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Bekannter High Risk Tech ETF Cathie Wood mit größtem Dip-Kaufrausch seit Februar

Cathie Wood verwaltet den stark gefallenen Ark Innovation ETF. Gestern hat sie kräftig zugeschlagen und viele Aktien gekauft.

Da nutzt aber jemand die jüngst spürbar gefallenen Aktienkurse um sich vermeintlich „günstig“ einzudecken. Ist das ein Signal für einen Dreh am Aktienmarkt? Cathie Wood hat mit ihren Tech-Aktien im Ark Innovation ETF monatelang deftige Verluste erlitten. Wenn sie jetzt wieder verstärkt zu günstigen Kursen kauft, ist das wohl kein verlässliches Zeichen für eine Wende am Markt. Es ist nur die Meinung eben dieses einen Marktteilnehmers, der sich erneut irren kann. Aber schauen wir uns die aktuelle Meldung an.

Der brutale Ausverkauf am Dienstag nach der unerwartet hohen Inflationsrate im August sah für Ark Investment Management von Cathie Wood wie eine Chance aus. Das Unternehmen kaufte am gestern 27 Aktien in seinen acht börsengehandelten Fonds, wie aus den von Bloomberg zusammengestellten Daten hervorgeht. Der größte Kauf war Roku, das bereits die drittgrößte Position im 8-Milliarden-Dollar-Flaggschiff ARK Innovation ETF (Ticker ARKK) der Firma ist.

Die Käufe erfolgten an einem Tag, an dem der technologielastige Nasdaq 100 seinen schlimmsten Tagesrückgang seit März 2020 verzeichnete, angeheizt durch die zunehmenden Wetten, dass die Federal Reserve nächste Woche eine historisch große Zinserhöhung vornehmen wird, um den Inflationsdruck zu bekämpfen. Doch während die Inflation für die geldpolitischen Entscheidungsträger im Vordergrund steht, twitterte Ark-Gründerin Cathie Wood am Montag, dass eine Deflation „in der Pipeline“ sei – und die Käufe vom Dienstag deuten darauf hin, dass sich das Unternehmen darauf einstellt.

„Ihre Käufe sind seit Januar ziemlich gesunken, aber in den letzten Tagen sind sie wieder gestiegen. Es scheint so, als ob ihre Überzeugung jetzt größer ist“, sagte Athanasios Psarofagis. Gepaart mit Woods Tweets vom Dienstag: „Es scheint so, als ob sie einfach den Weg geht“.

Käufe durch Ark ETF von Cathie Wood

Die ETF-Produktpalette von Ark ist 2022 durch eine historisch aggressive Fed stark unter Druck geraten. Eine Reihe von überproportionalen Zinserhöhungen hat die spekulativen Bereiche des Marktes erschüttert und ARKK im Jahr 2022 um mehr als 55 % nach unten gezogen.

Inmitten dieses Rückgangs hat Cathie Wood an ihrer Strategie festgehalten, Verlierer zu verdoppeln und Gewinner abzustoßen. Roku ist in diesem Jahr um fast 71 % gefallen, während Butterfly Network Inc und Zoom Video Communications Inc, die zweit- und drittgrößten Käufe vom Dienstag, im Jahr 2022 um 14 % bzw. 58 % gefallen sind.

Die Käufe waren mit dem Verkauf von rund 1,5 Millionen Aktien von Signify Health verbunden, dessen Aktienkurs seit Mitte Juni inmitten eines Bieterwettstreits um das Unternehmen um 160 % gestiegen ist.

FMW/Bloomberg

Ark-Chefin Cathie Wood
Cathie Wood. Photographer: Eva Marie Uzcategui/Bloomberg


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4 Kommentare

  1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Im Prinzip wettet die Dame auf wieder sinkende Zinsen. Sinkende Zinsen bedeutet höhere Aktienkurse. Diese Rechnung ging seit dem März 09 auf.

    Die große Frage wird sein, wie ernst es die FED mit der Inflationsbekämpfung nimmt. Knickt sie wieder ein, wie in 2018…?

    Darauf spekuliert sie.

  2. die kauft viel zu früh…..

    1. Ich denke auch, dass die Cathie viel zu viel kauft. Bevor die FED an Zinssenkungen denkt, muss der Markt noch erheblich runter. Powell hat da ein eindeutiges Signal gegegeben. Was gibt es da nicht zu verstehen. Ich weis nicht, irgendwie haben das die „Buy the Dip Jünger“ noch nicht verinnerlicht. Die Rezession ist zu keinem Teil in den Kursen drin. Letztendlich wettet die Dame darauf, dass es keine Rezession geben wird. Na dann, viel Glück.

  3. Wenn man in einigen Monaten als grosser Star schon etwa 70% verloren hat, ( nicht sie, aber ihre Kunden) dann gibt es nur noch eines, VOLLES RISIKO, denn wenn es weiter runter geht ist sie sowieso erledigt und Fugmann muss sich eine neue Freundin suchen, wie wäre es mit Bärbock?

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