Märkte

China erhebt Einfuhrzölle für Kohle – Beginn des Protektionismus?

China wird in Kürze ausländische Importe von Kohle mit 3% Einfuhrzoll belegen – offenkundig um die strauchelnde Kohleindustrie des Landes zu stützen. Seit Jahresbeginn waren die Preise für Kohle im Reich der Mitte um 20% abgestürzt – viele Kohleproduzenten gerieten daraufhin in finanzielle Engpässe. Mit den Zöllen soll offenkundig der Preisverfall für Kohle gestoppt werden – und die Märkte scheinen den Schritt der Regierung bereits antizipiert zu haben: so stieg der liquidiste Kohle-Future in China bereits am Freitag um 2,8%, gestern legte der Kontrakt gut 1% zu.

Der Schritt der Regierung ist ein verheerendes Signal: wenn es für einheimische Sektoren schlecht läuft, greift man eben zu protektionistischen Maßnahmen. Wir stehen somit am Beginn eines protektionistischen Wettlaufs, der sich mit verschlechternder Wirtschaftslage in China verstärken dürfte. In ähnliche Richtung zielt offenkundig der Vorwurf an die ausländische Autoindustrie, zu hohe Preise zu verlangen. Chinas Autobauer nämlich haben die in sie gesetzten Erwartungen der Regierung nicht erfüllt und sind dabei, komplett aus dem Markt gekegelt zu werden. Um dies zu verhindern, attackiert die Regierung ausländische Produzenten und wirft ihnen vor, überhöhte Preise zu verlangen. Und die zeigen sich seltsam einsichtig, wollen sie doch weiterhin möglichst viele Fahrzeuge im Reich der Mitte verkaufen dürfen..



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