Allgemein

Gesichtsverlust für Liz Truss Britische Regierung mit Wende bei Steuern – Pfund springt hoch

Die britische Regierung verkündet aktuell eine Wende bei ihren Steuer-Plänen. Es ging wohl nicht anders. Das Pfund reagiert positiv.

Die von der neuen Premierministerin Liz Truss angekündigte Steuersenkung für britische Spitzenverdiener wird abgeblasen, um eine Revolte in den eigenen Reihen zu verhindern. Schatzkanzler Kwasi Kwarteng verkündete die Entscheidung vor wenigen Minuten in einem Tweet mit den Worten: „Wir haben es verstanden und zugehört“. In einer Erklärung, die zusammen mit seinem Tweet gepostet wurde, sagte er, die Entscheidung, den 45%igen Einkommenssteuersatz abzuschaffen, sei zu einer „Ablenkung“ geworden.

Mit dieser Kehrtwende hoffen Truss und Kwarteng laut Bloomberg einen Schlussstrich unter die tagelangen Marktturbulenzen zu ziehen, die auf Kwartengs Steuerpaket vom 23. September folgten. Für eine Regierung, die erst seit einem Monat im Amt ist, ist dies dennoch eine große Kehrtwende, insbesondere nachdem die Premierministerin und der Schatzkanzler die Maßnahmen tagelang verteidigt hatten.

FMW: Das Pfund Sterling reagiert von glatt 1,11 auf bis zu 1,1281 im Hoch gegen den US-Dollar (aktuell 1,1191). Die Rendite für zehnjährige britische Staatsanleihen sinkt von 4,12 Prozent am Freitag Abend aktuell 4,04 Prozent. Die Rendite für 30jährige Papiere sinkt von 3,85 auf 3,79 Prozent. Dass eine neue Regierung nach so kurzer Zeit von einer bedeutenden Maßnahme wieder Abstand nimmt, ist schon ein Desaster. Aber es ging wohl nicht anders. Die Kapitalmärkte sandten letzte Woche ein klares Crash-Signal. Steuersenkungen voll auf Pump ohne einen wirklichen Nutzen, das ging nicht. Die Anleiherenditen mussten letzte Woche bereits massiv von der Bank of England runtergedrückt werden durch Aufkäufe von Anleihen. Jetzt kann sich die Lage vermutlich weiter entspannen.

FMW/KwasiKwarteng Twitter/Bloomberg

Liz Truss
Liz Truss – (Photo by Jeff J Mitchell/Getty Images)


Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

1 Kommentar

  1. Nunmehr sind Premierminister Elizabeth Truss und Schatzkanzler Kwasi Kwarteng aufgerufen, „die Währung britisches Pfund auch eine Ersatzwährung für den US-Dollar im Ölgeschäft“ als ihre politische Agenda anzusehen.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Meist gelesen 7 Tage