Folgen Sie uns

Konjunkturdaten

Aktuell: Anstehende US-Hausverkäufe

Avatar

Veröffentlicht

am

Die anstehenden US-Hausverkäufe (pending home sales; Mai) sind mit +1,1% vermeldet worden. (Prognose war +1,1%; Vormonat war -1,5%).

Hier ein Chart mit der Entwicklung der Jahresvergleichszahlen.

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Konjunkturdaten

USA: Sind die offiziellen Konjunkturdaten wirklich falsch?

Immer wieder gibt es Zweifel an den offiziellen Konjunkturdaten aus den USA. Regelmäßig wird dabei auf die Seite shadowstats verwiesen

Avatar

Veröffentlicht

am

Immer wieder gibt es Zweifel an den offiziellen Konjunkturdaten aus den USA: In volkswirtschaftlichen Diskussionen werden regelmäßig mit einem Verweis auf die Seite shadowstats die offiziellen Daten zu Inflation, Arbeitslosenquote und BIP-Wachstum angezweifelt. Nach Angaben der Seite werden dort zur Berechnung dieser Größen die Berechnungsmethoden genommen, wie sie bis in den 1980er und zum Teil bis 1994 auch offiziell angewendet wurden. Kernaussage ist also letztlich, dass die (US-)Statistikbehörden über eine schrittweise Änderung der Methodik die offiziellen Kennziffern soweit manipuliert haben, dass die Werte weit besser aussehen, als sie es eigentlich sind.

USA: Stimmen die offiziellen Inflationsdaten?

Gemäß shadowstats lag die Inflationsrate in den USA zuletzt bei rund 6%, die Arbeitslosenquote bei knapp über 20% und das reale BIP ist in Q3 2019 gegenüber Q3 2018 um rund 2% gefallen. Die genauen Daten erfahren nur zahlende Kunden und die Berechnungsmethodik wird grundsätzlich nicht veröffentlich, also auch für zahlende Kunden nicht.

Direkt auf den ersten Blick fällt auf, dass sich die US-Wirtschaft bei shadowstats seit 2001 in einer Dauerrezession und sogar seit Ende der 1980er in einer Dauerflaute befindet. Die Arbeitslosigkeit steigt aber trotzdem nicht kontinuierlich an, sondern verläuft zumindest bis 2009/10 relativ parallel zur offiziellen Rate, nur höher (und steigt seitdem aber auch trotz Rezession nicht weiter) – und trotz dieser katastrophalen Konjunktur schaffen es die Unternehmen, die Verbraucherpreise Jahr für Jahr kräftig zu erhöhen. Eigentlich ein erklärungsbedürftiges Phänomen, das aber weder John Williams von shadowstats noch seine Kunden zu interessieren scheint.

Das ist allerdings nicht die einzige Merkwürdigkeit in den Daten. John Williams behauptet, die Berechnung der Inflation habe sich seit 1980 so extrem verändert, dass die Inflation um rund 4 Prozentpunkte unterschätzt wird. Bei einer kompletten Veränderung der Methodik hätte ich erwartet, dass nicht nur die Höhe der Inflation anders ist, sondern auch der Inflationsverlauf deutlich anders aussieht. Doch das ist nicht der Fall. Die shadowstats-Inflationskurve sieht aus wie die parallel nach oben verschobene offizielle Kurve.

Weiter erstaunlich ist die große Differenz, obwohl sich die Methodik gar nicht so extrem geändert hat. Es gab immer mal wieder kleinere Anpassungen, die alle dokumentiert sind – also beim Bureau of Labour Statistics, das für die Inflationsberechnung zuständig ist  (nicht bei shadowstats) – und mit der Methodik von 1980 wäre die Inflation tatsächlich 0,3 bis 0,4 Prozentpunkte höher. Das ist also zum einen weit entfernt von den shadowstats-Werten und zum anderen wurden diese Veränderungen zumeist aus durchaus nachvollziehbaren Gründen durchgeführt, d.h. die neue Methodik ist die akkuratere.

Da John Williams seine Methodik nicht offenlegt, sind seine Zahlen nicht im Detail nachvollziehbar. Der kurze Text bei seinen BIP-Daten legt allerdings nahe, dass er seine Inflationsdaten nimmt, um damit die offiziellen BIP-Werte zu verändern. Tatsächlich scheint er das offizielle BIP-Wachstum um die von ihm ermittelte Inflationsdifferenz zu reduzieren. Die Inflation ist bei ihm um 4 Prozentpunkte höher als offiziell, also ist das reale BIP-Wachstum um 4 Prozentpunkte niedriger.

Das ist gleich doppelt wirr. Zum einen spielt die Verbraucherpreisinflation für die BIP-Berechnung gar keine Rolle, da das BIP nicht nur aus Verbrauchsgütern für die privaten Haushalte besteht. Da kommt der BIP-Deflator zum Tragen, der jedoch ohnehin ganz anders ermittelt wird als die Verbraucherpreisinflation. Es ist zudem fraglich, wieso bei einer höheren Preissteigerung das nominale BIP unverändert bleiben sollte. Konsequenterweise müsste dann das nominale BIP schneller steigen als offiziell unterstellt und die realen Wachstumsraten blieben mehr oder weniger unverändert.

US-Arbeitslosenquote: offiziell und bei shadowstats

Und während Trump sich selbst in Davos für eine extrem niedrige Arbeitslosenquote feiert, liegt sie gemäß shadowstat bei gut 20%, also bei Werten, wie in der Weltwirtschaftskrise 1929/33. Von den 15- bis 64-jährigen US-Amerikanern haben aber 74,4% einen Job (https://fred.stlouisfed.org/graph/fredgraph.png?g=pYYW). Da wäre also nur rein theoretisch Platz für eine derart hohe Arbeitslosenquote, wobei in dieser Altersgruppe viele Schüler und Studenten dabei sind. Im sog. Prime Alter zwischen 25 und 54 sind 89,1% der Männer (https://fred.stlouisfed.org/graph/fredgraph.png?g=mNKW) und 76,2% der Frauen (und das sehr stabil seit über einem Vierteljahrhundert) erwerbstätig (https://fred.stlouisfed.org/graph/fredgraph.png?g=pUqs).

Selbst wenn man unterstellt, das alle nicht Erwerbstätigen arbeitslos sind – es gibt also keine Hausfrauen/-männer, keine Arbeitsunfähigen, keine Studierenden über 25 etc. – läge die Arbeitslosenquote in den USA nicht so hoch wie bei shadowstat behauptet. Die Zahlen können also schlicht nicht stimmen, was seine Behauptungen, er würde mit alten Methodiken arbeiten, als Lüge entlarvt.

Es spricht also viel dafür, dass shadowstats nicht wie behauptet, eine ältere Methodik verwendet, sondern schlicht die sicherlich vorhandene Nachfrage nach schlechten Zahlen vor allem in den USA befriedigt und damit Geld verdient!

Die offiziellen Konjunkurdaten der USA und die Daten von shadowstats

weiterlesen

Konjunkturdaten

Aktuell: US-Verbrauchervertrauen – Amerikaner euphorisch

Avatar

Veröffentlicht

am

Das US-Verbrauchervertrauen (Conference Board; November) ist mit 131,6 deutlich besser ausgefallen als erwartet (bester Wert seit August; Prognose war 128,0; Vormonat war 126,5).

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei 175,3 (Vormonat war 170,0) .

Die Erwartungen liegen bei 102,5 (Vormonat war 97,4)

Der Richmond Fed Index besser mit einem Wert von 20 (Prognose war 9; Vormonat war -5).

weiterlesen

Konjunkturdaten

Aktuell: Aufträge langlebiger US-Wirtschaftsgüter schwach, Verteidigung läßt Zahl besser aussehen

Avatar

Veröffentlicht

am

Von

Die US-Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter (Durable Goods Orders; Dezember) sind mit +2,4% besser ausgefallen als erwartet (Prognose war +0,4%; Vormonat war -2,1%, nun jedoch auf -3,1% nach unten revidiert).

In der weniger volatilen und daher mehr beachteten Kernrate (ohne Transport und Verteidigung) liegen die Aufträge bei -0,1% (Prognose war +0,2%; Vormonat war -0,1%, nun auf -0,4% nach unten revidiert).

Ohne Verteidigung liegen die Aufträge bei -2,5% (Vormonat war -0,5%)

 

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen