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Aktuell: Fed beschließt totale Bazooka – Aktienmärkte steigen stark

Markus Fugmann

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am

Die Fed geht nun all-in – und beschließt eine im Grunde unbegrenzte Bazooka. Die US-Notenbank wird Wertpapiere in unbegrenztem Umfang kaufen (“in the amounts needed to support smooth market functioning and effective transmission of monetary policy to broader financial conditions and the economy.”). Dazu kauft die Fed Mortgage Backed Securities (MBS) und stellt 300 Milliarden Dollar für amerikanische Unternehmen bereit (Main Street businesses).

Hier im Wortlaut die Aussage der Fed:

„The Federal Reserve is committed to use its full range of tools to support the U.S. economy in this challenging time and thereby promote its maximum employment and price stability goals.

The Federal Open Market Committee is taking further actions to support the flow of credit to households and businesses by addressing strains in the markets for Treasury securities and agency mortgage-backed securities. The Federal Reserve will continue to purchase Treasury securities and agency mortgage-backed securities in the amounts needed to support smooth market functioning and effective transmission of monetary policy to broader financial conditions. The Committee will include purchases of agency commercial mortgage-backed securities in its agency mortgage-backed security purchases. In addition, the Open Market Desk will continue to offer large-scale overnight and term repurchase agreement operations. The Committee will continue to closely monitor market conditions, and will assess the appropriate pace of its securities purchases at future meetings.

Voting (by notation) for the monetary policy action were Jerome H. Powell, Chair; John C. Williams, Vice Chair; Michelle W. Bowman; Lael Brainard; Richard H. Clarida; Patrick Harker; Robert S. Kaplan; Neel Kashkari; Loretta J. Mester; and Randal K. Quarles.“

 

 

12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    Macwoiferl

    23. März 2020 13:22 at 13:22

    Täuscht mich der Eindruck, oder ist die größte Sorge der FED gerade, dass der DOW nicht wieder auf 30.000 kommt bis zur Wahl von The Donald?
    Dann wäre jedenfalls eines geklärt:
    Die Infizierten, Toten und sterbenden Unternehmen sind den Notengangstern und Goldman Sucks völlig wurscht.
    Wichtig ist, den Kutter noch zu plündern ehe er untergeht.

  2. Avatar

    Marcus

    23. März 2020 13:30 at 13:30

    Ich werfe mal die Behauptung in den Raum, das dies sicherlich auch vor dem Hintergrund geschieht,das in Zukunft ja ein massives Anleihenangebot auf den Markt kommen wird, durch das (definitiv kommende) Stimuluspaket in den USA. Alleine schon deswegen wird die Fed eingreifen müssen, das die Renditen nicht außer Kontrolle geraten.

    • Avatar

      Columbo

      23. März 2020 14:54 at 14:54

      Nützt alles nichts, die Indizes fallen wieder. Laßt sie fallen. Ist der Ruf erst einmal ruiniert, lebt sichs weiter ungeniert.

  3. Avatar

    Marcus

    23. März 2020 13:34 at 13:34

    Kauft die Fed jetzt auch Unternehmensanleihen?

  4. Avatar

    frank

    23. März 2020 13:58 at 13:58

    haha Wahnsinn! wer bei der Party mitmachen will kann in Mortgage REITS investieren. VanEck Vectors Mortgage REIT Income ETF und iShares Mortgage Real Estate Capped ETF

  5. Avatar

    Christoph

    23. März 2020 14:02 at 14:02

    Die Bond Blase darf nicht platzen! :D

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    Hesterbär

    23. März 2020 14:04 at 14:04

    Aus der Nummer kommen die USA nicht mehr raus.

  7. Pingback: Aktuell: Fed beschließt totale Bazooka – Aktienmärkte steigen stark – Unser Geld- und Zinssystem

  8. Pingback: Aktuelles vom 23.03.2020 – Teil 2 | das-bewegt-die-welt.de

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    Lausi

    23. März 2020 19:38 at 19:38

    Ich erwart jetzt eine flammende Rede von Trump: Wollt ihr die totale Bazooka?! Und alle brüllen: Jaaaa!
    Trump: Wollt ihr, dass ich euch alle mit dem Geld über den Haufen schieße? Und alle brüllen: Jaaaa!!!
    Trump: Wollt ihr Genosse Trump auf ewig euren Führer nennen, auf dass ich euch sichr ins Verderben führe? Und alle brüllen: Jaaaa!!!

    • Avatar

      leftutti

      23. März 2020 22:01 at 22:01

      @Lausi, und alle brüllen sie weiterhin: Juuuu Äss Ay, Ju Ass ey, USA!!!

      • Avatar

        Lausi

        24. März 2020 03:40 at 03:40

        You ass, ey! – dann wohl lieber die deutsche Aussprache! ;-)

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Christine Lagarde: Headlines zur EZB-Pressekonferenz – sehr dovish!

Markus Fugmann

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am

Die wichtigsten Aussagen der EZB-Chefin Christine Lagarde auf der EZB-Pressekonferenz – wie wird sie sich zu den ökonomischen Perspektiven durch die neuen Lockdowns äussern?

– Lagarde und Vize de Guindos betreten den Saal – beide mit Mundschutz..

– Neue Corona-Welle: Wirtschaft verliert an Fahrt, klare Verschlechterung des Ausblicks, vor allem im Dienstleistungsbereich

– Konsumenten halten sich zurück

– Inflation geringer aufgrundd fehlender Nachfrage

– FMW: jetzt das Übliche Loblied auf die EZB-Maßnahmen (gähn..)

– Risiken klar abwärtsgerichtet

– EZB wird im Dezember auf die neue Entwicklung reagieren und dabei auch Wechselkurs berücksichtigen

– Corona-Maßnahmen bringt „headwinds“ für wirtschaftlichen Ausblick (FMW: wo ist bloß die viel besungene „V-Erholung“?)

– Inflation dürfte negativ bleiben wegen deutscher Mehrwertsteuersenkung und niedrigem Ölpreis (FMW: Brent Öl fällt gerade erstmals seit Mai unter die Marke von 37 Dollar)

– Banken zeigen bei Kreditvergabe strengere Kriterien aufgrund steigender Risiken

– jetzt kommt der schon rituelle Aufruf Lagardes zu fiskalischen Maßnahmen, diese sollten zielgerichtet sein

– Lagarde jetzt über „Next Generation EU“ – wie Daniel Stelter sagen würde die „Klimaplanwirtschaft“

– Lagarde „hat“ fertig, jetzt kommen Fragen, natürlich alle virtuell..

—-

– Lagarde: für nächste EZB-Sitzung im Dezember werden alle Instrumente untersucht – das wird bereits vorbereitet, damit die EZB bei der Erholung (der Vermögenspreise…?) helfen kann

– FMW: Lagarde bisher sehr dovish, das bringt auch den Ölpreis so unter Druck, der Euro jetzt unter 1,17

– Lagarde: morgen kommen BIP-Zahlen, diese „könnten positiv überraschen“ (Prognose ist +15%), aber für das 4.Quartal sieht es nicht gut aus

– Lagarde zu Inflation: wir die derzeit negative Inflation nicht Deflation, weil es ein Sondereffekt der Pandemie ist

– Lagarde: Dass die Staaten der Eurozone Anleihen mit Gemeinschaftshaftung ausgeben, hat die Wahrnehmung der Eurozone verändert

– Lagarde: haben auf dieser Sitzung nicht über Veränderung der Geldpolitik diskutiert

Hier der Live-Feed zur EZB-PK:

Chrstine Lagarde - die Aussagen auf der EZB-Pressekonferenz

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Hans-Werner Sinn: Warum die Inflation ausbleibt, und wann sie kommt

Claudio Kummerfeld

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Der ehemalige Chef des ifo-Instituts, hoch angesehene und bekannteste Ökonom Deutschlands Hans-Werner Sinn (hier jüngst im Gespräch mit Marc Friedrich) hat aktuell der Mission Money ein ausführliches Interview gegeben. Ein echter zweiter Lockdown müsse in Deutschland vermieden werden, so der Appell von ihm.

Die deutsche Wirtschaft wird laut Hans-Werner Sinn die zweite Corona-Welle überleben. Aber es werde eine große Pleitewelle geben. In einem ersten Schritt würden zahlreiche Unternehmen in die Insolvenz gehen, die bis jetzt dank ausgesetzter Insolvenzpflichten viel neue Schulden angehäuft hätten. Und erst in einem zweiten Schritt würde es dann die Banken hart treffen, weil die ja in Folge der Insolvenzen die Kreditausfälle zu verkraften hätten.

Hans-Werner Sinn mit Schwerpunktthema Inflation

Ein zentral wichtiges Thema im folgenden ausführlichen Interview ist die möglicherweise anstehende Inflation in Europa und Deutschland. Hans-Werner Sinn äußert sich hierzu ausführlich. Vor Corona habe die Geldmenge der EZB 3,2 Billionen Euro betragen, seitdem sei bis heute 1 Billion Euro dazugekommen. Bis Sommer 2021 werde die Summe auf 5,4 Billionen Euro anwachsen. Es entstehe ein gigantischer Geldüberhang.

Hans-Werner Sinn erklärt ausführlich seine große Sorge vor der anstehenden Inflation. Zunächst erklärt er ausführlich, warum es bislang trotz Geldschwemme keine Inflation in Form von Preisexplosionen gebe (ab Minute 23 im Video). Seine Ausführungen dazu sind hochinteressant. Das zusätzlich geschaffene oder besser gesagt in den letzten Monaten nicht ausgegebene Geld sei nicht aktiv, weil es herumliege. Bei den Bürgern auf den Sparkonten oder im Tresor. Bei den Banken liege es laut Hans-Werner Sinn herum zum Beispiel auf deren Zentralbankkonten. Es werde nicht vollständig als Kredit an Wirtschaft oder Verbraucher herausgereicht. Daher wirke die gestiegene Geldmenge nicht inflationär. Denn in Krisenzeiten würden sich die Menschen nicht trauen Geld auszugeben.

Aber nach der Krise, wenn es zum Beispiel einen Impfstoff gegen Corona gebe und die Wirtschaft wieder boomt, dann steige auch wieder der Optimismus bei den Menschen. Gewerkschaften würden höhere Löhne verlangen, die Unternehmen würden die Preise anheben usw. Die Inflation könne dann sehr leicht über das 2 Prozent-Ziel der EZB ansteigen. Dann müsse die EZB die Zügel anziehen. Aber dann stehe man vor einem gewaltigen Problem. Hierzu wollen wir die wirklich sehr interessanten und aufschlussreichen Ausführungen von Hans-Werner Sinn nicht vorwegnehmen. Schauen Sie bitte das Video! Nur so viel. Er erläutert auch dann möglicherweise anstehende Folgeeffekte wie dann platzende Luftbuchungen und ein Bankensterben.

Hans-Werner Sinn
Hans-Werner Sinn. Foto: https://www.hanswernersinn.de/de/Bildarchiv

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Lockdown: Was läuft falsch bei den Corona-Maßnahmen?

Markus Fugmann

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am

Heute dürften in Deutschland und Frankreich neue Beschränkungen und Corona-Maßnahmen bis hin zum Lockdown verkündet werden. Im Grunde reagieren die durch die starken Anstiege alarmierten Regierungen in Europa alle ähnlich. Nach Informationen des Informations-Mediums für Intellektuelle, also bild.de, dürfen ab 04.November in Deutschland sich maxiximal zehn Menschen treffen, die wiederum maximal aus zwei Haushalten stammen dürfen.

Lockdown, Corona-Maßnahmen und Anreizkonflikte

Viele Menschen gehen davon aus, dass die Corona-Maßnahmen schon gerechtfertigt seien – auf der anderen Seite gibt es jene, die das Coronavirus und die damit verbundenen Maßnahmen latent verharmlosen – und nicht selten eine Verschwörung der Eliten vermuten zur Entmündigung der Bürger. Symbol dafür ist ihnen der Lockdown.

Nun müssen die Regierungen die Bevölkerung schützen – aber sind die getroffenen Maßnahmen gerechtfertigt? Professor Christian Rieck macht auf zwei zentrale Probleme der Maßnahmen deutlich, die häufig entweder zu „Überreaktionen“ oder zu „Unterreaktionen führen.  Es gebe viele „Anreizkonflikte“, die zu problematischen Reaktionen der Betroffenen führen, so Rieck.

In folgendem Video erklärt er, was er damit meint:

 

Lockdown und Corona-Maßnahmen - sind sie gerechtfertigt?

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