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Unfassbar! So erklärt das ZDF Kindern den Begriff „Kommunismus“

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Einfach unfassbar. Schon seit vier Jahren erklärt das ZDF kleinen Kindern folgendermaßen das Wort Kommunismus. Die Überschrift der entsprechenden Erklär-Webseite gibt schon die rosa-rote Marschroute des folgenden Textes vor, denn dort steht „Im Kommunismus gehört allen gleichviel“. Ähhhh, wie bitte? Hat da jemand nicht ganz aufgepasst? Hat der Bürger in kommunistischen Systemen denn jemals demokratisch Zugriff auf „seinen Anteil“ am Volkseigentum? Ach ja, es war ja alles Kollektiveigentum. Allein gehört gleich viel? Nein, allen gehört gar nichts! Aber das ZDF dreht die Fakten mal eben um.

Hier gelangen Sie zur Original-Seite des ZDF mit dem Erklärtext.

Man kann es wirklich kaum glauben. Mit einfachen und netten Worten wird beschrieben, dass laut Karl Marx in damals für die einfachen Arbeiter wirklich katastrophalen Zeiten die Lebensbedingungen verbessert werden sollten. Das war von der Grundidee natürlich auch eine löbliche Absicht, so möchten wir es ausdrücken. Alles Eigentum sollte „gerecht unter den Menschen verteilt werden“, so schreibt es das ZDF. Das Problem dabei ist nur: Das ZDF verschweigt, dass bei dem Konzept „alles soll allen gehören“ am Ende des Tages niemandem irgendwas gehört, und nur eine kleine Führungsklicke ganz oben in der Pyramide im Luxus schwelgt.

Und da gibt es auch einen ganz dicken einen Widerspruch. Während das ZDF im Titel über den Kommunismus schreibt, dass im Kommunismus allen gleich viel gehören sollte, so schreibt man weiter unten im Text, dass es nach der Vorstellung von Karl Marx privates Eigentum gar nicht geben sollte. Unsere Frage: Also, was denn nun? Alles oder nichts?

Und erwähnt das ZDF irgendwas von Millionen Toten, die der Kommunismus verursachte? Von Gulags, Entrechtung, Armut? Von Staaten, die ihre Bürger einsperren und verfolgen, wenn sie sich nicht in das Bild des kommunistischen Einheitsmenschen fügen wollten? Kein Wort dazu vom ZDF. Man erwähnt lediglich, dass der Kommunismus Zitat „aus verschiedenen Gründen“ zum Beispiel in der Sowjetunion gescheitert sei. Aha… auch kein Wort zu den grundlegenden Konstruktionsfehlern des Kommunismus. Und so erklärt das Öffentlich Rechtliche Fernsehen kleinen Kindern den Kommunismus? Prost Mahlzeit…

Karl Marx Kommunismus
Der „Vater“ des Kommunismus Karl Marx

25 Kommentare

25 Comments

  1. Avatar

    sabine

    20. August 2019 20:55 at 20:55

    Der Fisch stinkt vom Kopf her. Und das tut er bei uns gewaltig.
    Darum haße ich aus ganzem Herzen die Diktatur des GEZ!
    Ich bezahle damit oft den Teufel.

    • Avatar

      Claudia

      21. August 2019 23:46 at 23:46

      AFD statt ARD. Mit dem rechten Auge sieht man besser 😜

      • Avatar

        Hans Wurst

        22. August 2019 10:12 at 10:12

        GEZ statt IQ?

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    joah

    20. August 2019 20:58 at 20:58

    Kinder sind unser aller Zukunft: wie wir sie behandeln, bilden und aufklären entscheidet darüber. Genau deswegen ist die Zukunft gerade dem Vollangriff ausgesetzt. Auf allen Ebenen.

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    Fünf

    20. August 2019 21:30 at 21:30

    Danke FMM Redaktion, die Kinder heute wissen nicht was in einem Kommunistischen Land passieren kann und passiert, in Xinjiang werden Millionen anders Denkende (Uiguren) in KZ ähnliche Umerziehungslager inhaftiert und dort krassesten Brainwash unterzogen und gefoltert, muslimische Frauen werden mit Substanzen verabreicht die die Fruchtbarkeit der Frau dauerhaft schädigt. Das Ganze gleicht ein Genozid. Für die Lobbiesten und deren Untertanen in Berlin alles kein Problem Hauptsache VW öffnet pünktlich dort die neuen Werke.

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    Thomas

    21. August 2019 00:26 at 00:26

    Gott bewahre…Kommunismus, nie wieder auf dem europäischen Boden! Ist wenn man für die Nazis und Co. Werbung machen würde. In einigen Länder, in denen man unter Kommunismus litt wäre so eine Entgleisung strafbar.
    GEZ 😂😂😂 ist mittlerweile nur das Sprachrohr der Geisteskranken und lächerlicher Schatten von sich selbst.
    Ich kenne aber wirklich niemanden der die Öffentlichen nur ansatzweise ernstnimmt. Sogar die Oma schaltet um 😂

    • Avatar

      Claudia

      21. August 2019 13:21 at 13:21

      Nicht zum ersten Mal könnte man hier den Eindruck gewinnen, dass das Leben keine anderen Themen als Politik und Geld bereithält. Es steht außer Zweifel, dass es an den öffentlich-rechtlichen Sendern vieles zu kritisieren gibt. Aber eben nicht nur.

      Wer sich für Wissenschaft, Kultur, Geschichte und Dokus interessiert, findet hier unbestreitbar so manches kleine Schätzchen. Da gibt es Harald Lesch und Terra X oder die äußerst sehenswerte Miniserie Bad Banks. Da gibt es interessante und kritische Verbrauchersendungen oder den Sender ZDF info mit vielen sehenswerten Beiträgen. Da gibt es Dokus über den gelebten Realsozialismus in der DDR:
      https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/mysterioese-kriminalfaelle-der-ddr-staatsmacht-im-visier-102.html
      Dkus über den Missbrauch der Wissenschaft durch Politik und Wirtschaft:
      https://www.zdf.de/wissen/scobel/190411-sendung-scobel-wahrheit-100.html
      Und auch den nach meinem Ermessen in großen Teilen sehr hochwertigen Sender 3sat:
      https://www.zdf.de/dokumentation/3sat-wissenschaftdoku

      Das sind nur ganz wenige Beispiele einer Reihe, die sich noch lange fortsetzen ließe. Wer natürlich von vornherein verschlossen und voller Vorurteile ist, weil die Rundfunkgebühren sauer aufstoßen, wird den positiven Aspekten auch nie eine Chance geben. Der darf auch gerne Big Brother oder Dschungelcamp und die informativen 30% an Sendezeit auf den Freien glotzen, die gemeinhin auch als Werbeunterbrechung bezeichnet werden.

      • Avatar

        Leon

        21. August 2019 19:19 at 19:19

        Im DDR Staatspropaganda-Fernsehen gab es auch sehenswerte Sachen
        😂😂😂
        Ich bin sehr froh, dass Ende des Kommunismus im Kampf um Freiheit vom deutschen Boden ausging!

        • Avatar

          leftutti

          21. August 2019 22:28 at 22:28

          @Leon, Ihre Argumentation ist eher dünn und wenig tragfähig. Zum einen vergessen Sie, dass Gorbatschows Konzepte von Perestroika und Glasnost die Triebfedern für den Wandel und letztendlichen Zusammenbruch des Realsozialismus waren. Zum anderen, dass es aus heutiger Sicht ironischerweise gerade Ungarn (und im weiteren geografischen Verlauf Österreich) war, das die Schleusen für eine unkontrollierte Massenflucht geöffnet hatte. Auf deutschem Boden wurde in der Folge lediglich das massenmedial taugliche Spektakel von Wiedervereinigung und Mauerfall vollzogen und zelebriert.

          Was die öffentlich-rechtlichen Medien betrifft, fällt es mir schwer zu verstehen, warum eine derart grundsätzliche und völlig undifferenzierte und unreflektierte Blockade und Ablehnung wegen 17,50 p.m. besteht. Wie Claudia und auch Sie selber schreiben, gibt es bei den Öffentlichen auch zahlreiche sehenswerte und fundierte Beiträge, ebenso auch hinterfragende Kritik zu politischen und gesellschaftlichen Themen. Was mich betrifft, möchte ich noch ironisch-satirische Beiträge wie „Die Anstalt“ ergänzend hinzufügen, die keine politische Färbung verschonen und sehr unverblümt die Dinge auf den Punkt bringen.
          Für öffentliche-rechtliche Sender besteht die Verpflichtung zu einer breiten Streuung von Themen und Ansichten für möglichst viele „Kunden“. Leider pickt man sich immer die Anteile heraus, die gerade nicht genehm sind und übersieht dabei die enorme Vielfalt in einer immer komplexer werdenden Welt. Vermutlich liegt in dieser Komplexität und der damit verbundenen kognitiven Überforderung auch Ihr Problem, was in letzter Konsequenz zur Reduzierung auf „GEZ- oder Propaganda-Fernsehen“ führen muss.

          Zu meinem Erstaunen wurde noch nie etwas über die Qualität von privaten Sendern wie Sat.1, Pro7, RTL geschrieben. Was sagt die zappende Oma dazu? Nichts?!Eigentlich gibt es da auch nicht viel zu sagen, selbst Kinder und Jugendliche schalten von dort gleich wieder um 😂

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    Frank

    21. August 2019 03:16 at 03:16

    Aber irgendwie verwechselt Ihr da auch etwas!
    Kommunismus hat es nie gegeben.
    Vielleicht soltet Ihr Euch mal mit den Gesellschaftsformen auseinandersetzen.
    Bisher existierten sozialistische Staaten und der Kommunismus würde die Vollendung sein.
    Ob wie,und was existieren wird oder würde ist niemals bewiesen worden.
    Also arbeit Ihr genauso propagandistisch wie die öffentluch rechtlichen und verdreht oder vereinfacht Tatsachen.

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    Shong09

    21. August 2019 05:46 at 05:46

    Sieht hier doch nicht viel anders aus.
    Die Kommunisten in China haben einen ganz gewaltigen Fehler begannen, sie haben die Intellektuellen ermordet und vertrieben. Wie kann man eigl so blöd sein?!? Wenn sie stattdessen im Kommunismus auf die Mächtigen abzielen, könnte diese Staatsform evtl. funktionieren.

    Wie nennt sich eigl die Staatsform, unter der wir im Moment in D und EU leiden?

  7. Avatar

    Frank

    21. August 2019 05:51 at 05:51

    Jetzt werden bei Euch Kommentare rezensiert.
    Na soweit zu Eurer eigenen Dummheit!
    Kommunismus existierte noch nicht und somit sind Eure Beispiele unangebracht und die Erklärung im Theoretischen RICHTIG.

    • Avatar

      Thomas

      21. August 2019 10:44 at 10:44

      @Frank
      Es gab/gibt kommunistische Parteien, es gab/gibt kommunistische Regierungen, es gab/gibt kommunistische Staaten. Es gab/gibt aber den Kommunismus nicht?
      Wie lange muss man das noch durchkauen?
      Es gab/gibt in Namen der kommunistischen Partei, Millionen Ausgeggrenzte, Gefolterte und Tote. Grund- und Menschenrechte sind im Kommunismus nur eine Fassade, dafür ist die Verfolgung der Andersdenkenden eine alltägliche Realität. Oder haben Sie ein Beispiel, wo es nicht der Fall ist oder war?
      Wie kann nur man das alles gut heißen? Wie kann man das alles wieder wollen und dafür noch in GEZ-TV Werbung machen?
      Was will der Deutsche überhaupt? China, Laos, Vietnam, Kuba, Nordkorea oder gar die Sowjetunion für ganz Europa unter deutschem Oberkomando? Oder denkt der Deutsche in seiner Überheblichkeit wieder Mal alles besser zu können und schlauer zu sein als der Rest dieser Welt?
      Viele Länder haben hier eine klare Position bezogen und Kommunismus zu Recht mit Nazismus gleichgesetzt und unter Strafe gestellt sowie deren Verherrlichung und Symbolik.
      Wenn ich nur dran denke, dass das erklärte Ziel der deutschen Linken (die all diese Gräueltaten, die in Namen von Marx, Lenin, Stalin, Mao etc. begangen wurden, verharmlost und relativiert) der Kommunismus ist und GEZ als „Erziehungsorgan“😂 noch Hilfe leistet, dann habe ich noch mehr Angst als vor der AFD.

      • Avatar

        Fetttony

        22. August 2019 10:07 at 10:07

        @Thomas
        Kompliment! Das beste, was ich hier zum Thema gelesen habe!
        Weiss auch nicht so recht, vor was ich mehr Angst habe, vor „Deutschland ist scheiße“ oder vor „Deutschland den Deutschen“
        Und die Öffentlichen kann man sich getrost sparen. Guckt je kein Mensch und so wie es aussieht braucht auch kein Mensch.

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    Mulo

    21. August 2019 11:36 at 11:36

    Haltungsjournalismus a la ZDF!

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    leftutti

    21. August 2019 12:25 at 12:25

    Hat eigentlich einer den Text auf der ZDF-Seite auch gelesen? Oder wurde hier nur wieder mal reflexartig beim Begriff „Kommunismus“ drauf losgeschrieben?

    Ich kann mit dem Autor dieses Artikels hier aus diversen Gründen nicht ganz konform gehen. Und ich sehe auch keinen Widerspruch, was das Thema Eigentum angeht. Wenn alles Gemeineigentum ist, gibt es kein Privateigentum. Jeder hat Anspruch auf die gleichen Ressourcen und Anteile an diesem kollektiven Eigentum. Er ist dann eben Besitzer oder Nutzer gewisser Ressourcen, aber kein Eigentümer.

    Die Sendung logo! spricht eine Altersgruppe an, bei der man vielleicht besser noch nicht konkret und anschaulich von Mord und Gulags berichten sollte. Die kognitiven Fähigkeiten erlauben zudem noch keine komplexen, hoch differenzierten Abhandlungen (bei vielen bleibt das bis ins hohe Erwachsenenalter so). Außerdem beschreibt der Artikel unter dem Begriff des Kommunismus die gesellschaftstheoretischen Ideen und Utopien von Marx, und nicht die gescheiterten Versuche real umgesetzter Herrschaftssysteme, die im Gegensatz dazu mit Realsozialismus betitelt werden müssen. Die grundsätzlich alles andere als verwerflichen Theorien von Marx wurden in der Realität von diktatorischen Revolutionsführern bestenfalls missbraucht, um einen machtpolitischen Umsturz herbeizuführen. Von Beginn an wurden Machtstrukturen von den Oberen etabliert, die so von Marx nie vorgesehen und beschrieben waren. Der Realsozialismus hat mit Kommunismus also nicht allzu viel gemein.

    Korrekt ist andererseits natürlich, dass die grundlegende Schwäche dieser Ideen keine Berücksichtigung findet: Die menschlichen Charaktereigenschaften.

    Da gibt es auf der einen Seite die Antriebslosen mit fehlender Eigeninitiative und Kreativität, diejenigen, die einen starken Führer brauchen, der sie in den Allerwertesten tritt und jeden Schritt vorgibt, der zu tun ist. Bestes Beispiel sind die rechten Bewegungen, die in ihrer individuellen Hilf- und Orientierungslosigkeit Hierarchien und Ungleichheit als natürlich und wünschenswert betrachten. Diese Gruppe ist der ideale Pool für Polizei und Staatssicherheit und die Durchsetzung missbräuchlicher Machtstrukturen, die von der Grundidee eigentlich gar nicht vorgesehen sind.

    Auf der anderen Seite stehen die Unersättlichen. Engagement tritt nur zutage, wenn die unendliche Gier befriedigt wird und die zufällig genetisch vorhandenen überlegenen Fähigkeiten sich auch in massiver, zumeist völlig überzogener Entlohnung in Form von Reichtum und Macht widerspiegeln. Aus dieser Gruppe rekrutieren sich natürlich die politischen Führungskräfte, welche dann konsequenterweise die Form einer herrschaftsfreien und klassenlosen Gesellschaft mit der Idee von sozialer Gleichheit und Freiheit aller Gesellschaftsmitglieder konterkarieren und ad absurdum führen.

    Dazwischen finden sich die Heerscharen derer, die sich am liebsten von allem heraushalten, die gerne blass und unauffällig ihren Stiefel in gemütlicher Routine abspulen und keine Partei für irgendeine Seite ergreifen wollen: Die Opportunisten, denen Solidarität und Teamwork ein Greuel sind. Bürokraten und Beamte, die den idealen Pool für eine ineffektive, überbordene und in dem erlebten Ausmaß völlig unnötige Planwirtschaft bilden.

    Ohne die sozialistischen bzw. kommunistischen Ideen und Bewegungen, die sich erstmals übrigens im Land der Gelbwesten entwickelten, hätte es nie einen effektiven Gegenpol zu dem ungehemmten Kapitalismus gegeben, der zu der Zeit weit verbreitet war. Vermutlich wären 80- oder 100-Stunden-Wochen bei minimalstem Mindestlohn und eine extreme Ungleichverteilung von Vermögen und Einkommen noch immer Normalzustand. Die Tendenzen gehen ohne das fehlende Gegengewicht ohnehin bereits wieder genau in diese Richtung (massenweise unbezahlte Überstunden, Minimallöhne, zunehmende Armut uvm.)

    Wie bereits ein Kommentator so treffend beschrieben hat, gab es den Marx’schen Kommunismus noch nie als real existierende Gesellschaftsform. Interessant festzustellen ist jedoch, dass zu Zeiten des Realsozialismus im Osten in den westlichen Ländern eine erfreuliche Entwicklung hin zu einer tatsächlich sozialen Marktwirtschaft stattfand. Nach dem Zerfall des Ostblocks hat sich diese Entwicklung im Westen massiv umgekehrt. Sollte sich diese Tendenz ungehemmt fortsetzen, dürften zwei Jahrhunderte voller gesellschaftspolitischer Experimente verschwendet gewesen und bestenfalls als gescheiterter (r)evolutionärer Versuch menschlichen Zusammenlebens zu bezeichnen sein. Im Osten, wie im Westen.

    • Avatar

      Hans Wurst

      22. August 2019 10:18 at 10:18

      @leftuti. Sehr gut beschrieben! GEZ statt IQ! Bravo!

  10. Avatar

    barthez72

    21. August 2019 13:12 at 13:12

    bliblablub. Es gibt nur zwei Möglichkeiten ausserhalb von Anarchie.
    1. Judikativ abgesicherte individuelle Freiheit (gewaltlos) -1 Klassig

    2. Sozialismus (der Grad der benutzten Gewalt definiert seine Ausprägung)
    mind. 2 Klassen

    Ich wähle die Freiheit.

    Ist der erstgenannte Punkt nicht deckungsgleich mit dem § 1 der Verfassung deines Landes befindest Du dich im Sozialismus. Mein Tip : RENN !!

    • Avatar

      Jan

      21. August 2019 13:44 at 13:44

      RENN !! Und wohin? In die USA? Nach Großbritannien? Thailand? In dem Fall wäre ich ein ideologischer, nicht politisch verfolgter Flüchtling. Und die sind bekanntlich nirgendwo gerne gesehen.

  11. Avatar

    leftutti

    21. August 2019 14:31 at 14:31

    @Redaktion, der Beitrag von logo! spricht sehr wohl unter dem weiterführenden Link zu „Sowjetunion“ von Staaten, die ihre Bürger einsperren und verfolgen, wenn sie sich nicht in das Bild des kommunistischen Einheitsmenschen fügen wollten.

    Dort ist das Thema auch wesentlich besser aufgehoben, weil es die tatsächlichen Zustände des Realsozialismus beschreibt. Diese waren aber sicherlich nicht die Intentionen der Ideen und Theorien des Kommunismus von Karl Marx, um die es in dem Beitrag ausschließlich geht. Eher das blanke Gegenteil. Welcher Philosoph und Ökonom mit prinzipiell honorigen Utopien und Entwürfen gesellschaftlichen Zusammenlebens lag denn bisher richtig mit seinen Antizipationen hinsichtlich der realen Umsetzung?

    Wie ich weiter oben schon erwähnt habe, hat Karl Marx den evolutionären Entwicklungsstand der menschlichen Charaktereigenschaften völlig falsch eingeschätzt oder außer Acht gelassen. Vielleicht ist einfach der Mensch noch nicht weit genug entwickelt für die Gesellschaftsform des Kommunismus. Bis es soweit ist, muss dieser SciFi bleiben. Zumindest bei StarTrek diskutiert niemand mehr über Wissenschaft und Kommunismus als Basis einer globalen Gesellschaft. Den meisten Trekkies dürfte gar nicht aufgefallen sein, dass dem so ist 😉

    • Avatar

      Leon

      21. August 2019 19:09 at 19:09

      @leftuti Hallo, ich bin zwar neu hier, aber was bedeutet Trekkies?

  12. Avatar

    barthez72

    21. August 2019 14:50 at 14:50

    @Jan. Ich weiss ,es ist depremierend und schwer ,aber ich habst net erfunden.Ich könnte es alles erklären ,jedoch reicht hier der Platz noch meine Zeit dazu aus.
    nur soviel, nutze mind. Dreiecksbezüge ,Kapital ist Freiheit,löse dich von Grenzen,
    gehe nur auf goldenem Boden,verhindere Zugriff auf deine Erträge.
    etc etc etc ………………….

    • Avatar

      Jan

      21. August 2019 23:33 at 23:33

      @barthez72, ich kenne alle diese Weisheiten auch schon lange von Glückskeksen. Aber kein Keks und auch Sie wollen mir verraten, wohin ich rennen soll. In welchem Land, in welcher Verfassung stehen Steuerhinterziehung, Kapital und Gold in Artikel 1?

  13. Avatar

    jako84

    21. August 2019 14:51 at 14:51

    Genauso hirnrissig wäre es, die Lehren und Aussagen von Jesus oder Mohammed zu verteufeln, weil sie durch die katholische Kirche bzw. extremistische islamistische Strömungen zum Zwecke des eigenen Machtmissbrauches ins Gegenteil pervertiert wurden und noch immer werden.

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Florian Homm: Warum die EZB scheitern wird

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Florian Homm ist inzwischen vor allem über seinen YouTube-Channel als kritischer Begleiter der Finanzmärkte bekannt. Auch wenn man nicht immer seiner Meinung sein muss, so sind doch seine Bestandsaufnahmen inhaltlich oft bestechend. In seinem folgenden aktuellen Video bespricht er im Grundsatz, warum seiner Meinung nach die Politik der EZB zum Scheitern verurteilt sein soll. Es geht darum schwache Inflation und Konjunktur mit immer tieferen Zinsen und immer mehr Gelddrucken bekämpfen zu wollen. Florian Homm erwähnt in dem Zusammenhang diverse Faktoren, die so viel stärker sind, und eine Wirksamkeit der EZB-Maßnahmen unmöglich machen. Da wären zum Beispiel die Digitalisierung und der Demografiewandel. Die hieraus entstehenden Veränderung zum Beispiel in Sachen Arbeitsplatzabbau wären so groß, dass die Maßnahmen der EZB verpuffen würden (sinngemäß zusammengefasst). Aber Florian Homm hat noch viel mehr zu bieten. Schauen Sie dazu bitte das folgende Video.

Florian Homm

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Dubai mit Absturz am Immobilienmarkt – Einkaufsmanagerindex Crash für VAE

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Dubai Innenstadt - der Bauboom geht weiter?

Gut 1/3 der Einwohner der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) lebt im Emirat Dubai. Was die „harte Wirtschaft“ (Öl) angeht, ist das flächenmäßig viel größere Emirat Abu Dhabi viel bedeutender. Dort sitzt auch das Machtzentrum der VAE. Aber wer an die Emirate denkt, hat zuerst immer nur Dubai im Kopf. Dort läuft seit mehr als zwanzig Jahren eine riesige Sause. Es wird Geld rausgehauen für aufgeschüttete Inseln, Flughäfen, hunderte Wolkenkratzer, Einkaufszentren, Ski-Anlagen, und und und. Die Touristen kommen, aber rechnet sich das alles? Und wohnt überhaupt jemand in all diesen Hochglanztürmen? Öl hat Dubai nicht mehr. Schon im Zuge der letzten Finanzkrise musste der Herrscher von Dubai sich Geld beim eigentlich bestimmenden Emirat Abu Dhabi leihen. Sozusagen Nachbarschaftshilfe innerhalb einer Staatengemeinschaft, fast vergleichbar wie die Griechenland-Rettung innerhalb der EU? 20 Milliarden Dollar Schulden wurden erst dieses Jahr wieder umgeschuldet in die Zukunft.

Jede Menge Schulden in Dubai

Aber in Dubai als Gesamtkonstrukt steckt ein viel größeres systemisches Risiko. Gut 60 Milliarden Dollar Schulden (50% der Wirtschaftsleistung von Dubai) sollen mit der Regierung (dem Herrscher) verbundene Vehikel aufgenommen haben. Dies können zum Beispiel Immobilienentwickler sein, die sich am Markt finanzieren. Viele dieser Schulden sind in den nächsten Jahren fällig. Und nun geschieht folgendes. Der Immobilienmarkt in Dubai ist gerade jetzt so richtig am Crashen. Das wird gerade für kreditfinanzierte Immobilienentwickler zum Problem, und somit für die ganze Volkswirtschaft vor Ort.

Laut den aktuellsten Daten von „Cavendish Maxwell“ für das 3. Quartal sind die Wohnungspreise in Dubai gegenüber dem 3. Quartal 2018 um 16,5% gefallen! Hauspreise sind um 15% rückläufig! In Abu Dhabi sehen die Rückgänge kaum besser aus. Fast schon lustig: Die Bau-Orgie in Dubai scheint immer weiter zu gehen, obwohl schon der gesunde Menschenverstand sagen müsste, dass die Nachfrage nicht immer weiter in exorbitantem Tempo weiter steigen kann.

Preise für Immobilien in Dubai fallen deutlich

Vor Ort scheint man die brutale Krise vor zehn Jahren schon völlig vergessen zu haben. Damals waren die Immobilien-Spekulationen so schlimm ausgeufert, dass Wohnungen in neuen Wohntürmen schon mehrmals verkauft wurden, bevor der Bau überhaupt fertiggestellt war. Tja, nur der letzte Spekulant, der bekam keinen Stuhl mehr ab, als die Musik aufhörte zu spielen. Das Angebot ist das Problem, so auch die Experten von Cavendish Maxwell. Das viel zu große Angebot sei der Auslöser für den Preisverfall in Dubai. Viel zu lange wurde auch viel zu stark auf den Bau von Luxusimmobilien Wert gelegt. Immobilien-Entwickler würden jetzt versuchen potenzielle Käufer mit attraktiven Konditionen zu locken. Einer der größten Player vor Ort appelliert sogar, dass man in Dubai den Bau neuer Immobilien für ein oder zwei Jahre komplett aussetzen sollte, um eine Katastrophe durch das viel zu große Überangebot zu verhindern.

Wer soll den ganzen Spaß bezahlen, wenn der Herrscher des Emirats sich schon Kohle nebenan leihen musste, und wenn die großen staatseigenen Entwickler auch volle Kanne auf Risiko fahren, bei stark sinkenden Immobilienpreisen? Da gibt es nur einen Ausweg. Mann kann es einfach wie in Europa machen. Immer weiter umschulden in die Zukunft. Eine Art Dauerumschuldung, die zum Normalzustand wird. So wird der Vermögensgegenstand des Gläubigers (die Forderung) buchhalterisch auch nie wertlos, wenn der Kredit ständig durch neue Kredite abgelöst wird, mit denen die alten Schulden bedient werden können. Dann kann die Party in Dubai auch endlos weitergehen. Wenn der Gläubiger denn mitspielt. Ansonsten…

Einkaufsmanagerindex fällt deutlich

Das die gesamtwirtschaftliche Lage in den Vereinigten Arabischen Emiraten (also vor allem Dubai und Abu Dhabi) wenig rosig bis sehr kritisch aussieht, belegt auch der gestern veröffentlichte Einkaufsmangerindex für die VAE von IHS Markit. Der Chart reicht bis 2010 zurück. Man sieht den extrem starken Einbruch der letzten Monate von fast 60 bis jetzt auf 50,3 Indexpunkte. Die Schwelle von 50 Punkten ist immer exakt die Trennlinie zwischen einem Wirtschaftswachstum und einer rückläufigen Wirtschaftsleistung. Die VAE rauschen also volle Pulle in die Problemzone. Aber gut. Wie gesagt. Letztlich kann Abu Dhabi den Laden zusammenhalten, wenn man es denn will. Die Weltausstellung 2020 wird in Dubai stattfinden. Bringt dieses Ereignis mehr Touristen, Investoren und einen Wirtschaftsaufschwung? Laut IHS Markit kann dieses Ereignis helfen. Aber wir meinen: Das ist nur ein kurzfristiger Sondereffekt!

VAE PMI von IHS Markit

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Indien gerät in den globalen Abwärtsstrudel

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Das Taj Mahal ist eines der Symbole für Indien

Die nach Kaufkraftparität drittgrößte Volkswirtschaft der Welt Indien erlebt eine deutliche Wachstumsverlangsamung. Die Expansionsrate des indischen BIP fällt auf das niedrigste Niveau seit über 6 Jahren zurück. Ein Alarmsignal für die Weltwirtschaft.

Indien bleibt weit hinter seinen Wachstumsambitionen zurück

Mit 2,7 Billionen US-Dollar ist das Bruttoinlandsprodukt des südasiatischen Landes fast gleichauf mit dem Frankreichs. Bereinigt um die Kaufkraft liegt das Land sogar an dritter Stelle der größten Volkswirtschaften weltweit – noch vor Japan und Deutschland. Daher ist der Einbruch des indischen BIP-Wachstums im dritten Quartal für die Weltwirtschaft durchaus relevant.

Kaufkraftbereinigtes BIP - Indien auf Platz 3

Die Expansionsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erreichte im dritten Quartal 2019 mit annualisiert nur noch 4,5 Prozent das tiefste Niveau seit dem zweiten Quartal 2013. Der im Vorfeld mehrfach nach unten revidierte Konsens der Ökonomen lag um 0,2 Prozent höher bei 4,7 Prozent.

Damit befindet sich das Land zwar weit jenseits einer Rezession aber dennoch unter seinem langjährigen Durchschnitt: Die jährliche Wachstumsrate des BIP in Indien betrug von 1951 bis 2019 durchschnittlich 6,18 Prozent und erreichte im ersten Quartal 2010 ein Allzeithoch von 11,40 Prozent und im vierten Quartal 1979 ein Rekordtief von -5,20 Prozent. Für ein Entwicklungsland ist allein der starke Verlust an Wachstumsdynamik schon problematisch und sorgt für soziale und politische Spannungen. Zumal die Versprechen der indischen Regierung in den letzten Jahren sehr vollmundig klangen: Indien sollte China überflügeln und die am schnellsten wachsende Wirtschaftsmacht der Welt werden.

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