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Unfassbar! So erklärt das ZDF Kindern den Begriff „Kommunismus“

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Einfach unfassbar. Schon seit vier Jahren erklärt das ZDF kleinen Kindern folgendermaßen das Wort Kommunismus. Die Überschrift der entsprechenden Erklär-Webseite gibt schon die rosa-rote Marschroute des folgenden Textes vor, denn dort steht „Im Kommunismus gehört allen gleichviel“. Ähhhh, wie bitte? Hat da jemand nicht ganz aufgepasst? Hat der Bürger in kommunistischen Systemen denn jemals demokratisch Zugriff auf „seinen Anteil“ am Volkseigentum? Ach ja, es war ja alles Kollektiveigentum. Allein gehört gleich viel? Nein, allen gehört gar nichts! Aber das ZDF dreht die Fakten mal eben um.

Hier gelangen Sie zur Original-Seite des ZDF mit dem Erklärtext.

Man kann es wirklich kaum glauben. Mit einfachen und netten Worten wird beschrieben, dass laut Karl Marx in damals für die einfachen Arbeiter wirklich katastrophalen Zeiten die Lebensbedingungen verbessert werden sollten. Das war von der Grundidee natürlich auch eine löbliche Absicht, so möchten wir es ausdrücken. Alles Eigentum sollte „gerecht unter den Menschen verteilt werden“, so schreibt es das ZDF. Das Problem dabei ist nur: Das ZDF verschweigt, dass bei dem Konzept „alles soll allen gehören“ am Ende des Tages niemandem irgendwas gehört, und nur eine kleine Führungsklicke ganz oben in der Pyramide im Luxus schwelgt.

Und da gibt es auch einen ganz dicken einen Widerspruch. Während das ZDF im Titel über den Kommunismus schreibt, dass im Kommunismus allen gleich viel gehören sollte, so schreibt man weiter unten im Text, dass es nach der Vorstellung von Karl Marx privates Eigentum gar nicht geben sollte. Unsere Frage: Also, was denn nun? Alles oder nichts?

Und erwähnt das ZDF irgendwas von Millionen Toten, die der Kommunismus verursachte? Von Gulags, Entrechtung, Armut? Von Staaten, die ihre Bürger einsperren und verfolgen, wenn sie sich nicht in das Bild des kommunistischen Einheitsmenschen fügen wollten? Kein Wort dazu vom ZDF. Man erwähnt lediglich, dass der Kommunismus Zitat „aus verschiedenen Gründen“ zum Beispiel in der Sowjetunion gescheitert sei. Aha… auch kein Wort zu den grundlegenden Konstruktionsfehlern des Kommunismus. Und so erklärt das Öffentlich Rechtliche Fernsehen kleinen Kindern den Kommunismus? Prost Mahlzeit…

Karl Marx Kommunismus
Der „Vater“ des Kommunismus Karl Marx

25 Kommentare

25 Comments

  1. sabine

    20. August 2019 20:55 at 20:55

    Der Fisch stinkt vom Kopf her. Und das tut er bei uns gewaltig.
    Darum haße ich aus ganzem Herzen die Diktatur des GEZ!
    Ich bezahle damit oft den Teufel.

    • Claudia

      21. August 2019 23:46 at 23:46

      AFD statt ARD. Mit dem rechten Auge sieht man besser 😜

      • Hans Wurst

        22. August 2019 10:12 at 10:12

        GEZ statt IQ?

  2. joah

    20. August 2019 20:58 at 20:58

    Kinder sind unser aller Zukunft: wie wir sie behandeln, bilden und aufklären entscheidet darüber. Genau deswegen ist die Zukunft gerade dem Vollangriff ausgesetzt. Auf allen Ebenen.

  3. Fünf

    20. August 2019 21:30 at 21:30

    Danke FMM Redaktion, die Kinder heute wissen nicht was in einem Kommunistischen Land passieren kann und passiert, in Xinjiang werden Millionen anders Denkende (Uiguren) in KZ ähnliche Umerziehungslager inhaftiert und dort krassesten Brainwash unterzogen und gefoltert, muslimische Frauen werden mit Substanzen verabreicht die die Fruchtbarkeit der Frau dauerhaft schädigt. Das Ganze gleicht ein Genozid. Für die Lobbiesten und deren Untertanen in Berlin alles kein Problem Hauptsache VW öffnet pünktlich dort die neuen Werke.

  4. Thomas

    21. August 2019 00:26 at 00:26

    Gott bewahre…Kommunismus, nie wieder auf dem europäischen Boden! Ist wenn man für die Nazis und Co. Werbung machen würde. In einigen Länder, in denen man unter Kommunismus litt wäre so eine Entgleisung strafbar.
    GEZ 😂😂😂 ist mittlerweile nur das Sprachrohr der Geisteskranken und lächerlicher Schatten von sich selbst.
    Ich kenne aber wirklich niemanden der die Öffentlichen nur ansatzweise ernstnimmt. Sogar die Oma schaltet um 😂

    • Claudia

      21. August 2019 13:21 at 13:21

      Nicht zum ersten Mal könnte man hier den Eindruck gewinnen, dass das Leben keine anderen Themen als Politik und Geld bereithält. Es steht außer Zweifel, dass es an den öffentlich-rechtlichen Sendern vieles zu kritisieren gibt. Aber eben nicht nur.

      Wer sich für Wissenschaft, Kultur, Geschichte und Dokus interessiert, findet hier unbestreitbar so manches kleine Schätzchen. Da gibt es Harald Lesch und Terra X oder die äußerst sehenswerte Miniserie Bad Banks. Da gibt es interessante und kritische Verbrauchersendungen oder den Sender ZDF info mit vielen sehenswerten Beiträgen. Da gibt es Dokus über den gelebten Realsozialismus in der DDR:
      https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/mysterioese-kriminalfaelle-der-ddr-staatsmacht-im-visier-102.html
      Dkus über den Missbrauch der Wissenschaft durch Politik und Wirtschaft:
      https://www.zdf.de/wissen/scobel/190411-sendung-scobel-wahrheit-100.html
      Und auch den nach meinem Ermessen in großen Teilen sehr hochwertigen Sender 3sat:
      https://www.zdf.de/dokumentation/3sat-wissenschaftdoku

      Das sind nur ganz wenige Beispiele einer Reihe, die sich noch lange fortsetzen ließe. Wer natürlich von vornherein verschlossen und voller Vorurteile ist, weil die Rundfunkgebühren sauer aufstoßen, wird den positiven Aspekten auch nie eine Chance geben. Der darf auch gerne Big Brother oder Dschungelcamp und die informativen 30% an Sendezeit auf den Freien glotzen, die gemeinhin auch als Werbeunterbrechung bezeichnet werden.

      • Leon

        21. August 2019 19:19 at 19:19

        Im DDR Staatspropaganda-Fernsehen gab es auch sehenswerte Sachen
        😂😂😂
        Ich bin sehr froh, dass Ende des Kommunismus im Kampf um Freiheit vom deutschen Boden ausging!

        • leftutti

          21. August 2019 22:28 at 22:28

          @Leon, Ihre Argumentation ist eher dünn und wenig tragfähig. Zum einen vergessen Sie, dass Gorbatschows Konzepte von Perestroika und Glasnost die Triebfedern für den Wandel und letztendlichen Zusammenbruch des Realsozialismus waren. Zum anderen, dass es aus heutiger Sicht ironischerweise gerade Ungarn (und im weiteren geografischen Verlauf Österreich) war, das die Schleusen für eine unkontrollierte Massenflucht geöffnet hatte. Auf deutschem Boden wurde in der Folge lediglich das massenmedial taugliche Spektakel von Wiedervereinigung und Mauerfall vollzogen und zelebriert.

          Was die öffentlich-rechtlichen Medien betrifft, fällt es mir schwer zu verstehen, warum eine derart grundsätzliche und völlig undifferenzierte und unreflektierte Blockade und Ablehnung wegen 17,50 p.m. besteht. Wie Claudia und auch Sie selber schreiben, gibt es bei den Öffentlichen auch zahlreiche sehenswerte und fundierte Beiträge, ebenso auch hinterfragende Kritik zu politischen und gesellschaftlichen Themen. Was mich betrifft, möchte ich noch ironisch-satirische Beiträge wie „Die Anstalt“ ergänzend hinzufügen, die keine politische Färbung verschonen und sehr unverblümt die Dinge auf den Punkt bringen.
          Für öffentliche-rechtliche Sender besteht die Verpflichtung zu einer breiten Streuung von Themen und Ansichten für möglichst viele „Kunden“. Leider pickt man sich immer die Anteile heraus, die gerade nicht genehm sind und übersieht dabei die enorme Vielfalt in einer immer komplexer werdenden Welt. Vermutlich liegt in dieser Komplexität und der damit verbundenen kognitiven Überforderung auch Ihr Problem, was in letzter Konsequenz zur Reduzierung auf „GEZ- oder Propaganda-Fernsehen“ führen muss.

          Zu meinem Erstaunen wurde noch nie etwas über die Qualität von privaten Sendern wie Sat.1, Pro7, RTL geschrieben. Was sagt die zappende Oma dazu? Nichts?!Eigentlich gibt es da auch nicht viel zu sagen, selbst Kinder und Jugendliche schalten von dort gleich wieder um 😂

  5. Frank

    21. August 2019 03:16 at 03:16

    Aber irgendwie verwechselt Ihr da auch etwas!
    Kommunismus hat es nie gegeben.
    Vielleicht soltet Ihr Euch mal mit den Gesellschaftsformen auseinandersetzen.
    Bisher existierten sozialistische Staaten und der Kommunismus würde die Vollendung sein.
    Ob wie,und was existieren wird oder würde ist niemals bewiesen worden.
    Also arbeit Ihr genauso propagandistisch wie die öffentluch rechtlichen und verdreht oder vereinfacht Tatsachen.

  6. Shong09

    21. August 2019 05:46 at 05:46

    Sieht hier doch nicht viel anders aus.
    Die Kommunisten in China haben einen ganz gewaltigen Fehler begannen, sie haben die Intellektuellen ermordet und vertrieben. Wie kann man eigl so blöd sein?!? Wenn sie stattdessen im Kommunismus auf die Mächtigen abzielen, könnte diese Staatsform evtl. funktionieren.

    Wie nennt sich eigl die Staatsform, unter der wir im Moment in D und EU leiden?

  7. Frank

    21. August 2019 05:51 at 05:51

    Jetzt werden bei Euch Kommentare rezensiert.
    Na soweit zu Eurer eigenen Dummheit!
    Kommunismus existierte noch nicht und somit sind Eure Beispiele unangebracht und die Erklärung im Theoretischen RICHTIG.

    • Thomas

      21. August 2019 10:44 at 10:44

      @Frank
      Es gab/gibt kommunistische Parteien, es gab/gibt kommunistische Regierungen, es gab/gibt kommunistische Staaten. Es gab/gibt aber den Kommunismus nicht?
      Wie lange muss man das noch durchkauen?
      Es gab/gibt in Namen der kommunistischen Partei, Millionen Ausgeggrenzte, Gefolterte und Tote. Grund- und Menschenrechte sind im Kommunismus nur eine Fassade, dafür ist die Verfolgung der Andersdenkenden eine alltägliche Realität. Oder haben Sie ein Beispiel, wo es nicht der Fall ist oder war?
      Wie kann nur man das alles gut heißen? Wie kann man das alles wieder wollen und dafür noch in GEZ-TV Werbung machen?
      Was will der Deutsche überhaupt? China, Laos, Vietnam, Kuba, Nordkorea oder gar die Sowjetunion für ganz Europa unter deutschem Oberkomando? Oder denkt der Deutsche in seiner Überheblichkeit wieder Mal alles besser zu können und schlauer zu sein als der Rest dieser Welt?
      Viele Länder haben hier eine klare Position bezogen und Kommunismus zu Recht mit Nazismus gleichgesetzt und unter Strafe gestellt sowie deren Verherrlichung und Symbolik.
      Wenn ich nur dran denke, dass das erklärte Ziel der deutschen Linken (die all diese Gräueltaten, die in Namen von Marx, Lenin, Stalin, Mao etc. begangen wurden, verharmlost und relativiert) der Kommunismus ist und GEZ als „Erziehungsorgan“😂 noch Hilfe leistet, dann habe ich noch mehr Angst als vor der AFD.

      • Fetttony

        22. August 2019 10:07 at 10:07

        @Thomas
        Kompliment! Das beste, was ich hier zum Thema gelesen habe!
        Weiss auch nicht so recht, vor was ich mehr Angst habe, vor „Deutschland ist scheiße“ oder vor „Deutschland den Deutschen“
        Und die Öffentlichen kann man sich getrost sparen. Guckt je kein Mensch und so wie es aussieht braucht auch kein Mensch.

  8. Mulo

    21. August 2019 11:36 at 11:36

    Haltungsjournalismus a la ZDF!

  9. leftutti

    21. August 2019 12:25 at 12:25

    Hat eigentlich einer den Text auf der ZDF-Seite auch gelesen? Oder wurde hier nur wieder mal reflexartig beim Begriff „Kommunismus“ drauf losgeschrieben?

    Ich kann mit dem Autor dieses Artikels hier aus diversen Gründen nicht ganz konform gehen. Und ich sehe auch keinen Widerspruch, was das Thema Eigentum angeht. Wenn alles Gemeineigentum ist, gibt es kein Privateigentum. Jeder hat Anspruch auf die gleichen Ressourcen und Anteile an diesem kollektiven Eigentum. Er ist dann eben Besitzer oder Nutzer gewisser Ressourcen, aber kein Eigentümer.

    Die Sendung logo! spricht eine Altersgruppe an, bei der man vielleicht besser noch nicht konkret und anschaulich von Mord und Gulags berichten sollte. Die kognitiven Fähigkeiten erlauben zudem noch keine komplexen, hoch differenzierten Abhandlungen (bei vielen bleibt das bis ins hohe Erwachsenenalter so). Außerdem beschreibt der Artikel unter dem Begriff des Kommunismus die gesellschaftstheoretischen Ideen und Utopien von Marx, und nicht die gescheiterten Versuche real umgesetzter Herrschaftssysteme, die im Gegensatz dazu mit Realsozialismus betitelt werden müssen. Die grundsätzlich alles andere als verwerflichen Theorien von Marx wurden in der Realität von diktatorischen Revolutionsführern bestenfalls missbraucht, um einen machtpolitischen Umsturz herbeizuführen. Von Beginn an wurden Machtstrukturen von den Oberen etabliert, die so von Marx nie vorgesehen und beschrieben waren. Der Realsozialismus hat mit Kommunismus also nicht allzu viel gemein.

    Korrekt ist andererseits natürlich, dass die grundlegende Schwäche dieser Ideen keine Berücksichtigung findet: Die menschlichen Charaktereigenschaften.

    Da gibt es auf der einen Seite die Antriebslosen mit fehlender Eigeninitiative und Kreativität, diejenigen, die einen starken Führer brauchen, der sie in den Allerwertesten tritt und jeden Schritt vorgibt, der zu tun ist. Bestes Beispiel sind die rechten Bewegungen, die in ihrer individuellen Hilf- und Orientierungslosigkeit Hierarchien und Ungleichheit als natürlich und wünschenswert betrachten. Diese Gruppe ist der ideale Pool für Polizei und Staatssicherheit und die Durchsetzung missbräuchlicher Machtstrukturen, die von der Grundidee eigentlich gar nicht vorgesehen sind.

    Auf der anderen Seite stehen die Unersättlichen. Engagement tritt nur zutage, wenn die unendliche Gier befriedigt wird und die zufällig genetisch vorhandenen überlegenen Fähigkeiten sich auch in massiver, zumeist völlig überzogener Entlohnung in Form von Reichtum und Macht widerspiegeln. Aus dieser Gruppe rekrutieren sich natürlich die politischen Führungskräfte, welche dann konsequenterweise die Form einer herrschaftsfreien und klassenlosen Gesellschaft mit der Idee von sozialer Gleichheit und Freiheit aller Gesellschaftsmitglieder konterkarieren und ad absurdum führen.

    Dazwischen finden sich die Heerscharen derer, die sich am liebsten von allem heraushalten, die gerne blass und unauffällig ihren Stiefel in gemütlicher Routine abspulen und keine Partei für irgendeine Seite ergreifen wollen: Die Opportunisten, denen Solidarität und Teamwork ein Greuel sind. Bürokraten und Beamte, die den idealen Pool für eine ineffektive, überbordene und in dem erlebten Ausmaß völlig unnötige Planwirtschaft bilden.

    Ohne die sozialistischen bzw. kommunistischen Ideen und Bewegungen, die sich erstmals übrigens im Land der Gelbwesten entwickelten, hätte es nie einen effektiven Gegenpol zu dem ungehemmten Kapitalismus gegeben, der zu der Zeit weit verbreitet war. Vermutlich wären 80- oder 100-Stunden-Wochen bei minimalstem Mindestlohn und eine extreme Ungleichverteilung von Vermögen und Einkommen noch immer Normalzustand. Die Tendenzen gehen ohne das fehlende Gegengewicht ohnehin bereits wieder genau in diese Richtung (massenweise unbezahlte Überstunden, Minimallöhne, zunehmende Armut uvm.)

    Wie bereits ein Kommentator so treffend beschrieben hat, gab es den Marx’schen Kommunismus noch nie als real existierende Gesellschaftsform. Interessant festzustellen ist jedoch, dass zu Zeiten des Realsozialismus im Osten in den westlichen Ländern eine erfreuliche Entwicklung hin zu einer tatsächlich sozialen Marktwirtschaft stattfand. Nach dem Zerfall des Ostblocks hat sich diese Entwicklung im Westen massiv umgekehrt. Sollte sich diese Tendenz ungehemmt fortsetzen, dürften zwei Jahrhunderte voller gesellschaftspolitischer Experimente verschwendet gewesen und bestenfalls als gescheiterter (r)evolutionärer Versuch menschlichen Zusammenlebens zu bezeichnen sein. Im Osten, wie im Westen.

    • Hans Wurst

      22. August 2019 10:18 at 10:18

      @leftuti. Sehr gut beschrieben! GEZ statt IQ! Bravo!

  10. barthez72

    21. August 2019 13:12 at 13:12

    bliblablub. Es gibt nur zwei Möglichkeiten ausserhalb von Anarchie.
    1. Judikativ abgesicherte individuelle Freiheit (gewaltlos) -1 Klassig

    2. Sozialismus (der Grad der benutzten Gewalt definiert seine Ausprägung)
    mind. 2 Klassen

    Ich wähle die Freiheit.

    Ist der erstgenannte Punkt nicht deckungsgleich mit dem § 1 der Verfassung deines Landes befindest Du dich im Sozialismus. Mein Tip : RENN !!

    • Jan

      21. August 2019 13:44 at 13:44

      RENN !! Und wohin? In die USA? Nach Großbritannien? Thailand? In dem Fall wäre ich ein ideologischer, nicht politisch verfolgter Flüchtling. Und die sind bekanntlich nirgendwo gerne gesehen.

  11. leftutti

    21. August 2019 14:31 at 14:31

    @Redaktion, der Beitrag von logo! spricht sehr wohl unter dem weiterführenden Link zu „Sowjetunion“ von Staaten, die ihre Bürger einsperren und verfolgen, wenn sie sich nicht in das Bild des kommunistischen Einheitsmenschen fügen wollten.

    Dort ist das Thema auch wesentlich besser aufgehoben, weil es die tatsächlichen Zustände des Realsozialismus beschreibt. Diese waren aber sicherlich nicht die Intentionen der Ideen und Theorien des Kommunismus von Karl Marx, um die es in dem Beitrag ausschließlich geht. Eher das blanke Gegenteil. Welcher Philosoph und Ökonom mit prinzipiell honorigen Utopien und Entwürfen gesellschaftlichen Zusammenlebens lag denn bisher richtig mit seinen Antizipationen hinsichtlich der realen Umsetzung?

    Wie ich weiter oben schon erwähnt habe, hat Karl Marx den evolutionären Entwicklungsstand der menschlichen Charaktereigenschaften völlig falsch eingeschätzt oder außer Acht gelassen. Vielleicht ist einfach der Mensch noch nicht weit genug entwickelt für die Gesellschaftsform des Kommunismus. Bis es soweit ist, muss dieser SciFi bleiben. Zumindest bei StarTrek diskutiert niemand mehr über Wissenschaft und Kommunismus als Basis einer globalen Gesellschaft. Den meisten Trekkies dürfte gar nicht aufgefallen sein, dass dem so ist 😉

    • Leon

      21. August 2019 19:09 at 19:09

      @leftuti Hallo, ich bin zwar neu hier, aber was bedeutet Trekkies?

  12. barthez72

    21. August 2019 14:50 at 14:50

    @Jan. Ich weiss ,es ist depremierend und schwer ,aber ich habst net erfunden.Ich könnte es alles erklären ,jedoch reicht hier der Platz noch meine Zeit dazu aus.
    nur soviel, nutze mind. Dreiecksbezüge ,Kapital ist Freiheit,löse dich von Grenzen,
    gehe nur auf goldenem Boden,verhindere Zugriff auf deine Erträge.
    etc etc etc ………………….

    • Jan

      21. August 2019 23:33 at 23:33

      @barthez72, ich kenne alle diese Weisheiten auch schon lange von Glückskeksen. Aber kein Keks und auch Sie wollen mir verraten, wohin ich rennen soll. In welchem Land, in welcher Verfassung stehen Steuerhinterziehung, Kapital und Gold in Artikel 1?

  13. jako84

    21. August 2019 14:51 at 14:51

    Genauso hirnrissig wäre es, die Lehren und Aussagen von Jesus oder Mohammed zu verteufeln, weil sie durch die katholische Kirche bzw. extremistische islamistische Strömungen zum Zwecke des eigenen Machtmissbrauches ins Gegenteil pervertiert wurden und noch immer werden.

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Aktuell: China-Delegation bricht Reise in USA vorzeitig ab, Märkte unter Druck

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Soeben hat das The Montana Farm Bureau mitgeteilt, dass die Reise einer chinesischen Delegation in den Mittleren Westen vorzeitig abgebrochen wurde – diese Reise galt als Voraussetzung für den Kauf von US-Landwirtschaftsprodukten durch die Chinesen als Zeichen des guten Willens bzw. als Vorbereitung eines Interim-Deals (zu den Hintergründen dazu siehe den Artikel „China – Trump „ahnungslos“, Interim-Deal möglich“).

Trump hatte noch vor wenigen Minuten gesagt, dass man mit China große Fortschritte mache – die Märkte jedenfalls sehen die vorzeitige Abreise der chinesischen Delegation als schlechtes Zeichen.

Hintergrund könnte sein, dass Trump zuvor bei einer Pressekonferenz einen solchen Interims-Deal abgelehnt hatte mit den Worten: „I am not looking for a partial deal. I am looking for a complete deal“.

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US-Wirtschaft: Das 8 Billionen Dollar Geheimnis

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Die immer wieder betonte relative Stärke der US-Wirtschaft in einer Welt des Abschwungs ist keine besondere Leistung, wenn man sich vergegenwärtigt, mit welcher Dosis Schuldensteroiden diese Stärke erkauft wurde. Doch wie nachhaltig ist dieses Wachstumsmodell, das uns immer wieder als Vorbild verkauft wird?

USA Statue of Liberty
Foto: pixabay / Ronile

US-Wirtschaft – die Relationen stimmen nicht mehr

Nach Schätzungen der Fed soll die US-Wirtschaft in diesem Jahr real, also nach Abzug der Inflation, um 2,4 Prozent wachsen. Nicht schlecht in einem Umfeld des globalen Abschwungs. Aber bei genauem Hinschauen wir klar, woher das Wachstum kommt und wie teuer es erkauft wird.

Die Gesamtverschuldung der USA, also die öffentliche plus die private Verschuldung, hat in diesem Jahr die Schallmauer von 70 Billionen Dollar durchbrochen. Aktuell sind es bereits 74,3 Billionen US-Dollar. Das entspricht einer Neuverschuldung von knapp 8 Billionen US-Dollar auf Jahresbasis, davon allein 3,5 Billionen US-Dollar resultierend aus Zinszahlungen. Die Gesamtverschuldung der US-Bundesregierung beträgt aktuell 22,5 Billionen US-Dollar, ein Plus von 1,1 Billionen US-Dollar im laufenden Fiskaljahr.

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Auf der anderen Seite wird die US-Wirtschaft, wenn die optimistischen Prognosen der Fed zutreffen, in diesem Jahr ohne Inflationsbereinigung um 4 Prozent oder 820 Milliarden US-Dollar wachsen, ausgehend von 20,5 Billionen US-Dollar BIP in 2018. Setzt man das Schuldenwachstum (hier der Gesamtschuldenstand) zum Wirtschaftswachstum ins Verhältnis, dann kommt man auf ein Verhältnis von 10:1 (8 Billionen zu 820 Mrd. US$). Selbst wenn man den fiskalischen Stimulus, also die staatliche Neuverschuldung, isoliert betrachtet, liegt dieser in US-Dollar 25 Prozent über dem nicht inflationsbereinigten Wachstum der gesamten US-Wirtschaft.

Dieses Missverhältnis zwischen Schulden- und BIP-Wachstum wird durch das ökonomische Defizit ausgedrückt, dass in diesem Jahr einen neuen Rekordstand erreichen wird (Schaubild endet Ultimo 2014).

US-Wirtschaft - Ökonomisches Defizit

Ohne Steroide geht es nicht mehr

Eines der größten Probleme dieser Schuldenkaskade sind die Kreditkosten. Der Anteil der Neuverschuldung, der ausschließlich für den Schuldendienst aufgewendet werden muss, steigt im Zeitverlauf exponentiell an. Die US-Regierung muss aktuell 600 Mrd. Dollar jährlicher Zinsen schultern.

US-Regierung Zinskosten

Der Zinseszinseffekt gilt eben auch für die Schuldnerseite. Schon aus diesem Grund werden die Gesamtverbindlichkeiten exponentiell weiter steigen. Im Gegenzug müssen die Zinsen auf null und tiefer fallen, sofern man diese Art des gedopten Wirtschaftsmodells noch einige Zeit am Leben erhalten möchte.

Fazit

Wie würde das Wachstum der US-Ökonomie wohl aussehen, hätte es keine Billionen schwere schuldenfinanzierte Steuersause gegeben? Die USA befänden sich wie Deutschland bereits in der Rezession. Doch nach der Party kommt der Kater: Die Wachstumsdynamik schwächt sich im Jahr Zwei nach der „größten Steuerreform aller Zeiten“, so Donald Trump, in den USA schon wieder ab. Was bleibt, sind die Schulden und die Zinsen darauf, deren Anteil am US-Staatshaushalt durch die Decke schießt. Tja, wenn Wachstum so einfach wäre, dann hätte die Menschheit seit Christi-Geburt einfach nur neue Schulden produziert – zu null Zinsen versteht sich und finanziert durch Alchemisten. Genau dieses Wunder wollen uns die modernen Alchemisten der Zentralbanken weismachen. Doch wie heißt es so schön: Aus der Vergangenheit lernen heißt Zukunft gewinnen. Man sollte sich in seiner ganz privaten Anlagestrategie darauf einstellen, dass auch das aktuelle ungedeckte Schuldgeldsystem untergeht und mit ihm das amerikanische Wirtschaftswunder nebst der Welt-Leid-Währung US-Dollar.

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Fed druckt wieder Geld

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Getrieben von den Ereignissen musste die Fed in dieser Woche bereits dreimal Notfallliquidität in den Dollar-Geldmarkt pumpen. Die bescheidene Summe von 203 Mrd. US-Dollar floss dabei bislang an US-Banken, die im Gegenzug US-Staatsanleihen bei der Notenbank abluden.

Fed – so kann man sich irren

Wie schnell die Realität die Bürokraten im Elfenbeinturm der Fed einholen würde, hätten sich die Zentralbanker wohl selbst nicht träumen lassen. Man hat das Gefühl, dass die Damen und Herren „Währungshüter“ in Sachen QE zum Jagen getragen werden wollen. Wir haben ja schon verstanden, warum Geldpolitiker nicht die Wahrheit sagen dürfen, aber sie sollten die Wahrheit wenigstens nicht ignorieren. Das immer wieder vorgetragene Mantra von Fed-Chef Jerome Powell, der US-Wirtschaft gehe es gut und Risiken seien nur auf äußere Einflüsse zurückzuführen und es sich bei den letzten beiden Zinssenkungen lediglich um Versicherungsschritte handelte und im Übrigen keine Zinssenkungs-Serie anstehe, wirken immer grotesker. Ab wann ist eine Serie eigentlich eine Serie? Aber das nur am Rande.

Negativzinsen Inflation Quirion

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Ja, die Wachstumsdynamik der US-Wirtschaft ist noch okay – aber zu welchem Preis? Allein das Budgetdefizit der Bundesregierung wird für das Fiskaljahr 2018/19 mit aktuell ca. 1,1 Bio. US-Dollar erwartet. Das sind 240 Mrd. US-Dollar mehr als ursprünglich angesetzt. Im nächsten Fiskaljahr, das am 1. Oktober beginnt, sollen es gemäß Schätzungen des Congressional Budget Office 1,2 Bio. US-Dollar Defizit sein.

Aktuell liegt das Haushaltsdefizit der USA bei 4,7 Prozent des BIP, bei einer erwarteten annualisierten Wachstumsrate von aktuell lediglich 1,9 Prozent des BIP. Für einen Aufschwung ist dieses Verhältnis von Schuldendynamik zu Wachstum sehr schlecht und zeigt die Abhängigkeit der US-Konjunktur von rasanter Neuverschuldung. Generell zeigt das Verhältnis zwischen Gesamtschuldenwachstum und Wirtschaftswachstum in den USA eine erstaunliche Entwicklung: Mittlerweile werden für 1 US-Dollar Wirtschaftswachstum fast 10 US-Dollar Schuldenwachstum benötigt. Doch dazu in einem separaten Artikel in Kürze mehr.

Seitdem das regelmäßige Kasperletheater um das Anheben des Schuldenlimits (sog. Debt Ceiling) legislativ beerdigt wurde, stellt sich die aktuelle Schuldenexplosion der Bundesregierung in Washington folgendermaßen dar:

Fed QE - US-Schulden

Eine erstaunliche Entwicklung, wenn man bedenkt, dass Präsident Trump im Wahlkampf die Reduzierung der Staatsverschuldung bis zum Jahr 2024 auf null versprach.

Schaut man sich die Explosion der Staatsverschuldung und die damit einhergehende Schwemme von Staatsanleihen an, dann sollte dieser Faktor ganz oben auf der Beobachtungsliste der Fed stehen. Doch diese zeigt sich völlig überrascht von dem Phänomen. Schon mehrfach bestritt Jerome Powell, dass die US-Staatsverschuldung irgendeinen Einfluss auf die Geldpolitik der Zentralbank habe.

QE erzwungen

Doch in dieser Woche hat die Realität die Notenbanker eingeholt. Wegen akuter Liquiditätsengpässe musste die Fed am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag in drei Tranchen insgesamt 203 Mrd. US-Dollar an Liquidität über außerordentliche Offenmarktgeschäfte in das Bankensystem pumpen. Im Gegenzug wurden von den Banken US-Staatsanleihen als Sicherheiten bei er Fed hinterlegt. Interessant ist, dass offenbar der Erwerb genau dieser Staatsanleihen durch die Banken mit zur Dollarknappheit beitrug. Eine Rekordemission des US-Finanzministeriums an Schuldpapieren in dieser Woche war neben Sonderfaktoren ein wesentlicher Auslöser der Liquiditätskrise. Der Staat hatte über seine Schuldenaufnahme so viel Geld aus dem Finanzsektor abgesaugt, dass dieser ohne das Anwerfen der digitalen Notenpresse der Fed schlicht kollabiert wäre. Damit wurde de facto ein QE on demand erzwungen. Nur so konnte ein Dominoeffekt mit der Ansteckung anderer Märkte gerade noch verhindert werden.

Das Schweigen der Fed

Auf der jüngsten Pressekonferenz im Anschluss an die Offenmarktausschusssitzung der Fed am Mittwoch erwähnte Jerome Powell die Operation am offenen Herzen des US-Finanzsystems mit keiner Silbe und dass, obwohl die Fed am gleichen Tag weitere 75 Mrd. US-Dollar in den Markt pumpen musste. Am Donnerstag reichte dann selbst diese Summe nicht aus, da die Banken zusätzlich 84 Mrd. US-Dollar benötigten. Das Schweigen der Fed zu diesem Thema zeigt die Dramatik der Situation. Doch die Liquiditäts-Kuh ist nicht vom Eis: Bis zum Ende des Jahres werden allein von der US-Bundesregierung Anleihen im Volumen von über 600 Mrd. US-Dollar emittiert. US-Finanzexperten rechnen daher damit, dass spätestens im November dieses Jahres das QE on demand von einem regulären QE abgelöst wird. Alles andere wäre unverantwortlich, denn bei der jüngsten „special open market operation“ wäre der Patient fast wegen eines technischen Versagens der Notenbank-IT verstorben.

Fazit und Ausblick

Die Fed kann die Realität leugnen, wie sie will, aber am Ende muss auch sie sich dem Diktat der überbordenden Schuldenlast nebst Neuverschuldung beugen. Schlussendlich wird sie erneut zum Gläubiger der letzten Instanz mutieren, da nur sie die benötigten Mittel bereitstellen kann – via digitaler Notenpresse. Natürlich kann sie einen Teil dieses schmutzigen Geschäftes auslagern, z. B. an die Bank of Japan, die im Rahmen ihres QE-Programms seit Oktober letzten Jahres wieder massiv US-Treasuries kauft. Das amerikanische Bankensystem allein ist mit der Flut an neuen Schuldpapieren der Trump-Administration überfordert, wie die jüngsten Ereignisse verdeutlichen. Weiter sinkende Zinsen und Gelddruckprogramme á la Japan sind auch in den USA daher keine Frage von zyklischem Wachstum, Beschäftigungsentwicklung, Teuerungsraten oder äußeren ökonomischen Einflüssen, sondern hauptsächlich notwendig zur essenziellen Aufrechterhaltung der Schuldentragfähigkeit in den USA. Es bleibt dabei: It´s the debt, stupid!

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