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Absturz des Tages: Unicredit mit 11,8 Milliarden-Verlust

FMW-Redaktion

Ist die italienische Banken-Krise vorbei? Sieht nicht so aus, wenn man sich die heutige Gewinnwarnung der größten Bank Italiens, der Unicredit, ansieht. Und da sieht es nicht wirklich gut aus: die Bank rechnet mit einem Verlust von 11,8 Milliarden Euro für das Jahr 2016. So hieß es gestern Abend in einer Pressemitteilung der Unicredit:

„The Board of Directors of UniCredit today examined 2016 full year consolidated pre-closing estimates.
The Group has taken into account a number of additional negative one-off items amounting to approximately Euro 1.0 billion, which are expected to be recorded in FY2016. Such one-off items primarily result from a higher write-down of the investment in the Atlante Funds, on some participations and Deferred Tax Assets for temporary differences and extraordinary contributions to the National Resolution Fund.
As a result, the 2016 Group’s estimated net financial result is expected to record a loss of approximately Euro 11.8 billion.“

Also u.a. Abschreibungen auf Investments in den italienischen Banken-Rettungsfonds Atlante als ein Grund des herben Verlusts in 2016, dazu, wie die Bank schreibt, Einmal-Effekte, die man in 2016 verbucht. Ohne diese negativen Einmal-Effekte hätte man Gewinn verbucht, so das Mailänder Geldhaus.

Die Aktionäre sind wenig begeistert – gestern bereits hatte die Aktie bereits 5,5% verloren, heute geht es weitere 3,5% nach unten:



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1 Kommentar

  1. Und der Kurs steigt bzw. hält sich, nachdem er die Wochen davor knapp 50% gestiegen ist. Eine gigantische italienische Großbank die Milliardenverluste schreibt und Milliarden fauler Kredite in der Bilanz hat. Aber die Unicredit darf sich nun über die HVB refinanzieren und aus der HVB Milliarden nach Italien transferieren. Genau das befürchteten Kritiker damals bei der HVB-Übernahme und genau das tritt jetzt ein. Trotz aller Beteuerungen damals durch den Bankverband und die Politik.

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