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China: neue Normalität = harte Landung?

Markus Fugmann

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Gestern hat Chinas Präsident Xi ein „new normal“ verkündet, also eine neue Normalität. Das bedeutet: die Zeiten der Expansion sind vorbei, langsames Wachstum ist angesagt. Vor allem aber: die Parole von der „neuen Normalität“ ist eine klare Absage an weitere Stimulusmaßnahmen durch Chinas Regierung.

Und dieses „langsame Wachstum“ wird durch die heutigen Konjunkturdaten aus China einmal mehr deutlich: so lag die Industrieproduktion mit +8,7% unter der Erwartung (8,9%), ebenso die Einzelhandelsumsätze mit 11,9% (Prognose 12,2%), die Bauausgaben bei 17,3% (Prognose 17,7%). So weit, so mäßig.

Fast noch besorgniserregender aber ist der starke Rückgang der Kreditvergabe im April, sie fiel von 2,07 Billionen Yuan (ca. 250 Milliarden US-Dollar) im März auf nun 1,55 Billionen Yuan – also ein Rückgang um fast 25%. Das zumindest sind die offiziellen Zahlen der chinesischen Notenbank – hinzu kommt noch die nicht erfasste Kreditvergabe durch die Schattenbanken im Reich der Mitte – aber auch diese dürften rückläufig gewesen sein.

Kredit, auch das ist eine neue Normalität, ist derzeit in China ein rares Gut. Nach den Kreditexzessen der vergangenen Jahre kehrt nun eine ökonomische Vernunft ein, die eine im Abschwung befindliche Wirtschaft hart treffen wird. Die (offiziellen) Banken haben erkannt, dass ihnen die Risiken aus dem Ruder laufen und zeigen sich nun restriktiv in Sachen Kreditvergabe. Es spricht Bände, dass heute die chinesische Notenbank die 15 Großbanken des Landes aufgefordert hat, Erstkäufern von Immobilien Kredite „zu vernünftigen Konditionen“ zu ermöglichen.

Um dem Abschwung zu begegnen, wird China früher oder später den bereits begonnenen Trend zur Abwertung des Yuan fortsetzen müssen. Auf diesem Weg aber werden diejenigen auf der Strecke bleiben, die auf eine weitere Aufwertung der Währung gewettet hatten – und die Zahl der Unternehmen in China, die sich über sogenannte Target Redemption Funds so positioniert hatten, geht in die Millionen. Ihre Pleite wird man dann als „Kollateralschaden“ verbuchen müssen..

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    aquadraht

    13. Mai 2014 12:28 at 12:28

    Zeigen diese Daten nicht das glatte Gegenteil einer „harten Landung“? Die Kreditvergabe verringert sich um ein Viertel, man könnte sagen, sie bricht auf 75% des vorherigen Werts zusammen, und Industrieproduktion und Konsum steigen um 8,7 bzw. 11.9%, der besonders kreditsensible Bausektor um 17,3%. Das heisst, dass sich die BIP-Produktivität der Kreditvergabe um 30-50% verbessert hat, man mit viel weniger Kredit viel mehr Wachstum generiert hat. Wo da die harte Landung oder gar der Crash zu sehen ist, erschliesst sich mir nicht.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Nicht Fisch, nicht Fleisch!

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Das Bild zur Börseneröffnung wirkt uneinheitlich. Die soeben veröffentlichten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind auch Thema, vor allem aber die steigenden Corona-Zahlen in Europa.

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Für den blutigen Anfänger: So starten Sie jetzt an der Börse durch – Werbung

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Lieber Börsianer,

der Börsenbrief ist bestellt und die erste Ausgabe sorgsam gelesen. Trotzdem, aller Anfang ist schwer, und Börsendebütanten stehen zunächst vor einer ganz praktischen Frage. Wo soll ich mein Depot eröffnen, welche Bank beauftrage ich mit der Abwicklung meiner Käufe bzw. Verkäufe, wer soll meine Wertpapiere lagern? Das Angebot der Depotbanken und Onlinebrokern ist in der Tat ziemlich unübersichtlich. Selbst Profis finden sich in diesem Angebots-Dschungel nicht immer zurecht.

Dazu im Folgenden einige Anmerkungen meinerseits. Die Gruppe der Online-Banken oder -Broker teilt sich im Wesentlichen in zwei Gruppen auf. Da gibt es zunächst die alteingesessenen wie etwa Comdirect, Maxblue oder Consors. Diese sog. Vollsortimenter bieten Ihnen nahezu das vollständige Angebot der international handelbaren Wertpapiere an. Ganz gleich, ob Ihnen der Sinn nach einem ETF, einer Aktie, einem Optionsschein oder etwa einer Anleihe steht. Hier werden Sie bedient.

Daneben zeichnen sich diese Vollsortimenter durch ein breites Angebot an Börsenplätzen aus. Es mag schon sein, dass Sie nicht gleich zu Beginn Ihrer Börsenkarriere Zugang zur Börse Stockholm oder London benötigen. Gleichwohl gilt: Mehr ist in diesem Fall tatsächlich mehr. Als ambitionierter Börsianer werden Sie irgendwann einmal in Zürich, Mailand oder Stockholm handeln.

Deshalb mein Rat: Starten Sie gleich mit einem solchen Partner, der Ihnen eine anständige Infrastruktur an die Hand gibt! Dafür sind Sie auch bereit, etwas höhere Spesen zu bezahlen.

Diesen Vollsortimentern stehen einige Online-Broker gegenüber, die mit ausgesprochen günstigen Kauf- bzw. Verkaufsspesen werben. Bekanntester Vertreter dieser Gattung ist das junge Fintech-Unternehmen Trade Republic. Hier handeln Sie abgesehen von einer Fremdkostenpauschale von 1 Euro spesenfrei. Sehr verlockend, oder?

Nun, hier gilt eine einfache Regel: Dort, wo der Preis schmal ist, ist in aller Regel auch das Angebot schmal. So bietet Ihnen Trade Republic derzeit nur mit der Börse Hamburg nur einen Handelsplatz an. Diverse Wertpapiergattungen sind überhaupt nicht handelbar. Außerdem müssen Sie hier mobil, sprich am Smartphone arbeiten. Die Software ist derart abgespeckt, dass es bei Trade Republic bislang noch nicht zu…..

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Quartalssaison hat begonnen – hier die wichtigsten Termine

Claudio Kummerfeld

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Die Quartalssaison hat begonnen. Letzte Woche meldeten bereits die großen US-Banken. Netflix meldete vorgestern. Aber nun geht es so richtig los. Hier eine Übersicht der wichtigsten Termine von deutschen und US-Konzernen in den nächsten Tagen. Wichtig: Diese Termine haben wir direkt aus den Finanzkalendern der Unternehmen entnommen. Denn manchmal sind Webportale mit ihren Terminübersichten zu den Quartalszahlen unzuverlässig, da hier zukünftige Termine zu Finanzkennzahlen manchmal einfach nur basierend auf den Terminen vergangener Quartale von einer Computersoftware abgeschätzt werden, und daher fehlerhaft sein können.

Microsoft: 27. Oktober

Twitter: 29. Oktober

Daimler (schon vorab am 16. Oktober veröffentlicht): 23. Oktober

SAP: 26. Oktober

Delivery Hero: 28. Oktober

Deutsche Bank: 28. Oktober

Facebook: 29. Oktober

BASF: 28. Oktober

Boeing: 28. Oktober

General Electric: 28. Oktober

General Motors: 5. November

Volkswagen: 29. Oktober

Alphabet (Google): 29. Oktober

Amazon: 29. Oktober

Apple: 29. Oktober

Caterpillar: 27. Oktober

Exxon: 30. Oktober

Bayer: 3. November

Commerzbank: 5. November

Adidas: 10. November

Lufthansa (schon vorab gestern veröffentlicht):: 5. November

Zalando: 4. November

Deutsche Telekom: 12. November

Walmart: 17. November

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