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Aktienmärkte und Gold nach den US-Jobdaten – der Zick-Zack-Kurs

Die Aktienmärkte zeigen nach den US-Jobdaten kein klares Bild. Die US-Anleiherenditen steigen, vor allem bei 10 Jahren Laufzeit.

Was ist hier los? Die Aktienmärkte stiegen erst nach den US-Jobdaten von 14:30 Uhr, um dann nach einer Stunde den Weg gen Süden anzutreten. Der Nasdaq auf CFD-Basis notiert aktuell 69 Punkte unterhalb des Niveaus kurz vor den Jobdaten. Beim Dow Jones sind es unterm Strich -30 Punkte, beim Dax -35 Punkte. Der Goldpreis stieg nach 14:30 Uhr um 7 Dollar, um dann auch wieder zu fallen – jetzt notiert Gold unterm Strich 8 Dollar tiefer als kurz vor den Zahlen.

Was ist passiert? Die US-Anleiherenditen fielen erst nach den US-Jobdaten, um dann aber anzusteigen. Der TradingView Chart zeigt in blau den Nasdaq als CFD, dazu in orange und türkis die ansteigenden Anleiherenditen. 2 Jahre Laufzeit lagen kurz vor 14:30 Uhr noch bei 4,82 %, jetzt sind es 4,85 %. 10 Jahre Laufzeit lag bei 4,09 %, und nun sind es 4,18 %. Dies übt Druck auf die Aktienmärkte aus.

Aktienmärkte im Vergleich zu US-Anleiherenditen

Wie, weshalb, warum? Einerseits zeigten die US-Jobdaten weniger stark steigende Stundenlöhne mit +0,2 % statt +0,3 % erwartet. Andererseits gab es mit +187.000 neuen Jobs etwas mehr als erwartet (+170.000). Der Zuwachs in den beiden Vormonaten wurde um insgesamt 110.000 Stellen nach unten korrigiert. Aber offenbar sagt man sich derzeit am Markt: Der Arbeitsmarkt ist doch noch fester als gedacht, die Chancen auf höhere Fed-Zinsen sind gegeben? Die Renditen jedenfalls steigen, und die Aktienmärkte haben noch richtig keine klare Richtung eingeschlagen.

Bleiben die Renditen weiter hoch heute Abend oder steigen noch weiter, dann könnten die Aktienmärkte noch eindeutiger gen Süden tendieren. Auf jeden Fall kann man sagen: Es war keine klar schlechte oder klar gute Verkündung um 14:30 Uhr, und nun scheinen die Börsianer (noch) nicht genau zu wissen, wie sie damit umgehen wollen.



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2 Kommentare

  1. Lieber ungefähr richtig als ganz genau und falsch

    Das passt ja gar nicht, viele die in den Job zurückkommen und die Arbeitslosenrate steigt ? Warum nimmt man diese Zahlen überhaupt noch wichtig und starrt akribisch auf die Bekanntgabe wenn man weiss,dass die Revisionen bis 50% betragen können. Auch da , einfach nur längere Trends beachten.

  2. Der offizielle FED Berater Blackrock manipuliert die Märkte nach Belieben. An der Börse zu gewinnen hat heute nichts mehr mit Know How zu tun. Das ist reines Glücksspiel mit wenigen Gewinnern.

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