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Unfassbar! So erklärt das ZDF Kindern den Begriff „Kommunismus“

Redaktion

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Einfach unfassbar. Schon seit vier Jahren erklärt das ZDF kleinen Kindern folgendermaßen das Wort Kommunismus. Die Überschrift der entsprechenden Erklär-Webseite gibt schon die rosa-rote Marschroute des folgenden Textes vor, denn dort steht „Im Kommunismus gehört allen gleichviel“. Ähhhh, wie bitte? Hat da jemand nicht ganz aufgepasst? Hat der Bürger in kommunistischen Systemen denn jemals demokratisch Zugriff auf „seinen Anteil“ am Volkseigentum? Ach ja, es war ja alles Kollektiveigentum. Allein gehört gleich viel? Nein, allen gehört gar nichts! Aber das ZDF dreht die Fakten mal eben um.

Hier gelangen Sie zur Original-Seite des ZDF mit dem Erklärtext.

Man kann es wirklich kaum glauben. Mit einfachen und netten Worten wird beschrieben, dass laut Karl Marx in damals für die einfachen Arbeiter wirklich katastrophalen Zeiten die Lebensbedingungen verbessert werden sollten. Das war von der Grundidee natürlich auch eine löbliche Absicht, so möchten wir es ausdrücken. Alles Eigentum sollte „gerecht unter den Menschen verteilt werden“, so schreibt es das ZDF. Das Problem dabei ist nur: Das ZDF verschweigt, dass bei dem Konzept „alles soll allen gehören“ am Ende des Tages niemandem irgendwas gehört, und nur eine kleine Führungsklicke ganz oben in der Pyramide im Luxus schwelgt.

Und da gibt es auch einen ganz dicken einen Widerspruch. Während das ZDF im Titel über den Kommunismus schreibt, dass im Kommunismus allen gleich viel gehören sollte, so schreibt man weiter unten im Text, dass es nach der Vorstellung von Karl Marx privates Eigentum gar nicht geben sollte. Unsere Frage: Also, was denn nun? Alles oder nichts?

Und erwähnt das ZDF irgendwas von Millionen Toten, die der Kommunismus verursachte? Von Gulags, Entrechtung, Armut? Von Staaten, die ihre Bürger einsperren und verfolgen, wenn sie sich nicht in das Bild des kommunistischen Einheitsmenschen fügen wollten? Kein Wort dazu vom ZDF. Man erwähnt lediglich, dass der Kommunismus Zitat „aus verschiedenen Gründen“ zum Beispiel in der Sowjetunion gescheitert sei. Aha… auch kein Wort zu den grundlegenden Konstruktionsfehlern des Kommunismus. Und so erklärt das Öffentlich Rechtliche Fernsehen kleinen Kindern den Kommunismus? Prost Mahlzeit…

Karl Marx Kommunismus
Der „Vater“ des Kommunismus Karl Marx

25 Kommentare

25 Comments

  1. Avatar

    sabine

    20. August 2019 20:55 at 20:55

    Der Fisch stinkt vom Kopf her. Und das tut er bei uns gewaltig.
    Darum haße ich aus ganzem Herzen die Diktatur des GEZ!
    Ich bezahle damit oft den Teufel.

    • Avatar

      Claudia

      21. August 2019 23:46 at 23:46

      AFD statt ARD. Mit dem rechten Auge sieht man besser 😜

      • Avatar

        Hans Wurst

        22. August 2019 10:12 at 10:12

        GEZ statt IQ?

  2. Avatar

    joah

    20. August 2019 20:58 at 20:58

    Kinder sind unser aller Zukunft: wie wir sie behandeln, bilden und aufklären entscheidet darüber. Genau deswegen ist die Zukunft gerade dem Vollangriff ausgesetzt. Auf allen Ebenen.

  3. Avatar

    Fünf

    20. August 2019 21:30 at 21:30

    Danke FMM Redaktion, die Kinder heute wissen nicht was in einem Kommunistischen Land passieren kann und passiert, in Xinjiang werden Millionen anders Denkende (Uiguren) in KZ ähnliche Umerziehungslager inhaftiert und dort krassesten Brainwash unterzogen und gefoltert, muslimische Frauen werden mit Substanzen verabreicht die die Fruchtbarkeit der Frau dauerhaft schädigt. Das Ganze gleicht ein Genozid. Für die Lobbiesten und deren Untertanen in Berlin alles kein Problem Hauptsache VW öffnet pünktlich dort die neuen Werke.

  4. Avatar

    Thomas

    21. August 2019 00:26 at 00:26

    Gott bewahre…Kommunismus, nie wieder auf dem europäischen Boden! Ist wenn man für die Nazis und Co. Werbung machen würde. In einigen Länder, in denen man unter Kommunismus litt wäre so eine Entgleisung strafbar.
    GEZ 😂😂😂 ist mittlerweile nur das Sprachrohr der Geisteskranken und lächerlicher Schatten von sich selbst.
    Ich kenne aber wirklich niemanden der die Öffentlichen nur ansatzweise ernstnimmt. Sogar die Oma schaltet um 😂

    • Avatar

      Claudia

      21. August 2019 13:21 at 13:21

      Nicht zum ersten Mal könnte man hier den Eindruck gewinnen, dass das Leben keine anderen Themen als Politik und Geld bereithält. Es steht außer Zweifel, dass es an den öffentlich-rechtlichen Sendern vieles zu kritisieren gibt. Aber eben nicht nur.

      Wer sich für Wissenschaft, Kultur, Geschichte und Dokus interessiert, findet hier unbestreitbar so manches kleine Schätzchen. Da gibt es Harald Lesch und Terra X oder die äußerst sehenswerte Miniserie Bad Banks. Da gibt es interessante und kritische Verbrauchersendungen oder den Sender ZDF info mit vielen sehenswerten Beiträgen. Da gibt es Dokus über den gelebten Realsozialismus in der DDR:
      https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/mysterioese-kriminalfaelle-der-ddr-staatsmacht-im-visier-102.html
      Dkus über den Missbrauch der Wissenschaft durch Politik und Wirtschaft:
      https://www.zdf.de/wissen/scobel/190411-sendung-scobel-wahrheit-100.html
      Und auch den nach meinem Ermessen in großen Teilen sehr hochwertigen Sender 3sat:
      https://www.zdf.de/dokumentation/3sat-wissenschaftdoku

      Das sind nur ganz wenige Beispiele einer Reihe, die sich noch lange fortsetzen ließe. Wer natürlich von vornherein verschlossen und voller Vorurteile ist, weil die Rundfunkgebühren sauer aufstoßen, wird den positiven Aspekten auch nie eine Chance geben. Der darf auch gerne Big Brother oder Dschungelcamp und die informativen 30% an Sendezeit auf den Freien glotzen, die gemeinhin auch als Werbeunterbrechung bezeichnet werden.

      • Avatar

        Leon

        21. August 2019 19:19 at 19:19

        Im DDR Staatspropaganda-Fernsehen gab es auch sehenswerte Sachen
        😂😂😂
        Ich bin sehr froh, dass Ende des Kommunismus im Kampf um Freiheit vom deutschen Boden ausging!

        • Avatar

          leftutti

          21. August 2019 22:28 at 22:28

          @Leon, Ihre Argumentation ist eher dünn und wenig tragfähig. Zum einen vergessen Sie, dass Gorbatschows Konzepte von Perestroika und Glasnost die Triebfedern für den Wandel und letztendlichen Zusammenbruch des Realsozialismus waren. Zum anderen, dass es aus heutiger Sicht ironischerweise gerade Ungarn (und im weiteren geografischen Verlauf Österreich) war, das die Schleusen für eine unkontrollierte Massenflucht geöffnet hatte. Auf deutschem Boden wurde in der Folge lediglich das massenmedial taugliche Spektakel von Wiedervereinigung und Mauerfall vollzogen und zelebriert.

          Was die öffentlich-rechtlichen Medien betrifft, fällt es mir schwer zu verstehen, warum eine derart grundsätzliche und völlig undifferenzierte und unreflektierte Blockade und Ablehnung wegen 17,50 p.m. besteht. Wie Claudia und auch Sie selber schreiben, gibt es bei den Öffentlichen auch zahlreiche sehenswerte und fundierte Beiträge, ebenso auch hinterfragende Kritik zu politischen und gesellschaftlichen Themen. Was mich betrifft, möchte ich noch ironisch-satirische Beiträge wie „Die Anstalt“ ergänzend hinzufügen, die keine politische Färbung verschonen und sehr unverblümt die Dinge auf den Punkt bringen.
          Für öffentliche-rechtliche Sender besteht die Verpflichtung zu einer breiten Streuung von Themen und Ansichten für möglichst viele „Kunden“. Leider pickt man sich immer die Anteile heraus, die gerade nicht genehm sind und übersieht dabei die enorme Vielfalt in einer immer komplexer werdenden Welt. Vermutlich liegt in dieser Komplexität und der damit verbundenen kognitiven Überforderung auch Ihr Problem, was in letzter Konsequenz zur Reduzierung auf „GEZ- oder Propaganda-Fernsehen“ führen muss.

          Zu meinem Erstaunen wurde noch nie etwas über die Qualität von privaten Sendern wie Sat.1, Pro7, RTL geschrieben. Was sagt die zappende Oma dazu? Nichts?!Eigentlich gibt es da auch nicht viel zu sagen, selbst Kinder und Jugendliche schalten von dort gleich wieder um 😂

  5. Avatar

    Frank

    21. August 2019 03:16 at 03:16

    Aber irgendwie verwechselt Ihr da auch etwas!
    Kommunismus hat es nie gegeben.
    Vielleicht soltet Ihr Euch mal mit den Gesellschaftsformen auseinandersetzen.
    Bisher existierten sozialistische Staaten und der Kommunismus würde die Vollendung sein.
    Ob wie,und was existieren wird oder würde ist niemals bewiesen worden.
    Also arbeit Ihr genauso propagandistisch wie die öffentluch rechtlichen und verdreht oder vereinfacht Tatsachen.

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    Shong09

    21. August 2019 05:46 at 05:46

    Sieht hier doch nicht viel anders aus.
    Die Kommunisten in China haben einen ganz gewaltigen Fehler begannen, sie haben die Intellektuellen ermordet und vertrieben. Wie kann man eigl so blöd sein?!? Wenn sie stattdessen im Kommunismus auf die Mächtigen abzielen, könnte diese Staatsform evtl. funktionieren.

    Wie nennt sich eigl die Staatsform, unter der wir im Moment in D und EU leiden?

  7. Avatar

    Frank

    21. August 2019 05:51 at 05:51

    Jetzt werden bei Euch Kommentare rezensiert.
    Na soweit zu Eurer eigenen Dummheit!
    Kommunismus existierte noch nicht und somit sind Eure Beispiele unangebracht und die Erklärung im Theoretischen RICHTIG.

    • Avatar

      Thomas

      21. August 2019 10:44 at 10:44

      @Frank
      Es gab/gibt kommunistische Parteien, es gab/gibt kommunistische Regierungen, es gab/gibt kommunistische Staaten. Es gab/gibt aber den Kommunismus nicht?
      Wie lange muss man das noch durchkauen?
      Es gab/gibt in Namen der kommunistischen Partei, Millionen Ausgeggrenzte, Gefolterte und Tote. Grund- und Menschenrechte sind im Kommunismus nur eine Fassade, dafür ist die Verfolgung der Andersdenkenden eine alltägliche Realität. Oder haben Sie ein Beispiel, wo es nicht der Fall ist oder war?
      Wie kann nur man das alles gut heißen? Wie kann man das alles wieder wollen und dafür noch in GEZ-TV Werbung machen?
      Was will der Deutsche überhaupt? China, Laos, Vietnam, Kuba, Nordkorea oder gar die Sowjetunion für ganz Europa unter deutschem Oberkomando? Oder denkt der Deutsche in seiner Überheblichkeit wieder Mal alles besser zu können und schlauer zu sein als der Rest dieser Welt?
      Viele Länder haben hier eine klare Position bezogen und Kommunismus zu Recht mit Nazismus gleichgesetzt und unter Strafe gestellt sowie deren Verherrlichung und Symbolik.
      Wenn ich nur dran denke, dass das erklärte Ziel der deutschen Linken (die all diese Gräueltaten, die in Namen von Marx, Lenin, Stalin, Mao etc. begangen wurden, verharmlost und relativiert) der Kommunismus ist und GEZ als „Erziehungsorgan“😂 noch Hilfe leistet, dann habe ich noch mehr Angst als vor der AFD.

      • Avatar

        Fetttony

        22. August 2019 10:07 at 10:07

        @Thomas
        Kompliment! Das beste, was ich hier zum Thema gelesen habe!
        Weiss auch nicht so recht, vor was ich mehr Angst habe, vor „Deutschland ist scheiße“ oder vor „Deutschland den Deutschen“
        Und die Öffentlichen kann man sich getrost sparen. Guckt je kein Mensch und so wie es aussieht braucht auch kein Mensch.

  8. Avatar

    Mulo

    21. August 2019 11:36 at 11:36

    Haltungsjournalismus a la ZDF!

  9. Avatar

    leftutti

    21. August 2019 12:25 at 12:25

    Hat eigentlich einer den Text auf der ZDF-Seite auch gelesen? Oder wurde hier nur wieder mal reflexartig beim Begriff „Kommunismus“ drauf losgeschrieben?

    Ich kann mit dem Autor dieses Artikels hier aus diversen Gründen nicht ganz konform gehen. Und ich sehe auch keinen Widerspruch, was das Thema Eigentum angeht. Wenn alles Gemeineigentum ist, gibt es kein Privateigentum. Jeder hat Anspruch auf die gleichen Ressourcen und Anteile an diesem kollektiven Eigentum. Er ist dann eben Besitzer oder Nutzer gewisser Ressourcen, aber kein Eigentümer.

    Die Sendung logo! spricht eine Altersgruppe an, bei der man vielleicht besser noch nicht konkret und anschaulich von Mord und Gulags berichten sollte. Die kognitiven Fähigkeiten erlauben zudem noch keine komplexen, hoch differenzierten Abhandlungen (bei vielen bleibt das bis ins hohe Erwachsenenalter so). Außerdem beschreibt der Artikel unter dem Begriff des Kommunismus die gesellschaftstheoretischen Ideen und Utopien von Marx, und nicht die gescheiterten Versuche real umgesetzter Herrschaftssysteme, die im Gegensatz dazu mit Realsozialismus betitelt werden müssen. Die grundsätzlich alles andere als verwerflichen Theorien von Marx wurden in der Realität von diktatorischen Revolutionsführern bestenfalls missbraucht, um einen machtpolitischen Umsturz herbeizuführen. Von Beginn an wurden Machtstrukturen von den Oberen etabliert, die so von Marx nie vorgesehen und beschrieben waren. Der Realsozialismus hat mit Kommunismus also nicht allzu viel gemein.

    Korrekt ist andererseits natürlich, dass die grundlegende Schwäche dieser Ideen keine Berücksichtigung findet: Die menschlichen Charaktereigenschaften.

    Da gibt es auf der einen Seite die Antriebslosen mit fehlender Eigeninitiative und Kreativität, diejenigen, die einen starken Führer brauchen, der sie in den Allerwertesten tritt und jeden Schritt vorgibt, der zu tun ist. Bestes Beispiel sind die rechten Bewegungen, die in ihrer individuellen Hilf- und Orientierungslosigkeit Hierarchien und Ungleichheit als natürlich und wünschenswert betrachten. Diese Gruppe ist der ideale Pool für Polizei und Staatssicherheit und die Durchsetzung missbräuchlicher Machtstrukturen, die von der Grundidee eigentlich gar nicht vorgesehen sind.

    Auf der anderen Seite stehen die Unersättlichen. Engagement tritt nur zutage, wenn die unendliche Gier befriedigt wird und die zufällig genetisch vorhandenen überlegenen Fähigkeiten sich auch in massiver, zumeist völlig überzogener Entlohnung in Form von Reichtum und Macht widerspiegeln. Aus dieser Gruppe rekrutieren sich natürlich die politischen Führungskräfte, welche dann konsequenterweise die Form einer herrschaftsfreien und klassenlosen Gesellschaft mit der Idee von sozialer Gleichheit und Freiheit aller Gesellschaftsmitglieder konterkarieren und ad absurdum führen.

    Dazwischen finden sich die Heerscharen derer, die sich am liebsten von allem heraushalten, die gerne blass und unauffällig ihren Stiefel in gemütlicher Routine abspulen und keine Partei für irgendeine Seite ergreifen wollen: Die Opportunisten, denen Solidarität und Teamwork ein Greuel sind. Bürokraten und Beamte, die den idealen Pool für eine ineffektive, überbordene und in dem erlebten Ausmaß völlig unnötige Planwirtschaft bilden.

    Ohne die sozialistischen bzw. kommunistischen Ideen und Bewegungen, die sich erstmals übrigens im Land der Gelbwesten entwickelten, hätte es nie einen effektiven Gegenpol zu dem ungehemmten Kapitalismus gegeben, der zu der Zeit weit verbreitet war. Vermutlich wären 80- oder 100-Stunden-Wochen bei minimalstem Mindestlohn und eine extreme Ungleichverteilung von Vermögen und Einkommen noch immer Normalzustand. Die Tendenzen gehen ohne das fehlende Gegengewicht ohnehin bereits wieder genau in diese Richtung (massenweise unbezahlte Überstunden, Minimallöhne, zunehmende Armut uvm.)

    Wie bereits ein Kommentator so treffend beschrieben hat, gab es den Marx’schen Kommunismus noch nie als real existierende Gesellschaftsform. Interessant festzustellen ist jedoch, dass zu Zeiten des Realsozialismus im Osten in den westlichen Ländern eine erfreuliche Entwicklung hin zu einer tatsächlich sozialen Marktwirtschaft stattfand. Nach dem Zerfall des Ostblocks hat sich diese Entwicklung im Westen massiv umgekehrt. Sollte sich diese Tendenz ungehemmt fortsetzen, dürften zwei Jahrhunderte voller gesellschaftspolitischer Experimente verschwendet gewesen und bestenfalls als gescheiterter (r)evolutionärer Versuch menschlichen Zusammenlebens zu bezeichnen sein. Im Osten, wie im Westen.

    • Avatar

      Hans Wurst

      22. August 2019 10:18 at 10:18

      @leftuti. Sehr gut beschrieben! GEZ statt IQ! Bravo!

  10. Avatar

    barthez72

    21. August 2019 13:12 at 13:12

    bliblablub. Es gibt nur zwei Möglichkeiten ausserhalb von Anarchie.
    1. Judikativ abgesicherte individuelle Freiheit (gewaltlos) -1 Klassig

    2. Sozialismus (der Grad der benutzten Gewalt definiert seine Ausprägung)
    mind. 2 Klassen

    Ich wähle die Freiheit.

    Ist der erstgenannte Punkt nicht deckungsgleich mit dem § 1 der Verfassung deines Landes befindest Du dich im Sozialismus. Mein Tip : RENN !!

    • Avatar

      Jan

      21. August 2019 13:44 at 13:44

      RENN !! Und wohin? In die USA? Nach Großbritannien? Thailand? In dem Fall wäre ich ein ideologischer, nicht politisch verfolgter Flüchtling. Und die sind bekanntlich nirgendwo gerne gesehen.

  11. Avatar

    leftutti

    21. August 2019 14:31 at 14:31

    @Redaktion, der Beitrag von logo! spricht sehr wohl unter dem weiterführenden Link zu „Sowjetunion“ von Staaten, die ihre Bürger einsperren und verfolgen, wenn sie sich nicht in das Bild des kommunistischen Einheitsmenschen fügen wollten.

    Dort ist das Thema auch wesentlich besser aufgehoben, weil es die tatsächlichen Zustände des Realsozialismus beschreibt. Diese waren aber sicherlich nicht die Intentionen der Ideen und Theorien des Kommunismus von Karl Marx, um die es in dem Beitrag ausschließlich geht. Eher das blanke Gegenteil. Welcher Philosoph und Ökonom mit prinzipiell honorigen Utopien und Entwürfen gesellschaftlichen Zusammenlebens lag denn bisher richtig mit seinen Antizipationen hinsichtlich der realen Umsetzung?

    Wie ich weiter oben schon erwähnt habe, hat Karl Marx den evolutionären Entwicklungsstand der menschlichen Charaktereigenschaften völlig falsch eingeschätzt oder außer Acht gelassen. Vielleicht ist einfach der Mensch noch nicht weit genug entwickelt für die Gesellschaftsform des Kommunismus. Bis es soweit ist, muss dieser SciFi bleiben. Zumindest bei StarTrek diskutiert niemand mehr über Wissenschaft und Kommunismus als Basis einer globalen Gesellschaft. Den meisten Trekkies dürfte gar nicht aufgefallen sein, dass dem so ist ;)

    • Avatar

      Leon

      21. August 2019 19:09 at 19:09

      @leftuti Hallo, ich bin zwar neu hier, aber was bedeutet Trekkies?

  12. Avatar

    barthez72

    21. August 2019 14:50 at 14:50

    @Jan. Ich weiss ,es ist depremierend und schwer ,aber ich habst net erfunden.Ich könnte es alles erklären ,jedoch reicht hier der Platz noch meine Zeit dazu aus.
    nur soviel, nutze mind. Dreiecksbezüge ,Kapital ist Freiheit,löse dich von Grenzen,
    gehe nur auf goldenem Boden,verhindere Zugriff auf deine Erträge.
    etc etc etc ………………….

    • Avatar

      Jan

      21. August 2019 23:33 at 23:33

      @barthez72, ich kenne alle diese Weisheiten auch schon lange von Glückskeksen. Aber kein Keks und auch Sie wollen mir verraten, wohin ich rennen soll. In welchem Land, in welcher Verfassung stehen Steuerhinterziehung, Kapital und Gold in Artikel 1?

  13. Avatar

    jako84

    21. August 2019 14:51 at 14:51

    Genauso hirnrissig wäre es, die Lehren und Aussagen von Jesus oder Mohammed zu verteufeln, weil sie durch die katholische Kirche bzw. extremistische islamistische Strömungen zum Zwecke des eigenen Machtmissbrauches ins Gegenteil pervertiert wurden und noch immer werden.

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US-Wahl: Was passieren muß, damit Trump gewinnt!

Markus Fugmann

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Die US-Wahl rückt immer näher, laut Umfragen liegt Donald Trump derzeit recht deutlich hinter Joe Biden. Eines scheint klar: wenn Trump die US-Wahl gewinnen will, muß er zwingend den Bundeststaat Florida gewinnen – gewönne Biden in Florida, wäre ein Wechsel im US-Präsidentenamt praktisch sicher. Die Zwischenstände aus Florida werden also extrem wichtig – es gibt sogar einen kleinen Wahlbezirk in diesem Bundeststaat, der schon früh die Richtung anzeigen dürfte.

US-Wahl – das sind die Szenarien

Die US-Seite https://fivethirtyeight.com/ zählt zu den führenden Prognose-Quellen in den USA. Sie bietet ein interaktives Tool an, mit dem man Szenarien durchspielen kann: gewinnt etwa Biden den swing state Pennsylvania, dann hat das einen positiven Einfluß auch auf seine Sieges-Chancen auch in Nachbar-Bundestsaaten. Sehen Sie hier, was passieren muß, damit Trump gewinnen kann:

 

Und so ist die Lage in den USA unmittelbar vor der US-Wahl – es ist ein gespaltenes, zerrissenes Land, wie folgende ARTE-Dokumentation zeigt:

 

Was muß passieren, damit Trump die US-Wahl gewinnt?

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Aktien

Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

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Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Sahra Wagenknecht über die große Krise, und wie man sie lösen kann

Redaktion

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Sahra Wagenknecht hat den Ruf wirklichen wirtschaftlichem Sachverstand zu besitzen. Bei ihr kann man erkennen: Es wird nicht stumpf das sozialistische Lied abgespielt. Bei ihren Aussagen merkt man, dass sie das Gesamtbild im Blick hat und auch versteht. Natürlich kann und darf man über ihren Lösungsansatz für das große Gesamtproblem streiten. Aber auch ihren Lösungsansatz begründet sie inhaltlich nachvollziehbar.

Sahra Wagenknecht mit Bestandsaufnahme der Krise

In ihrem aktuellsten Video (am Ende dieses Artikels) wirft Sahra Wagenknecht die Frage auf, ob eine große Finanzkrise bevorsteht. Dafür arbeitet sie sich an vielen Ungleichgewichten und wirtschaftlichen Schieflagen ab, die in dieser Form in der Tat auch bestehen. So bespricht sie die gigantische Geldschwemme der Notenbanken, in der Europa verursacht durch die EZB. Diese sorge für einen riesigen Push bei den Aktienkursen. Profitieren würden vor allem die Reichen, die in großem Umfang Aktien besitzen. Der Kleinsparer, der sein Geld nur auf dem Sparkonto parkt, würde durch Nullzinsen (neuerdings immer öfters auch Negativzinsen) und Inflation laut Sahra Wagenknecht real jedes Jahr Geld verlieren.

Die Großkonzerne würden in der Coronakrise mit billigem Geld überschwemmt, so dass sie gar keine Probleme hätten durch diese Krise zu kommen (ja, dafür gibt es zahlreiche Beispiele). Gleichzeitig haben es laut Sahra Wagenknecht kleine Unternehmen und Unternehmer derzeit sehr schwer überhaupt an Geld zu kommen, um die Krise überleben zu können. Demnach seien die großen Konzerne die Krisengewinner, die kleinen Betriebe die Verlierer. Sahra Wagenknecht nennt in diesem Zusammenhang auch die Anleihekäufe der EZB, wo auch in großem Stil Unternehmensanleihen gekauft werden. Und hier geht es eben um Anleihen großer Unternehmen, und nicht um Schulden kleiner Betriebe, die eh keine Anleihen ausgeben.

Als weiteres Ungleichgewicht benennt Sahra Wagenknecht auch die Immobilienblase. Bei den niedrigen Zinsen lohne sich die große Spekulation, welche die Preise immer weiter nach oben treibe. Und letztlich beleuchtet sie die (von uns bei FMW oft angesprochene) steigende Bedrohung für das Bankensystem in Europa. Schon vor der Krise habe es laut Sahra Wagenknecht 600 Milliarden Euro Volumen an faulen Krediten bei Banken in Europa gegeben – jetzt drohe diese Summe auf 1,4 Billionen Euro zu steigen.

Problemlösung

Was sei nun die Lösung des Problems? Laut Sahra Wagenknecht seien immer neue Schulden und immer tiefere Zinsen nicht die Lösung des Problems. Die Wirtschaft könne auch nicht so kräftig ansteigen, dass Volkswirtschaft und Staat aus dem gigantischen Schuldenberg „herauswachsen“ könnten, wie sie es formuliert. Inflation sei auch keine Lösung, da hierbei die kleinen Leute mit ihren Sparguthaben enteignet würden. Die reichen Leute würden mit ihren Immobilien und Betriebsvermögen ihren Wohlstand behalten, während die kleinen Leute bei einer spürbaren Inflation den Preis bezahlen müssten.

Für Sahra Wagenknecht gibt es nur eine Lösung des Problems. Und da kommt natürlich die linke Politik wieder zum Vorschein. Man müsse die enorme angehäufte Schuldenlast restrukturieren, und zwar zu Lasten der wirklich Vermögenden. Dazu kann man anmerken: Das ist eine politische Frage, was man will. Diese Lösung kann man befürworten, oder eben auch nicht. Ansichtssache. Aber abgesehen davon: Die anderen Alternativen sind auch nicht berauschend. Man darf vermuten: So wie die aktuelle Merkel-Regierung wird wohl auch ein Nachfolger wie Herr Laschet keinen großen Wurf machen, sondern stillschweigend zusammen mit der EZB auf die Lösung setzen, die auch die Amerikaner seit Jahrzehnten praktizieren, wenn es um Problemlösungen geht. „Kick the can down the road“ – die Dose die Straße weiter runter kicken. Das Problem also in die Zukunft verschieben. Also jetzt immer neue Rettungsprogramme auflegen (letztlich finanziert durch die EZB, das neue EU-Schuldenprogramm uvm), – und diese Probleme darf irgendwer in ferner Zukunft abzahlen.

Sahra Wagenknecht
Sahra Wagenknecht. Foto: Ferran Cornellà CC BY-SA 4.0

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