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Devisen

US-Gläubiger fliehen wie noch nie

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Größte jemals registrierte Verkaufswelle amerikanischer Staatsanleihen!

Noch niemals in der Geschichte der USA haben Ausländer derart viele US-Staatsanleihen verkauft wie in der letzten Woche. So wurden Staatsanleihen im Wert von 104,5 Milliarden US-Dollar veräußert – ein einmaliger Rekord. Zum Vergleich: die zweitgrößte Verkaufswelle geschah im Juni 2013, nachdem die Fed ihr Tapering-Vorhaben angekündigt hatte. Damals wurden lediglich Staatsanliehen im Wert von 32,4 Milliarden Dollar verkauft – also etwas mehr als ein Drittel der aktuellen Summe.

Wahrscheinlich ist, dass vor allem Russland und China als Verkäufer aufgetreten sind. Russland besitzt derzeit noch US-Staatsanleihen im Wert von 138 Milliarden Dollar – und hat in den letzten beiden Monaten Anleihen im Volumen von 11,3 Milliarden Dollar verkauft. Neben politischen Motiven ist wahrscheinlich, dass Russland die US-Anleihen verkauft hat, um so den Abverkauf des Rubels zu stoppen.

Deutlich größer hingegen sind die Bestände Chinas an US-Staatsanleihen. Das Reich der Mitte besitzt ca. das zehnfache des Volumens Russlands, nämlich 1,27 Billionen an US-Staatsanleihen. Auch hier könnte die Währungspolitik eine besondere Rolle spielen: China hat seit kurzem den Yuan unter Druck gebracht und sich offenkundig über US-Anleiheverkäufe die nötige Liquidität verschafft, um die geplante Abwertung zu handhaben.

Unter diesen Umständen wird deutlich, dass selbst die EZB Schwierigkeiten hat, den Anstieg des Euro-Dollar zu bremsen. Denn faktisch sind die US-Anleiheverkäufe gleichzeitig auch Dollar-Verkäufe. Gut möglich aber ist, dass Russland und China die Konfiszierung ihrer US-Staatsanleihen fürchten und deshalb Kasse machen. Und: US-Anleiheverkäufe sind einer der wenigen wirklich effektiven politischen Druckmittel gegen die USA..

US-Staatsanleihen

(Chart von zerohedge.com; Federal Reserve)

3 Kommentare

3 Comments

  1. Gregor

    14. März 2014 19:39 at 19:39

    Die USA reden immerzu von dem wirtschaftlichen Druck ,den sie auf Rußland ausüben wollen,aber wie es aussieht erhöht Rußland und vielleicht auch China den Druck auf die USA.Im Augenblick sieht es so aus,als ob der vom Westen geplante Coup voll in die Hose gehen würde.So sieht ein Schuß in den Ofen aus.Bin gespannt,wie die USA darauf reagieren werden.

    • Marc

      15. März 2014 12:56 at 12:56

      Mit einem neuen Krieg !

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Allgemein

„Frankreich befeuert Elend in Afrika“ – hat Italiens Di Maio recht?

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Italiens Vize-Premier Di Maio sorgt aktuell für einen diplomatischen Eklat zwischen Frankreich und Italien. So hat er gesagt, dass Frankreich kräftig mit verantwortlich ist für das Elend in Afrika. Denn Frankreich würde für 14 Länder in Afrika Geld drucken. Damit würde Frankreich die wirtschaftliche Entwicklung in diesen Ländern behindern, und sei letztlich auch mit verantwortlich für das Flüchtlingsdrama auf dem Mittelmeer (um es mal verkürzt zusammenzufassen).

Frankreich mit verantwortlich für Elend in Afrika?

Nur was meint Di Maio damit eigentlich? Es ist kein großes Geheimnis, dass zahlreiche Länder vor allem in Afrika oft nicht das technische Know How besitzen um relativ fälschungssichere Banknoten zu drucken. Auch fehlt wohl das Vertrauen der dortigen Bürger und Institutionen in ein Geld, das von einem möglicherweise korrupten Regime im eigenen Keller beim Präsidenten gedruckt wird (polemisch und vereinfacht ausgedrückt).

Hinter der Kritik von Di Maio steckt aber mehr. Seit Ende des zweiten Weltkriegs hat Frankreich angefangen für zahlreiche seiner ehemaligen Kolonien eine eigene Währung zu drucken, den sogenannten „CFA Franc“. Der ist in diesen 14 Ländern immer noch Zahlungsmittel. Ursprünglich war er an den französischen Franc gekoppelt. Aufgrund der wirtschaftlichen Ungleichgewichte zwischen Frankreich und diesen afrikanischen Staaten wurde der CFA-Franc abgewertet. Das war natürlich gut für die Exporte dieser Länder.

An Euro gebunden bleiben oder abwerten?

Seit der Euro-Einführung ist der CFA-Franc an den Euro gekoppelt, und wurde seither aber nicht abgewertet. Das bedeutet: Diese Länder wie zum Beispiel die Elfenbeinküste, Mali, Niger, Togo und Senegal können ihre Exportwirtschaft nicht wettbewerbsfähig machen, in dem sie ihre Währung abwerten. Sie haben also rein technisch gesehen das selbe Problem wie Griechenland und Italien, wo die Volkswirtschaften durch eine schwächere Währung ihre Erzeugnisse im Ausland billiger anbieten könnten. Aber die starre teure Währung verhindert dies. Frankreich garantiert nach wie vor den festen Wechselkurs.

Und so geschieht es auch in diesen afrikanischen Ländern wie in Griechenland oder Italien (aus währungstechnischer Sicht gesehen). Von daher ist die Kritik von Di Maio nicht ganz falsch. Man kann aber auch sagen: Diese Länder können ja die Währungsbindung zum Euro einfach verlassen. Das läge schließlich in ihrer eigenen Zuständigkeit. Nur wissen viele dieser Regierungen wohl, dass die Menschen von da an nur noch schwarz bezahlen in US-Dollar oder Euro, weil das Vertrauen in eine frei fallende Währung fehlenwürde. Aber immerhin, den Schritt raus aus dieser Währungsbindung könnten diese Länder eigenständig gehen. Also kann man letztlich sagen: Zu einem gewissen Teil hat Di Maio recht mit seiner Kritik an Frankreich, aber eben nicht zu 100%.

Frankreich mit verantwortlich für das Elend in Afrika?
Befeuert Frankreich das Elend in Afrika? Hier die Karte von Ländern mit CFA-Franc in Afrika. Grafik: User:Glentamara CC BY-SA 3.0

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actior AG

Langsamer Abgang beim EURUSD

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Das Währungspaar EURUSD geht langsam aber stetig weiter bergab. Selbst die ZEW-Konjunkturerwartungen, die überraschend besser ausgefallen waren als erwartet, konnten daran nichts ändern. Nun, besser als erwartet heißt auch noch lange nicht, dass sie gut sind. Und so scheint es auch vom Markt aufgenommen worden zu sein. Zudem liegt der Brexit den meisten auch noch auf dem Magen. Die Marschrichtung für den Euro scheint jetzt vorgegeben, und eine deutliche Erholung ist derzeit nicht in Sicht. Doch wie geht es heute erstmal weiter?

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Heutiger Handel beim EURUSD

Aktuell hat der Euro die 1,1360 Dollar unterschritten. Eine Trendumkehr ist laut Chart eher nicht zu erwarten. So könnte es heute Nachmittag sogar bis auf 1,13 Dollar runter gehen, wenn die Amerikaner wieder beginnen zu handeln.

EURUSD

Haftungsausschluss

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

May´s unglaublicher Brexit-Plan B und die unverständliche Hoffnung der Devisenhändler

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Vielen Abgeordneten im britischen Parlament war das Entsetzen gestern ins Gesicht geschrieben, als sie der Rede von Theresa May zuhörten. Sie „präsentierte“ gestern nämlich ihren „Plan B“ für den Brexit, da das Parlament ja letzte Woche ihren ersten Plan A zurückgewiesen hatte. Also musste nun eine neue Idee her, damit die Parlamentarier ihr die Zustimmung für den Brexit geben.

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Brexit Plan B

Tja, alle Welt hatte sich gefragt, wie Theresa May binnen einer Woche einen Plan B aus dem Hut zaubern könne, zumal ihr Handlungsspielraum in alle Richtung gleich Null war. Und so kam es, wie es kommen musste. Ihr Plan B lautet: An Plan A festhalten und auf Zeit spielen. Sie brachte nichts, rein gar nichts Neues vor. Sie wolle weiterhin mit Brüssel verhandeln, so sagte May. Tja, nur was soll dabei rauskommen außer ein nettes Mittagessen mit Jean-Claude Juncker und Donald Tusk?  Denn sie hat ja keinerlei neue Fakten oder Angebote im Gepäck.

Wie gesagt… vielen Parlamentariern war das Entsetzen ins Gesicht geschrieben angesichts von May´s Floskeln gestern Nachmittag. Sie spielt ganz klar auf Zeit. Je näher der Brexit-Termin 29. März rückt, desto mehr Angst haben wohl zahlreiche Abgeordnete vor einem harten kalten Brexit, der dann automatisch in Kraft treten wird – das ist wohl das Kalkül hinter ihrem Spiel auf Zeit. Und wer weiß, vielleicht geht ihre Rechnung auf?

May hat in den letzten Tagen klar gemacht, dass es mit ihr keine zweite Volksbefragung in Sachen Brexit geben wird. Also gibt es nur den harten Brexit, oder eine Art Brexit-Deal mit der EU. Und da gibt es bisher nur den Deal, den sie mit Brüssel schon ausgehandelt hatte. Nun bleiben nur noch zwei Monate Zeit, und die einzig verbleibende Hoffnung scheint in der Tat zu sein, dass nach und nach Abgeordnete aus beiden Lagern umkippen aus Angst vor dem harten Brexit.

Devisenmarkt unverständlich ruhig

Aber ob dieses Szenario wirklich so eintreten wird? Das ist mehr als unklar, denn die Fronten sind verhärtet. Daher ist die Hoffnung des Devisenmarktes mehr als unverständlich, so möchten wir es meinen. Wir haben in den letzten Tagen schon mehrfach darauf hingewiesen, und tun es heute erneut. Das Pfund hätte in den letzten Tagen (eigentlich!?) kräftig durchsacken müssen gegen US-Dollar und Euro, weil es in der Londoner Politik keine Lösung zu geben scheint.

Normalerweise wären andere Währungen bei diesem Chaos und dem bevorstehenden Ereignis (harter Brexit) massiv unter Druck geraten – aber nicht das Pfund. Es bleibt ein merkwürdiges Phänomen. Die Masse der Devisentrader in London hofft also auf irgendetwas. Nur worauf? Nochmal… wir wollen nicht zu einer Short-Wette gegen das Pfund raten. Aber dass das Pfund bisher nicht kräftig abgesackt ist, bleibt ein Mysterium der Forex-Geschichte, um es mal so hochtrabend auszudrücken!

Im Chart sieht man die (unterm Strich) stattfindende Seitwärtsbewegung von Pfund vs USD seit 10. Januar. Auch von gestern früh bis gestern Abend gab es keinerlei Schwäche!

Pfund vs USD im Brexit-Chaos

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