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Als Donald Trump das Twittern gelernt hat – oder der Tag, an dem eine neue Gefahr für die Aktienmärkte entstand

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Es gab einmal einen jungen Mann im Imperium von Donald Trump, dessen Auftrag darin bestand, Trumps Gedanken mittels der neuen sozialen Medien in die Welt zu versenden, Justin Mc Conney.

Er war sein „Social Media Director“ in den Jahren 2011 bis 2017. Seine anstrengende Aufgabe lautete, Öffentlichkeitsarbeit (PR) für den computerscheuen Immobilienmogul zu betreiben, der wie immer sehr auf sein Image bedacht ist. Ein stressiger Job, denn Trump forderte von ihm sieben Tage die Woche und 24 Stunden täglich präsent zu sein, um seine Ideen zu kommunizieren. Er erkannte schnell, wie geschickt Barrack Obama die neuen Medien zu nutzen pflegte.

Dann kam der Tag, an dem er plötzlich ohne Hilfe seinen Twitter-Account mit den anfangs verfügbaren 140 Zeichen nutzen konnte, sehr zum Entsetzen seiner Berater. Mc Conney beschrieb dies scherzhaft so: „Der Tag war vergleichbar mit der Szene aus dem Hollywood-Film Jurassic Park, als Dr. Grant realisierte, dass es den Velociraptoren gelungen war, die Türen in der Station zu öffnen.“

Donald Trump nutzte fortan die neuen Medien im Wahlkampf, der ihn ins Präsidentenamt hievte.

Gleichzeitig war es die Geburtsstunde für eine neue Situation an den Aktienmärkten, die sich aus heutiger Sicht zu einer wahren Bedrohung entwickelt hat. Niemand kann antizipieren, was den Präsidenten umtreibt, wenn er um drei Uhr morgens erwacht und einen Tweet über seine „wirtschaftlichen Alpträume“ in die Welt hinausjagt.

15 Kommentare

15 Comments

  1. Avatar

    Michael

    17. Mai 2019 11:11 at 11:11

    Mein schlimmster Albtraum ist wahr geworden: Der Social Media Velociraptor, der sich um drei Uhr morgens in meine Träume und Gedanken schleicht… 😉

    Das beste wäre, seinen Account auf einen gespiegelten Twitter-Fake-Server in China oder Afrika umzuleiten, auf dem 24/7 rund um die Uhr Millionen schlecht bezahlte Zwangs-Fake-Twitterer seine geistigen Ergüsse kommentieren.

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      sabine

      17. Mai 2019 14:42 at 14:42

      Ich versteh dieses „Er ist selbstverständlich schlecht“-Bashing nicht. Letzte Woche mitten im offiziellen 1-Hilfe-Kurs des roten Kreuzes: „So leer wie der Kopf von Trump.“ Das sind doch Haßkommentare, die keine Gründe usw. nennen. Bei den Sozialisten Hitler und Stalin kann ich das verstehen, dieses „Er ist nur schlecht“. Aber bei Trump nicht.
      Friedensnobelpreisträger Obama: Seit dem 6. Mai 2016 ist er offiziell der US-Präsident mit den meisten Kriegstagen, berichtet die „NYTimes“, erzählt sogar der Spiegel in seinem „Bento“.
      https://www.bento.de/politik/krieg-barack-obama-ist-der-us-praesident-mit-den-meisten-kriegstagen-a-00000000-0003-0001-0000-000000567071
      Und Obama wollte dies. Anstatt die „die Bushkriege“, wie er vor dem Jan 2009 im Wahlkampf versprochen hatte, zu beenden, hat er die Kriegs-Beteiligung der USA von 2 auf 8 erhöht. Und den Drohnenkrieg massiv ausgeweitet. Zudem hinterließ er einen Schuldenberg von 8 Bill$. (Denn hat er nicht alleine aufgetürmt, aber gestört hat er ihn auch nicht!)
      Er hatte 2 Bush-Kriege übernommen, Afghanistan u.Irak, und hinzugefügt: Syrien, Pakistan, Uganda, Somalia, Jemen und Kamerun. Er hat zwar die Bodentruppen im Nahen Osten reduziert, aber den Drohnenkrieg massiv ausgebaut, von Ramstein aus. Auch werden private Spezialeinheiten ausgesendet, um Krieg zu führen. Und das Wettrüsten wieder angetrieben.
      Der von Bush mit Lügen begonnene Irakkrieg und der Sturz Saddam Hussein hinterließen ein Machtvakuum für die Terrorgruppen (IS, Daesh). Die IS ging dann zu Syrien über. Um die – durch US-Interventionen aufstrebenden Terroristen zu bekämpfen – startete Obama einen Luftkrieg im Irak und in Syrien. Dazu Einsätze von Bodentruppen. Beides ohne UN-Mandat, was die Kriege illegal machte.
      Will sagen, wo ist Obama gut und Trump schlecht? Nur weil er nicht so aalglatt wie ein deutscher Politiker ist?
      https://www.heise.de/tp/features/Im-Zweifel-eher-mit-Merkel-als-mit-Wagenknecht-3601757.html

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        Michael

        17. Mai 2019 15:52 at 15:52

        @sabine, und was haben Ihr 1-Hilfe-Kurs, Hitler und Stalin, Obama und seine Kriege, Bush, Merkel und Wagenknecht mit Tweetie’s frühmorgendlichen Kursmanipulationsversuchen zu tun?

        Das verstehe ich jetzt nicht…

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        leftutti

        17. Mai 2019 23:30 at 23:30

        @sabine, ich verstehe Ihr andauerndes Grünen-Bashing nicht. Bei jedem Thema leiten Sie oder Ihre hasserfüllten neo-konservativ-reaktionären Gesinnungsgenossen das Thema auf die Grünen um (siehe Ihren Link am Ende des Kommentares, der völlig zusammenhanglos und nicht nachvollziehbar zum eigentlichen Thema ein Resümee ziehen soll oder was auch immer).

        Wer sitzt in Deutschland eigentlich seit 1982, also seit 37 Jahren wie lange an der Macht? Richtig, es sind 30 Jahre CDU/CSU und 7 Jahre SPD/Grüne. Die Grünen dabei 1998 mit 6,7%, 2002 mit 8,6%.

        Realpolitik kann es also nicht sein. Mögen Sie die Ideen nicht?
        Was stört Sie an gesunder biologischer Landwirtschaft? Mögen Sie kein gesundes Essen und keine artgerecht gehaltenen Tiere? Mögen Sie kein sauberes Wasser und keine saubere Luft?
        Was stört Sie an Ökostrom? Mögen Sie Sonne und Wind nicht, stehen Sie auf Atom und Kohle?
        Was stört Sie an Klimaschutz? Stehen Sie auf Wetteranomalien, Stürme und Hitzeperioden?
        Was stört Sie an mehr Mitbestimmungsrecht des „kleinen“ Bürgers oder Angestellten, der in der Summe die überwältigend große Masse demokratischer Legitimation stellt? Stehen Sie auf Autokratie, Bürokratie, Kleptogratie, Oligarchie, Plutogratie oder Technokratie?

        Uuuupps! Da habe ich gerade ein paar Themen angerissen, die der, der Ihnen feuchte Polit-Träume beschert, gar nicht mag. Damit es sachlich bleibt, schlage ich vor, Sie antworten künftig inhaltlich und gedanklich nachvollziehbar auf den Artikel oder Kommentar. Oder Sie posten Ihre peinlichen und völlig verpeilten Antworten in Foren, die gerne und unreflektiert Ihren abschätzig-hasserfüllten Troll-Müll verbreiten.

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          sabine

          18. Mai 2019 13:18 at 13:18

          Ich wußte, daß den Blockwarts meine Meinung nicht gefällt, ich mein die, die täglich hier mehrmals schreiben, und immer darauf achten, daß man auf Spur ist.
          An Michael: „seine geistigen Ergüsse“ ist ein abwertendes Urteil.
          Bei Obama begründe ich, warum ich seine Politik schlecht finde. Bei Hitler und Stalin braucht man es nicht, ihre Bosheit ist gedankliches Allgemeingut.
          Und wo ist Begründung, daß Trump schlecht ist? Ich finde ihn nicht schlechter als Merkel, und über sie würde ich auch nicht mit dem üblichen Massenheulen herfallen.
          https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/rueckzug-aus-syrien-komplett-ueberrumpelt-von-trumps-alleingang-15950929.html
          Mein Chef hat mal gesagt, Trump lügt. Er konnte mir aber dann nicht konkretes Beispiel nennen. Braucht er auch nicht, das sagen doch alle (Qualitätsmedien hier in der EU).

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            leftutti

            20. Mai 2019 18:25 at 18:25

            Blockwart, liebe Sabine, ist aber auch ein abwertendes Urteil und hart an der Grenze zur Diffamierung und Beleidigung:
            https://de.wikipedia.org/wiki/Blockleiter#Bezeichnung_%E2%80%9EBlockwart%E2%80%9C
            https://www.mundmische.de/bedeutung/9809-Blockwart

            ich mein die, die täglich hier mehrmals schreiben, und immer darauf achten, daß man auf Spur ist.

            Meinen Sie damit etwa Leute, die in 8 Jahren etwa 35.000 Kommentare schreiben, also durchschnittlich 12 pro Tag, wobei es schon mal fast 90 pro Tag auch sein können. Und die in so manchem Tweet 15 Ausrufezeichen benutzen, um sicherzustellen, dass „man auf Spur ist“:
            https://www.stern.de/politik/ausland/datenanalyse-zu-donald-trump–wird-er-twitter-faul–7369262.html

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            Lars

            21. Mai 2019 16:44 at 16:44

            Es ist immer wieder erstaunlich, wenn Sympathisanten der rechtsradikalen bis -extremen Szene andersdenkende Menschen durch nationalsozialistische Titulierungen diffamieren, die schon per definitionem eigentlich ersteren zustünden. Ermöglicht werden ihnen diese verbalen Unverschämtheiten durch die, prinzipiell selbstverständlich äußerst begrüßenswerte, Toleranz zur Meinungsvielfalt seitens der FMW-Redaktion. Also durch eine Charaktereigenschaft, die von diesen Kreisen heute abfällig als „grün-linksliberal“ bezeichnet wird, während man sie gleichzeitig gerne und bereitwillig für die eigene Propaganda missbraucht.

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            Michael

            21. Mai 2019 23:52 at 23:52

            @sabine, Sie sind mir noch immer ein paar Antworten auf eine einfache Frage schuldig: Was haben Ihr 1-Hilfe-Kurs, Hitler und Stalin, Obama und seine Kriege, Bush, Merkel und Wagenknecht mit Tweetie’s frühmorgendlichen Kursmanipulationsversuchen zu tun?

            Bisher haben Sie nur auf Ihre eigenen Postulate bekräftigend geantwortet, ohne auf das Thema bzw. die Frage auch nur ansatzweise einzugehen. Ein An Michael: „seine geistigen Ergüsse“ ist ein abwertendes Urteil ist eine subjektive Einschätzung, vom Thema ablenkend und keine Antwort auf meine Frage. Selbst wenn wir Obama, Hitler und Stalin vom Spielfeld nehmen, verbleiben noch immer Bush, Merkel, Wagenknecht und die Grünen. Und die eigentliche Frage…

            Haben Sie nun eine Antwort oder nicht?

            Hochachtungsvoll, Ihr Blockwart

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          Harry von Hatt nix und Kriegt nix

          21. Mai 2019 06:21 at 06:21

          Sehr geehrter @ leftutti.Ich kann mich ihren Worten nur anschließen.Beleidigt wäre ich an ihrer Stelle nicht weil einige der Kommentare die man hier liest meiner Meinung nach grober Unfug sind.Die Kommentare gehen am Thema vorbei und spiegeln nur eine Ideologie wieder.Gruß Harry von Hatt nix und Kriegt nix

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          Put in

          21. Mai 2019 10:25 at 10:25

          @leftutti
          Für viele sind es nicht die Öko-Ideen der Grünen, sondern deren Vergangenheit.
          …Mögen Sie die Ideen nicht?
          Was stört Sie an gesunder biologischer Landwirtschaft? Mögen Sie kein gesundes Essen und keine artgerecht gehaltenen Tiere? Mögen Sie kein sauberes Wasser und keine saubere Luft?
          Was stört Sie an Ökostrom? Mögen Sie Sonne und Wind nicht, stehen Sie auf Atom und Kohle?
          Was stört Sie an Klimaschutz? Stehen Sie auf Wetteranomalien, Stürme und Hitzeperioden?…
          Das ist schön und gut aber da bleibt noch der Fall-Falkensteinkeller.
          Bevor Sie hier über die frische Luft der „Öko“-Partei schwadronieren, lesen Sie die Studie von Franz Walter, Stephan Klecha und Alexander Hensel von Göttinger Institut für Demokratieforschung „Die Grünen und die Pädosexualität“ aus dem Jahre 2013. Vielleicht verstehen Sie dann, warum diese Partei für viele keine Option ist, egal was die auch über die Umweltschutz von sich geben.

      • Avatar

        Michael

        20. Mai 2019 13:11 at 13:11

        @sabine, schon wieder Geschichtsrevisionismus, um die eigenen politischen Ideologien „beweisen“ zu können? In dem von Ihnen zitierten Artikel lese ich eher das pure Gegenteil: Syrien, Libyen und der Jemen waren unter Obama neu hinzugekommen – Bush hatte zuvor bereits in den anderen vier Ländern gekämpft. Einige Berichte gehen allerdings davon aus, dass unter Bush bereits im Jemen und sogar den Philippinen Angriffe geflogen wurden … Bush hatte Obama bei Amtsantritt 200.000 Soldaten in Afghanistan und im Irak überlassen. Heute sind nur noch etwas mehr als 4000 im Irak und knapp 10.000 in Afghanistan stationiert („New York Times“). Auch die US-Armeelager im Irak wurden geschlossen. (Politifact.com). Obama hat also sein Versprechen wahr gemacht, den Krieg im Irak zu beenden.

        Verbleiben also zwei Kriege bzw. militärische Beteiligungen in seiner 8-jährigen Amtszeit, die unter Obama neu angezettelt wurden. Der GröPaZ hat also noch 5,5 Jahre Zeit…

        Und nach Friedensfürst klingt die Bilanz des GröPaZ nach gut 2 Jahren auch nicht gerade: https://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-und-seine-anti-terror-strategie-weltweit-bomben-a-1186024.html
        https://www.nachdenkseiten.de/?p=44684
        https://www.zeit.de/politik/ausland/2017-10/us-luftwaffe-afghanistan-usa-bomben
        https://www.heise.de/tp/features/US-Militaer-wirft-staerkste-nicht-nukleare-Bombe-auf-Ziel-in-Afghanistan-ab-3685970.html

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    Columbo

    17. Mai 2019 12:19 at 12:19

    Die Aktienmärkte sind noch das kleinere Problem. Mit Twitter&Co kann man große Menschengruppen noch leichter als früher dazu bringen, Dinge zu tun, die sie eigentlich gar nicht tun wollten.
    Ohne Social Media hätte es beispielsweise keinen Brexit gegeben.

  3. Avatar

    Nico

    20. Mai 2019 19:36 at 19:36

    @leftutti. Ich denke Sabine meinte Blog-Wart, als Hüter der Korrektheit, oder was sie darunter versteht, des Geschriebenen in diesem Forum. ?

    • Avatar

      leftutti

      21. Mai 2019 13:23 at 13:23

      @Nico, aufgrund von Sabines Kommentaren, Ausdrucksweise und politisch-soziologischer Denkweise der letzten Jahre bin ich mir sicher, dass sie genau den Blockwart meinte, wie sie ihn auch be- und geschrieben hat.

      @Harry von Hatt nix und Kriegt nix, danke für den Zuspruch 🙂 Ich bin natürlich nicht im Ansatz beleidigt, weil ich genau wie Sie der Meinung bin, dass es sich um groben Unfug und reine Ideologie handelt. Notfalls zieht man auch mal 40 bis 50 Jahre alte Debatten um Einzelpersonen heran, um ganze Gruppierungen in heutiger Zeit zu diffamieren.

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Coronavirus: Rücksetzer der Aktienmärkte nicht kaufen!

„Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass das Virus sich als Lehman-Moment erweisen könnte“.

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Die Aktienmärkte haben wegen des Coronavirus scharf korrigiert – sollte man Rücksetzer kaufen? Wohl nicht. Warum nicht?

Das Coronavirus

Wenn man ein Gremium von Epidemiologen bitten würden, sich ein Virus vorzustellen, welches für eine schnelle globale Verbreitung und hohe Sterblichkeit optimiert ist, würden sie folgende Eigenschaften wählen:

1. Hochgradig ansteckend mit hoher Reproduktionsrate.
2. Neuartiger Virus, bei dem es keine Immunität durch früher aufgetauchte Viren gibt.
3. Diejenigen, die den Erreger tragen, können auch andere infizieren, während sie ohne Symptome, über einen längeren Zeitraum, d.h. 14 bis 24 Tage, sind.
4. Einige Träger werden nie krank und haben daher keine Ahnung, dass sie andere infizieren.
5. Das Coronavirus ist für anfällige Personen extrem tödlich, aber nicht so tödlich, dass die meisten Menschen sterben, bevor sie das Virus auf andere übertragen konnten.
6. Das Coronavirus kann über verschiedene Wege verbreitet werden, einschließlich Aerosole (Tröpfchen von Niesen/Husten), kurzer Kontakt (mit Hotelangestellten, Taxifahrern usw.) und Kontakt mit Oberflächen (Kreditkarten, Wasserhähne, Türgriffe usw.). Im Idealfall bleibt das Virus auf Oberflächen für längere Zeit, d.h. 7+ Tage, aktiv.
7. Die Infizierten, die sich erholen, können sich wieder anstecken, da die erworbene Immunität nicht 100%ig ist.
8. Infolge dieser und anderer Merkmale ist es schwierig, einen Impfstoff herzustellen, der zuverlässig vor einer Infektion schützt.
9. Die Tests zum Nachweis des Coronavirus sind nur begrenzt zuverlässig. Dazu kommt: bislang wurden vor allem in den USA kaum Neschen gestestet – in New York ganze sieben Menschen.
10. Die Symptome der Krankheit sind im Wesentlichen identisch mit weniger ansteckenden und Grippetypen, so dass Menschen, die sich mit dem Virus infizieren, möglicherweise nicht wissen, dass sie den neuartigen Erreger haben.

All diese Merkmale hat das Coronavirus – und deshalb wird es schwer sein es zu stoppen, da Wuhan im Januar viele Millionen von Menschen verließen während die Epidemie wütete und so das Virus in ganz China und der Welt verbreitete.

Die fragile Weltwirtschaft

Wenn wir nun ein Gremium von Wirtschaftsexperten bitten würden, sich ein globales Wirtschaftssystem vorzustellen, dass für die Anfälligkeit gegenüber externen Schocks wie durch das Coronavirus optimiert ist, würden sie wahrscheinlich diese Eigenschaften mit wählen:

1. Lange globale Lieferketten, bei der die erste Wertschöpfungskette schon nicht mehr weiß, wo einzelne Teile und Komponenten tatsächlich herkommen.
2. Just-in-Time-Lieferungen und begrenzte Bestände, die von einer komplexen Logistik abhängen, so dass jeder Schock schnell das gesamte Netzwerk unterbricht, wenn wichtige Knotenpunkte ausfallen.
3. Eine globale Lieferkette, die von Hunderttausenden von Zulieferern abhängig ist, die nicht über die Mittel verfügen, um die Mitarbeiter wochen- oder monatelang zu bezahlen, während die Fabrik stillsteht.
4. Eine globale Beschaffungskette, die von Hunderttausenden Fabriken mit hohen Schulden und Ausgaben abhängig ist, die geschlossen und gegebenenfalls nie wieder eröffnet werden.
5. Eine globale Konsumwirtschaft, die von der ständigen Ausweitung der Verschuldung abhängig ist.
6. Ein globales Finanzsystem, welches nur noch begrenzte Fähigkeit hat Ausfälle aufzufangen, wenn Lieferanten und Zombie-Unternehmen scheitern.
7. Eine mit Überkapazitäten belastete Weltwirtschaft.
8. Eine Weltwirtschaft, die von „dem Wohlstandseffekt“ steigender Aktien- und Wohnungsmärkte abhängig ist, um den Konsum zu steigern, so dass – wenn diese Blasen platzen – der Konsum einbricht.

Genau das sind die Merkmale unserer aktuellen Weltwirtschaft, die von steigender Verschuldung, riesigen Spekulationsblasen, anfälligen Lieferketten und konsumfreudigen Konsumenten abhängig ist.

Daher: die  Lage durch das Coronavirus ist keine Buy-the-Dip Situation – sondern eine Herausforderung für aktives Risikomanagement!

Der durchaus besonnene Präsident des Instituts für Weltwirtschaft, Gabriel Felbermayr, Beweretet die Corona-Epidemie wie folgt:

„Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass das Virus sich als Lehman-Moment erweisen könnte“.

Das Coronavirus trifft auf eine überschuldete Welt!

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Aktienmärkte: Die magische Anziehungskraft des 200-Tagedurchschnitts

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Wochenlang hatte eine extreme Stimmungslage die Aktienmärkte befeuert. Ein Fear & Greed-Index mit Werten, der fast einen ganzen Monat über extremen 90 Punkten notierte – und Aktienindizes, die überaus deutlich über ihren 200-Tagesdurchschnitten schwebten. Man fühlte sich sehr sicher und im Verlaufe der Wochen immer sicherer, schließlich ist 2020 ein Wahljahr und da würde Donald Trump mit seinem Helfer Jerome Powell schon für den richtigen Cocktail sorgen.

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Aktienmärkte: Übertreibungen, so alt wie die Börse

Der legendäre Investor André Kostolany brachte einst die Geschichte mit dem Herrchen und seinem Hund – im Zusammenhang mit der Börse. Der Hund verkörpert die Aktienkurse und sein Herr den 200-Tagesdurchschnittskurs. Das Tier läuft ständig auf und ab, um schlussendlich zu seinem Halter zurückzukehren. Das Ganze geht mitunter rasend schnell – vor allem, wenn sich das Tier zu weit vom Weg entfernt hat.

So geschehen in nur wenigen Tagen, in dem gehebelten Positionen auf der Long-Seite, eine hohe Investitionsquote und kaum Absicherungen auf den Terminmärkten eine riskante Gemengelage der Aktienmärkte provoziert haben. Viele Profis ahnten, dass dies nicht dauerhaft so weitergehen würde. „Fear of missing out und buy the dip“ hießen aber die Parolen, sogar noch zu Beginn der Krise in China um Covid-19. Man vertraute zunächst auf die Versicherungen durch die Notenbanken mit unerschöpflicher Liquiditätszufuhr und auf eine rasche Aufholjagd der chinesischen Wirtschaft in den Folgequartalen.

Italien drehte das Sentiment der Aktienmärkte

Dann kamen die Infektionsfälle in Italien am Wochenende, über 150 an der Zahl. Wirtschaft ist zumeist mehr als 50 Prozent Psychologie sagt man, im Fall einer nicht zu taxierenden Pandemie wohl noch deutlich mehr. Das Coronavirus war mit aller Macht fast im Herzen Europas angekommen, nur ein paar Hundert Kilometer von Deutschland entfernt. Was vor allem extrem verunsichert ist, dass man den „Patienten Null“ nicht ausmachen kann, der für die Verbreitung des Virus verantwortlich ist und auf den dann die Abwehrmaßnahmen zu stützen wären. Aktienmärkte hassen Unsicherheit, heißt es – und diese gibt es in der aktuellen Situation mehr als genug. Neue Fälle in Tirol, in der Schweiz, in Spanien, in Frankreich und aktuell auch in Deutschland – Corona ist in Europa angekommen.

Wie weit wird die Korrektur gehen?

Eine Frage für Hellseher, schließlich kann keiner die wirtschaftlichen Folgen abschätzen, die sich allein schon aus der Verhaltenspsychologie ergeben. Da ist nicht nur die Störung der Lieferketten durch den Großproduzenten China selbst zu nennen, sondern vor allem die Flug- und Tourismusbranche, die von einem Tag auf den anderen in eine Krise stürzen kann. Denn bereits einzelne Fälle von Covid-19 können zu so heftigen Quarantänemaßnahmen führen, dass der wirtschaftliche Schaden schon in kurzer Zeit evident ist. Italien steht sowieso schon mit einem Bein in der Rezession und jetzt hat es ausgerechnet das ökonomische Zentrum des Landes erwischt.

Die Regionen Lombardei und Venetien erzielen zusammen 31 Prozent der italienischen Wirtschaftsleistung, ungefähr 550 Milliarden Euro. Das prosperierende Norditalien steht außerdem für circa 40 Prozent des gesamten italienischen Exports.

Mehr und mehr werden sich die Aktienmärkte der möglichen wirtschaftlichen Konsequenzen bewusst, eine Korrektur von 10 Prozent wäre normalerweise schon lange fällig. Man war gestern an den Weltbörsen bei bisher gerade mal sieben oder acht Prozent Korrektur angelangt, von den USA bis nach China, außer Hongkong, wo man mit minus 11 Prozent bereits in einer Korrekturphase steckt.

Beim exportlastigen Dax sind es nur noch ein paar Pünktchen bis zur viel zitierten 200-Tageslinie (12630), die auch als symbolische Marke für einen Aufwärts- oder Abwärtstrend steht.

Alle Fälle hat sich die Schere zwischen Bewertungen der Aktienmärkte und der Fundamentalwirtschaft wieder etwas geschlossen. Sie ist auch zu einem Dolch mutiert – und zwar für diejenigen, die so „mutig“ mit Call-Optionen, vielleicht auch unter Inanspruchnahme eines Kredits, auf der Longseite unterwegs waren. Dies wurde schmerzlich korrigiert und über die Verluste wird es sicher bald Nachrichten geben.

Fazit

Die jetzt laufende Korrektur ist alles andere als eine Überraschung. Denn wie stark haben die Sentimentindikatoren im langjährigen Vergleich nach einer Abkühlung geschrien? Was aber stets aufs Neue überrascht, ist die Geschwindigkeit und Dynamik der Abwärtsbewegung. Während der S&P 500 mehrere Anläufe und über ein Jahr brauchte, um die Widerstandszone von 2900 bis 3000 Punkten zu überwinden, genügten nur drei Handelstage, um über 200 Indexpunkte auszupreisen.

Eines hat sich sich wieder einmal gezeigt: Neue Höchstkurse der Aktienmärkte ziehen Anleger an, so fundamental unlogisch es auch klingen mag, die mit jedem Tag sorgloser und gieriger werden. Was gibt es dafür nicht alles an platten Sprüchen: „Die Hausse ernährt die Hausse“, ist nur einer von vielen.

Unauslöschlich die Gier des Menschen vor allem an der Börse, aber genauso unweigerlich die Wirkung der Schwerkraft, wissenschaftlich “Reversion to the mean“ genannt. Was aber nicht bedeuten muss, dass wir bereits das Ende des 11-jährigen Wirtschaftszyklus sehen – schließlich befinden wir uns in einem Wahljahr und ohne Rezession wechseln die großen Kapitalsammelstellen nicht einfach in die Rentenmärkte. Die erzielbaren Renditen sind magerer denn je.

Allerdings besitzt der „Schwarze Schwan“ Coronavirus das Vermögen, genau so eine Schrumpfung der Wirtschaft in bedeutenden Volkswirtschaften auszulösen.

Vielleicht ist es den Notenbanken gar nicht so unangenehm, dass es die Aktienmärkte derzeit eine Korrektur aus einer Überhitzungen absolvieren, vor der einige Notenbanker schon gewarnt haben! So kann man sich auch den Vorwurf ersparen, bei unvorsichtigen Äußerungen eben so eine Korrektur herbeigeführt zu haben.

Ich habe in Ausblicken auf 2020 öfters die These vertreten, dass das neue Jahrein von Volatilität geprägtes für die Aktienmärkte werden könnte. Sicherlich wird man in Washington und bei der Federal Reserve aktuell intensiv darüber beraten, was man gegen einen tieferen Sturz der Aktienmärkte in den Status einer Korrektur (> 10 Prozent) unternehmen kann. Schließlich dürfte ein starkes Abschmelzen der Kurse an der Wall Street mit ihrer Marktkapitalisierung von über 35 Billionen Dollar den US-Aktionär hart treffen – auch die Mittelschicht – und dann würde der Konsum betroffen sein, die Stütze der schuldenfinanzierten Ökonomie in den USA. Und das in der beginnenden heißen Phase des Wahlkampfs 2020!

Die Aktienmärkte sind derzeit stark unter Druck

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Goldpreis, Aktienmärkte, Margin Calls! Videoausblick

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Die Aktienmärke scheinen im freien Fall zu sein (Nasdaq mit größtem Abverkauf seit 2016, Dow Jones seit Jnuar 2018) – aber der Goldreis steigt dennoch nicht mehr. Warum? Zuvor hatten sich Investoren mit dem Kauf von Gold abgesichert (nicht aber mit Puts auf die Aktienmärkte) – mit dem Abverkauf der Aktienmärkte aber mußten viele offenkundig einem Margin Call zuvor kommen und verkauften daher die im Plus liegenden Positionen in Gold. Damit zeigt sich nun ein gefährliches Muster: wenn der Goldpreuis trotz fallender Aktienmärkte nicht mehr steigt, dann zeigt das eine breitflächige Enthebelung an. Die Flut hebt alle Boote – aber wenn die Flut der Ebbe weicht, sieht man, wer nackt gebadet hat, lautet eine Börsenweisheit..

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