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China: Immobilienpreise könnten um weitere 10% fallen

Die Immobilienpreise in China könnten um weitere 10% noch in diesem Jahr fallen – das sagt Vincent Mo, CEO der grössten chinesischen Immobilienwebseite SouFun. Die Preise seien in den letzten beiden Jahren zu schnell und zu stark gestiegen, sodass sich der Markt nun bereinigen müsse, so Vincent Mo. Er erwartet, dass zumindest im ersten Halbjahr 2015 die Preise rückläufig sind – geht jedoch davon aus, dass dann eine Stablisierung einsetzen wird.

Dabei fallen die Preise trotz zahlreicher Unterstützungsmassnahmen durch Regierung und Lokalverwaltungen: so wurden Beschränkungen zum Immobilienerwerb weitgehend aufgehoben und die Kreditkonditionen für Käufer deutlich verbessert. Aber die Chinesen warten lieber ab – in Erwartung weiter fallender Preise. Ein klassisches Deflationsszenario.

Heute meldete die Bank mit der weltweit grössten Bilanzsumme, die chinesische ICBC, einen Anstieg „fauler“ Kredite von 9% allein im dritten Quartal. Das ist der grösste Anstieg seit dem Jahr 2006. Dieser Trend dürfte sich fortsetzen und eine ähnliche Dynamik wie in den USA gewinnen. Zwar sind die privaten Immobilienkäufer weniger „Schulden-gehebelt“ wie einst die US-Konsumenten, dafür aber ist das gehebelte Schuldenniveau vieler Unternehmen in China deutlich höher als einst in den USA. Das gilt insbesondere für Unternehmen aus dem Immobiliensektor: hier sind die ersten Pleiten nur eine Frage der Zeit. Dadurch dürften dann neue, billige Bestände aus der Konkursmasse auf den Markt kommen und die Preise weiter drücken.

Sehen Sie hier das Interview von Bloomberg TV mit Vincent Mo:



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