Folgen Sie uns
  • Club der Trader
  • Börsenseminar
  • marketsx

Aktien

Bei einem Börsencrash: EU-Behörden planen Entmündigung der Fondsanleger

Was passiert bei einem Börsencrash? Die Kurse fallen zügig, weil immer mehr Anleger in Panik verkaufen. Die Panik der Anleger kann der Auslöser für den Absturz sein, oder sie kann den Absturz als „Nachbrenner“ beschleunigen. Denn Anschlussverkäufe von in Panik geratenen…

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Haben Sie schon mal etwas vom Europäischen Ausschuss für Systemrisiken (ESRB) gehört? Das ist eine Art Plauder- und Diskutier-Runde von Notenbankern und Wissenschaftlern aus Europa. Den Vorsitz hat, ohhh Wunder, unser oberster Notenbanker Mario Draghi. Aber die Politik ist angehalten die Ratschläge beziehungsweise Vorschläge des ESRB zu befolgen. Denn er wurde nach der Finanzkrise gegründet, um frühzeitig neue Gefahren zu erkennen, damit keine neue Finanzkrise entsteht, womit auch die Prävention vor einem erneuten Börsencrash gemeint ist.

Der Börsencrash

Was passiert bei einem Börsencrash? Die Kurse fallen zügig, weil immer mehr Anleger in Panik verkaufen. Die Panik der Anleger kann der Auslöser für den Absturz sein, oder sie kann den Absturz als „Nachbrenner“ beschleunigen. Denn Anschlussverkäufe von in Panik geratenen Privatanlegern verschärfen die Abwärtslawine, und die Preise fallen immer weiter. Wie also, ja wie kann der ach so schlaue ESRB mit all seinen Experten so einen neuen Börsencrash verhindern?

Haben Draghi und Co aus ihrem Unterbewusstsein den sozialistischen Grundgedanken wieder hervorgekramt, den sie in den letzten Jahren schon anwendeten? Denn das Fluten der Märkte mit Billionen gedruckter Euros war eine krasse von Notenbanken herbeigeführte Hausse, die nichts mit freien Marktschwankungen zu tun hatte (etwas vereinfacht ausgedrückt). Es war eine von oben verordnete Marktverzerrung, um Krisen und Kursabstürze im Keim zu ersticken. Und was würde ebenfalls zum sozialistischen Gedankengut passen?

Großer Treue Bonus von FMW

Richtig, die Bevormundung des Bürgers, und dessen Entmündigung. Denn der Staat weiß es ja besser, und der Bürger ist dumm. Ihm muss geholfen werden, denn er weiß ja nicht, was richtig ist, und was falsch. Getreu nach dem Motto wird man sich beim ESRB vielleicht gesagt haben: Das ist die Lösung, erteilen wir einem neuen Crash doch einfach eine von oben angeordnete Absage, und entmündigen wir die Anleger – denn die handeln ja nicht rational in einem Börsencrash-Szenario. Das mag stimmen, aber sollte es nicht in einem freien Markt und in einer freien Gesellschaft jedem Individuum überlassen sein, Fehler zu machen oder kräftig Geld zu verdienen? Aber wie will der ESRB diese Endmündigung umsetzen?

Die geplante Endmündigung

In ihrem aktuellsten Bericht hat der ESRB Investmentfonds (gemanagte Aktienfonds, Indexfonds etc) als Systemrisiko ausgemacht, weil dort eben so gigantisch große Geldmengen liegen, die am Markt investiert sind. Geraten die Fondsanleger in Panik und verkaufen ihr Anteile, rutschen die Kurse. Dem Anleger, der direkt Aktien bestizt, kann man nicht verbieten die Aktien direkt an der Böres zu verkaufen. Aber vielleicht, so haben sich die Damen und Herren beim ESRB gesagt, kann man ja die Fonds regulieren?

So schlägt der ESRB vor, dass Behörden in Europa zukünftig in „Notlagen“ (also vor oder bei einem Börsencrash) den Anlegern den sofortigen und vollständigen Verkauf ihrer Fondsanteile verbieten können. Zumindest solle die Möglichkeit geschaffen werden, dass Verkäufe von Fondsanteilen zeitweise ausgesetzt werden. So will man die Lawine an Verkaufsorders bremsen. Dann müssten Fondsanleger den fallenden Kursen zugucken, hilflos, staatlich verordnet. Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit wie nach dem Börsencrash 2008 groß, dass die Kurse auf ganz lange Sicht weiter steigen, aber sicher ist das nicht!

Die EU-Kommission müsste diesen Vorschlag aufnehmen, und er müsste in Gesetze gegossen werden. Man darf aber durchaus annehmen, dass man den Ratschlägen von Draghi und Co folgen wird. Der angeblich mündige Bürger/Anleger weiß eben selbst nicht, was gut für ihn ist!

Geschlossene Immobilienfonds

Jetzt könnte man argumentieren: Aber meine Güte, bei Geschlossenen Immobilienfonds kommen Anleger auch nicht sofort an ihr Geld. Der Vergleich hinkt aber gewaltig. Denn es ist ja logisch. Der Immobilienfonds kann Häuser und Bürogebäude nicht mal eben so über Nacht verkaufen, nur weil zahlreiche Anleger sofort ihr Geld ausgezahlt haben wollen. Und Anleger, die einen Geschlossenen Fonds kaufen, wissen im Vorhinein schon per Produktbeschreibung, dass sie einer Verkaufsbeschränkung unterliegen. Ihnen ist dies auch bedingt durch das Anlageprodukt logisch erklärbar! Bei Aktien ist ein Verkauf über die Börse aber jederzeit problemlos möglich, womit Aktienfonds sofort liquidierbar sind, und (so finden wir) auch bleiben sollten.


EZB-Chef und ESRB-Vorsitzender Mario Draghi. Foto: EZB

15 Kommentare

15 Comments

  1. Masud79

    9. März 2018 13:44 at 13:44

    Endmündigung ?? liebe FMW Redaktion.. ihr seid eine Redaktion !

    • Hinterfrager

      9. März 2018 14:25 at 14:25

      End-Mündigung als logische Komponente eines End-Spiels. Mit „Märkten“ hat der ganze Megainterventionismus bereits seit 2008 überhaupt nix mehr zu tun! Da sind Planungen wie diese nur folgerichtige Zwischenschritte und -resultate eines alles aushebelnden Totalitarismus, der sich gegen wirtschaftsmathematische Gesetzmäßigkeiten zu stemmen versucht – vergeblich, wie immer! Denn irgendwann muss definitiv ausgebucht werden…

  2. Werner

    9. März 2018 13:55 at 13:55

    Fazit: Finger weg von Fonds!

  3. Björg

    9. März 2018 14:02 at 14:02

    würde dies auch bei ETF der Fall sein?

  4. bigben

    9. März 2018 14:58 at 14:58

    ahso, aber kaufen darf ich natürlich, so ein schwachsinn …

    wenn recht zu unrecht wird …

    in diesem sinne, ein geruhsames we

  5. Jana

    9. März 2018 16:36 at 16:36

    es ist wirklich schlimm – von freien Märkten entfernt man sich immer mehr……
    ich finde auch das Pleiten absolut mit dazu gehören zu einem System……“to big to fail“ Begründungen führen dazu, dass man sich alles erlauben kann und ohne Grenzen hohes Risiko eingehen kann – am Ende wird ja schon der Staat einspringen……schlimm

  6. Wutbürger

    9. März 2018 22:38 at 22:38

    Alle Fondsanteile sofort raus! Eine andere Antwort kommt da nicht mehr in Frage!

  7. Siggi

    10. März 2018 08:19 at 08:19

    Das gleiche gilt für alle anderen Wertpapiere ebenso egal ob Aktie, etf oder derivat.

  8. druckerpresse

    10. März 2018 12:06 at 12:06

    Die logische Konsequenz ist das Verkaufen der Fonds vor der Regulierung und Halten von physichem Gold und dann abwarten bis der verriegelte Aufzuf mit den Fondsanlegern in den Keller kracht.

    • Wutbürger

      11. März 2018 00:08 at 00:08

      Wenn das ganze Papierkartenhaus zusammenkracht, dann geht auch Gold und Silber erst mal kräftig runter, denn das wird notverkauft, um die Papierlöcher zu stopfen (Lombardkredite!).

  9. Hans Hartmann

    19. Juni 2018 15:34 at 15:34

    Denkt man mal logisch darüber nach, dann werden Anleger denen man verbietet ihre Anteile in Krisenzeiten zu veräußern die nächstmögliche Gelegenheit ergreifen um ihre Anteile zu einem späteren Zeitpunkt zu verkaufen. Das bedeutet also das man letzten Endes die Krise mit so einer Entscheidung bloß herauszögern würde. Außerdem gibt es heute (im Jahr 2018) eigentlich recht wenige Fondsanleger (zum Beispiel im Verhältnis zu den USA), weshalb man mit so einem Schritt im Grunde genommen auch nicht viel erreichen würde.

    Deswegen kann ich mir wirklich beim besten Willen nicht vorstellen, dass diese Idee einmal wirklich umgesetzt werden könnte

  10. Altbär

    19. Juni 2018 16:47 at 16:47

    Die Notenbanken haben Anleger mit ihrer Geldpolitik praktisch in Aktienanlagen gezwungen.
    Tina lässt grüssen.War doch eine wunderbare Zeit, man musste eben nur kaufen.Wir verschmähten Bären
    wurden doch ewig nur verhöhnt.
    Irgendwann kommt der Zeitpunkt wo natürlich alle am Höhepunkt die BUCHGEWINNE In reale Gewinne tauschen möchten. Einigen wird das auch gelingen, einige werden auch wieder von den Hunden gebissen.
    Wenn ein Aktienvolumen, das in zehn Jahren Hausse aufgebaut wurde, in kurzer Zeit verkauft werden möchte gibt es ein Problem, das noch niemals so gross war wie bei der nächsten Baisse.
    Wenn die Notenbanken die Hausse künstlich getrieben haben, werden sie vielleicht auch die Verkäufe künstlich mit Kontgenten regeln !!!

  11. Beobachter

    19. Juni 2018 17:12 at 17:12

    Anscheinend ist es den Börsentreibern nicht mehr so wohl, wenn man solche Szenarien diskutiert.
    Die tiefen Zinsen hätten ja den Zweck gehabt mit billigen Krediten die Wirtschaft zu stimulieren.Stattdessen ist doch dieses billige Geld ohne Umweg in die Finanzindustrie geflossen. Da dieses ungewollte Spiel seit Jahren falsch läuft, HÄTTE MAN FRÜHER REAGIEREN MÜSSEN..
    Jetzt haben wir:
    –Aktien u.Anleihen auf Rekordhoch
    –Schulden auf Rekordhoch
    –geopolitische Probleme
    –Handelskrieg
    – wahrscheinlich abflachende Weltwirtschaft
    Jetzt könnte nur noch eine ausserirdische Notenbank helfen, die allen irdischen Notenbanken die faulen Geldanlagen abkauft.
    Nach hunderten von Short Squeezes ,die die Bären zum Verzweifeln brachte, könnte auch bald
    EiN LONG– Squeeze die Runde machen

  12. SVEN UNGLAUBE

    28. November 2018 12:31 at 12:31

    Dieses mal Laufen Kunden von ETFs und Kunden von INVESTMENTSFONDS in die FALLE !!!!

    Die EU, EZB, ECB IWF, IMF, Bafin, Bundesbank und Weltbank haben Gesetzliche Vorschriften erlassen dass im Falle eines SCHWEREN BÖRSENCRASH der VERKAUF\AUSZAHLUNG von Investmentsfondsanteilen an die Kunden VERBOTEN IST bzw VERBOTEN WERDEN KANN !!!! und gilt auch Sogar im Falle dass Alle Aktien, Anleihnen, Investmentsfondsanteile vollständig WERTLOS WERDEN durch den BÖRSENCRASH !!!!! Sieht so aus wie dass DIE dieses mal vorallem die INVESTMENTFONDSKUNDEN ausrauben und ausplündern !!!!!

    • Columbo

      28. November 2018 14:05 at 14:05

      Ein Goldverbot hingegen interessiert niemanden mehr. Tempora mutantur.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Goldminen – so bauen Sie ein Startportfolio auf

Veröffentlicht

am

Aktien von Goldminen gehören aktuell mit zu den spannendsten aber auch anspruchsvollsten Investments. Bei der Auswahl der Einzeltitel und der Zusammensetzung eines Aktienportfolios gilt es daher einige wichtige Besonderheiten zu beachten.

Goldminen – kein gewöhnliches Geschäft

Unternehmen, die wie Goldminen, Rohstoffe fördern, gehören zum Primärsektor einer Wirtschaft (Rohstoffgewinnung und Landwirtschaft). Die Bewertung solcher Unternehmen erfolgt an Hand spezifischer Kennziffern. Bei klassischen Aktiengesellschaften werden der Gewinn und der Buchwert ins Verhältnis zum Börsenwert gesetzt (KGV u. KBV). An Hand der Gewinndynamik (PEG) und der Dividendenrendite kann man diese Aktien dann mit anderen Aktien des gleichen Sektors (Peer Group) auf ihre Attraktivität hin vergleichen. Bei Goldminen greifen diese Parameter zu kurz.

Das Geschäftsmodell der Goldminen weist einige wesentliche Unterschiede zu Unternehmen aus dem Industrie- oder Dienstleistungssektor auf. Die Ressourcen einer Mine sind endlich und irgendwann ausgeschöpft. Dies kann fünf Jahre dauern oder 50 Jahre. Für die Existenz des Minenunternehmens ist es daher essenziell, permanent auch zukünftiges Geschäft durch Exploration oder Akquisition neuer Ressourcen zu sichern.

Entscheidend für ein Minenunternehmen sind zudem die Rohstoffpreise (z. B. der Goldpreis). Steigen diese an, können die Ressourcen gewinnbringend gefördert und verkauft werden. In dem Fall wandeln sich die nachgewiesenen Ressourcen in wirtschfatlich förderbare Reserven um. Die Reserven einer Mine sind daher für den Wert einer produzierenden Mine wichtiger als die Ressourcen. Explorern, die für ein Startportfolio nicht geeignet sind, ist es anders herum.

Ein Goldminen-Unternehmen sollte nicht höher als mit 50 Prozent der Reserven bewertet sein, also dem Gegenwert des Goldes im Boden.

Produktionskosten

Besonders wichtig zur Beurteilung der Rentabilität eines Minenunternehmens sind die Kosten, zu denen das Metall gefördert werden kann.

Die Cash Costs (CC) pro Unze Gold geben Aufschluss darüber, zu welchen operativen Kosten ein Minenunternehmen das Metall fördert.

Die umfangreichste Erfassung aller Kosten erfolgt durch die All In Sustaining Costs (AISC). Darin enthalten sind nicht nur die operativen Kosten der Goldförderung, sondern auch die für die Renaturierung und das Auffinden bzw. Ankaufen neuer Ressourcen aufzuwendenden Kosten. Das Unternehmen will ja auch nach dem Ausbeuten einer Mine weiter existieren und benötigt dazu neue Abbaugebiete.

Umso tiefer die AISC pro Unze Gold (31,1 Gramm) unter dem aktuellen Goldpreis liegen, umso sicherer ist das Investment in Bezug auf ein Insolvenzrisiko. Bei solchen Minen kann man davon ausgehen, dass sie über ausreichend freien Cashflow verfügen und einen geringen Kapitalbedarf aufweisen. Außerdem agieren sie betriebswirtschaftlich nachhaltig (Sustaining).

Basis-Investment

Im Einkauf liegt der Gewinn. Diese Kaufmannsweisheit gilt im Bergbausektor ganz besonders für die Minenfinanzierer. Diese Unternehmen sind eine Mischung aus Bank, Risikokapitalgeber und Metallhändler. Die im Fachjargon Streamer bzw. Royalties genannten Unternehmen geben Kapital als Vorfinanzierung z. B. an eine Kupfermine. Im Gegenzug erhält der Streamer den Strom an Bei-Produkten, die bei der Kupferförderung mit anfallen, wie z. B. Gold oder Silber.

Der Betreiber der Kupfermine kann mit dem Geld sein Kerngeschäft, die Kupfermine, in Betrieb nehmen. Finanziert wird der Minenaufbau durch den Vorschuss vom Streamer auf den „Beifang“ (Gold, Silber etc.). Der Streamer kümmert sich anschließend auch um die Vermarktung des Metalls. Der Vorteil für den Minenbetreiber ist, dass er für die Inbetriebnahme der Mine kein Fremdkapital aufnehmen und auch keine neuen Aktien ausgeben muss, was das Aktienkapital verwässern würde. Die Liquidität des Unternehmens wird geschont. Der Streamer kommt im Gegenzug sehr günstig an z. B. Gold und Silber (bis zu 80 Prozent unter dem Marktpreis).

Royalty-Verträge funktionieren ähnlich. Die Minenfinanzierer schließen Kontrakte mit Minenkonzernen ab und übernehmen die Vorfinanzierung der Mine aus eigenen Mitteln, vergleichbar einem Risikokapitalgeber. Im Gegenzug erhält das Royalty-Unternehmen aber keine Unternehmensanteile, sondern partizipiert an den Verkaufserlösen, sobald die Mine in Produktion geht.

Da sich die Minenfinanzierer nicht um die Renaturierung und die Erweiterung der Ressourcen kümmern müssen, sind für die Gewinnspanne dieser Unternehmen nur die Cash Costs pro Unze Gold relevant.

Das Geschäftsmodell ist sowohl für die Minen als auch für die Finanzierer so vorteilhaft, dass es sich in den letzten Jahren deutlich ausgeweitet hat. Durch ihre sehr hohen Gewinnmargen und die damit verbundene sehr investorenfreundliche Dividendenpolitik, sind die Aktien der Minenfinanzierer sehr gut für ein Startportfolio geeignet.

Goldminen mit reduziertem Risiko

Ein wesentlicher Bestandteil eines Minenportfolios für Einsteiger sollten Minenunternehmen sein, die zu sehr moderaten Kosten Gold und Silber fördern. Idealerweise sollten diese Minen in politisch und sozial stabilen Regionen mit hoher Eigentumssicherheit liegen. Die Schuldenquote sollte gering und der freie Cashflow hoch sein. Wichtig ist darüber hinaus die Expertise des Managements, deren Reputation außer Frage stehen sollte (Weiße Weste), sowie die Ownership des Managements (Beteiligung am Unternehmen).

Handelbarkeit und Liquidität

Damit die Aktien zu günstigen Transaktionskosten erworben werden können, empfiehlt es sich, nur in Goldminen-Werte zu investieren, die auch in Deutschland, z. B. in Berlin, Stuttgart oder Frankfurt, gehandelt werden. Ein Primär-Listing der Aktien sollte aber auch an den größten Handelsplätzen der Welt für Minenaktien gegeben sein: an der Toronto Stock Exchange (TSE) bzw. an der New York Stock Exchange (NYSE) oder im US-Computerhandel (NASDAQ). Damit ist die potenzielle Nachfrage der Investoren deutlich höher, als wenn ein Listing z. B. nur in London vorliegt.

Musterportfolio

Mehr als zehn Aktien machen in einem Startportfolio für Privatanleger wenig Sinn. Die Balance zwischen Risikostreuung und Übersichtlichkeit in Sachen Unternehmensnews bleibt so gewahrt.

Weniger als fünf Aktien sollten unter dem Aspekt des Klumpenrisikos jedoch nicht allokiert werden.

Das unten dargestellte exemplarische Musterportfolio zeigt eine Beispielallokation aus Minenfinanzieren, Gold- und Silberminen. Deses beispielhafte Startportfolio ist jedoch nicht als Anlageempfehlung zu verstehen. Die potenziellen Risiken bei Minenunternehmen sind erheblich und reichen von unternehmensspezifischen Risiken (Betrug, Missmanagement, Pech, etc.) über politische Risiken (Enteignung, Teilenteignung, Lizenzentzug, Auflagenerhöhung etc.), soziale Risiken (Streiks, Unruhen, etc.) bis hin zu höherer Gewalt (Grubenunglücke, Kriege, Naturkatastrophen, etc.). Lassen Sie sich daher bitte vor einem Investment von fachkundigen Anlagestrategen individuell beraten.

So könnte ein Portfolio für Aktien von Goldminen aussehen

Fazit:

Wenn Sie sich für Minenaktien interessieren, sollten Sie sich mit der Materie und den Spezifika dieses Sektors beschäftigen. Die Aussichten für Minenunternehmen verbessern sich zunehmend in einem Umfeld steigender Edelmetallpreise, globaler Geldschwemme und historisch niedrigen Zinsen. Doch auch die Risiken sind nicht zu unterschätzen, weshalb eine Streuung über mehrere Unternehmen, Förderregionen und Metalle (Gold, Silber, Palladium, Platin) sinnvoll ist. Viele Minenaktien sind bereits nach konventionellem Bewertungsmaßstab recht hoch bewertet, weshalb dem Investment in diesen Sektor eine positive Erwartungshaltung in Bezug auf weiter steigende Edelmetallpreise zugrunde liegen sollte. Bitte lassen Sie sich professionell beraten, welcher Anteil an Minenaktien gemessen an Ihrem liquiden Vermögen für Sie in Frage kommt.

 

Eine Goldmine in Australien

weiterlesen

Aktien

Die aktuelle Börsenlage nach der US-Zinssenkung + Analyse Adidas und Lufthansa

Veröffentlicht

am

Von

Wie ist die Börsenlage nach der Zinssenkung der US-Notenbank Federal Reserve? Manuel Koch bespricht die aktuelle Lage mit Sissi Hajtmanek. Auch besprochen werden aktuelle Chancen für die Aktien von Lufthansa und Adidas.

marketsx

Werbung

weiterlesen

Aktien

Aktuell: Commerzbank-Aktie steigt, neue Entlassungen stehen an

Veröffentlicht

am

Von

Vor wenigen Minuten hat die Commerzbank Eckdaten für ihr Strategieprogramm „Commerzbank 5.0“ veröffentlicht. Hauptsache jede Entlassungswelle hat einen neuen schicken Namen? Aber nein, sicher geht es dabei nicht nur um Entlassungen. Brutto soll es 4.300 Stellenkürzungen geben, dank Neueinstellungen netto aber nur 2.300. Wohl weil zu viel getuschelt wurde, macht die Commerzbank jetzt schon mal diese Vorabmeldung. Erst Mitte nächster Woche werden die Ideen mit dem Aufsichtsrat besprochen. Aber hej… wenn man schon mal so konkrete Aussagen macht wie die folgenden, dann wird es wohl auch so kommen? Die Aktie der Commerzbank freut sich jedenfalls aktuell. Der Kurs sprang vorhin von 5,79 auf 5,90 Euro.

Werbung

Sollten Sie die Commerzbank-Aktie jetzt kaufen? Sichern Sie sich die exklusive Commerzbank Sonderanalyse mit konkreter Handlungsempfehlung. Klicken Sie jetzt hier und sichern Sie sich über diesen Link die aktuelle charttechnische und fundamentale Analyse zur Commerzbank-Aktie kostenlos.

Commerzbank Tower in Frankfurt
Commerzbank-Tower in Frankfurt. Foto: pixabay / khfalk

Hier der wichtigste Teil der Inhalte im Wortlaut von der Commerzbank:

Die Commerzbank stellt sich mit ihrem neuen Strategieprogramm zukunftssicher auf. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden liegt der Schwerpunkt auf dem Ausbau des Mobil-Kanals und der Zusammenführung der comdirect bank Aktiengesellschaft („Comdirect“) mit der Commerzbank. Das Filialnetz bleibt eine feste Säule der Strategie. Im Segment Firmenkunden soll der Vertrieb insbesondere auch in der Mittelstandsbank gestärkt werden.

Im Zuge der neuen Strategie soll umfangreich in Technologie investiert werden. Vorgesehen ist insgesamt ein Investitionsvolumen von rund 1,6 Milliarden Euro. Davon sollen voraussichtlich 750 Millionen Euro auf zusätzliche Investitionen in Digitalisierung, IT-Infrastruktur und Wachstum und weitere 850 Millionen Euro auf Restrukturierungskosten für einen notwendigen Stellenabbau sowie geplante Anpassungen im Filialnetz entfallen. Mit rund 800 Filialen, also rund 200 weniger als heute, bleibt das Institut flächendeckend in Deutschland präsent.

Ein weiterer konzernweiter Stellenabbau ist leider unvermeidbar. Es würden zusätzlich voraussichtlich rund 4.300 Vollzeitstellen im Konzern wegfallen. Durch den geplanten Aufbau von rund 2.000 Vollzeitstellen in strategischen Bereichen würde sich der Stellenabbau im Konzern voraussichtlich netto auf rund 2.300 Vollzeitstellen belaufen.

Kursverlauf der Commerzbank-Aktie seit Anfang der Woche
Kursverlauf der Commerzbank-Aktie seit Anfang der Woche.

weiterlesen
Bitte abonnieren Sie unseren Newsletter.


Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen