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Fed-Chef Powell und der Black Friday Bitcoin fällt nach Fed-Schock unter 20.000 Dollar

Bitcoin und der Fed-Schock

Fed-Chef Powell hat nicht nur die Aktienmärkte geschockt, sondern auch Risiko-Assets wie Bitcoin unter Druck gebracht. Powell hatte klar gestellt, dass die Fed – anders als die Aktienmärkte erwartet hatten – absehbar nicht an eine Zins-Senkung denke und dabei auf historische Erfahrungen verwiesen. Alleine die dreimalige Erwähnung des ehemaligen Fed-Chefs Paul Volcker bei Powells Rede in Jackson Hole zeigt, dass der aktuelle Fed-Chef es mit der Bekämpfung der Inflation ähnlich ernst meint wie Paul Volcker, der damals die Zinsen stark angehoben hatte.

Aktienmärkte und Bitcoin nach Powell-Rede unter Druck

Die Aktienmärkte erlebten am Freitag daher einen kleinen „black friday“ mit starken Verlusten. Aber auch der Kryptomarkt kommt unter Druck – Bitcoin fiel zwischenzitlich unter die Marke von 20.000 Dollar.

Dazu schreibt Bloomberg:

Kryptowährungen spiegelten die globalen Märkte wider und gaben nach, nachdem Jerome Powell vor einer verfrühten Lockerung der Geldpolitik gewarnt hatte – wobei Bitcoin unter das untere Ende der engen Spanne fiel, in der er sich in den vergangenen zwei Wochen bewegt hat.
„Powells Eingeständnis, dass es Schmerzen geben wird, bevor es eine Erleichterung gibt, ist ziemlich hawkish“, sagte Josh Olszewicz, Leiter der Forschung beim Digital Asset Fund Manager Valkyrie Investments.

Die größte Kryptowährung fiel am Samstag um 14:40 Uhr in Singapur um 3,4 % auf 19.947,32 $ und damit zum ersten Mal seit dem 14. Juli unter die Marke von 20.000 Dollar. DeR Kursverlust bei Bitcoin beträgt damit seit Jahresbeginn 57 %. In der vergangenen Woche hatte sich Bitcoin in einer Spanne zwischen diesem Niveau und etwa 22.000 Dollar bewegt.

Ethereum fiel um bis zu 5,5% auf $1.471,41. Solana und Avalanche schnitten mit einem Minus von 6,4 % bzw. 6,9 % noch schlechter ab.

Bitcoin fiel zum ersten Mal seit Mitte Juli unter 20.000 Dollar

Dennoch sind einige Analysten der Meinung, dass das jüngste Handelsmuster eine Kaufgelegenheit darstellt:

„Der Durchbruch vom Freitag sieht wichtig und kurzfristig negativ aus, sollte aber mit Kaufgelegenheiten bis Anfang September einhergehen, da die Zyklen bullisch bleiben und höhere Preise bis November 2022 prognostizieren“, sagte Mark Newton, technischer Stratege bei Fundstrat, in einer Notiz am Freitag.

Powell, der Vorsitzende der US-Notenbank, signalisierte, dass die US-Notenbank die Zinssätze wahrscheinlich weiter anheben und für eine Weile auf einem hohen Niveau belassen wird, um die Inflation zu bekämpfen. Dabei wies er jede Vorstellung zurück, dass die Fed ihren Kurs bald ändern würde. Niedrige Zinsen werden als einer der Katalysatoren gesehen, die Anleger während der Covid-Sperren in Kryptowährungen wie Bitcoin treiben.

FMW/Bloomberg

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