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Dax: Der Kratzer – oder Kampf der Werte..

Der Dax hat gestern den ersten größeren „Kratzer“ erhalten seit der US-Wahl. Die US-Indizes mit dem schlechtesten Handelstag seit Oktober, praktisch alle Branchen unter Druck. Was die Märkte doch viel lieber hören würden, wären Aussagen Trumps zu Steuersenkungen, stattdessen stehen in den ersten Amtstagen des neuen Präsidenten der Protektionismus und der Schutz der Grenzen im Vordergrund.

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der Dax hat gestern den ersten größeren „Kratzer“ erhalten seit der US-Wahl. Die US-Indizes mit dem schlechtesten Handelstag seit Oktober, praktisch alle Branchen unter Druck, besonders heftig die Sektoren Luftfahrt und Energie. All das ist die Folge einer Ernüchterung darüber, dass die Märkte zu begreifen behginnen, dass für Trump die Ideologie wichtiger ist als die Wirtschaft – was die Märkte doch viel lieber hören würden wären Aussagen Trumps zu Steuersenkungen, stattdessen stehen in den ersten Amtstagen des neuen Präsidenten der Protektionismus und der Schutz der Grenzen im Vordergrund. Und das entspricht den Aussagen seiner Antrittsrede, in denen ja auffallend wenig von Wirtschaft und „Deals“, aber viel vom Niedergang der USA die Rede war, der möglichst schnell gestoppt werden müsse.

Jedenfalls scheinen die Maßnahmen der Trump-Regierung nun vor allem auch jene US-Unternehmen zu verschrecken, die bislang in vorauseilendem Gehorsam sich der neuen Führung angepaßt hatten (etwa Ford). Es ist nicht nur der Tech-Sektor in den USA, der durch eine weitere Abschottung der USA am meisten zu verlieren hat, es sind auch Finanz-Unternehmen wie Blackrock und Goldman Sachs, bei denen sich ihre CEOs an die Angestellten wenden und diese Immigrations-Politik offen ablehnen. So begrenzt die realen Auswirkungen auch scheinen mögen: es geht jetzt um Grundsätzliches, um einen Kampf der Werte. Und die Wall Street hat gestern ziemlich einhellig – und vor allem das erste Mal – klar gemacht, dass man andere Werte habe. Mithin ist also, wie gestern formuliert, der erste Riss zwischen Wall Street und Trump entstanden.

Und dieser Riss wird sich vermutlich zu einem Machtkampf ausweiten. Trump will sich unter allen Umständen durchsetzen, daher wird er gegenüber der Wall Street eine Drohkulisse aufbauen. Erst dann wird sich zeigen, ob und wie weit der Widerstand der Wall Street wirklich geht.

Wie auch immer – der Dax startet nun den zweiten Handelstag in Folge mit einem Abwärts-Gap:

Wichtig wird nun als Unterstützung das gestrige Tagestief bei 11660/65- In dieser Zone (bis 11650) gelang der Ausbruch auf ein neues Jahreshoch, daher kommt diesem Bereich erhöhte Bedeutung zu:

Auf der Oberseite dürfte die Luft in der Zone 11735/50 sehr dünn werden, zumal das bisherige Aufwärtsmomentum nicht mehr erkennbar ist. Daher sollten Erholungen bis zur US-Eröffnung Verkaufsgelegenheiten darstellen. Mit Bruch des Bereichs 11665/50 dagegen wäre der Beginn der Korrektur bestätigt..

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Wolfgang Koch

    31. Januar 2017 09:28 at 09:28

    Mit dem Donald scheint eine völlig neue Tierart entdeckt worden zu sein.Eigentlich gehört er ja zu den Finanzblütern,zeigt jedoch auch heftige Anzeichen der Gattung der Ameisen.Schon lange liest & hört man nur:Die Märkte,die Märkte.Wird ausgerechnet ein als Kapitalist durch & durch angesehener,die Märkte bändigen und ihrem Ursprungszweck zuführen? Spannende Zeiten.We will see,auch in Germany!

    • Avatar

      GN

      31. Januar 2017 10:09 at 10:09

      ….ja, besonders lustig finde ich es, wenn raffgierige Konzernlenker von „Werten“ fabulieren…..diese Leute kennen Wert nur in ihrer eigenen Macht über andere Menschen…..tolle Werte…….da ist mir Trump dagegen geradezu sympathisch…

  2. Avatar

    KARL MÜLLER

    31. Januar 2017 10:56 at 10:56

    Von Wegen Korrektur. den Kaufaffen läuft doch schon wieder die sabbernde Gier aus allen Körperöffnungen. Man freut sich halt, dass man nun doch noch mal „günstig“ in die Trump-Rallye reinkommt. Heute Abend 11.800+.

    Und wenn Leute wie der AMAZON-Chef (der seine Leute so ausquetscht dass diese von Häusern springen und die Mitarbeiter in D miserabelst bezahlt) anfängt von „Werten“ zu sülzen … das kann man ja gar nicht mehr ernst nehmen.

    BTW: meine BREXIT Shorts sind mittlerweile komplett abgeraucht. Verstehen kann ich das immer noch nicht, aber egal. War meine Entscheidung und mein Geld (gewesen, hrhrhr).

    VG KARL

  3. Avatar

    Masud79

    31. Januar 2017 10:57 at 10:57

    Dreht schon wieder alles long

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Klarer Trend: Die Risiken nehmen weltweit zu – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist in dieser Frage eigentlich Ihre Meinung? Wird die Welt, wird unser Lebensumfeld nicht pausenlos gefährlicher? Denken Sie einmal an den Klimawandel oder an die Corona-Pandemie! Oder stellen Sie sich einmal vor, in Deutschland fällt das Internet nur für zwei Stunden aus? Die Konsequenzen für unser digitalisiertes Leben wären verheerend. In den Städten würden die Verkehrsleitsysteme kollabieren, viele Ampelanlagen würden nur noch blinken, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Tatsächlich aber ist unser Leben nicht gefährlicher als früher. Auch zu Kaisers Wilhelms Zeiten kannte die Menschheit schon Naturkatastrophen, Finanzkrisen oder etwa Krieg und auch Terrorismus.

Trotzdem haben wir in den letzten Jahren einen fundamentalen Wandel erlebt, der für uns alle, für Unternehmen und sogar für Staaten eine neue bisher unbekannte Risikodimension bedeutet.

Ein plattes Beispiel: Wenn vor hundert Jahren der Busch in Kalifornien brannte, was er auch damals schon tat, wurden einige Blockhütten vernichtet. Wenn dort heute Waldbrände wüten, sind Städte und große Unternehmensanlagen im Milliardenwert bedroht. Und das ist der springende Punkt: Die Gefahr war immer schon da, nur das Risiko des erheblichen Vermögensverlustes war weit geringer.

Heute sind durch eine Wetterkatastrophe, eine Pandemie oder auch eine Finanzkrise immer gleich Milliardenwerte bedroht. Vor diesem Hintergrund haben sich schon Ende des vergangenen Jahrhunderts Dienstleister oder Unternehmen mit der Risikoanalyse befasst. Ein bekanntes Unternehmen dieser Branche ist etwa der US-Risikoanalyst Moody´s, der sein Geld vorwiegend in der Finanzbranche verdient. Daneben bieten Unternehmen wie SAP, Oracle oder IBM verschiedene punktuelle Risikomodelle für Ihre Unternehmenskunde an.

Alle diese Unternehmen rechnen US-Investoren dem „Global Risk Market“, also dem Markt für Risikoanalyse zu. In Europa ist dieses spannende Segment leider noch wenig bekannt und etwas unterbelichtet. Das ist schade, denn dieses Segment wächst seit Jahren ganz erheblich und vor allem sehr stetig, wie Sie sich sicherlich ausmalen können.

Warum diese Aktie praktisch immer steigt

Mein persönlicher Favorit aus diesem Marktsegment ist ein US-Unternehmen, dass seine Wurzeln ursprünglich in der Versicherungsbranche hat. Damals schlossen sich die großen US-Versicherer und Warren Buffett zusammen, um quasi eine eigene Risikoabteilung zu gründen, da Versicherungsrisiken zunehmend schwieriger zu kalkulieren waren. Das Unternehmen sammelte zunächst Daten und entwickelte schließlich ein einzigartiges Prognosemodell, damit Versicherungsrisiken prognostizierbar wurden.

Heute arbeitet der Risikoanalyst auch für Banken und zählt ausnahmslos alle westlichen Kreditkarten-Unternehmen zu seinen Kunden. Wir alle haben in der Finanzkrise erfahren, was passiert, wenn Finanzdienstleister ihre…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Tesla: Elon Musk enttäuscht, Aktie fällt – bald schon Schnee von gestern?

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines E-Autos von Tesla

Gestern gab es neben der Hauptversammlung auch den so groß erwarteten „Battery Day“ bei Tesla (hier dazu der gestrige Video-Kommentar eines Analysten). Kurz gesagt: Es war eine Enttäuschung. Analysten erwarteten für gestern von Tesla die Verkündung einer Batterie, die 10 Jahre oder länger halten könnte. Und es wurden konkrete Ziele für Kostensenkungen erwartet.

Tesla-Chef Elon Musk enttäuscht

Was Elon Musk verkündete, war einmal mehr gut verpackt seine Art von Marketing. Etwas Großes und Wundervolles ankündigen, was sich beim genaueren Hinschauen doch eher als Luftnummer entpuppt, als weit entfernter Traum, der noch gar nicht konkret greifbar ist. Genau so könnten BMW oder VW ihre neuesten noch weit entfernten E-Auto-Pläne hier und heute als Sensation verkaufen. Tesla will nämlich ein E-Auto für 25.000 Dollar bauen. Man versprach in den nächsten Jahren die Batteriekosten mit neuen Technologien und Verfahren um die Hälfte zu reduzieren, und so ein erschwingliches E-Auto anbieten zu können. Aber, so Elon Musk, die Voraussetzung für ein 25.000 Dollar-Auto von Tesla sei nun mal die drastische Kostensenkung bei den Batterien, und das könne man erst in drei Jahren erreichen!

Was für eine Enttäuschung. Die Tesla-Aktie verlor am gestrigen Handelstag 5,6 Prozent, und dann ab 22 Uhr nachbörslich nochmal 6,9 Prozent. Dieses nachbörsliche Minus hat sich abgeschwächt auf aktuell nur noch -4,8 Prozent, und jetzt in der ganz frühen Vorbörse liegt die Aktie bei 403 Dollar.

Tesla-Chef Elon Musk sagte gestern auch, dass es dem Unternehmen in 2020 sehr gut gehe. Man werde trotz schwieriger Umstände wahrscheinlich ein Wachstum zwischen 30-40 Prozent hinlegen. Tesla halte am Jahresziel fest, rund 500.000 E-Autos zu verkaufen. Das wäre eine Steigerung von 36 Prozent im Jahresvergleich. Und das in einer Zeit, wo die „alten“ Autohersteller arg unter der Coronakrise leiden.

Zur großen Tesla-Show gehört wohl auch, dass sich Elon Musk wie gestern geschehen von seinen Fans (die natürlich auch Aktionäre sind) per Hupkonzert abfeiern lässt. Denn HV/Battery Day fanden Corona-bedingt auf einem Open Air-Gelände statt, wo die Anwesenden in ihren Tesla-Autos saßen, und die Tesla-Offiziellen oben auf einer Bühne standen. So eine Show sieht man bei den staubigen Veranstaltungen von Daimler, BMW und Co wohl nicht. Es mag wohl auch dieses hippe, jugendliche Spaß-Image sein, dass Tesla den Erfolg bringt – sei es auch nur ein gefühlter Erfolg.

Blick auf die Aktie

Wird die Tesla-Aktie diesen aktuellen Rückschlag wegstecken? Gut möglich. Denn man schaue auf den folgenden Chart. Man sieht hier den Kursverlauf der Aktie seit Mai – hier wurde der jüngste Aktiensplit schon voll berücksichtigt. Seit Mai gab es einen Anstieg in der Tesla-Aktie von 163 auf über 500 Dollar. Dann der jüngste Rückschlag auf 330 Dollar, wo alle Welt schon an den großen (längst überfälligen?) Crash der Aktie glaubte. Und jetzt sind wir wieder bei 400 Dollar. Man sollte die streng gläubige Gefolgschaft von Elon Musk nicht unterschätzen.

Chart zeigt Kursverlauf der Tesla-Aktie seit Mai

Hier in voller Länge von gestern die Hauptversammlung mit „Battery Day“ von Tesla, die mehr als 270.000 Menschen live verfolgten.

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Markus Koch im Interview mit Dr. Jens Ehrhardt – Markt war überkauft

Redaktion

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Von

Markus Koch spricht im folgenden aktuellen Interview mit Dr. Jens Ehrhardt über die aktuelle Börsenlage. Dr. Ehrhardt ist der Meinung, dass die Börse zuletzt überkauft war, und dass die Kurse deswegen gerade zurückkommen. Das Thema Optionen spielt dabei eine wichtige Rolle. Angesprochen werden im Interview technische wie auch fundamentale Faktoren.

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