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Aktuell: Türkische Zentralbank senkt Leitzins stärker als erwartet, Türkische Lira fällt

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Türkei Flagge

Soeben hat die türkische Zentralbank ihre aktuellste Zinsentscheidung verkündet. Man senkt den Leitzins von 16,5% auf 14%. Die Erwartungen lagen bei 15,5%. In den letzten Monaten gab es bereits zwei kräftige Zinssenkungen. Somit ist der Leitzins nun in drei Schritten insgesamt um volle 10% gesenkt worden auf jetzt 14%. Als Grund wird der Rückgang der Inflation genannt. Die türkische Lira reagiert mit einer Abwertung gegen den US-Dollar, welche sich aber noch im Rahmen hält. US-Dollar vs Lira steigt von 5,74 auf 5,76. Das ist wirklich noch nicht die Welt. Hier die türkische Zentralbank im Wortlaut:

The Monetary Policy Committee (the Committee) has decided to reduce the policy rate (one-week repo auction rate) from 16.50 percent to 14 percent.

Recently obtained data indicate that moderate recovery in economic activity continues. Leading indicators point to continuing improvement in the sectoral diffusion of economic activity. However, investment demand remains weak. While industrial production has been highly volatile due to working day effects associated with official holidays in recent months, its underlying trend has maintained a moderate pace of growth. While favorable effects of improved competitiveness prevail, weakening global economic outlook tempers external demand. Looking forward, net exports are expected to contribute to economic growth, although to a lesser extent, and the gradual recovery is likely to continue with the help of the disinflation trend and improvement in financial conditions. Current account balance, which has recently recorded significant improvement due to the composition of growth, is expected to maintain a moderate course.

Recently, advanced economy central banks have been pursuing more expansionary policies as weakening global economic activity and downside risks to inflation became more evident. While these developments support the demand for emerging market assets and the risk appetite, rising protectionism and uncertainty regarding global economic policies are closely monitored in terms of their impact on both capital flows and international trade.

Inflation outlook continued to improve. In addition to the stable course of the Turkish lira, improvement in inflation expectations and mild domestic demand conditions supported the disinflation in core indicators. In September, with the contribution of strong base effects, consumer inflation displayed a significant fall particularly in core goods and food inflation. Domestic demand conditions and the level of monetary tightness continue to support disinflation. Underlying trend indicators, supply side factors, and import prices lead to an improvement in the inflation outlook. In light of these developments, recent forecast revisions suggest that inflation is likely to materialize notably below the projections of the July Inflation Report by the end of the year. Accordingly, considering all the factors affecting inflation outlook, the Committee decided to reduce the policy rate by 250 basis points. At this point, the current monetary policy stance, to a large part, is considered to be consistent with the projected disinflation path.

The Committee assesses that maintaining a sustained disinflation process is the key for achieving lower sovereign risk, lower long-term interest rates, and stronger economic recovery. Keeping the disinflation process in track with the targeted path requires the continuation of a cautious monetary stance. In this respect, the extent of the monetary tightness will be determined by considering the indicators of the underlying inflation trend to ensure the continuation of the disinflation process. The Central Bank will continue to use all available instruments in pursuit of the price stability and financial stability objectives.

It should be emphasized that any new data or information may lead the Committee to revise its stance.

The summary of the Monetary Policy Committee Meeting will be released within five working days.

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Rüdiger Born: Dax, Dow, Euro und Pfund direkt am Chart besprochen

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Der Aktienmarkt hat momentan die Orientierung auf der Aufwärtsseite. Aktuell bespreche ich im folgenden Video zunächst den Dax. Anhand des Chart des Dow 30 möchte ich eine mögliche Korrektiv-Bewegung und die mögliche Chance für einen Long-Einstieg ansprechen. Beim Euro-Chart möchte ich zeigen, wie wichtig Trigger im Trading sind. Auch die aus aktuellem Anlass interessante Situation im britischen Pfund werde ich direkt am Chart ansprechen. Wollen Sie abgesehen von meinen täglichen Analysen im Trade des Tages noch viel mehr und vor allem aktuellere Trading-News von mir erhalten? Dann klicken Sie bitte an dieser Stelle und informieren Sie sich, welche interessanten Angebote ich für Sie bereit gestellt habe.

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Euro vs US-Dollar – die Trendwende schreitet voran

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Dollar Geldscheine - Euro vs US-Dollar in der Besprechung

Die Wahlen zum britischen Unterhaus sowie die jüngsten Statements der US-Notenbank bringen die Notierungen des Euro gegenüber dem US-Dollar wieder nach oben.

Euro holt Rückschlag schnell wieder auf

Der Euro war bereits drauf und dran, die 1,11-er Marke zum US-Dollar ins Visier zu nehmen, als Ende November überraschend gute Arbeitsmarktzahlen aus den USA den Kursanstieg der Gemeinschaftswährung vorerst stoppten.
Doch die jüngste Notenbanksitzung der US-Fed sowie die größere Klarheit in Sachen Brexit nach den Parlamentswahlen in Großbritannien geben dem Euro neuen Schwung und heben die Kurse über die 200-Tagelinie in Richtung 1,12 zum US-Dollar. Damit manifestiert sich charttechnisch und fundamental immer mehr eine Trendwende im weltweit wichtigsten Währungspaar.

Euro vs US-Dollar im Kursverlauf als Chart

Gelingt der Sprung über den Horizontalwiderstand bei aktuell ca. 1,1175, dann ist mit weiteren schnellen Kursanstiegen zu rechnen.

Zinsen, Wachstum, Inflation

Im kommenden Jahr dürfte sich der Trend hin zu weiter schrumpfenden Zinsdifferenz zwischen Euro und US-Dollar fortsetzen. Die massive Geldflutung durch die Fed, die um ein Vielfaches höher ist als die der EZB, dürfte ebenfalls Impulse für eine weitere Euro-Aufwertung bringen. Zumal sich auch die Wachstumsdifferenzen zwischen den USA und Europa weiter zurückbilden.
Das klare Bekenntnis der Fed zu anhaltend niedrigen Zinsen, verbunden mit einer Reduzierung der durchschnittlichen Zinserwartung für das kommende Jahr an Hand der Dot-Plots signalisieren den Märkten klar, dass die Zeit des Zinsvorteiles des US-Dollars sich dem Ende entgegen neigt.

Die Erwartung, dass die Fed die Zinsen wieder anheben würde, wird aktuell komplett ausgepreist. Selbst bei anziehender Inflation werden die US-Notenbanker nicht sofort reagieren, da sie ihre qualitative Geldpolitik, ebenso wie die EZB, auf ein sogenanntes „Symmetrisches Inflationsziel“ umgestellt haben. Die Fed muss nach diesem Konzept ihre Zinsen nicht sofort anheben, wenn das Inflationsziel (aktuell 2 Prozent) erreicht oder überschritten wurde. Erst, wenn die Inflation gemäß dem Core-PCE-Deflator solange über dem Zielwert liegt, wie sie vorher darunter gelegen hat, müsste mit Zinserhöhungen gegengesteuert werden. Damit ist auch in den USA eine Phase der anhaltend niedrigen Zinsen, relativ unabhängig von der Inflationsentwicklung, eingeläutet.

Die Annahme, die USA könnten sich geldpolitisch und konjunkturell dauerhaft vom Rest er Welt abkoppeln hatte ungerechtfertigterweise noch bis in den Herbst dieses Jahres hinein zu steigenden US-Dollar-Notierungen geführt. Spätestens seit der dritten Zinssenkung der Fed, gepaart mit der Auflage eines massiven Gelddruckprogramms in Höhe von 60 Mrd. US-Dollar monatlich zzgl. Repo-Markt-Interventionen in Höhe von 260 Mrd. US-Dollar denkt der Devisenmarkt nun um. Seit Mitte September hat die Fed im Rekordtempo ihre Bilanz um 324 Mrd. US-Dollar aufgebläht.

Die Tatsache, dass das Gelddruckprogramm der Fed aktuell fast achtmal so groß ist, wie das der EZB, liegt auch an dem deutlich höheren Schuldenstand der US-Regierung. Während die Staaten der Eurozone im Schnitt mit 84 Prozent des BIP verschuldet sind, liegt das Verhältnis von Staatsverschuldung zu BIP in den USA bei 108 Prozent – bei einer Neuverschuldung im laufenden Fiskaljahr (Oktober bis September) nahe 6 Prozent des BIP. Auch die Abkühlung der US-Konjunktur auf zuletzt nur noch 2,1 Prozent annualisiertes Wirtschaftswachstum bei einem gleichzeitigen Rückgang der Gewinne der US-Unternehmen diesem Jahr sprechen gegen den US-Dollar.

Moneyflow, Terminmarkt und Saisonalität

Schaut man sich die internationalen Kapitalströme an, dann waren die letzten drei Quartale geprägt von massiven Zuflüssen in den europäischen Aktienmarkt, der v. a. in Deutschland mit deutlich günstigeren Bewertungen im Vergleich zu den amerikanischen Pendants US-Investoren anlockte. Keine schlechte Entscheidung, wenn man zu den Kursgewinnen der deutschen Aktien noch die Währungsgewinne der letzten Monate dazu addiert.

Ein Blick auf die Terminmarktdaten zeigt ebenfalls ein Umdenken der Marktteilnehmer. Wetteten die großen Spekulanten bis Anfang Oktober an den Währungsterminmärkten noch mit Rekordvolumina auf einen weiter steigenden US-Dollar gegenüber den wichtigsten Handelspartnerwährungen (US-Dollar Index), hat sich dieses Volumen Stand letztem Dienstag fast halbiert.
Sehr konstruktiv sieht auch die Terminmarktsituation bei Euro vs. US-Dollar selbst aus, wo die großen Spekulanten (rote Linie im verlinkten Chart) nach wie vor massiv auf weiter fallende Euro-Kurse setzen, was eine Kontraindikation ist, während sich die kommerziellen Händler Richtung steigende Notierungen beim Euro positionieren (blaue Linie im verlinkten Chart).
Unter saisonalen Aspekten ist der Dezember ohnehin einer der besten Monate für den Euro vs. US-Dollar.

Fazit und Ausblick

Die Annäherung im Konjunkturzyklus der USA und Europas sowie die schrumpfende Zinsdifferenz bei gleichzeitig schneller steigender US-Dollar-Geldmenge sollte den Euro weiter im Aufwertungsmodus gegenüber dem Greenback halten.
Die ungleich höheren Defizite in den USA sowie die Auspreisung der US-Wachstums- und Zinsillusion werden auch im kommenden Jahr die Abwertung der Weltleitwährung fortsetzen. Damit bleibt die Perspektive nach dem Wegfall diverser positiver Sonderfaktoren für den US-Dollar klar: Steigen kann er, fallen muss er.

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Brexit: Der Wähler schafft Klarheit

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Symbolfoto für den Brexit

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Lieber Börsianer,

die Briten haben gestern an den Wahlurnen gesprochen und dabei die konservativen Tories mit einer unerwartet klaren Mehrheit ausgestattet. Die oppositionelle Labour-Partei wurde mächtig abgewatscht und erzielte ein historisch schlechtes Wahlergebnis. Auch die pro-europäischen Liberaldemokraten sind nicht zufrieden und konnten kaum hinzugewinnen. Nun haben wir Klarheit: Großbritannien will den Brexit und wird ihn aller Voraussicht nach am 31. Januar 2020 vollziehen. Damit geht ein 3jährige politische Hängepartie in Europa vorüber. Auch gerade auf dem Börsenparkett ist allenthalben die Erleichterung zu spüren. So legen heute Morgen die Aktien des britischen FTSE-Leitindex über 1,5 % zu. Die Briten-Aktie der National Grid, die ich hier in Börse am Mittag am 5. Dezember vorgestellt hatte, legt heute fast 6 % zu. Gestern schon, als die erste Nachwahl-Prognose durchsickerte, ging das britische Pfund im…..

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