Verwirrung um Lagardes Grexit-Aussagen: IWF bringt Korrektur

Von Markus Fugmann

Hat sie oder hat sie nicht? Das ist hier die Frage – der IWF sagt nun: sie hat nicht. Gemeint sind die Aussagen der IWF-Chefin Lagarde gegenüber der „FAZ“. So wird ihr Satz allgemein so zitiert:

„Der Austritt Griechenlands ist eine Möglichkeit“, würde aber nicht das Ende der Eurozne bedeuten („likely not spell the end of the
euro.“).

Doch taucht ein wörtliches Zitat in dem Artikel der „FAZ“ gar nicht auf.

Nun hat der IWF gestern eine Richtigstellung der Äusserungen Lagardes herausgebracht, „to clarify and put into context the quotes reported in the FAZ
interview.“ Das Interview der „FAZ“ mit Lagarde wurde in englischer Sprache durchgeführt, der IWF hat die Aussagen Lagardes nun gestern im Original veröffentlicht.

Nun hat ein Sprecher des IWF auf Nachfrage einer Nachrichtenagentur klar gemacht, dass Lagarde in dem Interview weder das Ende der Eurozone noch das Ende des Euro in dem Interview erwähnt habe. Ofefnkundig versucht also der IWF, die Wellen, die das Interview mit der „FAZ“ aufgebracht hat, wieder zu glätten. Man ist nervös – auch und gerade beim IWF..


Kommentare

Verwirrung um Lagardes Grexit-Aussagen: IWF bringt Korrektur — 2 Kommentare

  1. Haha: die Psychologie übermannt (hier „überfraut“?!) einen letztendlich doch immer wieder. Sie rechnet (und andere sicherlich ebenfalls) also schon mit dem Ende des Euro. Die gangrichtung ist also klar.

    Wie war das doch gleich mit der Rechtfertigung, nach der niemand gefragt hat? *damn logic*

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