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Märkte

Chinas zieht die Daumenschrauben an

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Die Regierung macht ernst bei den in China weit verbreiteten Trusts und erschwert damit faktisch das Business-Modell dieser Finanzierungsunternehmen. Die Trusts sind nach den offiziellen Banken der größte Finanzsektor im Reich der Mitte, mit einem derzeitigen Volumen von 1,9 Billionen US-Dollar.

Die chinesische Bankenregulierungsbehörde aber steht dem Treiben der Trusts nach einigen Pleiten von durch Trusts initiierte Unternehmensanleihen zunehmend skeptisch gegenüber. So müssen, wie Bloomberg.com berichtet, Trusts sich nun darauf vorbereiten, ihr Eigenkapital zu erhöhen oder Anteile an anderen Unternehmen zu verkaufen. Außerdem kündigte die Behörde an, Neugründung von Trusts mit strikten Auflagen zu versehen. Die neuen Regulierungen sollen offensichtlich die immer deutlicher zu Tage tretenden Risiken bei hochrentierlichen Unternehmensanleihen minimieren.

Im zweiten Quartal 2014 maturieren in China extrem viele Unternehmensanleihen, was die Gefahr neuer Pleiten deutlich erhöhen dürfte. Die Bankenregulierungsbehörde wies gleichzeitig ihre Niederlassungen in den Provinzen an, besonders Finanzierungsvehikel lokaler Regierungen sowie den Immobiliensektor vor Ort einer genauen Prüfung zu unterziehen.

Damit wird einmal mehr klar, wohin Chinas Politikwechsel hinzielt: weg von Expansion, hin zu Stabilisierung und Risikominimierung. Letztlich führt das zu Verknappung von Liquidität – die Folgen davon dürften auch bald in der westlichen Welt zu spüren sein. In China haben viele Unternehmen bereits jetzt schon keinen Zugang mehr zu regulärer Kreditaufnahme und behelfen sich daher einer Form von Wechseln, den sogenannten “Akzeptkrediten”, wie das Wall Street Journal berichtet.

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Anleihen

Goldpreis: Aktuell echte Stärke, und ein Blick auf die Realrenditen

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Haben Sie Freitag Nachmittag unsere Berichterstattung zum Thema Gold verfolgt? Da fiel der Goldpreis plötzlich. Zeitgleich war der US-Dollar (gut sichtbar im Währungskorb “Dollar-Index”) deutlich gestiegen. Oft gibt es eine klare Korrelation. Dollar stark, Gold schwach, und umgekehrt! Und so geschah es dann auch zügig am Freitag Nachmittag. Der Dollar-Index kletterte schon den ganzen Freitag von 92,52 auf über 93,50 Punkte. Und der Goldpreis sackte ab von 1.975 auf 1.960 Dollar, wohl vor allem als Reaktion auf den starken US-Dollar.

Goldpreis kann sich halten

Aber seitdem? Da zeigt der Goldpreis eine aktuelle Stärke. Denn schauen wir hier mal auf den aktuellen Chart, wo Gold in rot-grün gezeigt wird, und der Dollar-Index in blau. Der Greenback ist auch übers Wochenende weiter deutlich gestiegen auf jetzt 93,82 Punkte. Demnach hätte der Goldpreis weiter fallen können oder sogar müssen? Aber nein, das Edelmetall hält sich robust bei 1.971 Dollar. Dies kann man als aktuell echte Stärke bezeichnen. Weitere Anläufe über 1.980 Dollar und in Richtung der großen runden Marke von 2.000 Dollar sind jederzeit möglich? Vor allem, wenn der Dollar-Index wieder kehrt macht gen Süden? Es bleibt spannend.

Chart zeigt Goldpreis gegen Dollar-Index

Realrenditen

Die realen Renditen von Anleihen ergeben sich aus dem Zins abzüglich der Inflationsrate. Holger Zschaepitz hat im folgenden Chart, der bis zu den 90er-Jahren zurückreicht, die Realrendite deutscher Bundesanleihen gezeigt. Schon seit Jahren liegen sie im negativen Bereich. Ganz aktuell kommen sie etwas nach oben Richtung Null-Linie. Dies liegt aktuell aber wohl nur daran, dass die Inflation in Deutschland auf Null gesunken und sogar in die Deflation gerutscht ist. Und das wiederum liegt wohl vor allem an der jüngst in Kraft getretenen Mehrwertsteuersenkung, durch die viele Produkte billiger wurden.

In der folgenden Grafik der Notenbank von St. Louis sieht man für zehnjährige US-Staatsanleihen den inflationsbereinigten Zins. Seit Januar diesen Jahres geht es in den Minusbereich. Der Chart reicht von 2018 bis zum letzten Donnerstag. Es geht weiter Richtung Süden. Was lernen wir daraus? Je schlechter verzinsz Anleihen global sind, desto größer grundsätzlich der Drang von Anlegern Richtung Edelmetalle, was dem Goldpreis helfen sollte (hier dazu ein interessantes Video von Markus Fugmann). Eine Garantie für steigendes Gold ist das nicht, aber von der Grundtendenz her… wenn man sieht, 2018 lag der Goldpreis noch bei 1.300 Dollar!

US-Realrendite fällt immer weiter

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Indizes

Rüdiger Born: Dax mit abweichender Lage zu den US-Indizes

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Die US-Märkte sehe ich derzeit anders als den Dax. Die aktuelle charttechnische Lage bespreche ich im folgenden Video. Wollen Sie meine täglichen Analysen im “Trade des Tages” erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – der schwache US-Dollar

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Es geht um einen Rückblick auf den starken Juli. Und es geht um die Frage, ob der schwache US-Dollar denn nun gut oder schlecht ist für die Wall Street.

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