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Aktienmärkte: Quartalsende – und warum es nach Korrektur „riecht“

Überkauftheit, Umschichtungen - und das Potential für eine Korrektur

Die Aktienmärkte, das Quartalsende und die Korrektur

Gewiss ist es noch etwas Zeit für die Aktienmärkte hin bis zum Ende des zweiten Quartals 2021 – noch 12 Börsentage, aber könnte das so genannte Window Dressing der Fondsmanager nicht etwas Bewegung bringen? Schließlich haben wir bereits an diesem Freitag einen großen Verfall an den Terminbörsen, bei dem sich die Marktteilnehmer im Anschluss an ein erfolgreiches Quartal neu positionieren könnten. Nach drei Gewinnquartalen für die Aktienmärkte in Folge – aber es gibt noch weitere Besonderheiten.

Aktienmärkte: Kaum einer ist mehr short

Was für eine Konstellation an den Märkten: Die junge Generation der Redditer machen Jagd auf die „Most shorted Stocks“, was den Hedgefonds Milliarden Dollar an Verlusten einbringt. Die Notenbanken fluten die Märkte, was extrem niedrige Zinsen zur Folge hat. Auch für Junk Bonds, was wiederum „Zombiefirmen“ am Leben erhält, zugleich macht man seitens der Fed noch keine Anstalten, die Käufe zurückzufahren – ein „Thinking about“ bedeutet noch kein Tapering.

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Das alles führt zu einem Extremtief an geshorteten Aktien und erinnert an das Jahr 2000. Sorglosigkeit (Complacency) ist eine öfters zu vernehmende Umschreibung einer Phase der Aktienmärkte, die von extrem geringer Volatilität geprägt ist. Ein Tweet von Thomas Callum zeigt, wie gering derzeit die Short-Quote ist:

Aktienmärkte: Kaum einer ist short

Dafür verantwortlich ist natürlich die gewachsene Selbstsicherheit, dass nicht viel schief gehen kann, angesichts der öfters beschriebenen Pattsituation zwischen Bullen und Bären: Die letzte Korrektur stammt schon aus dem Oktober 2020.

Diese Sektoren schreien nach Gewinnmitnahmen

Es gibt in dieser Situation natürlich Unternehmen und Branchen, die besonders gut performen, weil sie vom Ende der Pandemie, vom Reopening der Wirtschaft profitieren: alles was mit Freizeit und Reisen zu tun hat, oder auch mit Energie, die dadurch auch in größerem Ausmaße verbraucht wird. Eine Grafik von Bespoke zeigt, wie überkauft viele Sektoren bereits sind:

Aktienmärkte ETFs überkauft

 

Die Volatilität in Untiefen

Wie eine Grafik von Sven Henrich mit dem langfristigen Vola-Chart anzeigt, hat dieses Barometer bei 15 nicht nur ein Jahrestief erreicht, sondern einen Bereich angesteuert, in dem es in den letzten vier Jahren stets zu einem Spike nach oben bei der Volatilität kam, verbunden mit einer Korrektur der Aktienmärkte:

Aktienmärkte und die Volatilität

 

Fazit

Der große Verfall naht, so wie das Quartalsende mit neuen Rekordständen, aber auch mit extremen Überkauftheits- und Sorglosigkeitsparametern. Dies vor einer Phase der dünnen Umsätze, die Urlaubszeit dürfte im Nach-Corona-Jahr erst recht eine Rolle spielen. Auch wenn das Wort Sommerloch in den Wirtschaftsmedien schon ein bisschen inflationär auftaucht, riecht es schon ein wenig nach Korrektur der Aktienmärkte, schließlich gibt es auch einen gewaltigen Margin Debt, auf Kredit gehebelte Depots – und diese Kredite kosten Geld und Marge, erst recht in einer umsatzschwachen Zeit.



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