Aktien

BES – und der Retter ist… der EU-Steuerzahler

Von Claudio Kummerfeld

Kurz nach dem DeFacto-Kollaps der Banco Espirito Santo wurde verkündet, Investoren stünden bereit sofort genug frisches Geld reinzupumpen. Es tat sich nichts, bis jetzt.

Wie sich herausstellt, handelt es sich bei den Investoren wie sonst auch bei Bankpleiten um die Steuerzahler, und zwar um die europäischen Steuerzahler. Zwar nur indirekt, aber egal. Die portugiesische Zentralbank gab bekannt, dass 4,9 Mrd Euro in die Bank gepumpt werden sollen um eine wirtschaftliche Negativspirale für das Land zu verhindern. Laut Zentralbank sollen für „Staat und Bürger“ keine Kosten entstehen; 500 Mio sollen aus einem portugiesischen Bankenrettungsfonds kommen, die restlichen 4,4 Mrd aus einem ehemaligen EU-Rettungsfonds, in dem noch genug Geld vorhanden war für Portugal.

Die Aktie bleibt weiter ausgesetzt, wird wohl von der Börse verschwinden. Die Bank soll unter neuem Namen weiterfirmieren, Altaktionäre und Anleiheinhaber werden wahrscheinlich einen Großteil Ihrer Investition verlieren.



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