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Curevac enttäuscht mit finaler Impfstoff-Analyse – Aktie fällt

Coronavirus

Vor zwei Wochen meldete Curevac, dass der noch nicht zugelassene Corona-Impfstoff des Unternehmens nur zu 47 Prozent wirksam ist. Die Aktie crashte um mehr als 50 Prozent, konnte sich seitdem aber teilweise wieder erholen. Alleine gestern konnte die Aktie im US-Handel 6,02 Dollar zulegen. Nachbörslich aber verlor die Curevac-Aktie heute Nacht 6,48 Dollar, weil das Unternehmen die finale Analyse zu seinem Corona-Impfstoff veröffentlicht hat. Positiv kann man sagen: Die Aktie hat nachbörslich gerade so viel verloren, wie sie im Tagesverlauf vorher gewonnen hatte. Allerdings sehen wir heute früh im vorbörslichen Handel in Deutschland, dass die Curevac-Aktie mit -15 Prozent deutlich stärker verliert als gestern nachbörslich in Deutschland. Die Anleger hierzulande sind also in ihrer ersten Reaktion deutlich pessimistischer als heute Nacht die US-Trader.

Curevac meldet 48 Prozent Wirksamkeit, aber immer 77 Prozent vor moderatem und schwerem Krankheitsverlauf

Aus dem heute Nacht veröffentlichten Analyseergebnis geht hervor, dass die Wirksamkeit bei 48 Prozent liegt. Das kann man als Enttäuschung bezeichnen. In einer bisher beispiellosen Studienumgebung mit 15 aufgetretenen Virusstämmen zum Zeitpunkt der finalen Analyse zeigte der Impfstoffkandidat CVnCoV laut Curevac insgesamt eben nur eine Wirksamkeit von 48 Prozent (83 Fälle in der Impfgruppe, 145 in der Placebogruppe) gegen eine COVID-19-Erkrankung jeglichen Schweregrades, darunter Fälle von moderaten und nicht notwendigerweise atemwegsbetreffenden Symptomen.

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Eine signifikante Schutzwirkung habe sich bei Studienteilnehmern in der Altersgruppe zwischen 18 und 60 Jahren gezeigt. In dieser Gruppe erzielte der Impfstoffkandidat laut Curevac eine Wirksamkeit von 53 Prozent (71 Fälle in der Impfstoffgruppe, 36 in der Placebogruppe) gegen eine Erkrankung jeglichen Schweregrades und über alle Virusvarianten hinweg. Es wurde eine Schutzwirkung von 77 Prozent (9 Fälle in der Impfstoffgruppe, 36 in der Placebogruppe) vor moderatem und schwerem Krankheitsverlauf errechnet. In der gleichen Altersgruppe bot CVnCoV eine hunderprozentige Schutzwirkung (kein Fall in der Impfstoffgruppe, 6 in der Placebogruppe) vor einem Krankenhausaufenthalt oder Tod.

Bei Teilnehmern über 60 Jahre, die 9 Prozent der untersuchten Fälle darstellen, ermöglichten die vorhandenen Daten laut Curevac keine statistisch eindeutige Bestimmung der Wirksamkeit. Die Daten würden ein gutes Sicherheitsprofil für CVnCoV in allen Altersgruppen. Die Studie werde fortgesetzt, um für Studienteilnehmer die Nachbeobachtungsphase abzuschließen. Die verfügbaren Daten wurden der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zur Verfügung gestellt. Das rollierende Verfahren werde fortgesetzt mit Hinblick auf eine Zulassung des Impfstoffs.

Wertvoller Beitrag für Schutz gegen Corona?

In dieser finalen Analyse hat sich laut Curevac-Aussage gezeigt, dass CVnCoV einen wertvollen Beitrag für die öffentliche Gesundheit leisten kann, wenn Studienteilnehmer zwischen 18 und 60 Jahren vollständig vor einem Krankenhausaufenthalt oder Tod sowie mit einer Wirksamkeit von 77 Prozent vor einem moderaten und schweren Krankheitsverlauf geschützt werden. Man glaube, dass dieses Wirksamkeitsprofil einen wichtigen Beitrag darstellt, um die COVID-19-Pandemie zu bewältigen und mit der dynamischen Verbreitung der Virusvarianten umzugehen. CureVac veranstaltet heute um 10 Uhr eine Pressekonferenz. Ab da könnte der Kurs erneut in Bewegung geraten.

Chart zeigt Kursverlauf der Curevac-Aktie seit dem 3. Juni
TradingView Chart zeigt Curevac-Aktie im Kursverlauf seit dem 3. Juni. Gut sieht man den Absturz vor zwei Wochen und ganz rechts den heutigen erneuten Absturz.



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3 Kommentare

  1. Laut Statista sind 4% der mit und an Covid 19 verstorbenen unter 60 Jahren. Auch die schweren Verläufe finden dort weniger statt. Meines Erachtens Ziel verfehlt denn die Gruppe der betroffenen wird kaum geschützt.

  2. Es ist doch noch viel dreister als hier teilweise schon zu sehen ist.
    Die Zahl mit oder an Cov. verstorben sagt schon alles! Nach pathologischer Begutachtung sind die Zählungen
    eindeutig.
    20 % der offi. Todeszahlen haben nix mit Covid zu tun. Übrig bleiben 80% „mit oder an“ ,“mit “ ist auch schon falsch,weil es weltweit keinen standardiesierte(z.B. gedeckelte Zyklen bei max.25) und fortlaufend“Doppelblind“ kontrollierte Testungen gibt,um die Roheingangsdaten „wahr“ und als quantifiziert zu markieren. Wie ist die Fehlerquote abbgebildet im Hinblick auf PCR Nachweis oder klinisch nachgewiesen(dafür muss der vorher lebend untersucht worden sein, sind in Indien 100%ig alle,gelle)! Der klinisch nachgewiese Unterschied zwischen SarsCov2 und anderen symthom. änhlichen Virenstämmen.
    Und letztlich die Beiden Hauptbetrügereien
    1. Die vorsätzlich falsch dargestellte Menge der Basisgruppe/Bezugsgruppe (z.B. mehr Tests,mehr Positive)
    2. Wie? Ganz einfach ,es wird immer unterlassen eine Basisgruppe zu projezieren ,um möglichst fern von
    der Realität zu sein.Das muss man nämlich,weil sonst alles vorbei wäre!
    Projezieren ,soll heissen man muss erstmal mit einer Wahrscheinlichkeit von ü. 90% eine Gruppe modellieren,die zB sowieso gestorben wäre oder aufgrund von Anderen Sachen im KH gelandet wäre.
    Diese Gruppen könnten dann vielleicht als Basisgruppe für meine Aussagekraft herhalten,um Risiken abzubilden.
    Und das Sahnehäuptchen ist die völlige negierung der Wissenschaft seitens der Politiker. (z.B.Covid ist ein
    Indoorproblem und Masken sind ein Spuck. und Bakterienschutz,grössenbedingt, und kein Virenschutz)
    Mit anderen Worten ,ALLES und zwar ALLES was ihr über Corona denkt ist ,zumindest fast, komplett falsch!
    Vergesst Covid einfach !! Schützt eure Kinder vor den Verbrechen die Ihnen angetan werden und fertig.
    Psychisch wie physisch und ängstliche gestresste Menschen haben eine verminderte Immunantwort.
    Und jetzt will Jemanden hören der mir schreibt ,das was du da schreibst ist Bullshit.

  3. achso,hab ich noch vergessen. Es gibt sogar Beweise ,das alles was getan wird auf Vorsatz beruht.
    Es gibt interne Papiere ,ich glaube vom Innenministerium waren die.(PDFs bei „clubderklarenworte.de)
    Darin werden die Exekutiven angewiesen ,auf jeden Fall zu verhindern ,daß die Öffentlichkeit nur auf die nachgewiesenen Todeszahlen fokussiert wird(negierung der Verwirrungstaktik). Da sonst auch einfache Geister ,so wie meine Wenigkeit,
    zu schnell auf den Gedanken kommen könnten “ Alles Fake“

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