleicht ist einfach der Mensch noch nicht weit genug entwickelt für die Gesellschaftsform des Kommunismus. Bis es soweit ist, muss dieser SciFi bleiben. Zumindest bei StarTrek diskutiert niemand mehr über Wissenschaft und Kommunismus als Basis einer globalen Gesellschaft. Den meisten Trekkies dürfte gar nicht aufgefallen sein, dass dem so ist ;)

    • Avatar

      Leon

      21. August 2019 19:09 at 19:09

      @leftuti Hallo, ich bin zwar neu hier, aber was bedeutet Trekkies?

  12. Avatar

    barthez72

    21. August 2019 14:50 at 14:50

    @Jan. Ich weiss ,es ist depremierend und schwer ,aber ich habst net erfunden.Ich könnte es alles erklären ,jedoch reicht hier der Platz noch meine Zeit dazu aus.
    nur soviel, nutze mind. Dreiecksbezüge ,Kapital ist Freiheit,löse dich von Grenzen,
    gehe nur auf goldenem Boden,verhindere Zugriff auf deine Erträge.
    etc etc etc ………………….

    • Avatar

      Jan

      21. August 2019 23:33 at 23:33

      @barthez72, ich kenne alle diese Weisheiten auch schon lange von Glückskeksen. Aber kein Keks und auch Sie wollen mir verraten, wohin ich rennen soll. In welchem Land, in welcher Verfassung stehen Steuerhinterziehung, Kapital und Gold in Artikel 1?

  13. Avatar

    jako84

    21. August 2019 14:51 at 14:51

    Genauso hirnrissig wäre es, die Lehren und Aussagen von Jesus oder Mohammed zu verteufeln, weil sie durch die katholische Kirche bzw. extremistische islamistische Strömungen zum Zwecke des eigenen Machtmissbrauches ins Gegenteil pervertiert wurden und noch immer werden.

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Einblick in die Herzkammer der deutschen Industrie – die dramatische Lage

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Düstere Umfragedaten der Industrie aus Baden-Württemberg

Die Herzkammer der deutschen Industrie gewährt aktuell einen Einblick in die aktuell dramatische Lage, was Auftragseingänge, Kurzarbeit etc betrifft. „Südwestmetall“ ist der Dachverband der Metall- und Elektro-Industrie in Baden-Württemberg – der Leitbranche der baden-württembergischen Wirtschaft, wie es Südwestmetall selbst ausdrückt. Aktuell hat man eine Umfrage unter seinen Mitgliedern veröffentlicht. Man spricht von einem gravierenden Einbruch bei Aufträgen und Produktion, und auch von einem explosionsartigen Anstieg der Kurzarbeit in der Metallbranche. Noch gelinge es dem Gros der Unternehmen, durch Kurzarbeit und andere flexible Instrumente ihre Kernbelegschaften zu schützen. Je länger die aktuellen Einschränkungen aber aufrechterhalten werden, desto wahrscheinlicher würden auch Jobs verloren gehen, so der Verband. Nicht nur die aktuelle Lage ist dramatisch – vor allem auch die Aussichten der befragten Unternehmen für die nächsten Wochen sehen düster aus. Hier die wichtigsten Aussagen im Wortlaut:

Laut den Ergebnissen der Umfrage sind die Auftragseingänge zu Jahresbeginn (Januar bis März) um 14 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Die allermeisten Unternehmen (92 %) sehen ihre Produktion durch Corona-Auswirkungen eingeschränkt, 19 % verzeichnen starke, weitere 24 % sogar sehr starke Einschränkungen.

Die durchschnittliche Kapazitätsauslastung liegt derzeit nur noch bei 60 %, dabei sind 9 % der Betriebe sogar komplett geschlossen. Als weitaus häufigster Grund für den Produktionseinbruch wird dabei „fehlende Nachfrage“ genannt (71 %), gefolgt von „fehlende Arbeitskräfte wegen Krankheit, Kinderbetreuung etc.“ (33 %) und „fehlende Teile/Material“ (29 %). Zahlreiche Betriebe (18 %) haben zudem ihre Produktion zurückgefahren und umorganisiert, um Ansteckungsgefahren zu verhindern. „Ausgehend von China sind unseren Unternehmen nach und nach die Märkte weggebrochen. Die Verkaufsstellen der Autobauer sind geschlossen, der Maschinenbau leidet unter der Zurückhaltung bei Investitionen“, sagte Dick.

In der Anfangsphase haben die Betriebe noch intensiv betriebliche und tarifliche Möglichkeiten ausgeschöpft, um dem abrupten Absatzeinbruch zu begegnen: Arbeitszeitkonten, Überstunden und Resturlaub wurden abgebaut, Instrumente wie die tariflichen Freistellungstage statt Auszahlung (T-ZUG) oder die Anordnung von Betriebsurlaub genutzt. 39 % der Betriebe haben zudem befristete Beschäftigungsverhältnisse beendet, 53 % die Zahl der Zeitarbeitnehmer reduziert.

Mittlerweile wird vor allem die inzwischen erleichterte Kurzarbeit genutzt, um den teilweise weitgehenden Produktionsstillstand auszugleichen. Zum Zeitpunkt der Umfrage (2.-7. April) waren schon in der Hälfte der Unternehmen Mitarbeiter in Kurzarbeit. Durchschnittlich waren dabei knapp Dreiviertel (72 %) der Beschäftigten in diesen Betrieben betroffen, die Arbeitszeit wurde im Schnitt um fast die Hälfte (47 %) reduziert. Allerdings plant derzeit auch mehr als die Hälfte dieser Betriebe (59 %) in den nächsten Wochen eine Ausweitung der Kurzarbeit. Hinzu kommt mehr als ein weiteres Drittel aller Betriebe (35 %), die in den nächsten Wochen mit Kurzarbeit beginnen will – so dass dann in Summe 85 % aller Betriebe dieses Instrument nutzen würden – sollte nicht eine Lockerung der Corona-Maßnahmen ein geringeres Ausmaß ermöglichen.

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Banken vor Debakel? Eine unsichtbare Lawine hat sich in Gang gesetzt!

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Banken in Frankfurt - für die Branche brechen harte Zeiten an

Die Banken profitieren ganz aktuell sogar ein klein wenig von der Coronakrise. Wie das geht? Nun, der Staat haftet ja über die KfW zu 90 Prozent, und sogar ganz frisch zu 100 Prozent für einige Kredite, welche die Banken an eine sehr große Zahl an Unternehmen und Kleinstunternehmer herausreichen. Risikolos Geld verleihen, und dafür auf den KfW-Zins noch ein klein wenig Marge drauf schlagen. So lässt sich jetzt der ein oder andere Euro risikolos verdienen für die Banken. Aber das ist wohl nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Banken vor einer Lawine von Kreditausfällen

Da hat sich nun im Zuge der Coronakrise eine unsichtbare Lawine in Gang gesetzt. Sie rollt auf die Banken mit voller Wucht zu, aber sie ist noch nicht sichtbar! Die Lawine besteht aus Kreditausfällen. Der Bankenverband hatte schon gewarnt. Verluste müssen dann als Verluste aus dem Eigenkapital der Banken ausgeglichen werden. Somit wird das Eigenkapital der Banken in Deutschland, aber wohl noch mehr im europäische Ausland, erodieren! Es ist das Szenario des Markus Krall, das nun wohl Fahrt aufnimmt. Er predigte schon seit gut zwei Jahren, dass es eine gewaltige Masse an Zombieunternehmen in Deutschland gäbe – dies seien eigentlich kaputte Unternehmen, die nur noch deswegen überleben würden, weil sie für Kredite dank der Nullzinsen nun keine Finanzierungskosten mehr zahlen müssten. Und jetzt kommt die Coronakrise.

Jetzt, wo die Wirtschaft auf breiter Front durch KfW-Kredite gestützt werden muss, verweigern die Banken den Unternehmen, die schon vor der Coronakrise Probleme hatten, den Zugang zu KfW-Krediten. Denn nur Unternehmen, die vor der Krise gesund waren, sollen in den Genuss der KfW-Kredite kommen. Und so sehen wir aktuell, wie Unternehmen wie Vapiano, Maredo, Appelrath Cüpper etc in die Insolvenz rauschen. Unternehmen wie Esprit oder Galeria Kaufhof Karstadt haben ein Schutzschirmverfahren angemeldet – man schützt sich vor den Gläubigern, hat aber noch nicht offiziell Insolvenz angemeldet. Diese Lawine der kaputten Unternehmen, die in dieser Wirtschaftskrise keine neuen Finanzierungen erhalten, dürfte sich fortsetzen.

Kredite jenseits der KfW-Garantien

Dann dürfte man doch eigentlich sagen: Hey, es ist doch gut, wenn die Banken diesen kaputten Unternehmen keine neuen Kredite geben? Ja, aber was kommt danach, Monate und Jahre nach der Krise? Durch die Insolvenzen müssen die Banken alte Kredite dieser Zombies ganz oder teilweise als Verluste abschreiben. Dazu kommt, dass in diesem Zombieunternehmen ja auch viele Menschen gearbeitet haben. Und die haben Autos und Häuser auf Kredit finanziert. Auch hier dürften Immobilienfinanzierungen oder normale Konsumkredite für Privatkunden bei den Banken notleidend werden. Auch dürfte die Banken ein aktuell erlassenes Gesetz belasten, wonach Verbrauchern Kreditzahlungen für drei Monate gestundet werden können, wenn sie belegen, dass sie derzeit Einnahmeausfälle haben. Also könnten hunderttausende Kurzarbeiter oder neue Arbeitslose erstmal ihre Kreditzahlungen aussetzen. Rein optisch wird den Banken durch die Aufsicht damit geholfen, dass ein Schuldner nicht zwingend als ausgefallen einzustufen ist, wenn bei einem Kredit Kapitaldienst und Zinsen in Folge des Corona-Virus gestundet werden. Das hilft zwar für die Optik, aber Kreditausfall bleibt Kreditausfall.

Dadurch, dass viele gewerblichen Mieter nun Mietzahlungen aussetzen, oder aufgrund ihrer finanziellen Probleme gar nicht mehr leisten können, geraten auch diejenigen Vermieter in Finanznöte, die ihre Immobilienprojekte standardmäßig voll auf Kredit erstellen. Auch sie können womöglich schon bald ihre Kreditraten an die Banken teilweise nicht mehr bedienen. Dies schwächt die Bücher der Banken! Positiv ist natürlich zu erwähnen, dass die Banken beim neuen KfW-Schnellkredit kein Ausfallrisiko tragen müssen. Aber drum herum, da rollt im Stillen auf die Banken eine riesige Welle von anstehenden Kreditausfällen zu, von Unternehmen und Privatpersonen.

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Tourismus: Die Reisebranche zeichnet ein depressives Bild

Die Reisebranche befindet sich wegen der Coronakrise im freien Fall: Wie schnell und wie stark sich der Tourismus wiederbeleben wird, ist momentan ungewiss

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Wegen massenhafter Stornierungen, ausbleibendem Neugeschäfts, Betriebsstillstände, Liquiditätsengpässen und drohenden Insolvenzen befindet sich die Reisebranche im freien Fall: Wie schnell und wie stark sich der Tourismus wiederbeleben wird, ist momentan ungewiss.

Der Tourismus leidet besonders heftig unter der Corona-Krise

Man konnte es schon ahnen, als die Zahlen zum Passagieraufkommen für den Monat März ins bodenlose stürzten. Um 90 Prozent brach der Linienverkehr mit Passagiermaschinen ein. Die nach Ryanair zweitgrößte Fluggesellschaft Europas, die Lufthansa-Group, rechnet nicht mit einer schnellen Erholung des Luftverkehrs und beendete gestern die Geschäftstätigkeit der Tochtergesellschaft Germanwings. Der Flugbetrieb wurde mit sofortiger Wirkung eingestellt. Die Fluggesellschaft aus Köln mit 30 Flugzeugen und rund 1.400 Beschäftigten fliegt seit Jahren nicht mehr unter eigenem Namen, sondern ausschließlich für Eurowings. Darüber hinaus sollen laut Lufthansa weitere Einsparungen vorgenommen werden und auch etliche Flugzeuge anderer Teilgesellschaften stillgelegt und die Verwaltung deutlich verkleinert werden.

Der Vorstandsvorsitzende der Lufthansa-Group Carsten Spohr geht davon aus, dass es noch Monate dauern wird, bis die globalen Reisebeschränkungen vollständig aufgehoben werden, und noch Jahre, bis das Volumen des weltweiten Tourismus und die Nachfrage nach Flugreisen das Niveau von vor der Corona-Krise wieder erreichen. Das sind keine guten Nachrichten für die Reisebranche insgesamt.

Die Zahlen aus der Reisebranche sind schockierend

Die jüngst von der Industrie und Handelskammer im Rahmen einer Umfrage vom 24. bis zum 26. März in der Gastronomie sowie in der Reisebranche erhobenen Daten zeigen die ganze Dramatik im Tourismus: 82 Prozent der deutschen Reisewirtschaft ist aktuell komplett stillgelegt. 80 Prozent klagen über Auftragsstornierungen. 55 Prozent der Betriebe sind mit Liquiditätsengpässen konfrontiert und 38 Prozent sind trotz staatlicher Hilfsmaßnahmen akut von Insolvenz bedroht.

Noch dramatischer schlägt sich der Lockdown im Tourismus und die Quarantänemaßnahmen in den Zahlen des Gastgewerbes nieder: 91 Prozent des Gaststättengeschäfts findet momentan nicht mehr statt. Zwei Drittel aller Reservierungen wurden storniert. 59 Prozent der Branche leiden unter Liquiditätsengpässen und 40 Prozent sind bereits jetzt von Insolvenz bedroht.

Insgesamt rechnen 94 Prozent der Unternehmen aus der Reisebranche mit Umsatzrückgängen, null Prozent mit Umsatzsteigerungen. Sechs Prozent der Befragten können die Folgen noch nicht abschätzen. Im Gastgewerbe rechnen 90 Prozent der Betreiber mit Umsatzrückgängen und ebenfalls null Prozent mit Umsatzsteigerungen.

In der Konsequenz werden im Tourismus hierzulande massiv Arbeitsplätze abgebaut. Zwei Drittel der Befragten aus der Reisebranche gaben an, ihr Personal reduzieren zu müssen. Im Gastgewerbe sind es sogar 71 Prozent. Allein im Gastgewerbe waren laut Statista im Jahr 2019 im Schnitt 1,1 Mio. Menschen beschäftigt. Im Tourismus insgesamt sind es laut Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft über 3 Mio. Arbeitsplätze. Die Branche trägt mit über 100 Mrd. Euro zur Wertschöpfung unseres Landes bei, das sind ca. 4 Prozent des deutschen BIP.

Rückerstattung oder Gutschein und die Angst vor der zweiten Welle

Um die Unternehmen der Reisebranche zu schützen arbeitet die Bundesregierung an einem Gesetz, dass die Verbraucherrechte einschränken soll. Anstelle von Rückerstattungen in Bar bei fristgerechneten Stornierungen müssen Reisende dann Gutscheine der Reisebüros, Reiseveranstalter, Hotels oder Fluglinien akzeptieren. Die Gutscheine sollen für alle Buchungen gelten, die vor dem 8. März getätigt wurden. Wie die Gültigkeit der Gutscheine auch im Falle einer zwischenzeitlichen Insolvenz gewährleistet werden soll, ist noch nicht im Detail geklärt. Denkbar ist ein Hilfsfonds, der dann einspringt, wenn die Gutscheine wegen Zahlungsunfähigkeit des Reisedienstleisters ihren Wert verlieren. Für solch eine Gutschein-Lösung muss allerdings auch EU-Recht im Bereich des Verbraucherschutzes geändert werden.

Seit Bekanntgabe dieses Gesetzesvorhabens am 2. April sind die Stornoquoten nochmals angestiegen und Kunden von Reisebüros fordern die sofortige Rückzahlung der bereits geleisteten Anzahlungen in Bar. Diese Situation bringt vor allem kleine und mittelgroße Reisebüros, Reiseveranstalter, Hotels und Ferienflieger in akute Liquiditätsnot. Zumal die Anzahl der Neubuchungen im April weiter Richtung null absinkt.

Damit fällt ein großer Teil der Buchungen für die Hauptreisesaison für die Reisebranche weg. Ob der Tourismus sich dann im Herbst wieder vollständig erholt, wie es die Konjunkturforscher der großen Wirtschaftsinstitute erwarten, ist ebenfalls nicht sicher. Erfahrungsgemäß folgt statistisch fünf Monate nach der ersten Pandemiewelle eine zweite, weniger stark ausgeprägte Welle. Die jetzige Erfahrung mit Ausgangsbeschränkungen, Quarantänemaßnahmen und Reiseverboten dürfte die Neigung der Kundschaft zur Buchung von Flügen und Hotelaufenthalten allerdings stark dämpfen.

Fazit und Ausblick für Tourismus und Reisebranche

Für die Gesamtwirtschaft rechnen die deutschen Konjunkturforscher in einer heute vorgestellten Gemeinschaftsprognose mit einem Einbruch der Wirtschaft unseres Landes in Höhe von lediglich 4,2 Prozent für das laufende Jahr. Vergleicht man diese optimistisch erscheinende Prognose mit dem Konjunktureinbruch im Zuge der Lehmann-Krise im Jahr 2009 in Höhe von -5,7 Prozent (gemäß Statista), dann wird es sehr wahrscheinlich wie in jedem Jahr noch reichlich Revisionen bei den Prognosen geben – vermutlich gen Süden.

Für den Tourismus und die Reisebranche könnte die Corona-Pandemie durchaus länger anhaltende Folgen haben. Zum einen wird es zu einer signifikanten Marktbereinigung kommen, die nach einer Preisdelle mittelfristig zu steigenden Preisen führen kann. Auf jeden Fall kommen auf die Unternehmen der Branche neue Bestimmungen zu, wie zum Beispiel noch höhere Hygieneauflagen, größere Abstände zwischen den Flug- und Speisegästen sowie aufwendige Desinfektionsmaßnahmen nach jedem Flug oder in Bussen, Bahnen und Mietwagen. Das wird zumindest vorübergehend die Marge belasten oder die Kosten für Reisende erhöhen.

Der Tourismus und die Reisebranche stehen vor schweren Zeiten

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