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Europa

Aktuell: Bruttoinlandsprodukt 3. Quartal im Detail

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Die vor einer Woche vorab gemeldete Veränderung im Bruttoinlandsprodukt für das 3. Quartal wurde heute in der ausführlichen Veröffentlichung mit +0,1% im Vergleich zum 2. Quartal bestätigt. Die Jahresveränderung liegt auch wie vorab gemeldet bei +1,0%. Im Vorquartal war es eine Veränderung von -0,2%. Durch das aktuelle winzige Plus entgeht Deutschland offiziell haarscharf einer Rezession. Die Industrie ist zwar knallhart in der Rezession, aber Bau und Dienstleistungen halten den Gesamtschnitt knapp über der Null-Linie! So eindeutig sind die Unterschiede. Zitat von den Statistikern:

Nur im Verarbeitenden Gewerbe, das etwas mehr als ein Fünftel der deutschen Bruttowertschöpfung ausmacht, war die Wirtschaftsleistung im Vorjahresvergleich rückläufig (-2,6 %). Die größten Zuwachsraten gab es im Baugewerbe (+5,3 %), im Bereich Information und Kommunikation (+3,2 %) sowie im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe (+3,2 %).

Hier mehr Details zu den stützenden Faktoren des BIP:

Positive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich (preis-, saison- und kalenderbereinigt) nach vorläufigen Berechnungen vom Konsum: Die privaten Konsumausgaben waren 0,4 % höher als im 2. Quartal 2019, der Staat steigerte seine Konsumausgaben um 0,8 %. Daneben wurde in Bauten deutlich mehr investiert als im Vorquartal (+1,2 %), und auch die Investitionen in sonstige Anlagen, zu denen unter anderem die Ausgaben für Forschung und Entwicklung zählen, stiegen um 1,0 %. Die Investitionen in Ausrüstungen gingen dagegen um 2,6 % zurück, was in erster Linie auf Sondereffekte bei den staatlichen Ausrüstungsinvestitionen zurückzuführen ist.

Die außenwirtschaftlichen Entwicklungen trugen nach vorläufigen Berechnungen positiv zum Wirtschaftswachstum bei: Die Exporte stiegen preis-, saison- und kalenderbereinigt um 1,0 % im Vergleich zum 2. Quartal 2019, in dem es einen starken Rückgang der Warenausfuhren gegeben hatte. Die Importe blieben im 3. Quartal 2019 in etwa auf dem Niveau des Vorquartals (+0,1%).

Bruttoinlandsprodukt Details

Ein Kommentar

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    BrettonWood

    22. November 2019 10:28 at 10:28

    Glaubt das hier einer? Ivh auf alle Fälle NICHT !

    Es war ja klar das man jetzt keine negative Headlines will, also war klar das die Zahl bestätitgt wird und sie ist so nahe an null das man später sage kann oh ja das ist tatsächlich ein Fehler passiert….Das war aber Total unabsichtlich….wir werden beschissen was das Zeug hält…das gleiche mit dem Tradewar, einer schreibt dem anderen ab niemand (ausser hier) hinterfragt kritisch und so schweben wir alle auf Wolke 7….

    Man weiss ganz genau an welcher Schwelle man steht und wie wenig das es nun noch braucht um das Fass zum überlaufen zu bringen….und das wird jetzt überall verhindert, plötzlich hören wir gar nichts negatives mehr obwohl die Unternehemnszahlen eine ganz andere Sprache sprechen….

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Europa

Italien und Großbritannien: Grottige Konjunkturdaten!

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Aus Italien und Großbritannien gibt es aktuell wirklich grottige Konjunkturdaten. Die Industrieproduktion in Italien ist von den staatlichen Statistikern für Oktober mit -2,4% im Jahresvergleich gemeldet worden. Saisonal bereinigt war es im Monatsvergleich zu September ein Rückgang von 0,3%. Die letzten drei Monate fallen zu den vorigen drei Monaten mit -0,6% auch negativ aus. Es geht also weiter bergab in Italien!

Und die Industrieproduktion in Großbritannien, die ist auch weiter deutlich im Minus, wie auch der folgende Chart zeigt. Im Oktober ist es im Jahresvergleich ein Minus von 1,3%.

Das Bruttoinlandsprodukt in UK ist im 3. Quartal im Jahresvergleich um 0,7% gewachsen, im Quartalsvergleich ergibt sich ein Nullwachstum. Die Bauproduktion auf der Insel ist im Oktober im Jahresvergleich um 2,1% geschrumpft. Die Handelsbilanz für Oktober fällt mit -14,5 Milliarden Pfund deutlich schlechter aus als im September mit -11,5 Milliarden Pfund.

 

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Aktuell: ZEW Index besser als erwartet – Hoffnung dominiert

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Der ZEW Index (Dezember; Konjunkturerwartungen) ist mit 10,7 besser ausgefallen ausgefallen als erwartet (Prognose war +1,1; Vormonat war -2,1). Das ist der höchste Wert seit Februar 2018.

 

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei -19,9 (Prognose war -22,3; Vormonat war -24,7).

Dazu kommentiert das ZEW: gute Zahl auf den ersten Blick überraschend, basiert auf der Hoffnung, dass deutsche Exporte und Dienstleistung sich besser entwickeln würden, aber die weiter ungünstigen Zahlen zur Industrieproduktion und Auftragseingänge zeigen, dass die Konjumktur immer noch fragil ist..

 

Der ZEW Index ist einer der wichtigsten Konjunkturbarometer für Deutschland

 

 

 

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Bauboom: Gigantische Steigerungsrate – gleichzeitig ein Problem für die Politik

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Baustelle Beispielfoto

Die Steigerungsrate im Bausektor ist einfach nur gigantisch. Der Bauboom geht volle Pulle weiter. Wie das Statistische Bundesamt heute früh meldet, ist der Umsatz im Bauhauptgewerbe im September 2019 im Jahresvergleich um 7,1% gestiegen. In den ersten neun Monaten 2019 stieg der Umsatz im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 6,6%. Wow. Wahnsinn. Also auch im viel aussagekräftigeren großen Zeitraum liegt die Steigerungsrate vergleichbar hoch!

Und wo verdammt nochmal soll hier das Problem sein? Tja, so ziemlich jeder Politiker (außer die CDU) und jeder Wirtschaftsexperte (außer das ifo-Institut?) ruft derzeit danach, dass Deutschland endlich deutlich mehr Geld für Investitionen in die Hand nehmen solle. Der Staat müsse endlich viel mehr Geld in die marode Infrastruktur pumpen. Aber der boomende Bausektor fährt schon längst total an seiner Maximalauslastung. Wir erinnern an dieser Stelle an die Aussagen des Statistischen Bundesamts von letzter Woche zum Wohnungsbau. Zitat:

Zwischen 2008 und 2018 hat sich der Bauüberhang bundesweit von rund 320 000 auf 693 000 genehmigte und noch nicht fertiggestellte Wohnungen mehr als verdoppelt.

Das Baugewerbe ist also trotz so hoher Steigerungsraten beim Umsatz nicht in der Lage die immer größere Zahl genehmigter Wohnungen auch tatsächlich zu bauen. Die Zahl der ausstehenden Wohnungen kann man nicht abarbeiten. Wie soll dies dann erst beim Bau von Brücken, Straßen, Bahngleisen etc aussehen, falls wirklich frische Milliarden zur Verfügung gestellt werden? Schon jetzt jammert Olaf Scholz, dass es in den Bundestöpfen große Geldsummen gebe, die er für Investitionen bereit stelle. Sie würden aber nicht abgefordert. Hier weitere aktuelle Aussagen zum Bauboom. Alle Teilbereiche boomen:

Alle Wirtschaftszweige des Bauhauptgewerbes verbuchten Umsatzzuwächse im Vorjahresvergleich. Im Hochbau stiegen die Umsätze im September 2019 gegenüber September 2018 um 6,5 % und im Tiefbau um 5,2 %. Unter den umsatzstärksten Wirtschaftszweigen innerhalb des gesamten Bauhauptgewerbes stiegen die Umsätze im Leitungstiefbau und Kläranlagenbau mit +14,4 % sowie im Wirtschaftszweig „Sonstige spezialisierte Tätigkeiten a.n.g.“ (zum Beispiel Schornstein-, Feuerungs- und Industrieofenbau) mit +10,9 % am stärksten. Den geringsten Umsatzzuwachs verzeichnete der Wirtschaftszweig „Bau von Straßen und Bahnverkehrsstrecken“ mit +2,3 % gegenüber September 2018.

Bauboom in Zahlen

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