Konjunkturdaten

Alle reden über das Wetter – nur wir nicht!

Wieder Katastrophendaten vom US-Immobilienmarkt – wieder ist das Wetter schuld

Wer sagte einst: „Alle reden über das Wetter, nur wir nicht“? Genau, Marx und Engels. Aber das ist lange her, und nun reden in den USA immer noch alle vom Wetter.

Das ist nämlich angeblich schuld an den extrem schwachen US-Immobiliendaten, die kürzlich veröffentlicht wurden. Den Anfang machten heute Mittag die US-Hypothekenanträge mit einem Rückgang um 16% (größter Rückgang seit 14 Monaten). Dann die ungleich wichtigeren Daten zu den US-Baubeginnen: ebenfalls -16% (größter Rückgang seit drei Jahren). Aber: der Vormonat wurde von -9,8% auf -4,9% nach oben korrigiert – was an den Märkten einen Freudensprung auslöste!

Auch die US-Baugenehmigungen fielen mit -5,4% deutlich stärker als erwartet (-1,1%). Und damit haben die Wetter-Erklärer so ihre Probleme: Baugenehmigungen (die man einfach einreicht) sind weitgehend frei von Wettereinflüssen.

Aber der Gipfel des Wetter-Paradoxons ist die Tatsache, dass im vom Winter überhaupt nicht getroffenen Westen des Landes die Baubeginne deutlich stärker als im Rest des Landes gefallen sind, nämlich um sage und schreibe 26% (!!).



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